Green | Heute Abend - oder nie! | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2164, 144 Seiten

Reihe: Julia

Green Heute Abend - oder nie!


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-0138-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2164, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0138-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Ich hatte an ein Dinner mit Ihnen gedacht, nicht an Sex!' Alexio Christakos' Blick lässt Sidonie erschauern, seine Worte treiben ihr die Schamesröte ins Gesicht. Gerade noch hat ihr Sitznachbar aus dem Flugzeug sie mit schwindelerregender Leidenschaft geküsst, und nun soll sie ihm abnehmen, dass er mehr als ein heißes Intermezzo sucht? Allein ihr legeres Outfit beweist doch, dass sie nicht in die Welt des Selfmade-Milliardärs gehört. Sidonie weiß, sie sollte gehen. Aber wenigstens einmal will sie grenzenlose Lust erleben. Mit diesem Mann. Und heute Abend - oder nie!



Abby Green wurde in London geboren, wuchs aber in Dublin auf, da ihre Mutter unbändiges Heimweh nach ihrer irischen Heimat verspürte. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern: Von Enid Blyton bis zu George Orwell - sie las alles, was ihr gefiel. Ihre Sommerferien verbrachte sie oft bei ihrer Großmutter in Kerry, und hier bekam sie auch ihre erste Romance novel in die Finger. Doch bis sie ihre erste eigene Lovestory zu Papier brachte, vergingen einige Jahre: Sie studierte, begann in der Filmbranche zu arbeiten, aber vergaß nie ihren eigentlichen Traum: Irgendwann einmal selbst zu schreiben! Zweimal schickte sie ihre Manuskripte an Mills & Boon, zweimal wurde sie abgelehnt. Doch 2006 war es endlich soweit: Ihre erste Romance wurde veröffentlicht. Abbys Tipp: Niemals seinen Traum aufgeben! Der einzige Unterschied zwischen einem unveröffentlichen und einem veröffentlichten Autor ist - Beharrlichkeit!

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1. KAPITEL

Caro, musst du schon gehen?“

Die Stimme war Versuchung pur. Alexio, der sich gerade das Hemd zuknöpfte, hielt inne. Nicht, weil er versucht war zu bleiben, im Gegenteil. Jetzt wollte er noch schneller von hier wegkommen.

Mit regloser Miene drehte er sich um. Wie drapiert lag sie auf dem Bett, ganz große dunkle Augen, volle Lippen und schimmerndes braunes Haar. Nackt wie sie war, verdeutlichte sie Alexio noch einmal, wieso er sie nach dem Hochzeitsempfang seines Bruders Rafaele in Mailand mit in seine Hotelsuite genommen hatte.

Sie sah fantastisch aus. Perfekt.

Aber … der Sex mit ihr hatte ihn absolut kaltgelassen. Sicher, oberflächlich betrachtet war es gut gewesen, aber berührt hatte es ihn nicht. Er ließ den Charme spielen, für den er berühmt-berüchtigt war, und lächelte.

„Tut mir leid, bellissima. Aber ich werde in Paris erwartet. Geschäftlich.“

Die Frau – wie hieß sie noch? Carmela? – rekelte sich lasziv, damit ihr chirurgisch perfektionierter Körper besser zur Geltung kam, und zog einen Schmollmund. „Ich meine, musst du jetzt gleich gehen?“

Das Lächeln saß fest an seinem Platz. Inzwischen vollständig angezogen, beugte er sich über sie und setzte einen leichten Kuss auf ihren Mund, zog sich aber zurück, bevor sie die Arme um ihn schlingen konnte. Klaustrophobie wollte nach ihm greifen.

„Es war eine wunderbare Nacht, cara … Ich rufe dich an.“

Der Schmollmund verschwand. Sie wusste, wann sie abgeschmettert wurde, und es passte ihr nicht. Ihre Züge wurden hart. Sie stand auf und ging ins Bad, nur eingehüllt von einer Wolke italienischen Stolzes. Hinter ihr schlug die Tür laut ins Schloss.

Alexio zuckte zusammen, aber er war auch erleichtert. Kopfschüttelnd fuhr er mit dem Aufzug nach unten ins Foyer des Luxushotels. Frauen. Er liebte sie – in seinem Bett und solange ihm ihre Gesellschaft Spaß machte. Was nie lange dauerte.

