Green | Der Milliardär und die süße Rebellin | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2240, 144 Seiten

Reihe: Julia

Green Der Milliardär und die süße Rebellin


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-0686-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2240, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0686-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der sündhaft reiche Wirtschaftstycoon Giancarlo Delucca will nur eins: den Weltmarkt erobern ... auch wenn er dafür die widerspenstige Tochter seines größten Konkurrenten heiraten muss. Für den skrupellosen Womanizer steht fest, er wird seine Braut schon zähmen! Egal wie. Aber je raffinierter Keelin versucht, den Hochzeitsdeal zu stoppen, desto mehr ist er von der rothaarigen Schönheit fasziniert. Und plötzlich ist es nicht mehr die Welt, die der Milliardär erobern will, sondern Keelins Herz ... bis sich ihr trotziges 'Nein' endlich in ein süßes 'Ja' verwandelt ...



Abby Green wurde in London geboren, wuchs aber in Dublin auf, da ihre Mutter unbändiges Heimweh nach ihrer irischen Heimat verspürte. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern: Von Enid Blyton bis zu George Orwell - sie las alles, was ihr gefiel. Ihre Sommerferien verbrachte sie oft bei ihrer Großmutter in Kerry, und hier bekam sie auch ihre erste Romance novel in die Finger. Doch bis sie ihre erste eigene Lovestory zu Papier brachte, vergingen einige Jahre: Sie studierte, begann in der Filmbranche zu arbeiten, aber vergaß nie ihren eigentlichen Traum: Irgendwann einmal selbst zu schreiben! Zweimal schickte sie ihre Manuskripte an Mills & Boon, zweimal wurde sie abgelehnt. Doch 2006 war es endlich soweit: Ihre erste Romance wurde veröffentlicht. Abbys Tipp: Niemals seinen Traum aufgeben! Der einzige Unterschied zwischen einem unveröffentlichen und einem veröffentlichten Autor ist - Beharrlichkeit!

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2. KAPITEL

Fast hätte Keelin vor Erleichterung aufgeseufzt, als Gianni sie unterbrach. Innerlich stand sie längst am Rande eines Nervenzusammenbruchs und fragte sich ständig, welches unsinnige Thema sie noch anschneiden könnte.

Doch jetzt, mit etwas Verspätung, wurde ihr bewusst, was er gesagt hatte, und ihr Magen zog sich zusammen. Trotzdem zwang sie sich zu einem Lächeln. „Okay.“

Seltsamerweise fühlte sie sich unter seinem eindringlichen Blick in ihrem Nichts von Kleid absolut selbstbewusst. Ihre Haut prickelte, jede einzelne Nervenzelle schien zu vibrieren, und sie spürte, wie sich ihre Brüste förmlich gegen den elastischen Stoff drängten.

„Ich werde dich nicht anlügen, Keelin“, eröffnete Gianni das Gespräch. „Ich will diesen Deal mit deinem Vater, und wenn es Teil des Geschäfts ist, dass wir heiraten, bin ich dazu bereit. Aber ich bin kein Monster, das eine Frau zwingt, gegen ihren Willen vor den Altar zu treten.“

Dass ihr Verlobter sich sensibler und einsichtiger zeigte als erwartet, überraschte und freute Keelin, half ihr aber nicht weiter. Ihre Gedanken überschlugen sich. Wenn sie jetzt alles hinwarf, würde Gianni zu ihrem Vater gehen und ihm sagen, dass sie die Hochzeit gecancelt hätte. Und damit wäre die einzige Chance, ihre Loyalität zu beweisen, dahin. Er würde es als weiteren rebellischen Akt betrachten, obwohl sie das Kämpfen schon lange aufgegeben hatte. Nein, es musste so aussehen, als hätte Gianni sie abgewiesen.

Keelin kreuzte die Finger hinter dem Rücken und setzte ihr strahlendstes Lächeln auf. „Mein Vater liebt mich, und ich weiß, er würde nur einen Ehemann für mich auswählen, den er respektiert und dem er vollends vertraut.“ Ihr Blick war offen und aufrichtig. „Und ich will immer nur das Beste für O’Connor Foods. Wenn ich Daddy auf diesem Weg helfen kann, macht mich das sehr glücklich.“ Fast wäre sie an dem Wort Daddy erstickt.

