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Ihr Team von Sack Fachmedien
E-Book, Deutsch, Band 2044, 144 Seiten
Reihe: Julia
Green 1001 Nacht mit dem Wüstenprinzen
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-95446-131-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2044, 144 Seiten
Reihe: Julia
ISBN: 978-3-95446-131-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Eine Ehefrau, die 1001 sinnliche Fantasien erfüllt, nach deren weicher Haut und süßem Duft er sich verzehrt - das will Sultan Satiq auf keinen Fall! Nichts soll ihn von seinen Pflichten ablenken. Deshalb fällt seine Brautwahl auf die zarte, unschuldige Prinzessin Samia. Einen Erben soll sie ihm schenken, doch mehr darf nicht sein. Aber kaum teilt Samia sein Schlafgemach, erblüht sie unter seiner Berührung wie eine Blume in der Sonne. Und was der Wüstenprinz am meisten gefürchtet hat, geschieht: Samia betört ihn, bis er nur noch an seine Leidenschaft für sie denken kann ...
Abby Green wurde in London geboren, wuchs aber in Dublin auf, da ihre Mutter unbändiges Heimweh nach ihrer irischen Heimat verspürte. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern: Von Enid Blyton bis zu George Orwell - sie las alles, was ihr gefiel. Ihre Sommerferien verbrachte sie oft bei ihrer Großmutter in Kerry, und hier bekam sie auch ihre erste Romance novel in die Finger. Doch bis sie ihre erste eigene Lovestory zu Papier brachte, vergingen einige Jahre: Sie studierte, begann in der Filmbranche zu arbeiten, aber vergaß nie ihren eigentlichen Traum: Irgendwann einmal selbst zu schreiben! Zweimal schickte sie ihre Manuskripte an Mills & Boon, zweimal wurde sie abgelehnt. Doch 2006 war es endlich soweit: Ihre erste Romance wurde veröffentlicht. Abbys Tipp: Niemals seinen Traum aufgeben! Der einzige Unterschied zwischen einem unveröffentlichen und einem veröffentlichten Autor ist - Beharrlichkeit!
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2. KAPITEL
Samia wollte gerade den Türknauf bedienen, als sie hinter sich ein Geräusch hörte.
„Sie gehen schon?“
Die Stimme des Mannes klang dunkel und sinnlich. Samia seufzte resigniert auf. Wäre sie nur schon eher gegangen! Doch die anerzogene Höflichkeit gebot, ihr Vorhaben aufzugeben, sie konnte den Sultan nicht einfach stehen lassen und gehen. Außerdem war es dazu jetzt zu spät.
Steif, betont langsam drehte sie sich um und bereitete sich auf die unvermeidliche Gegenüberstellung mit einem der begehrtesten Junggesellen der Emirate vor. Sie arbeitete inmitten von staubigen Büchern und Kunstgegenständen und hätte nicht weiter von der Glamourwelt dieses Mannes entfernt sein können. Er würde sich hüten, sie zu heiraten, wenn er sie erst einmal vor sich hatte.
Doch jeder klare Gedanke verflog, als sie den Mann sah, der nur wenige Schritte von ihr entfernt stand. Mit seiner groß gewachsenen athletischen Gestalt und den breiten Schultern füllte er seine Bürotür fast aus. Er trug einen maßgeschneiderten dunklen Anzug und musste mindestens einen Meter neunzig groß sein. Die dunkle Haut wies ihn als Mann der Wüste aus, doch seine Augen waren von einem unglaublichen Blau, und er sah sie so eindringlich an, als wollte er bis auf den Grund ihrer Seele blicken.
Im ersten Moment verschlug sein Anblick Samia die Sprache, und sie fühlte sich benommen. Dieser fantastisch aussehende Mann war also der Herrscher des unermesslich reichen Landes Al-Omar!
Er ging etwas zur Seite und bedeutete ihr höflich, sein Büro zu betreten. „Entschuldigen Sie, dass ich Sie warten lassen musste. Bitte kommen Sie herein.“
Was blieb ihr anderes übrig, als der Aufforderung zu folgen? Klopfenden Herzens ging Samia an ihm vorbei, dabei nahm sie einen Hauch seines männlichen Aftershaves wahr. Nervös hielt sie direkt auf den Besuchersessel vor dem mächtigen Schreibtisch zu und drehte sich zum Sultan um, der die Tür hinter ihnen schloss, ohne seinen Gast aus den Augen zu lassen.