Über Jahre hatte er beobachtet, wie sein Vater, der seine Frau abgöttisch verehrte, von ihr emotionell ausgehungert worden war. Alexio hatte dadurch ein sehr feines Gespür für Selbstschutz entwickelt. Mit kühl und unnahbar konnte er umgehen, daran war er gewöhnt. Es war ihm sogar lieber.

Kurze Liaisons waren seine Stärke. Bei der Hochzeit seines Halbbruders gestern hatte sich ihm die Frage aufgedrängt, wie er sich seine Zukunft vorstellte. Sicher, irgendwann würde er Frau und Familie haben, aber noch nicht. Er war erst dreißig. Und wenn die Zeit gekommen war, würde er sich die perfekte Ehefrau suchen. Sie würde fantastisch aussehen, umgänglich und freundlich sein, und vor allem würde sie keine Ansprüche an seine Gefühle stellen. Er hatte nicht vor, in die gleiche Falle zu tappen wie sein Vater – das ganze Leben lang gequält von Gefühlen für eine Frau, die diese Gefühle nicht erwiderte.

Er musste an den älteren Bruder denken, der aus dem Nichts auf der Beerdigung aufgetaucht war, und an die Emotionen, die ihn überwältigt hatten: Schock und Wut. Er war verletzt gewesen und hatte sich betrogen gefühlt. Da er Gefühle normalerweise immer abblockte, hatte er die Begegnung in die hinterste Ecke seines Kopfes verbannt. Er wusste, Rafaele hatte den älteren Bruder zu seiner Hochzeit eingeladen gehabt, aber der war – wie vorauszusehen – nicht gekommen.

Emotionen waren eine lästige und schwer nachvollziehbare Angelegenheit. Man musste sich ja nur Rafaele ansehen. Sein ganzes Leben war auf den Kopf gestellt worden von einer Frau, die ihm über vier Jahre die Existenz des eigenen Sohnes verheimlicht hatte. Dann hatte er sie vor ein paar Monaten wiedergesehen – und schon waren sie verheiratet. Und er sah auch noch glücklich aus, hatte offensichtlich sämtliche Lektionen, die das Schicksal seines Vaters ihn über das launische Wesen der Frauen gelehrt hatte, komplett vergessen.

Alexios Meinung nach war Rafaele von seiner frisch angetrauten Frau zum Narren gehalten worden. Sie wäre ja dumm, hätte sie Rafaele Falcone, milliardenschwerer und weltweit anerkannter innovativer Kopf der Automobilindustrie, nicht geheiratet, vor allem mit einem Kind – auch wenn sein dreieinhalbjähriger Neffe zugegebenermaßen wirklich niedlich war.

Aber er selbst würde sich hüten, sich von einem solchen Szenario einfangen zu lassen, er würde keiner Frau auf den Leim gehen, so wie sein Bruder. Er würde einer Frau niemals vergeben, wenn sie ihm den Sohn vorenthielt …

Noch während er das dachte, lief ihm ein unguter Schauer über den Rücken. Sein Bruder hatte sich immer an die gleiche Philosophie gehalten, das wusste er, und dennoch war er darauf hereingefallen.

Als Alexio jetzt vor das Hotel trat, setzte er seine Sonnenbrille auf und verbannte sowohl die beunruhigenden Gedanken als auch die unbefriedigende Nacht aus seinem Kopf. Die bewundernden Blicke einer Gruppe Frauen, die gerade in das Hotel ging, bemerkte er gar nicht. Sein Chauffeur fuhr mit dem Wagen vor, und sobald er auf dem Rücksitz saß, konzentrierte er sich bereits auf den nächsten Punkt auf seiner Agenda.

An Bord des Flugzeugs ließ Sidonie Fitzgerald den Sicherheitsgurt einschnappen und atmete tief durch. Ihre Anspannung milderte das nicht. Auch wenn ihre Flugangst durch etwas anderes verdrängt wurde, was aber kein Anlass zu Erleichterung war.

Alles, was sie vor sich sehen konnte, war das kindlich entsetzte Gesicht ihrer geliebten Tante Josephine, deren verängstigte Stimme noch immer in ihren Ohren hallte: „Sidonie, was bedeutet das alles? Werden sie mir jetzt mein Zuhause wegnehmen? Die Rechnungen … woher kommen die?“

Sidonies Tante war vierundfünfzig und hatte ihr ganzes Leben in einer Welt naiver Unschuld verbracht. Sauerstoffmangel bei der Geburt hatte dazu geführt, dass Josephine langsamer war als andere Menschen, dennoch hatte sie es geschafft, die Schule zu beenden und eine Anstellung in dem Lebensmittelladen an der Ecke zu finden, die ihr die so geschätzte Unabhängigkeit garantiert hatte.

