Graham | Mystery Files - 14 Stunden Angst | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 176 Seiten

Reihe: beTHRILLED

Graham Mystery Files - 14 Stunden Angst


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7517-3705-0
Verlag: beTHRILLED
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 176 Seiten

Reihe: beTHRILLED

ISBN: 978-3-7517-3705-0
Verlag: beTHRILLED
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die vier Freunde Lori, Christina, Gary und Miles müssen während einer Autofahrt einen Umweg nehmen und landen ungewollt im verschlafenen Andersonville. Ein Denkmal mitten in der Stadt scheint sie magisch anzuziehen. Dort treffen sie auf einen alten Mann, der ihnen die Geschichte des Denkmals erzählt: Genau am heutigen Tag im Jahr 1980 überfielen mexikanische Gangster die örtliche Polizeistation und brannten sie nieder, nachdem sie diese zuvor 14 Stunden lang belagert hatten. Während die vier Freunde gebannt lauschen, werden sie durch eine Berührung des Denkmals plötzlich ins Jahr 1980 zurückgeschickt! Genau an den Tag des Überfalls. Erste Schüsse fallen. In letzter Sekunde retten sich die vier in die Polizeistation - schon greifen die Gangster das Gebäude an. Und Lori und ihre Freunde wissen: Es gab nur einen Überlebenden ...

MYSTERY FILES - Unerklärliche Ereignisse, mysteriöse Geschichten und paranormale Erlebnisse. Gibt es für das Übernatürliche eine logische Erklärung? Oder ist mehr da draußen, als wir alle ahnen? Für alle Fans von »Akte X« und »X-Factor - Das Unfassbare«.

Weitere Folgen der Serie:
Mystery Files - Rufe aus dem Jenseits
Mystery Files - 14 Stunden Angst
Mystery Files - Wächter des Feuers
Mystery Files - Insel der Schrecken
Mystery Files - Der Geist von Lilywhite Manor
Mystery Files - Stadt ohne Gedächtnis
Mystery Files - Galerie der Angst
Bereits erschienen unter »Am Tag, an dem sie alle starben« (2011)

eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!



R.S. Graham ist seit Jahren passionierter Geisterjäger, der auf der ständigen Suche nach dem Unerklärlichen immer wieder in neue Dimensionen jenseits von Zeit und Raum vorstößt. In einer dieser Dimensionen schreibt er unter dem Pseudonym Ralph Sander Katzenkrimis.

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1. Kapitel


»... musste nach einem schweren Verkehrsunfall der Highway bei Waco in Fahrtrichtung Dallas komplett gesperrt werden. Die Polizei geht davon aus, dass mit einer Freigabe nicht vor 22 Uhr zu rechnen ist. Autofahrer mit Fahrtziel Dallas werden gebeten, die Unfallstelle weiträumig zu umfahren. Und nun zurück zu Rick Bennett auf KCX ...«

Lori drehte das Autoradio leiser. »Lass uns da vorne abfahren, Gary«, sagte sie, als sie ein Schild entdeckte, das auf die nächste Ausfahrt hinwies.

Über den Rand seiner Sonnenbrille sah Gary sie kurz an. »Warum das denn? Bis Waco sind es noch sechs oder sieben Ausfahrten.«

Sie strich sich eine Strähne ihres schwarzen Haars aus dem Gesicht. »Je später wir den Highway verlassen, desto dichter ist der Verkehr. Wenn wir hier rausfahren, müssen wir zwar einen größeren Bogen machen, aber wir haben Ruhe vor den Leuten, die bis zur letzten Ausfahrt warten.«

Er warf einen Blick in den Rückspiegel. Auf der Rückbank saßen Christina – Loris beste Freundin – und deren Freund Miles, der schon vor einigen Meilen fest eingeschlafen war. »Was meint ihr denn dazu?«

»Ich schließe mich Loris Meinung an«, erklärte Christina.

Gary verzog den Mund, blickte jedoch wieder geradeaus. »Und Miles?«, hakte er nach.

»Miles schläft, also schweigt er. Und wer schweigt, stimmt zu«, meinte Christina lächelnd. »Also drei zu eins, Gary.«

»Es sei denn, Miles wacht vor der Ausfahrt noch auf«, rief Gary laut und hoffte zweifellos, dass Miles endlich aufwachte. Aber offenbar schlief er tiefer als jeder andere ... Oder er wollte sich auf keine Diskussion einlassen, um keinen Stress mit Christina zu riskieren.