Wortlos folgte er Samia in den Raum, und irgendwie konnte sie sich der geballten Energie, die er verströmte, nicht entziehen. Als er näher kam, begann ihr Magen zu flattern.
Anfangs wirkte er ernst, doch dann lächelte er auf eine Art, die ihren Puls jagen ließ und sie vollends durcheinanderbrachte.
„Habe ich etwas gesagt, das Sie verletzt hat?“
Samia konnte ihn nur verständnislos ansehen.
„Sie wollten wieder gehen?“, erinnerte Sadiq sie freundlich.
Ihr schoss das Blut in die Wangen. „Nein … natürlich nicht.“ Eine glatte Lüge! Ihr wurde noch heißer. „Tut mir leid, ich habe einfach …“
Verwirrt musste sie sich eingestehen, dass der Sultan sie einschüchterte. Sie lebte zurückgezogen und hasste es, Aufmerksamkeit zu erregen, aber ein Schattendasein führte sie nicht. Dennoch kam sie sich in Gegenwart dieses Mannes wie ein Schattengewächs vor.
Sadiq tat ihre Unsicherheit mit einer Handbewegung ab. Ganz offensichtlich fühlte die Prinzessin sich unbehaglich, doch auch auf ihn hatte die Begegnung mit ihr eine seltsame Wirkung. Der Klang ihrer leisen, fast rauchigen Stimme elektrisierte ihn, er passte irgendwie nicht zum braven Aussehen der jungen Frau, die eher wie eine graue Maus auf ihn wirkte. Eigentlich sah sie genau aus wie auf den Fotos. Der strenge Hosenanzug und die zugeknöpfte Bluse machten es ihm unmöglich zu erkennen, ob sie überhaupt eine Figur hatte.
Dennoch … ein seltsames Prickeln überlief Sadiq, sein Gespür warnte ihn, nicht voreilig zu urteilen. Er schob die Hände in die Taschen.
Das Brennen in Samias Wangen wurde unerträglich, sie widerstand der Versuchung, den Sultan ebenfalls zu mustern. Tapfer versuchte sie es mit der Übung, die man ihr gegen das Erröten beigebracht hatte: Bewusst rot werden wollen, weil das die gegenteilige Wirkung hatte.
Es half nichts. Die Hitze, die sie durchströmte, wurde immer heftiger.
Immer noch sah der Sultan sie einfach nur an. Samia war sicher, dass sie jetzt knallrot sein musste, aber sie warf tapfer den Kopf zurück. Um alles noch schlimmer zu machen, brach Sadiq das Schweigen und reichte ihr die Hand.
„Wir sind uns schon einmal begegnet, stimmt’s?“
Jetzt kam es … genau, wie sie befürchtet hatte!
Es wurde noch hoffnungsloser, denn er fuhr fort: „Ich wusste doch, dass ich Sie schon irgendwo gesehen hatte, aber ich konnte mich nicht erinnern, wo. Jetzt fällt es mir ein.“
Samia hatte das Gefühl, ihr Herz müsste stillstehen. Stumm betete sie, dass er sich nicht ausgerechnet an ihren schrecklichen Ausrutscher erinnerte, der sich für immer in ihr Gedächtnis eingebrannt hatte.
„Auf einer meiner Partys hatten Sie einen unglücklichen Zusammenstoß mit einem Tischchen voller Getränke.“
Samia fiel ein Stein vom Herzen. An die Sache mit dem Arbeitszimmer erinnerte er sich offenbar nicht! Spontan, voller Dankbarkeit ergriff sie seine Hand, und er drückte sie. Die Berührung seiner Finger war fest und warm und beunruhigend. Am liebsten hätte sie sich ihm schnell wieder entzogen.
„Ja, ich fürchte, das war ich. Ich war ein tollpatschiger Teenager.“ Warum klang sie auf einmal so atemlos?
