Graham | Ein Milliardär für Cinderella? | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: CORA Verlag

Graham Ein Milliardär für Cinderella?


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-1892-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: CORA Verlag

ISBN: 978-3-7515-1892-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein Gentleman made in Italy! Nach einer traumatischen Beziehung, aus der Skye mit ihren kleinen Geschwistern fliehen musste, fühlt sich die Begegnung mit Enzo Durante wie ein Märchen an. In seiner Villa als Hausmädchen zu arbeiten, gibt der jungen Schönheit die Sicherheit, die sie dringend braucht. Mehr noch, der smarte Milliardär weckt in ihr ein verzehrendes Verlangen, das ihr völlig neu ist. Und als er sie sinnlich verführt, scheint ihr Glück zum Greifen nah. Aber Skye weiß, für eine gemeinsame Zukunft stammen sie aus zu unterschiedlichen Welten ...



Lynne Graham ist eine populäre Autorin aus Nord-Irland. Seit 1987 hat sie über 60 Romances geschrieben, die auf vielen Bestseller-Listen stehen. Bereits im Alter von 15 Jahren schrieb sie ihren ersten Liebesroman, leider wurde er abgelehnt. Nachdem sie wegen ihres Babys zu Hause blieb, begann sie erneut mit dem Schreiben. Dieses Buch wurde von einem Verlag, nachdem sie noch einige Änderungen vornahm, gekauft. Das Hochgefühl, als sie das erste Mal in einem Geschäft ein Buch mit ihrem Namen sah, wird sie nie vergessen. Seitdem gehört sie zu den bekannten Autoren von Romances. Zu ihren Hobbys zählt das Kochen sowie der Garten, ihre Lieblingsfarbe ist Grün. Begeistert ist die leidenschaftliche Sammlerin von altem Spielzeug sowie schönen Steinen. Besonders wichtig ist es für Lynne, Weihnachten im Kreise der Familie festlich zu feiern. Sie mag keine Liebesfilme mit einem unglücklichen Ausgang. Geboren wurde Lynne Graham am 30. Juli 1956 in Nord-Irland, ihre Vorfahren stammen aus Irland sowie aus Schottland. Mit ihrem Bruder wuchs sie in einem Haus auf, welches direkt am Meer stand. Im Alter von 14 Jahren lernte sie ihren späteren Ehemann kennen. Allerdings beendete sie vor der Heirat ihr Studium an der Edinburgh University. Die Autorin wollte immer eine große Familie haben, sie hat ein leibliches Kind, welches bereits an einer Universität studiert sowie vier adoptierte Kinder. Zwei Neunjährige kommen aus Sri Lanka und die beiden Kleinen im Alter von drei und fünf Jahren sind aus Guatemala. Mit ihrer Familie sowie zwei Haustieren lebt sie in einem wunderschönen Landhaus auf einem riesigen baumreichen Grundstück in Nord-Irland.

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1. KAPITEL


Als Lorenzo Durante mit seinem Privatjet am Flughafen von Norwich ankam, erwartete ihn ein großer und teurer Geländewagen.

Er fluchte leise. Es war schon länger her, dass er selbst am Steuer gesessen hatte. Außerdem fuhr er lieber Limousinen als schwere SUVs. Es war nicht seine Art, zu jammern, schließlich war er kein Kind mehr. Außerdem war er selbst schuld an seiner derzeitigen Lage, und er würde sich auch selbst wieder aus diesem Schlamassel befreien. Natürlich würde es ihm nicht gerade leichtfallen, seinen extravaganten Lebensstil aufzugeben. Aber war das nicht Teil seiner Strafe?

Sein Großvater, Eduardo Martelli, hatte allerdings darauf bestanden, dass die Aufgabe, die er sich für Enzo überlegt hatte, keine Strafe war. Eduardo hatte eine lange Predigt darüber gehalten, dass sein Enkel doch endlich erwachsen werden solle. Bei dem Gedanken an diese erniedrigenden Worte presste Enzo die Lippen zusammen. Sein schmales, braungebranntes Gesicht war angespannt.

Er war jetzt siebenundzwanzig Jahre alt. Abgesehen von seinem Hochschulstudium und mehreren kurzen Praktika hatte er in seinem Leben noch keinen einzigen Tag gearbeitet. Warum auch? Seine Eltern waren gestorben, als er noch ein Kind war, und von seinem Vater Narciso hatte er Milliarden geerbt.

