Grant | I Do Regret You | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 471 Seiten

Reihe: LYX.digital

Grant I Do Regret You


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7363-2430-5
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 471 Seiten

Reihe: LYX.digital

ISBN: 978-3-7363-2430-5
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



WENN DER HEISSE ONE-NIGHT-STAND ZUM ERZFEIND WIRD ...

Als Sabrina Sullivan dem charmanten, gut aussehenden Greyson Cartwright ihr Herz ausschüttet und mit ihm die Nacht ihres Lebens verbringt, ahnt sie noch nicht, dass sie ihn eine Woche später im Sullivan-Familiencafé in den Bergen wiedersehen wird - als neuen Besitzer! Die Zukunft des Cafés und Sabrinas ganze Welt stehen auf dem Spiel, denn Greyson will dort aus Rache an ihrer Familie alles umkrempeln. Doch Sabrina schmiedet einen Plan: sein Vertrauen gewinnen und seine tiefsten Geheimnisse in Erfahrung bringen. Denn so attraktiv er auch sein mag, einer von ihnen muss verschwinden, und das wird nicht Sabrina sein ...

»I DO REGRET YOU ist eine charmante Romance, die Humor, Romantik und Mystery vereint. Sie wird dich zum Lachen und Schwärmen bringen, und du wirst immer weiterlesen wollen, um die Rätsel dieser kaffeereichen Geschichte zu lösen.« readoutmythoughts

Band 2 der THREE BFFS AND A WEDDING-Reihe von USA-TODAY-Bestseller-Autorin Pippa Grant



Pippa Grantist eineUSA-TODAY-Bestseller-Autorin. Wenn sie nicht liest, schreibt oder schläft, bemüht sie sich, ihren Nachwuchs zu produktiven Mitgliedern der Gesellschaft zu erziehen, während sie von langen Spaziergängen am Strand mit noch warmen Schokokeksen träumt.

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1. Kapitel


Greyson Cartwright alias ein Typ, der sich besser eine andere Bar ausgesucht hätte …

Es wäre nett gewesen, wenn der heutige Tag mich gewarnt hätte, dass er nicht so verlaufen würde wie geplant.

Unhöflich, heutiger Tag. Sehr unhöflich.

Allerdings nicht so unhöflich wie die Frau, die sich unlängst neben mir niedergelassen hat.

Korrektur.

Die so getan hat, als wollte sie sich neben mich setzen, während sie in Wahrheit versucht hat, mir auf den Schoß zu klettern und sich meinen Kombucha unter den Nagel zu reißen.

»Oh, ist das Lime-Mojito-Geschmack?«, fragt sie und tippt auf ein Glas in meiner Kombucha-Auswahl. Die Strandbar im Freien ist weithin von Pechfackeln erhellt, und die Musik übertönt das Rauschen der Brandung. »Die waren aus, bevor ich was davon abbekommen habe. Sind die gut?«

Ich hätte mir einen anderen Platz suchen sollen. In einer anderen Bar. Wenn man bedenkt, was für ein Totalausfall jede Minute dieses Tages war, hätte es so weit nicht auch noch kommen müssen.

Dankbar für die Ablenkung greife ich nach meinem Handy, das auf dem Tresen vibriert, und sehe, dass mir sowohl meine Schwester als auch mein ehemaliger Geschäftspartner tonnenweise Nachrichten schicken. Ich verziehe das Gesicht und drehe das Gerät um, ohne sie zu lesen. Nicht ganz. Die Kernaussagen sind schwer zu übersehen:

Selbstsüchtiges Arschloch.

Du warst damit einverstanden.

Wenn du wirklich darüber hinweg wärst, würdest du ihr ein Geburtstagsgeschenk schicken.

Hör auf, so ein Arsch zu sein, und komm wieder zu dir.

Die beiden sind aus völlig unterschiedlichen Gründen sauer auf mich.

Beide erzählen Geschichten, die völlig von der Wahrheit abweichen, um sich – seltsamerweise – wieder bei mir einzuschmeicheln.

Ich sollte meine Nummer ändern. Womöglich sogar meinen Namen. Und wenn ich nicht aufhöre, dieses Glas so fest zu umklammern, muss ich womöglich auch mein Hemd wechseln.

Ich zwinge mich, es abzusetzen, als ich bemerke, wie sehr meine Hände zittern.

»Können Sie sich etwas Traurigeres vorstellen, als Hawaii zu verlassen, ohne einen Lime-Mojito-Kombucha zu probieren?« Die Frau rückt mir noch dichter auf die Pelle, ihre Haare streifen meinen Arm.

