Gregorio | Winterküsse mit Zimt und Zucker | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 89 Seiten

Gregorio Winterküsse mit Zimt und Zucker

Roman | Eine zauberhafte Begegnung auf dem Weihnachtsmarkt - eine Liebesgeschichte zum Wohlfühlen und Träumen
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96655-550-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman | Eine zauberhafte Begegnung auf dem Weihnachtsmarkt - eine Liebesgeschichte zum Wohlfühlen und Träumen

E-Book, Deutsch, 89 Seiten

ISBN: 978-3-96655-550-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



So süß wie Glühweinküsse Die schönste Zeit des Jahres? Von wegen! Nina hat die Nase gestrichen voll: Schon wieder wurde sie kurz vor Weihnachten sitzengelassen. Sie ist fest entschlossen, sich den Rest des Winters von Santa und anderen Vertretern der männlichen Spezies fernzuhalten. Blöd nur, dass sie den Job auf dem Weihnachtsmarkt unbedingt braucht - und wer hätte ahnen können, was für ein Abenteuer Glühweinausschank sein kann? Als ein charmanter Fremder direkt vor ihren Augen schmählich von seiner Freundin abserviert wird, ist guter Rat teuer. Aber Nina spendiert gern einen Punsch, oder auch zwei - und kann sich bei dem Blick in Roberts dunkle Augen gar nicht mehr erinnern, was sie sich in Herzensdingen so fest vorgenommen hatte ... Der weihnachtliche Wohlfühlroman »Winterküsse mit Zimt und Zucker« von Roberta Gregorio - auch bekannt unter »Stille Nacht, Herz erwacht« - wird Fans von Sarah Morgan und Karen Swan begeistern!

Roberta Gregorio, geboren 1976 in Bayern, ist staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondentin. Heute lebt sie als Autorin mit ihrer Familie im tiefsten Süden Italiens, wo sie am kleinen, grünen Schreibtisch mit Blick aufs Meer ihrer Fantasie freien Lauf lässt. Bei dotbooks veröffentlicht Roberta Gregorio ihre Romane: »Das kleine Restaurant des Glücks« »Im Schatten der Zitronenbäume« »Italienische Küsse« »Der Sommer der Zitronenblüten« »Winterküsse mit Zimt und Zucker« Ebenso bei dotbooks erschien ihre »Küsse in Venezien«-Trilogie, die auch im Sammelband »Sommerduft und Rosenknospen« erhältlich ist: »Der Duft von Sommer und Limonen« »Der Geschmack von Mirabelleneis« »Das Leuchten der Orangenblüten«
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Kapitel 2


Robert blickte abwesend auf seine teure Armbanduhr.

Feierabend. Wochenende.

»So, ich mache mich auf den Weg. Bis Montag«, verabschiedete er sich von seinen Kollegen, die auch bereits anfingen, ihre Sachen zusammenzupacken.

Im Normalfall hätte sich Robert noch gerne zu seinen Kollegen gesellt, um mit ihnen zu quatschen. Aber heute ging das nicht. Heute hatte er es eilig. Dieser Tag würde nämlich sein gesamtes Leben verändern und es war äußerst wichtig, dass er alles richtig und schön machte. Schließlich würde er noch lange daran zurückdenken.

Er nahm den Fahrstuhl und fuhr mit einigen anderen Leuten aus seiner Abteilung direkt in die Tiefgarage, wo er immer parkte. Er überlegte dabei, dass er mit seinen knappen 30 Jahren beinahe all das erreicht hatte, was er sich vorgenommen hatte. Einen tollen Job, eine süße Freundin und ein schickes Auto hatte er bereits. Jetzt war er endlich bereit, den nächsten wichtigen Schritt zu wagen.

