Gregorio | Das kleine Restaurant des Glücks | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 228 Seiten

Gregorio Das kleine Restaurant des Glücks

Roman
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-95824-673-7
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman

E-Book, Deutsch, 228 Seiten

ISBN: 978-3-95824-673-7
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Einfach zum Anbeißen und süß wie Amaretto: Die romantische Komödie »Das kleine Restaurant des Glücks« von Roberta Gregorio als eBook bei dotbooks. Kann man das große Glück zwischen Pasta und Tiramisu finden? In ihrem kleinen, verträumten Restaurant zaubert Lena jeden Tag wunderbare Kreationen auf den Tisch: Für eine Pause oder gar die Liebe hat sie keine Zeit! Vor allem, seit nur wenige Meter weiter ein neues und modernes Restaurant eröffnet hat und die Gäste in Scharen anlockt. Doch so schnell gibt Lena nicht auf und meldet sich kurzerhand bei einem Restaurant-Wettbewerb an ... nur um festzustellen, dass Konkurrent Tom ihr auch dort mit seinem teuflischen Charme die Schau stiehlt. Als er Lena trotzdem seine Hilfe anbietet, lehnt sie entrüstet ab - das kann nur eine weitere Hinterlist sein, oder? Doch Tom scheint fest entschlossen zu sein, den Retter in der Not spielen zu wollen ... und stürzt sie damit beide ins Chaos! Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der heitere Liebesroman »Das kleine Restaurant des Glücks« von Roberta Gregorio. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Roberta Gregorio, geboren 1976 in Bayern, ist staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondentin. Heute lebt sie als Autorin mit ihrer Familie im tiefsten Süden Italiens, wo sie am kleinen, grünen Schreibtisch mit Blick aufs Meer ihrer Fantasie freien Lauf lässt. Bei dotbooks veröffentlicht Roberta Gregorio ihre Romane: »Das kleine Restaurant des Glücks« »Im Schatten der Zitronenbäume« »Italienische Küsse« »Der Sommer der Zitronenblüten« »Winterküsse mit Zimt und Zucker« Ebenso bei dotbooks erschien ihre »Küsse in Venezien«-Trilogie, die auch im Sammelband »Sommerduft und Rosenknospen« erhältlich ist: »Der Duft von Sommer und Limonen« »Der Geschmack von Mirabelleneis« »Das Leuchten der Orangenblüten«
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Kapitel 1


»Frau Rossini, Sie wissen, wie ich zu Ihrem Restaurant stehe. Ich kenne das Felicità bereits seit seiner Eröffnung und Ihre Eltern seit damals, als sie es als junges Paar übernommen haben. Da waren Sie noch gar nicht auf der Welt. Ihr Restaurant ist eine der wenigen Einrichtungen, die ich mir nicht mehr aus unserer Straße wegdenken könnte. Tun Sie endlich etwas, sonst werden Sie noch vor Ende des Jahres schließen müssen.«

Maddalena befand sich in ihrem stickigen Büro, das nur ein kleines Fenster besaß, und kämpfte schon seit Stunden mit Nummern, Papieren und – telefonisch – mit dem strengsten aller Steuerberater, Herrn Schlosser. »So schlimm?«

»Schlimmer!«

»Was schlagen Sie vor?«

»Das kann ich nicht sagen. Ich bin Steuerberater, kein Gastronom. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Ihren Eltern. Die haben fast 30 Jahre lang alles genau richtig gemacht.«

Das wusste Maddalena inzwischen. Es war ja nicht so, dass Herr Schlosser ihr das nicht alle paar Minuten vorhielt. Um ehrlich zu sein, hatte Maddalena ja genau das getan:

Sie hatte den Laden vor einigen Jahren übernommen. So ganz ohne Zeremonie. Ihre Eltern waren wieder zurück nach Italien gezogen, und Maddalena hatte einfach so weitergemacht wie zuvor.

»Es ist halt nicht einfach …«, versuchte Maddalena sich irgendwie herauszureden und gleichzeitig – das musste sie sich selbst eingestehen – ein wenig Mitleid in ihrem Gesprächspartner zu wecken.

»Ja, Frau Rossini, das kann ich mir schon vorstellen. Aber es gibt in unserer Straße durchaus erfolgreiche Restaurants, also hängt es einfach nur an Ihnen. Und das, obwohl Sie weiß Gott genug Talent besitzen.« Herr Schlosser nahm sich wirklich viel heraus. Aber er hatte es Maddalenas Vater hoch und heilig versprochen, sich um dessen Tochter zu kümmern. Wenn sie es einerseits zu schätzen wusste, so war es doch oft frustrierend, ständig so hart mit der Realität konfrontiert zu werden. Diese wiederholten Anspielungen etwa auf erfolgreiche Restaurants. Maddalena wusste genau, wen Herr Schlosser damit meinte:

Tommaso Trotta.