»Zu spät«, meinte Lori und wies auf die Verzögerungsspur, der sie sich in diesem Moment näherten.

»Na gut, aber wenn wir uns verfahren, fragst du nach dem Weg.« Gary setzte den Blinker. »Und du erklärst Miles, dass es deine Idee war, einen riesigen Umweg zu machen.«

Lori grinste ihn an. »Gerne. Dann weiß jeder, dass du unter meinem Pantoffel stehst und tust, was ich dir sage.«

Kopfschüttelnd wechselte er die Spur und gab weniger Gas, während Christina von der Rückbank aus fröhlich kommentierte: »Das weiß er sowieso schon.«

Nachdem sie die Ausfahrt genommen hatten, fuhren sie auf eine tiefer gelegene Landstraße. Lori holte die Straßenkarte aus dem Handschuhfach und begann zu blättern.

Nach mehreren Meilen fuhr Gary auf den Parkplatz eines Diners und ließ sich die Route erklären, die Lori sich überlegt hatte. Er beugte sich über die Karte und zeigte auf eine Landstraße. »Warum nehmen wir nicht die? Da können wir schneller fahren.«

»Aber dann müssen wir einen weiten Bogen um Waco machen, und das dauert länger«, hielt sie dagegen. »Wenn wir diese Nebenstrecke nehmen, kommen wir bestimmt schneller voran.«

Gary zuckte mit den Schultern und fuhr wieder los. »Also gut, wir fahren bis Temple, dann biegen wir ab und fahren Richtung Mexia weiter.«

Lori lehnte sich zurück und schaute aus dem Fenster. Sie blickte auf die von Ölfördertürmen geprägte Landschaft, die sich in einem immer gleichen Rhythmus bewegten, um den kostbaren Rohstoff aus dem Boden zu holen. Die Sonne brannte ungewöhnlich stark für Mai, aber das machte Lori nichts aus. Sie packte sich nicht gern dick ein, nur um vor Kälte geschützt zu sein. Aber das lag wohl auch daran, dass sie in Kalifornien aufgewachsen war und einfach nur warmes Klima gewohnt war. Wäre ich in Alaska groß geworden, würde ich mich jetzt sicher nach klirrender Kälte sehnen, dachte sie amüsiert.

»Da vorne müssen wir links abbiegen, richtig?«, fragte Gary, als sie sich nach einer Weile einer Kreuzung näherten.

Sie faltete die Straßenkarte, folgte mit dem Finger der Route, die sie ausgesucht hatte, und nickte. »Ja, genau.« Sie hob den Blick. »Da vorn steht Mexia auf dem Schild.«

Die schnurgerade Landstraße hatte auf Lori eine einschläfernde Wirkung, und es fiel ihr schwer, die Augen offen zu halten. Verstärkt wurde dieser Effekt noch dadurch, dass Christina mittlerweile auch eingeschlafen war und sie und ihr Freund auf der Rückbank um die Wette schnarchten.

Als sie Gary anblinzelte, sah er kurz zu ihr und lächelte sie an. »Du kannst ruhig schlafen. Ich habe mir die Route eingeprägt. Und ich bin hellwach. Du musst also keine Angst haben, dass wir im Graben landen, nur weil ihr drei friedlich vor euch hin schnarcht.«

»Danke«, murmelte sie lächelnd und drückte sich in den weichen Ledersitz des alten Ford, der Ende der Siebziger gebaut worden war. Sie bewunderte Gary dafür, dass er seinen Wagen so gut pflegte. Ohne ein Vermögen ausgeben zu müssen, hielt er ihn instand. Genau wie bei ihrem Vater waren Oldtimer seine Leidenschaft. Und Gary war praktisch in der Werkstatt ihres Vaters aufgewachsen.

Das sanfte Schaukeln ließ sie innerhalb weniger Minuten einschlafen, und sie versank in einen Traum, in dem sie an einem Strand in einer Hängematte lag, vor sich die strahlend blaue See, während eine leichte Brise über sie hinwegstrich. In einer Hand hielt sie ein langstieliges Glas. Darin war eine grünlich schimmernde Flüssigkeit, in der kleine Obststücke schwammen. Sie wollte gerade daran nippen, als sie plötzlich angerempelt wurde und sie vor Schreck den Longdrink auf ihr Shirt schüttete.

»Kannst du denn nicht aufpassen?«, schimpfte sie, drehte sich um – und fand sich auf dem Beifahrersitz wieder. Müde blinzelte Lori.

