Gregorio | Das Leuchten der Orangenblüten | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 138 Seiten

Reihe: Küsse in Venezien

Gregorio Das Leuchten der Orangenblüten

Roman | Küsse in Venezien, Band 3 - Das Romantik-Highlight voller Sonnenschein und Italien-Feeling
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-96148-114-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman | Küsse in Venezien, Band 3 - Das Romantik-Highlight voller Sonnenschein und Italien-Feeling

E-Book, Deutsch, Band 3, 138 Seiten

Reihe: Küsse in Venezien

ISBN: 978-3-96148-114-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



So erfrischend wie italienischer Zitronenlikör: Der Sommerroman »Das Leuchten der Orangenblüten« von Roberta Gregorio jetzt als eBook bei dotbooks. Im idyllischen Pietragrigia an der italienischen Küste sagen sich noch Fuchs und Hase gute Nacht ... bis plötzlich ein turbulenter Streit um das alte Kloster ausbricht! Die ebenso hübsche wie eigensinnige Paola sieht darin die Chance für ein Jugendzentrum, um ihrem geliebten Heimatort endlich wieder etwas Leben einzuhauchen - doch sie hat nicht mit Fortunato gerechnet, dem ebenso arroganten wie verflixt gutaussehenden Schnösel aus der Großstadt, der aus dem Kloster ein Luxushotel machen möchte. Zwischen den beiden Streithähnen fliegen schon bald die Funken - und das erst recht, als Santa Marina, die offizielle Schutzheilige des Dorfes, ihren Freund Amore auf den Plan ruft ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der Italienroman »Das Leuchten der Orangenblüten« von Roberta Gregorio - auch bekannt unter dem Titel »Wie im Himmel so im Herzen« - ist der dritte Band ihrer romantischen »Küsse in Venezien«-Trilogie, in der jeder Roman unabhängig gelesen werden kann. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Roberta Gregorio, geboren 1976 in Bayern, ist staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondentin. Heute lebt sie als Autorin mit ihrer Familie im tiefsten Süden Italiens, wo sie am kleinen, grünen Schreibtisch mit Blick aufs Meer ihrer Fantasie freien Lauf lässt. Bei dotbooks veröffentlicht Roberta Gregorio ihre Romane: »Das kleine Restaurant des Glücks« »Im Schatten der Zitronenbäume« »Italienische Küsse« »Der Sommer der Zitronenblüten« »Winterküsse mit Zimt und Zucker« Ebenso bei dotbooks erschien ihre »Küsse in Venezien«-Trilogie, die auch im Sammelband »Sommerduft und Rosenknospen« erhältlich ist: »Der Duft von Sommer und Limonen« »Der Geschmack von Mirabelleneis« »Das Leuchten der Orangenblüten«
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Kapitel 2


Di Martino empfing sie sehr herzlich, während Paola noch angestrengt versuchte, den Duft des feinen Schnösels aus der Nase zu bekommen. Offenbar hatte er in Parfüm gebadet. Dass es sich sicherlich um ein sehr teures Duftwasser handelte, welches auch noch richtig gut roch, versuchte sie zu ignorieren. Stattdessen konzentrierte sie sich auf das unkomplizierte Auftreten des Bürgermeisters und nahm dankend Platz.

»Paola, Rino, schön, euch zu sehen!«, gab sich Di Martino freundlich und aufgeschlossen.

Ihr entging natürlich nicht, dass er sich an ihre Namen erinnerte. Gut, Pietragrigia war ein Nest, mehr als 2000 Einwohner gab es hier nicht. Trotzdem fühlte es sich nicht übel an, vom Bürgermeister mit dem Vornamen angesprochen zu werden, erkannte sie und entspannte sich dabei etwas.

»Was führt euch zu mir?«, erkundigte er sich und lehnte sich im Stuhl zurück, der deutlich bequemer aussah, als ihrer sich anfühlte.

Und hier begriff Paola, dass alles nur Show war. Ihr Gegenüber wusste sehr wohl, was sie zu ihm führte: das antike Kloster.

»Wir wollen uns erkundigen, ob Sie inzwischen Zeit hatten, unser Projekt durchzugehen«, nahm Rino ihr den Part ab, das Offensichtliche auszusprechen. Sie war ganz froh drum. Ihr bester Freund war oft diplomatischer und weniger direkt als sie. Nicht selten rettete er sie als ruhender Pol aus potenziell brenzligen Situationen.

»Ja, natürlich!«, behauptete der Bürgermeister und nahm dabei seine randlose Brille ab, legte sie auf einen unordentlich zusammengelegten Stapel Dokumente. Paola ertappte sich dabei, um das Wohl der Brille zu bangen. Vielleicht versuchte sie auch nur, ihre innere Anspannung mit ablenkenden Gedanken zu lockern, überlegte sie.