Robert stieg in sein Auto und verließ das Gebäude, in dem sich das Verwaltungszentrum des großen Autoherstellers, für den er während seines Studiums angefangen hatte zu arbeiten, befand. Bisher war ihm noch nicht in den Sinn gekommen, diesen Job gegen einen anderen zu tauschen. Auch wenn Saskia, seine Freundin, ihn viel lieber in einer führenden Rolle sehen würde. Aber sie würde schon sehen – bald würde er sich die Karriereleiter hocharbeiten.

Obwohl er für den bevorstehenden Schritt mehr als bereit war, so überkam ihn doch eine seltsame Art von Nervosität, je näher er seinem Ziel kam. Er nahm einfach an, dass das normal war, schüttelte das komische Gefühl ab und fädelte sich geschmeidig in den Berufsverkehr ein. Er hatte noch ein gutes Stück zu fahren, konnte sich also sammeln. Gut, dass es noch nicht schneite, obwohl der Wetterbericht schon lange ankündigte, dass es bald so weit sein würde. Robert fuhr nicht gerne bei Eis und Glätte. Da stieg er dann schon lieber auf die S-Bahn um, obwohl er es als unheimlich beengend empfand, sich mit Horden von Menschen in einen Zug zu stopfen. Es war ihm einfach zu stickig.

Auf der Autobahn ging es wider Erwarten recht zügig voran und Robert konnte sein Auto früher als gedacht in die ruhige Seitenstraße lenken, in der er mit Saskia in einem hübschen Reihenhäuschen wohnte. Es gehörte Saskias Vater, was ein Detail war, das Robert manchmal störte. Aber so konnte er sein Geld erst einmal schön beiseitelegen, um sich dann irgendwann ein eigenes Haus zu leisten.

Robert betätigte den Garagenöffner, parkte sein Auto vorsichtig, stieg dann aus und langte in die Manteltasche. Gut. Noch alles da, wo es sein sollte.

»Saskia?«, rief er bereits aus der Garage, von der eine Treppe direkt ins Haus führte.

»Robby, wir sind oben!«

Robert hasste es, wenn Saskia ihn Robby nannte. Das hatte er ihr auch schon eine Million Mal gesagt, und Saskia versuchte es sich wirklich abzugewöhnen. Letztendlich blieb es aber dabei: Für Saskia war er Robby.

Wir? Hatte sie eben »wir« gesagt? Das passte aber gar nicht in seine Pläne.

»Hallo, Schatz!«

»Hi, du. Wie war dein Tag?«

Wir, das waren offenbar Saskia und deren Mutter Mareike. Robert umarmte Saskias Mutter freundlich distanziert. So sehr er sich auch bemühte, mit ihr wurde er nicht so richtig warm. Er fragte sich manchmal, ob das an Mareikes ausschweifendem Lebensstil lag. Sie hatte sich von Saskias Vater scheiden lassen, als ihre Tochter vier Jahre alt gewesen war, und war … nun ja … nicht gerade ein Kind der Traurigkeit, wenn man das so sagen konnte.

»Gut. Wir haben zusammen die diesjährige Weihnachtsdeko geplant«, gab Saskia Auskunft. »Mutti meint, dass ich viel mehr traditionellen Weihnachtsschmuck brauche. Wir haben die letzten Jahre ja echt nur modernes Zeug zusammengekauft.«

Puh. Weihnachtsschmuck. Damit war Robert vollkommen überfordert. Ihm war es eigentlich ziemlich egal, was Saskia zu diesem Thema mit ihrer Mutter ausgetüftelt hatte. Dennoch machte er ein interessiertes Gesicht, sein Kopf war dabei aber ganz woanders. Hoffentlich verabschiedete sich Mareike bald. Er hatte heute noch eine Menge vor.

»Und deshalb wollen wir gleich noch zum Christkindlmarkt in die Stadt fahren«, fügte Saskia hinzu.

»Aber heute ist doch Freitag. Da gehen wir immer zum Italiener!« Entsetzt nahm Robert zur Kenntnis, dass sein schöner Plan in Gefahr geriet.