Sidonie schürzte die Lippen. Sie hatte ihre Mutter, die vor zwei Monaten gestorben war, geliebt, auch wenn die Frau ich-bezogen und eitel gewesen war. Aber wie hatte ihre Mutter das nur der jüngeren unschuldigen Schwester antun können?

Die vertraute Scham meldete sich. Sie kannte die Antwort auf diese Frage doch.

Mit dem Tod des Vaters vor ein paar Jahren war ihre sorglose bequeme Welt zusammengebrochen. Plötzlich hatten sie mit nichts dagestanden. Im letzten Jahr vor dem Examen hatte Sidonie ihr Studium abbrechen und sich einen Job suchen müssen. Nach Paris zu Tante Josephine zu ziehen war die einzige Lösung für ihre Mutter Cecile gewesen, um nicht obdachlos zu werden – oder noch schlimmer, arbeiten zu müssen. Nein, Cecile war nicht glücklich darüber gewesen. Sie war an einen gewissen Standard gewöhnt gewesen, dank ihres hart arbeitenden Mannes, der sich nichts mehr gewünscht hatte, als seine Frau glücklich zu machen.

Doch jetzt sah es so aus, als hätte der Eigennutz der Mutter zum Desaster geführt. Cecile hatte die naive Schwester dazu gebracht, eine Hypothek auf die Wohnung aufzunehmen, die Sidonies Vater für seine hilfsbedürftige Schwägerin gekauft hatte, um sie abzusichern. Und Cecile war sich nicht zu schade gewesen, genau diese Tatsache zu nutzen und die Schwester zu der Hypothek zu überreden. Das Geld hatte sie für sich selbst ausgegeben, und jetzt stand Tante Josephine als überlebender Gesamtschuldner mit den Raten und Kreditkartenrechnungen allein da.

Irgendwie musste Sidonie eine Lösung finden. Sie würde ihre Tante nicht im Stich lassen. Deshalb hatte sie nicht gezögert, mit ihrem Namen für die Schulden zu bürgen. Seit ihrer Kindheit war es in ihr eingebrannt, die Kohlen für ihre Mutter aus dem Feuer zu holen. Das hielt sich bis heute, obwohl Cecile nicht mehr lebte.

Deshalb hatte sie beschlossen, nach Paris umzusiedeln, um ihrer Tante aus der Krise zu helfen. Die aufkeimende Panik verdrängte sie. Sie war jung und robust. Sie würde sicher Arbeit finden, selbst wenn es nichts Anspruchsvolles war. Nur noch einmal musste sie nach Dublin zurück, um die letzten Dinge abzuschließen, die hinterlegte Kaution für ihre Wohnung abzuholen und …

„Das ist Ihr Platz, Sir.“

„Danke.“

Die Stimmen über ihrem Kopf rissen sie aus den trüben Gedanken. Ihr Blick landete auf dem Mann, der im Gang stand. Er war groß, mit breiten Schultern. Die schmalen Hüften waren auf einer Höhe mit ihren Augen. Er zog seinen Mantel aus und legte ihn zusammengefaltet in das obere Abteilfach, das Jackett behielt er an, darunter trug er ein teures Seidenhemd. Sidonie nahm vage wahr, wie die Stewardess diensteifrig neben dem Mann wartete.

„Danke, es geht schon“, sagte der Mann mit einem verführerisch klingenden Akzent.

Mit geradezu enttäuschter Miene drehte die Stewardess sich um und ging. Der Mann zog jetzt auch sein Jackett aus, und Sidonie wurde klar, dass sie genauso starrte wie die Flugbegleiterin. Hastig wandte sie den Kopf zum Fenster, sah hinaus in den grauen Pariser Frühlingstag.

Er setzte sich, und der Luft schien plötzlich aller Sauerstoff entzogen. Es half Sidonie auch nicht, dass sein Duft zu ihr herüberwehte – herb und männlich. Er war der bestaussehende Mann, der ihr je untergekommen war. Golden getönte Haut, hohe Wangenknochen, markantes Kinn, kurze dunkle Haare. Und er strahlte rauen Sexappeal aus. Hitze. Einen solchen Mann hätte sie niemals in der Touristenklasse zu sehen erwartet. Er sah eher aus wie ein Filmstar...



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