Er massierte sich kurz die Augen, bevor er sie wieder auf sie richtete. Er sah müde aus. »Ich habe euer Projekt sogar mit großem Interesse gelesen. Ihr habt eure Idee wirklich detailliert und sehr professionell dargelegt.«

Das klang ganz deutlich nach einem Aber, erkannte Paola.

»Aber ...«, fuhr der Mann auch schon fort, »leider weist eure Ausführung eine große Schwachstelle auf.«

Paola schloss die Augen. Klar, das Geld, das wusste sie. Das brauchte niemand laut auszusprechen. »Das ist uns natürlich bewusst. Wir sind uns aber sicher, dass wir mit Ihrer Hilfe auf einen öffentlichen Zuschuss hinarbeiten können, mit dem wir die Renovierungskosten decken werden.«

Di Martino schwieg dazu. Er setzte seine Brille wieder auf, und es erschien Paola, als spräche er damit das vernichtende Urteil aus.

»Die Idee mit dem Jugendzentrum ist toll. Da will ich gar nicht diskutieren. Auch die Kurse, die ihr anbieten wollt, begeistern mich. Sicherlich könnte direkt mit den Schulen aus dem Umkreis gesprochen werden, um eine Zusammenarbeit anzustreben. Nur denke ich, dass ihr dazu Räume nutzen solltet, die bereits stehen. Wie zum Beispiel hier im Rathaus. Ich lasse euch gerne ein paar Zimmer frei räumen.«

Paola wusste, dass das ein unheimlich nettes Angebot war. Aber das war nicht das, was sie wollte.

»Jugendliche sind laut. Jugendliche wollen unter sich sein. Ins Rathaus würden sie niemals kommen«, versuchte sie zu erklären, obwohl sie bereits begriffen hatte, dass es zwecklos war.

»Außerdem ist der Wiederaufbau des Klosters doch Teil des Projekts. Die Kids sollen mitanpacken. Beschäftigungstherapie«, sagte Rino, der sich nun wieder aktiv am Gespräch beteiligte. Und zwar so intensiv, dass seine Locken sich aufgeregt mitbewegten. Wie ein ruhender Pol wirkte er nun nicht mehr.

»Tut mir leid. Aber ich halte das für keine gute Idee. Wir haben das nötige Geld nicht.« Di Martino wurde direkter.

Paola merkte, dass ihr diese wundervolle Möglichkeit aus den Händen glitt. Sie bedauerte das sehr. Natürlich hatte sie persönliche Gründe. Ihr jüngerer Bruder ... der war als Jugendlicher in die Kleinkriminalität geschlittert. Zwar hatte er den Sprung zurück auf die rechte Bahn geschafft. Inzwischen war die hässliche Zeit von damals nichts weiter als eine böse Erinnerung. Dennoch hatte sie in Paola Spuren hinterlassen. Die ganze Familie hatte sich Vorwürfe gemacht. Ganz besonders aber sie. Es hatte sie schockiert, dass sie gar nichts gemerkt hatte, und sie hatte sich unzählige Male gefragt, ob sie es nicht hätte verhindern können. Jedenfalls hatte sie sich damals versprochen, sich mehr um Jugendliche zu kümmern. Und zwar mithilfe des Klosters, das für alle Heranwachsenden aus der Umgebung eine Bedeutung hatte. Man erzählte sich ja, dass es dort spuke, weshalb unzählige Teenies in den Ruinen ihre erste Mutprobe erlebten. Und genau da wollte Paola ansetzen: Das Kloster stand ihrer Meinung nach für Mut. Mut, auch mal nein zu sagen. Mut, sich der Zukunft zu stellen. Mut zu leben.

Das Schweigen im Raum wurde größer und mächtiger. Es war sicherlich eine Frage von Sekunden, bis der Bürgermeister das Gespräch für beendet erklärte.

»Was, wenn wir das Geld selbst aufbringen?«, wagte sie einen Schritt nach vorne. Sie wusste, dass sie dieser Schritt wahrscheinlich endgültig zu Fall bringen würde. Aber was hatte sie jetzt noch zu verlieren?

Der Mann räusperte sich. »Ihr solltet vielleicht wissen, dass ich soeben ein Angebot für das Kloster erhalten habe.«

»Von dem Mann, der gerade das Büro verlassen hat und der schon seit Tagen hier im Ort umherschleicht?«, erkundigte sich Rino fast ein bisschen aggressiv. Paola wusste, dass ihrem Freund ebenso viel an dem Projekt lag wie ihr. Womöglich einfach nur aus freundschaftlicher Solidarität. Dass er aber so direkt werden würde, hatte sie nicht erwartet. Er war sonst eher zurückhaltend. Und lieb. Immer lieb. Was war nur in ihn gefahren?