Giannis Gesicht blieb absolut ausdruckslos, was Keelin irritierte. Sie konnte sich keinen Reim darauf machen, was er dachte. Trage ich vielleicht zu dick auf? Oder musste sie noch eine Schippe nachlegen, um den gewünschten Erfolg zu erzielen?

„Diese Ehe wird ein reines Business-Arrangement sein. Ich möchte nur, dass du dir darüber im Klaren bist, Keelin.“ Er sprach langsam und sehr nachdrücklich, wie zu einem Kind. „Keine Blumen, keine Romantik, keine Gefühlsduseleien. Unsere Kinder werden gleichberechtigte Erben beider Unternehmen sein, und damit werden die Familiennamen erhalten bleiben. Das ist der eigentliche Sinn des Ganzen. Wenn du damit leben kannst, werde ich deinen Vater darüber informieren, dass die Hochzeit in vierzehn Tagen stattfinden kann.“

Keine Blumen, keine Romantik, keine Gefühlsduseleien, hallte es in ihrem Innern wider. Allein die Vorstellung, sich in einen eiskalten Geschäftsmann wie Gianni Delucca zu verlieben, ließ Keelin schaudern. Um ihre Befangenheit abzuschütteln, flüchtete sie sich in ein Kichern. „Nachdem du mir einen so süßen Empfang bereitet hast, weiß ich, dass ich Rom lieben werde!“ Sie sah einen Muskel auf seiner dunklen Wange zucken und lehnte sich entspannt zurück. Ganz so cool und souverän, wie er sich gab, war ihr Verlobter offenbar doch nicht.

Gianni faltete seine Serviette zusammen und legte sie zur Seite. „Sehr gut. Dann werde ich deinem Vater die freudige Nachricht so bald wie möglich überbringen.“

Inzwischen wollte Keelin dieses Treffen nur noch so schnell wie möglich beenden, um sich in Ruhe über ihre nächsten Schritte klar zu werden, da forderte Gianni erneut ihre Aufmerksamkeit. „Ich habe hier etwas für dich.“

Sie sah erst ihn an, dann die kleine Samtschachtel in seiner Hand.

Verflucht! Ein Verlobungsring …

Gianni öffnete die Box, und Keelin war förmlich geblendet von dem Feuer des riesigen Diamanten. Es war ein sehr schöner Ring, aber nicht besonders originell. Teuer und unpersönlich, was durchaus passte. Warum sie das enttäuschte, wusste Keelin selbst nicht. Eigentlich hätte sie erleichtert sein müssen.

„Er ist sehr schön“, stellte sie pflichtbewusst fest.

„Schau, ob er passt.“ Er nahm den Ring aus der Schatulle und hielt ihn ihr hin.

Sie schob den Ring, den sie sich nie selbst ausgesucht hätte, über ihren Finger. Er saß perfekt. Als wenn das Universum aufseiten Giannis und ihres Vaters war.

Ihr Verlobter sah auf seine Uhr und bewies ihr damit, dass sie und der Ring nur Punkte auf seiner Checkliste waren, die er abarbeiten musste. Wieder einmal fühlte Keelin sich zurückgesetzt und abgewiesen, wie so häufig in ihrem Leben.

„Es war ein langer Tag“, erklärte Gianni dann auch wie erwartet. „Ich bin sicher, du kannst Ruhe gebrauchen. Morgen werde ich mit der Hochzeitsagentur telefonieren, um einen ersten Termin zu arrangieren.“

Keelin nickte nur zustimmend und ließ sich von Gianni aus dem Restaurant geleiten. Vor dem Lift wandte er sich ihr zu und lächelte sie an. Für einen Augenblick vergaß Keelin, dass sie nicht mehr als Geschäftspartner waren. Die Lifttür öffnete sich, und sie trat ein … allein.

Buona notte, Keelin. Bis Morgen.“

„Gute Nacht, Gianni“, gab sie schwach zurück und hasste sich für den rauen, fast sehnsüchtigen Klang ihrer Stimme. Die Fahrstuhltür glitt zu, schloss seine hohe, kraftvolle Gestalt aus und ließ nur den Hauch eines maskulinen Aftershaves zurück, den Keelin tief einatmete. Immer noch glaubte sie, seinen intensiven Blick zu spüren. Trotz aller Verbindlichkeit hatte sie in der Tiefe seiner dunklen Augen eine Härte und Unnachgiebigkeit gesehen, die sie schaudern ließ.