Gary stieß sie leicht an. »Schlecht geträumt?«

»Nein, schon gut«, antwortete sie. »Was ist denn los?«

»Das Wissen der Hüterin der Straßenkarte ist gefragt«, erklärte er. »Die Ortsdurchfahrt von El Taco Loco ist gesperrt, weil's da einen Großbrand gibt. Ich wüsste gern, welche Umleitung du vorschlägst.«

Sie schlug die Karte auf und zog die Strecke mit dem Finger nach. »Wo sind wir denn jetzt? El Taco Loco ... Wo ist denn überhaupt ...« Sie stutzte und sah Gary an. »El Taco Loco?«

»Hat ja lange gedauert«, meinte er grinsend. »Ich liebe es, wenn du verschlafen bist.«

»Ja, weil du mich dann auf den Arm nehmen kannst, aber auch nur dann.«

»Ich muss die Chancen nutzen, die sich mir bieten«, entgegnete er. »Keine Ahnung, wie das Kaff heißt, durch das wir jetzt nicht mehr fahren können, weil die einzige Straße im Ort gesperrt ist. Ich hab's mir nicht gemerkt. Auf jeden Fall sind wir zurück in Lockwood, und jetzt brauche ich eine alternative Route.«

Sie studierte die Karte, dann entschied sie sich für eine östliche Umgehung, die sie bis Mexia führen würde. »Okay, also biegen wir da ...« Sie zeigte auf die Karte. »... nach links ab und fahren diesen Bogen hier.«

Gary sah sich die Strecke an. »Ja, gut, so was hatte ich mir auch schon überlegt. Aber ich wollte hören, was du dazu zu sagen hast. Schließlich trägst du die Verantwortung dafür, dass wir unser Ziel auch wirklich erreichen.«

»Vielleicht solltest du mich dann auch fahren lassen«, schlug sie halb im Scherz vor. Sie wusste, dass Gary niemanden mit seinem Wagen fahren ließ. Was sie einerseits verstehen konnte, da er eine Menge Arbeit in den Ford gesteckt hatte. Andererseits ärgerte es sie – war es doch ein Beweis dafür, dass er ihr nicht zutraute, sein Auto zu fahren.

»Du trägst die Verantwortung für den Weg, ich für unser Beförderungsmittel«, konterte er.

Es war gegen vier Uhr am Nachmittag, als sie auf das nächste Hindernis stießen: eine weitere Umleitung, die sie noch weiter von ihrer ursprünglichen Strecke wegführte. Sie mussten über holprige Nebenstraßen fahren, die so unbedeutend waren, dass sie auf der Karte gar nicht eingezeichnet waren.

»Und jetzt?«, fragte Miles, der mittlerweile wieder aufgewacht war. »Ich habe Hunger.«

Christina seufzte.

»Mr. Wong wäre jetzt super«, fuhr Miles fort. »Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass da kein einziger Asiate arbeitet? Die Jungs da haben sich nur diesen pseudo-chinesischen Akzent angewöhnt, weil die Leute sie dann für authentisch halten. Wenn die sich untereinander unterhalten und niemand in der Nähe ist, der sie belauscht, reden die völlig normal.«

»Echt?«, fragte Gary wenig interessiert.

»Ja, echt«, bestätigte Miles. »Die haben mich einmal in die Warteschleife schicken wollen, aber die falsche Taste gedrückt. Da habe ich gehört, wie sie sich in der Küche unterhalten haben, ohne Akzent, ohne Dialekt.«

»Und ich dachte, Mr. Wong gibt es wirklich«, erklärte Christina gespielt betrübt, bevor sie leise schluchzend hinzufügte: »Aber McDonald's ist doch von einem Clown gegründet worden?«

Lori sah über den Rückspiegel, dass Miles sie in seinen Arm...


Graham, R.S.
R.S. Graham ist seit Jahren passionierter Geisterjäger, der auf der ständigen Suche nach dem Unerklärlichen immer wieder in neue Dimensionen jenseits von Zeit und Raum vorstößt. In einer dieser Dimensionen schreibt er unter dem Pseudonym Ralph Sander Katzenkrimis.

R.S. Graham ist seit Jahren passionierter Geisterjäger, der auf der ständigen Suche nach dem Unerklärlichen immer wieder in neue Dimensionen jenseits von Zeit und Raum vorstößt. In einer dieser Dimensionen schreibt er unter dem Pseudonym Ralph Sander Katzenkrimis.



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