Immer noch hielt der Sultan ihre Hand und blickte ihr in die Augen. Endlich sagte er nachdenklich: „Ich wusste nicht, dass Sie auch blaue Augen haben. Trugen Sie nicht früher eine Brille?“
„Ich habe mich im letzten Jahr zu einer Laserbehandlung entschlossen.“
„Die blauen Augen haben Sie sicher von ihrer englischen Mutter?“
Seine Stimme war so dunkel und erregend wie sein Aussehen. Samia nickte und versuchte, sich wieder zu fangen. „Sie war halb englischer, halb arabischer Abstammung und starb bei meiner Geburt. Meine Stiefmutter hat mich aufgezogen.“
Der Sultan nickte kurz und gab ihre Hand endlich frei. „Sie ist vor fünf Jahren gestorben, nicht wahr?“
Stumm nickte Samia und tastete hinter ihrem Rücken nach dem Besuchersessel, dabei blickte sie nach unten, um sich dem forschenden Blick dieser blauen Augen zu entziehen. Der Sultan durfte nicht sehen, wie viel Verbitterung die Erinnerung an ihre Stiefmutter in ihr wachrief. Die Frau war eine Tyrannin gewesen, vermutlich, weil sie gewusst hatte, dass sie der über alles geliebten ersten Frau des Emirs nie das Wasser reichen konnte.
Nach einigen Augenblicken schaffte Samia es, den Sultan wieder anzusehen –, und ihr Herz schlug schneller. Er war ein umwerfender Mann, neben ihm kam sie sich langweilig und farblos vor. Wie konnte er sie zu seiner Königin erwählen? Ihr fiel ein, dass er eine konservative Ehefrau suchte, und Panik stieg in ihr auf.
Er deutete auf den Sessel, an den sie sich immer noch wie an einen Rettungsring klammerte. „Wollen Sie sich nicht setzen? Was möchten Sie trinken? Tee oder Kaffee?“
Am liebsten hätte Samia in diesem Augenblick um etwas Stärkeres gebeten. Ein Whisky wäre genau das, was sie jetzt brauchte. „Kaffee bitte.“
Sadiq ging zu seinem Schreibtischsessel zurück, und wie gerufen erschien seine Sekretärin mit einem Tablett. Nachdem sie sich wieder zurückgezogen hatte, versuchte er zu übersehen, dass die Hand der Prinzessin bebte, als sie Sahne in ihren Kaffee gab. Das Mädchen war ein Nervenbündel. Dennoch sah sie ihn trotzig an, und irgendwie gefiel ihm das. Die Damen, mit denen er es zu tun gehabt hatte, gaben sich eher aufreizend oder versuchten, sich anzubiedern.
Fast tat die Prinzessin ihm leid, als er sah, wie sie ihre Tasse hielt. Ein Wunder, dass sie den Weg vom Unterteller zum Mund heil überstand. Da Samia seinem Blick auswich, konnte er sie nun ungeniert betrachten. Nein, eine graue Maus war sie doch nicht, eigentlich sogar recht hübsch. Das rotblonde Haar, das ihr in einem dicken Zopf über die Schulter fiel, schimmerte im Schein der Spätnachmittagssonne, die durch die mächtigen Fenster hereinfiel, und schien mit goldenen Lichtern gesprenkelt zu sein. Einige widerspenstige Locken hatten sich selbstständig gemacht und rahmten ihr zartes herzförmiges Gesicht.
Wie achtzehn sah sie aus, aber natürlich wusste er, dass sie fünfundzwanzig war. Und die helle Haut hatte sie sicher von ihrer englischen Mutter.
Erstaunlich, dass er sich so gut an den Zwischenfall mit dem umgestürzten Tischchen erinnerte. Die Kleine hatte ihm leidgetan, völlig verstört hatte sie gewirkt und mit puterrotem Gesicht wie versteinert dagestanden. Und irgendwie musste danach noch etwas gewesen sein, an das er sich im Moment nicht erinnerte.
Sie hielt die unglaublich langen Wimpern gesenkt, sodass er den Ausdruck in ihren Augen nicht erkennen konnte. Nein, seine zukünftige Braut war eigentlich ganz anders, als er erwartet hatte!
„Also, Prinzessin Samia, möchten Sie mir jetzt nicht verraten, warum Sie gehen wollten?“
Endlich schaffte sie es, ihn voll anzusehen. Noch heißer konnte ihr kaum werden, am liebsten hätte sie den obersten Knopf ihrer Bluse geöffnet, um kühlende Luft an ihre Haut zu lassen. Der Sultan betrachtete sie, als hätte er eine seltene Spezies vor sich. Deutlicher hätte er kaum zeigen können, dass sie ihn kaltließ.
Die Erkenntnis löste etwas in ihr und riss sie aus ihrer Erstarrung.
„Sultan …“, begann sie und verstummte gleich wieder, als er eine Hand hob.
„Sadiq, bitte. Ich bestehe darauf.“
Seine harte Miene ließ sie erschauern. „Also gut, Sadiq.“ Samia atmete tief ein....