Ich bin wegen irgendeines Wartungsproblems mit dem Flieger vier Stunden verspätet auf Hawaii gelandet. Dann wurde mir ein Mietwagen mit einem platten Reifen angedreht, sodass ich eine weitere Stunde warten musste, bis die Firma ein anderes Auto aufgetrieben hatte. Und als ich schließlich in der Ferienanlage ankam, in der ich an einer Hochzeit teilnehmen – okay, die ich ruinieren – wollte, herrschte allgemeine Funkstille.

Der Grund, warum ich den Pazifik überquert hatte, war abgesagt worden. Keine Hochzeit unter Palmen. Keine Hochzeitsfeier. Keine Chance, Chandler Sullivans Gesicht zu sehen, wenn ich seiner Familie, seinen Freunden und seiner Frischvermählten verkündete, dass er das Familiencafé in den Bergen von Colorado verkaufen musste, weil er sich bei Online-Spielen verzockt hatte.

Offenbar hatte sie ihm den Laufpass gegeben. Da das Resort kaum über Personal verfügte, gab ich es auf, jemanden finden zu wollen, der mich einchecken würde, und suchte mir ein paar Meilen die Straße hinauf ein anderes Hotel.

Und auch wenn Chandler Sullivan jeden Scheißdreck verdient, der ihm jemals widerfahren ist, ärgert es mich, diesmal keinen Anteil daran gehabt zu haben. Was nicht heißt, dass ich für gewöhnlich so ein Arsch bin. Aber zufällig kann ich im Moment mildernde Umstände geltend machen.

Es gefällt mir höllisch, wenn der Gerechtigkeit Genüge getan wird, und die Gelegenheit dazu bot sich mir in genau dem Moment, in dem ich etwas brauchte, das mich auf die richtige Seite des Schicksals beförderte.

Und nun überlege ich, ob ich die Auswahl meiner Getränke mit der Frau neben mir teilen oder ob ich es lieber lassen soll, der rätselhaften Geschmacksnote in diesem Lemon-Ginger-Kombucha auf den Grund zu gehen, um meine begrenzte Zeit auf Hawaii nach Möglichkeit an einem besseren Ort zu genießen.

Die Auswahl ist jedenfalls groß. Nichts schlägt dieses Paradies, auch wenn ich auf meine lang erwartete Rache verzichten muss.

Vorläufig.

Chandler Sullivans Café gehört immer noch mir. Ich habe die Papiere heute Morgen unterschrieben, bevor ich an Bord des Flugzeugs ging, das mich rechtzeitig hierher bringen sollte, um sein Leben so zu zerstören, wie er einst meines zerstört hat.

Nicht ganz auf dieselbe Weise. Aber fast.

Und ich werde mitbekommen, wie allen in seiner Heimatstadt klar wird, was er getan hat, und was schließlich mit dem Geschäft seiner Familie geschehen wird.

Nur nicht bereits auf seiner Hochzeit.

»Nicht, dass ich Sie fragen würde, ob Sie mit mir teilen wollen.« Die Frau kichert so schrill, dass meine Trommelfelle zu platzen drohen, während sie noch näher rückt. »Das wäre ein wenig drüber, oder? Oder nicht? Wow. Ihre Hände sind echt riesig. Schau sich einer Ihren Daumen an. Das … das nenne ich einen echt großen Daumen.«

Ich atme scharf durch die Nase ein, drehe mich so, dass ich sie mit dem Rücken abblocke, und gebe vor, als könnte ich trotz des Geschnatters der Frau sowie der aus den Lautsprechern der Bar dröhnenden Achtzigersongs die Meeresbrandung hören.

»Ein wirklich großer Daumen«, wiederholt die Frau.

Ich trinke noch einen Schluck Lemon-Ginger-Kombucha und schließe die Augen, während ich ihn im Mund herumwirble.

Was ist dieser Nachgeschmack?

Irgendwie anders. Erinnert mich an die Weihnachtsfeiertage, aber Tanne trifft es nicht und würde auch keinen Sinn ergeben.

Ich stehe gern vor einem guten Rätsel, vor allem nach einem Tag, an dem mir nicht viel geglückt ist.

»Sind Ihre … Füße … auch so groß?«, will die Frau neben mir wissen.

Okay, den Tag heute kann ich echt abhaken.