Auch er hatte seit knapp einem Jahr ein Restaurant. In derselben Straße. Die Eröffnung von Tommasos Trattoria Trotta hatte den Anfang des Endes gekennzeichnet. Exakt seit Bestehen seines Restaurants hatte das Felicità begonnen, heftig zu wanken.

Niedergeschlagen legte Maddalena auf. Sie brauchte ganz klar einen Plan, um das Felicità zu retten. Nur fand sie partout keinen Weg aus dem Sumpf aus Rechnungen, Mahnungen, demotiviertem Personal und unzufriedenen Gästen. Sie spürte die ganze Last auf ihren Schultern und war sich nicht sicher, ob sie das noch lange aushalten konnte.

Sie hatte ja schon irgendwie Lust auf etwas Neues. Allein schon von der Einrichtung her war das Felicità überholt und einfach nicht mehr aktuell. Das Motto passte ihrer Meinung nach nicht mehr. Felicità – Glück. Selbst das italienische Schlager-Duo Al Bano und Romina Power, das dank eines Songs mit eben diesem Titel weltberühmt geworden war, hatte sich getrennt. Trotzdem war der Innenraum des Lokals mit Bildern geschmückt, die dieses Nicht-mehr-Paar in der Blüte ihrer Jugend zeigten. Ganz ehrlich war Maddalena selbst genervt vom 80er-Jahre-Look ihres Restaurants. Ihr war natürlich klar, dass sich etwas ändern musste. Aber sie hatte schlicht und einfach nicht das Geld dazu. Deshalb erhob sie sich, ging den Flur entlang in den Gästeraum und blickte dabei auf ihre zahlreichen gerahmten Urkunden, Teilnahmebescheinigungen und Zeugnisse. Ihr Vater hatte sie in ihrer Ausbildungszeit zu jedem auch nur erdenklichen Kochkurs angemeldet, den er ausfindig machen konnte. Nur ihm hatte sie es zu verdanken, wenn sie heute von sich behaupten konnte, eine wahre Vorspeisen-Spezialistin geworden zu sein. Schade, dass ihre hervorragende Ausbildung ihr momentan nichts nutzte. Dann hielt sie am veralteten Kassettenrecorder und startete zum gefühlt millionsten Mal das Album des glücklichsten Nicht-mehr-Paares. Maddalena schüttelte alle negativen Gedanken von sich, hob den Kopf, straffte die Schultern und betrat mit ihrem gewohnt offenen Lächeln den Gästeraum.

***

Auch Tommaso Trotta war bereit für den täglichen Betrieb. Alles war hergerichtet, die letzten Vorbereitungen getroffen. Noch war der Saal bis auf eine Person leer: Domenico. Aber das war kein richtiger Gast, sondern ein pensionierter Italiener, der nichts mit sich selbst anzufangen wusste, und deshalb den ganzen Tag in italienischen Restaurants absaß. Obwohl er selten für seine sporadischen Bestellungen bezahlte, so war er doch überall gern gesehen. Er wusste nämlich immer alles.

Alles.

Bis ins letzte Detail.

Der kleine Mann konnte einem sagen, wer gerade in der nahe gelegenen Eisdiele gefeuert worden war und vor allem, warum. Auch war er stets darüber informiert, ob der eine Restaurantbesitzer einen neuen Lieferanten oder der andere seine Speisekarte umgeschrieben hatte. Kurz: Domenicos Besuche waren Gold wert. Denn wer nichts wusste über seine Konkurrenten, war verloren.

Domenico nippte gerade an seinem Espresso, stand dabei an der Theke, konnte bei seiner Körpergröße kaum drüber schauen. Tommaso gesellte sich zu ihm. Noch war ja nichts los, das Personal war bereit. Ein paar Minuten Tratsch konnte er sich gönnen.

»Allora, Domenico, was gibt es Neues?«, fragte er ihn wie beiläufig.

Der Angesprochene hob mit unschuldigem Gesicht die Schultern, stellte seine Tasse ab, griff nach dem Amaretto-Keks und warf ihn sich in den Mund. Ein Spiel, das Tommaso schon kannte. Domenico tat immer ganz ahnungslos. Er fiel dann aber regelmäßig auf direkte Fragen herein.