Erst am Abend des nächsten Tages sah sie Gianni wieder. Am Morgen hatte er sie angerufen und sich entschuldigt, dass ihm etwas dazwischengekommen sei und er unerwartet den ganzen Tag an wichtigen Meetings teilnehmen müsse.

Keelin hatte ihm versichert, es mache ihr nicht das Geringste aus – und meinte es tatsächlich so. Immerhin war sie es gewohnt, zurückgesetzt zu werden. Außerdem war ihr Tag auch so lebhaft und anstrengend genug, unter der Ägide einer übereifrigen Wedding Planerin und des unterwürfigen PR-Managers vom Harrington Hotel. Fast taten ihr die beiden leid, weil sie ja nicht ahnen konnten, dass sie die geplante Hochzeit nicht zu einem Highlight, sondern eher zu einem Desaster geraten lassen könnte.

Keelin betrachtete sich im Spiegel und schnitt eine Grimasse. Dieses Mal hatte sie sich für einen schwarz schillernden Jumpsuit entschieden, inklusive breitem goldenem Gürtel, die Hosenbeine auf beiden Seiten fast bis zur Hüfte geschlitzt, was bei jedem ihrer Schritte sichtbar wurde. Ergänzt hatte sie das Ensemble mit mörderischen High Heels und schwerem Goldschmuck.

Als es an der Tür ihrer Suite klopfte, atmete sie tief durch und versuchte, das Flattern in ihrem Magen zu ignorieren. Alles nur, weil ich Gianni gleich wiedersehe?

Sie öffnete die Tür, und ihre Finger krampften sich reflexartig um die Klinke.

Er war noch viel eindrucksvoller und umwerfender als in ihrer Erinnerung – im Designeranzug, mit schwarzem Bartschatten auf den markanten Wangenknochen. Ein Paradebeispiel an italienischer Eleganz, mit einem gehörigen Schuss Testosteron …

Buona sera, Keelin. Bist du fertig?“

Sie nickte und fühlte seinen Blick an sich hinunterwandern, doch ein Kompliment bekam sie nicht für ihr Outfit. Wahrscheinlich war er so schockiert, dass er es einfach nicht über sich brachte. Zumindest hoffte sie das. Etwas in ihr wünschte sich plötzlich, ihm in der Kleidung gegenüberzustehen, die sie für gewöhnlich bevorzugte, und dafür vielleicht ein Kompliment zu ernten.

Auf dem Weg zur Hotellobby entschuldigte sich Gianni nochmals für sein Fernbleiben, doch Keelin wedelte nur abwehrend mit der Hand. „Kein Problem. Ich hatte auch so einen hektischen Tag …“ Und damit startete sie eine für beide Seiten ermüdende Plapperei über Brautkleider, Blumengebinde und Hochzeitsmenüs, bis sie vor einem silbernen Sportwagen anhielten. Keelin gönnte sich eine kurze Verschnaufpause, nahm in dem tiefen Ledersitz auf der Beifahrerseite Platz und wartete darauf, dass Gianni sich hinters Steuer setzte.

Ehe sie in Runde zwei starten konnte, überraschte ihr Chauffeur sie mit der Eröffnung, dass sie das heutige Dinner in seinem Apartment einnehmen würden. „Mit fantastischem Blick aufs Kolosseum.“

Da war es wieder, dieses Magenflattern. Allein bei der Aussicht, allein mit diesem Mann einen Raum teilen zu müssen. Keelin stieß einen enttäuschten Laut aus. „Schade … ich liebe es, unter Leuten zu sein, aber wahrscheinlich gibt es eine Menge zu besprechen.“

Dafür erntete sie einen schnellen Seitenblick. „Oh ja, das gibt es. Und darum halte ich einen privateren Rahmen für passender.“

Unter anderen Umständen hätte sie ihm vorbehaltlos zugestimmt, jetzt hingegen überlegte sie, ob Gianni sich vielleicht nur nicht mehr mit ihr in der Öffentlichkeit zeigen mochte. Was ich als Erfolg verbuchen sollte, oder nicht?

Nur kurze Zeit später hielten sie vor einem eindrucksvollen, altehrwürdigen Gemäuer. Sehr alt, aber mit vielen Glaselementen zu einer ungewöhnlichen, interessanten Architektur aufgefrischt. „Hier lebst du?“

„Nicht nur, hier sind auch meine Büros untergebracht. Mir gehört das ganze Gebäude.“

Keelin schluckte und ließ ihren Blick an der ungewöhnlichen Fassade des riesigen Komplexes...



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