Seine Großeltern mütterlicherseits waren nicht ansatzweise so wohlhabend wie die Eltern seines Vaters. Und trotzdem waren sie damals vor Gericht gezogen, um das Sorgerecht für ihn zu erstreiten, und hatten gewonnen – wahrscheinlich, weil sie jünger und fitter waren. Sie hatten versprochen, ihrem Enkel ein ihrer Ansicht nach normales Leben zu ermöglichen. Leider war das gar nicht so leicht gewesen, musste Enzo sich eingestehen, wenn er an die Scharen von Verwandten aufseiten der Durantes dachte, die in seiner Kindheit immer wieder in Erscheinung getreten waren, mit ihren unglaublich großzügigen Geschenken und ihrer festen Entschlossenheit, ihn in Versuchung zu führen, ein ähnlich privilegiertes Leben zu führen wie sein verstorbener Vater.

Um seinen dreiundzwanzigsten Geburtstag herum, als er endlich seinen BWL-Abschluss in der Tasche hatte, fing diese Strategie an zu wirken. Da er gerade frisch von der Uni gekommen war, und zwar mit einem gebrochenen Herzen, war Enzo sehr empfänglich für all die Versuchungen gewesen, die der Lifestyle eines Playboys für ihn bereithielt. Damals war er langsam, aber sicher in eine selbstgefällige Dekadenz hinabgeglitten und hatte seine Großeltern, die für ihn wie seine Eltern waren, bitter enttäuscht.

Ein paar Jahre später war das Unvermeidliche geschehen: Seine beiden Leben waren miteinander kollidiert. Eduardo und Sophie Martelli hatten die Skandal-Schlagzeilen über ihren Enkel immer ignoriert. Doch nachdem Enzo den Fehler begangen hatte, betrunken mit einer ebenso alkoholisierten Partnerin auf einer Feier seiner Großeltern zu erscheinen, hatte er den Bogen endgültig überspannt. Auch jetzt noch brach ihm kalter Schweiß aus, wenn er an den Abend zurückdachte. Am nächsten Tag hatte er sich entschuldigen wollen. Doch Eduardo Martelli hatte ihm partout nicht zuhören wollen, während Enzos Großmutter vor lauter Scham und Kummer weinte, weil ihr Mann dabei war, ihren geliebten Enkel zu verstoßen.

In diesem Moment war Enzo klar geworden, dass es völlig egal war, wie viel Geld oder wie viele Freunde er hatte, wie viele aufregende Möglichkeiten das Leben für ihn bereithielt. Endlich hatte er realisiert, wie viel ihm seine Familie bedeutete und wie sehr das Leid seiner fürsorglichen Großmutter ihn beschämte. Dass er nun hier in England war, um sich um ein kleines Unternehmen zu kümmern, das sein Großvater kürzlich erworben hatte, war der Preis für die Versöhnung. Gleichzeitig sollte Enzo versuchen, ein nützliches, normales Leben zu führen. Allerdings war eigentlich nichts in seinem Leben normal, gestand sich Enzo ein.

Er bog in die Einfahrt seines neuen Zuhauses ein. Es lag mitten im Nirgendwo, mehrere Kilometer vom nächstgelegenen Ort, und es war viel größer, als er erwartet hatte. Ein geräumiges Zuhause war für Enzo nichts Neues, aber ein Apartment mit Service wäre ihm lieber gewesen als ein altes Landhaus mit Erkerturm. Er hoffte, dass es von innen besser aussehen würde als von außen. Minuten später jedoch erstarrte er angesichts des altmodischen Dekors und der gähnenden Leere im Kühlschrank. Er war am Verhungern. Wie um Himmels willen sollte er allein klarkommen, wenn er überhaupt nicht kochen konnte? Ein Luxusproblem, bedauerte er grimmig, und wahrscheinlich der Beginn einer Reihe unwillkommener Überraschungen. Doch er würde sich schon irgendwie arrangieren.

Eine Stunde später hatte Enzo die Pizza, die er sich bestellt hatte, angeekelt in den Mülleimer geworfen und war auf dem Weg in die Stadt, um nach einem Restaurant zu suchen. Doch er fand keines. Stattdessen kam er an einem Supermarkt vorbei, der rund um die Uhr geöffnet war. Enzo fuhr daran vorbei, in der Hoffnung, dass er einen Abend lang auch ohne Essen auskommen würde. Stattdessen wollte er einen Blick auf die Firma werfen, die er ins einundzwanzigste Jahrhundert befördern sollte. Neben der Fabrik, die es zu modernisieren galt, befand sich ein riesiges Bürogebäude. Sicher würde er sich alles andere als beliebt machen, wenn er am nächsten Morgen als neuer CEO dort antanzen würde. Die Firma war ein Familienunternehmen gewesen, und nun würde es Entlassungen, Restrukturierungen und weitere notwendige Maßnahmen geben, um das Unternehmen wieder profitabel zu machen.