Ich setze mich in Bewegung und lasse den größten Teil meiner Auswahl unangetastet vor mir stehen, als auf meiner anderen Seite ein Wirbelwind zuschlägt.

»Hi, Schatz!«, sagt eine kleine Rothaarige. Zu mir. »Sorry, ich bin zu spät. Es hat ewig gedauert, bis ich einen Parkplatz gefunden habe. Hast du schon was zu essen bestellt?«

Spricht sie … spricht sie wirklich mit mir?

Kaum merklich richtet sie den Blick auf die Frau auf meiner anderen Seite und verdreht dann, ähnlich unauffällig, die Augen.

»Schatz?«, sagt sie noch einmal.

Mein Verstand schaltet sich ein, ebenso mein Mund, als wieder das Handy auf dem Bartresen vibriert.

»Dummerchen. Du bist so gut darin, für mich zu bestellen. Du hättest nicht auf mich warten müssen. Ich weiß doch, dass du am Verhungern warst, nachdem …« Nun zwinkert sie.

Ein so massives, übertriebenes Zwinkern, das so unerwartet und – alles, was recht ist – so dämlich ist, dass es mir ein kurzes Auflachen entlockt.

Das ist seit Wochen nicht mehr vorgekommen. Oder seit Monaten?

Aber über eine Wildfremde zu lachen ist mir so unangenehm, dass ich fast nach meinem Smartphone greife, um nachzusehen, welche Halbwahrheiten meine Schwester oder mein ehemaliger Geschäftspartner mir jetzt wieder geschickt haben.

Stattdessen überwinde ich mich, der Frau zuzunicken. »Ich bin hungriger als ein Wal«, stimme ich ihr zu.

»Und so angeheitert, dass du vergessen hast, mir einen Platz freizuhalten.« Lachend tätschelt sie mir die Hand, als wäre es das Natürlichste auf der Welt, mich zu berühren; ihre Fingerspitzen sind so zart und leicht wie Schmetterlingsflügel. Dann zieht sie ihre Hand weg, ehe ich realisiere, dass sie in meine Komfortzone eingedrungen ist.

Eine Gänsehaut rast mein Handgelenk und meinen Unterarm hinauf.

Kenne ich die Frau?

Nein, oder? Ich bin mir absolut sicher, dass ich ihr noch nie zuvor begegnet bin.

Nicht, dass es sonderlich wahrscheinlich wäre, in einer zufällig ausgewählten Bar auf Hawaii jemand Bekanntem über den Weg zu laufen. Meines Wissens war Chandler der Einzige.

Irgendwelche seiner alten Freunde vom College hätte ich gewiss nicht zu meinen Freunden gezählt. Und diese üppige Rothaarige im glänzenden grünen Bustier, geblümten Rock und in hochhackigen Stiefeletten war keine seiner College-Freundinnen. Ich bin sicher, sie noch nie zuvor gesehen zu haben.

Aber sie hat etwas an sich.

Ein Funkeln, das mich fast an meine Großmutter erinnert.

Dieses Funkeln hätte ich wiedererkannt, wenn ich dieser Frau schon einmal begegnet wäre.

»Entschuldigung«, sagt sie zu meinem Kombucha-Flirt, der mir immer noch zu dicht auf der Pelle hängt. »Würde es Ihnen etwas ausmachen, einen Hocker aufzurücken, damit ich neben meinem Mann sitzen kann?«

Diese Aussage sollte eigentlich meine Eier verschrumpeln lassen. Besonders wenn man das Thema einer der Diskussionen bedenkt, die mein Handy auf dem Tresen vibrieren lassen.

Stattdessen realisiere ich, dass ich mich ihr unbewusst zuneige, wie sich zuvor mein Kombucha-Flirt mir zugeneigt hat.

Die unerwünschte, raumgreifende Kombucha-Diebin stammelt eine ungeschickte Antwort, während die Rothaarige mich rücklings umkreist, wobei ihre Schmetterlingsfinger meinen Arm hinauf- und über meine Schultern und den anderen Arm wieder hinunterwandern und meine Haut unter dem Hawaiihemd entflammen. »Vielen lieben Dank. Sie sind die...


Grant, Pippa
Pippa Grant ist eine USA-TODAY-Bestseller-Autorin. Wenn sie nicht liest, schreibt oder schläft, bemüht sie sich, ihren Nachwuchs zu produktiven Mitgliedern der Gesellschaft zu erziehen, während sie von langen Spaziergängen am Strand mit noch warmen Schokokeksen träumt.



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