Falls Rino den Bürgermeister überrascht hatte, so ließ dieser sich das nicht anmerken.

»Fortunato Riccobono«, berichtigte er ihn. »Ja. Genau von ihm. Er möchte gutes Geld investieren, um aus dem Kloster ein Hotel zu machen. Es spricht nichts dagegen. Und unsere Gemeinde kann das Geld und ein bisschen Tourismus wahrlich gut gebrauchen.«

Er hatte recht, erkannte Paola resigniert. Dagegen konnten sie nicht bestehen. Sie hatten verloren.

»Wie viel hat er geboten?«, bohrte Rino mit einer Beharrlichkeit weiter, die sie aus dem Staunen nicht mehr herausbrachte.

»300.000 Euro«, antwortete Di Martino, ohne zu zögern.

»Wenn wir diese Summe ebenfalls aufbringen, würden Sie dann das Kloster uns überlassen?«

Der Bürgermeister schluckte, zögerte aber nicht. »Das würde ich!«

Paola hatte keine Ahnung, ob er es ernst meinte. Wahrscheinlicher war, dass er aus einem Impuls heraus geantwortet hatte, ohne richtig nachgedacht zu haben. Oder dass er einfach nicht glaubte, dass sie das Geld aufbringen konnten.

Wie auch immer. Das war ihre einzige, winzige Chance. Und die mussten sie nutzen.

Paola und Rino saßen am einzigen freien Tisch der einzigen geöffneten Bar von Pietragrigia. Sie hielt sich den Kopf. Fast so, als wäre er zu schwer.

»Du spinnst!«, wiederholte sie zum gefühlt zwanzigsten Mal.

»Ich glaube nur an das, was wir realisieren wollen!«, ereiferte sich Rino schon wieder.

»Was ist eigentlich mit dir los? Du weißt doch wohl selbst, dass wir eine solche Summe niemals zusammenbekommen werden. Nicht in einer Woche, nicht in einem ganzen Leben.« Sie hatte den Mut bereits wieder verloren. Das ganze Projekt war einfach viel zu groß für sie.

Paola spürte, dass sie hysterisch wurde. Ein nervöses Kichern brannte ihr ihm Hals, sodass sie ihren grünen Tee zurück in die Tasse prustete, von dem sie einen großen Schluck genommen hatte. Sie fand den Gedanken zu komisch. Sie und Rino und 300.000 Euro ... Nun platzte sie richtig los. Rino sah sie trocken und sehr still an. Bewegte keinen Muskel. Was sie nur noch mehr zum Lachen brachte. Sie war hysterisch. Jawohl!

»Das ist nicht lustig. Wie haben eine Woche und wir müssen das Beste draus machen. Crowdfunding. Betteln. Anfragen an private Sponsoren. So ein Zeug halt«, zählte Rino auf.

»Vergiss es. Wir werden keine 100 Euro zusammenkriegen.«

»Wir müssen es zumindest versuchen!« Er nahm ihre Hand, suchte ihren Blick. Es lag etwas darin, das sie stocken ließ. »Es muss gelingen, Paola!«, fuhr er eindringlich fort.

Sie fragte sich erneut, wie es möglich war, dass er ihre Niederlage nicht einsehen wollte. »Man muss sich auch mal geschlagen geben«, fand sie, entgegen ihrer sonstigen Überzeugung.

»Das geht nicht, weil ...«, druckste er herum.

»Weil?«

»Weil Branzetti zumacht. Ich habe bald keine Arbeit mehr. Und ich brauche etwas, woran ich glauben kann. Etwas, das mich beschäftigt und mir Hoffnung gibt. Und vielleicht sogar etwas, was ein bisschen Geld einbringt. Das alles stellt unser Projekt für mich dar!«, erklärte er endlich.

»Merda!« Recht viel mehr fiel ihr dazu nicht ein. Branzetti war schon seit Ewigkeiten Rinos Arbeitgeber. Ein feiner Kerl.

Rino lehnte sich zurück. Wie erschlagen. »Wem sagst du das ...«

»Aber wieso will er schließen?« Sie liebte Branzettis Backstube. Sie liebte das Brot. Das leckere Gebäck. Und sie mochte den Gedanken, dass Rino dort das tun konnte, was ihm am meisten lag: backen.

»Ach. Das kommt für mich nicht so überraschend wie für dich. Es lohnt sich einfach nicht mehr.«

Paola seufzte tief.

Was für ein bescheuerter Vormittag!

Fortunato setzte sich ans Steuer und fuhr los. Er bedauerte ein bisschen, dass er Pietragrigia vorerst wieder verlassen musste. Aber er musste zurück in die Stadt, Papierkram erledigen, einen Termin beim Notar ausmachen und, und, und. Seine Sekretärin Wanda war ihm ja eine...



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