»Wie läuft es im Felicità drüben?«, packte Tommaso also eines seiner Lieblingsthemen an.

»Ach, schlecht, schlecht, schlecht. Malissimo! Die junge Rossini schafft das nicht alleine. Ich gebe ihr noch ein paar Monate und dann chiuso

»Nun komm schon. Du übertreibst!« Er wusste ja, dass es schlecht stand um das Geschäft seiner Restaurantnachbarin. Und es tat ihm aufrichtig leid. Man musste kein Genie sein, um sich zu denken, dass seine Trattoria einer der Hauptgründe ihrer Schwierigkeiten war. Aber, dass sie nun gleich schließen sollte, hielt er für übertrieben.

»Credimi, glaub mir, das Felicità steht schon mit einem Bein im Grab.«

»Wer sagt denn so etwas?«

Domenico stellte sich auf die Fußspitzen, hielt sich am Marmortresen fest und beugte sich, so gut es ging, nach vorne. »Hat mir der Özgür gesagt. Sie hat bei ihm ein paar offene Rechnungen. Und er soll nicht der Einzige mit diesem … Problem sein.« Der Mann teilte Tommaso das mit ernster, schwerer Stimme mit. Seine gesamte Körperhaltung verriet, wie wichtig er sich selbst dabei vorkam.

Tommaso kannte Özgür selbstverständlich. Er lieferte das beste Gemüse überhaupt. Auch ihm. Dass Maddalena so arge finanzielle Schwierigkeiten zu haben schien, setzte Tommaso unerwartet heftig zu.

Als die ersten Gäste eintraten, starb das Gespräch sofort.

»Was bekommst du?«, wollte Domenico wissen.

Tommaso hob nur abwehrend die Hand. Der Gedanke an Maddalena Rossini begleitete ihn aber trotzdem, wie so oft, durch den Tag.

***

Ein einziger Tisch im Felicità war zur Mittagszeit belegt. Gerda und Hans. Maddalenas treuste Kunden.

Sie kamen jeden Tag.

Jeden!

Tag!

Teresa, Kellnerin im Felicità seit 20 Jahren, nahm bereits die Bestellung auf. Als ob das notwendig wäre! Selbst die Tische und Stühle, Wände und Vorhänge kannten die Bestellung auswendig: gemischte Vorspeise mit Pizzabrot für zwei Personen, eine Portion Spaghetti Bolognese, auf zwei Teller aufgeteilt, Pizza Capricciosa – auch diese auf zwei Teller aufgeteilt. Dazu eine Flasche Rosé. Nur wenn es etwas zu feiern gab, kam eine Nachspeise hinzu. Abweichungen waren nicht nur unwahrscheinlich, sondern schier unvorstellbar.

Aber trotzdem.

»So, Signori, prego, was darf es denn heute sein?«

Gerda studierte die Speisekarte, die sie mit größter Wahrscheinlichkeit bereits auswendig kannte. Wie erstarrt wartete Teresa mit gehobenem Kugelschreiber und Block auf ein Zeichen. »Hans, was meinst du, sollen wir heute die gemischte Vorspeise nehmen?«

Hans nickte.

»Ja, dann also die Vorspeise. Aber bitte ohne Auberginen. Und ein Pizzabrot dazu.«

»Mit oder ohne Knoblauch?«

»Ohne, bitte. Nicht, Hans?«

Hans nickte erneut.

Maddalena gab sich den restlichen Bestellvorgang nicht, stand immer noch unentschlossen im Flur und überlegte, ob sie sich wohl unbemerkt wieder in ihr Arbeitszimmer verkriechen konnte. Aber Gerda hatte bereits ihren Arm gehoben, um sie zu sich zu winken.

»Hallo Lena!«, grüßte sie Maddalena begeistert und ehrlich erfreut.

»Buongiorno, Gerda. Hans.« Maddalenas Gruß kam etwas weniger enthusiastisch herüber, was keiner zu bemerken schien.

Teresa entfernte sich diskret – sofern man bei einer Körpergröße von 1,90 mal 1,20 überhaupt von Diskretion sprechen konnte –, war aber ganz offensichtlich heilfroh, die Aufmerksamkeit der Gäste bei Maddalena abgeben zu dürfen. Diese durchquerte bereits den kleinen Gästeraum und ging auf den einzigen besetzten Tisch zu. Gerda hatte sich erhoben und die Arme ausgebreitet. Heute hatte sie Gelb als Farbton für ihr Outfit ausgesucht. Maddalena musste...



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