Auf der Fahrt zurück zu seinem Haus kam er an einem Auto vorbei, das an der Straßenseite parkte. Eine junge Frau stand neben der Motorhaube. Eine Frau ganz allein im Dunkeln mit einer Autopanne. Er seufzte frustriert. Eigentlich wollte er sich nicht in so etwas einmischen. Niemand würde Enzo je einen guten Samariter schimpfen, doch war er zu gut erzogen, um die Gefahren zu ignorieren, die auf eine Frau in einer solchen Situation lauerten. Ein genervtes Fluchen unterdrückend, drehte er um, fuhr zurück und ließ das Fenster herunter.

Eine Stunde zuvor

Skye lag immer noch mucksmäuschenstill genau an der Stelle, an der Ritchie sie mit Wucht auf den Boden geschubst hatte. Sie hatte solche Angst, dass sie nicht atmen konnte. Er hatte sie fast erwürgt, nachdem er sie erst ins Gesicht und dann in den Bauch geboxt hatte, um sie dann auf den Boden zu zwingen, hatte auf sie herabgeschaut wie ein Verrückter, als ob er sie hasste. Dann hatte er begonnen, sie zu treten. Es fühlte sich an, als wäre in ihrem Inneren etwas zerbrochen, als ob die Welt auf einmal aufgehört hatte, sich zu drehen, und Skye mit Schwung ins Nichts katapultiert hatte, wo sie unaufhaltsam immer weiter fiel. Sie stand unter Schock. Ritchie hatte sie noch nie vorher geschlagen. Geschrien hatte er schon, doch gewalttätig war er noch nie geworden.

Ritchie fluchte immer weiter, stolperte geräuschvoll im Schlafzimmer umher, knallte Türen und beschimpfte sie lauthals. Sie blieb weiter still liegen, die Augen fest geschlossen, voller Angst, dass er sie wieder beachten, ihr wehtun würde. Oder, noch schlimmer, aufgrund ihrer Reaktionslosigkeit so wütend werden würde, dass er die Kinder schlagen würde. Brodie, ihr armer kleiner Bruder, hatte den Angriff mitangesehen und sich mit dem rührseligen Versuch eines Kleinkindes, sie zu beschützen, vor sie gestellt. Doch sie hatte es geschafft, sich zwischen ihn und Ritchie zu schieben und Brodie in sein Zimmer zu bringen – und damit in Sicherheit. Ihr panisches Eingreifen hatte Ritchie allerdings nur noch wütender gemacht. Sie musste mit den Kindern schnellstens aus der Wohnung verschwinden, aber Ritchie würde das nicht freiwillig zulassen. Also blieb sie weiter still auf dem Boden liegen und stellte sich tot, während ihr Herz raste wie verrückt.

„Du dumme Kuh! Ich gehe Alkohol kaufen!“, rief Ritchie in ihre Richtung.

Augenblicke später fiel die Eingangstür mit einem Knall ins Schloss. Skye stand ruckartig auf, geriet vor lauter Schmerzen jedoch ins Wanken. Sie stolperte auf direktem Weg ins Kinderzimmer und sah Brodie schluchzend und angsterfüllt auf dem Bett sitzen. Also ging sie zuerst zu ihm.

„Komm, wir gehen“, beschwichtigte sie ihn, während sie seine zotteligen blonden Locken glatt strich. „Aber du musst ganz still sein.“

Dann hob sie ihre schlafende Schwester, Shona, aus ihrer Wiege und griff nach einer Decke, um die Kleine warm zu halten. Skye war barfuß, und sie hielt vergeblich nach ihren Schuhen Ausschau. Brodie war sehr anhänglich und ängstlich, was kaum überraschend war, nach allem, was er hatte mitansehen müssen. Es war schon schlimm genug, dass Ritchie sie geschlagen hatte. Doch hätte sie niemals zugelassen, dass er in seiner unkontrollierbaren Wut ein zweijähriges Kind attackiert hätte.

Es ist meine Schuld, dachte sie verzweifelt. Immerhin hatte sie sich dazu entschlossen, mit Ritchie zusammenzuziehen. Dadurch hatte sie ihre unschuldigen Geschwister der Wut dieses Mannes ausgesetzt und sie in Gefahr gebracht. Doch sie hatte es nicht gewusst, hätte sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können, zu was Ritchie in Rage alles fähig war. Nun, da sie es wusste und ihren Fehler realisiert hatte, wollte sie weg von hier. Zum Packen blieb keine Zeit. Das Risiko, dass Ritchie gleich wieder zurückkommen würde, war einfach zu groß. Sie würde ihre Sachen zu einem späteren Zeitpunkt holen, wenn sich die Wogen ein wenig geglättet hatten und er auf der Arbeit war.

Sie ging mit den beiden Kindern schnurstracks zu ihrem Auto, schnallte die beiden an und sank...



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