»Robert, das könnt ihr doch verschieben. Ich habe mir heute auch extra Zeit genommen«, erklärte Mareike in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete.

»Ist doch nicht so schlimm, Schatz. Du kannst ja mitkommen, und dann essen wir in der Stadt noch was«, bot Saskia an.

In der Stadt … Von da kam er doch eben erst. Ihm fielen ziemlich viele Punkte ein, die dagegensprachen. Aber er musste seinen Plan irgendwie durchziehen. Er lief schon seit fast einer Woche mit dem Schächtelchen in der Manteltasche herum. Wenn er diese Sache noch weiter aufschob, dann würde er wohl nie den Mut aufbringen, diesen großen, wichtigen Schritt zu wagen. Nein, er konnte unmöglich daheim bleiben. Es war wohl besser, er fuhr mit und versuchte, beim Weihnachtsschmuck-Einkauf die richtige Gelegenheit zu finden. Aber vorher musste er noch beim Italiener absagen.

»Ja, gute Idee. Dann fahre ich halt einfach mit … Ich will nur eben noch bei Gigi Bescheid geben.« Obwohl er versucht hatte, viel Begeisterung in seine Worte zu legen, war ihm das wohl nicht wirklich gelungen. Saskia und Mareike sahen ihn auch etwas überrascht an.

»Das musst du doch nicht, Robby. Wir haben bei Gigi gar nicht reserviert. Der merkt bestimmt nicht, dass wir mal einen Freitag fehlen.«

Ja, wie sollte er Saskia nur erklären, dass Gigi diesen Freitag sehr wohl auf sie wartete?

»Ich will halt nicht, dass er sich Sorgen macht …«, sagte er lahm.

»Gut, Schatz, na dann mach mal. Wir wollen gleich los.«

Obwohl Robert nicht viel übrig hatte für Märkte und Einkäufe, musste er sich doch eingestehen, dass der Christkindlmarkt am Münchner Marienplatz besonders hübsch war. Überall glitzerte, funkelte und duftete es. Der charakteristische Christbaum am Neuen Rathaus war wirklich beeindruckend. Grinsend ließ sich Robert von Saskia darunter fotografieren. Irgendwann würden sie sich dieses Foto gemeinsam ansehen und endlose Gespräche mit »Weißt du noch …?« beginnen. Und Robert freute sich darauf.

Es war bitterkalt, und er glaubte, den Schnee förmlich riechen zu können. Seine Wetter-App kündigte es ja schon lange an, und es war bestimmt nur noch eine Frage von Minuten, bis es schneite.

Eigentlich fand er den Planwechsel gar nicht mehr so schlimm. Er mochte Weihnachten. Aber vor allem mochte er das Gefühl, sein Leben komplett im Griff zu haben.

Jetzt musste er aber erst einmal die vielen Tragetaschen in den Griff bekommen. Saskia hatte doch tatsächlich – natürlich auf Anraten von Mareike – eine komplette Krippe gekauft, die zugegebenermaßen ganz hübsch war. Sie hatten ja auch wirklich lange nach Heiligen Drei Königen gesucht, die farblich zu ihrer Einrichtung daheim passten. Gut, Robert hatte dieses Suchkriterium ganz ehrlich idiotisch gefunden – wer achtete schon darauf, ob Balthasars Gewand zur Wohnzimmergardine passte – aber letztendlich zählte doch nur, dass die Sucherei und Einkauferei endlich ein Ende hatte.

»Ich erfriere«, bemerkte Saskia, nachdem sie noch eine ganze Schachtel geschnitzter Christbaumanhänger und ein Teeservice mit Rentiermotiv gekauft hatten, und Mareike schlug vor, sich einen Glühwein zu gönnen. War ja klar, dass der Vorschlag von ihr kam. Mareike war dem Alkohol nicht abgeneigt. Ganz im Gegenteil. Seiner Meinung nach hatte sie ein ernstzunehmendes Problem damit. Das behielt er aber brav für sich. Saskia mochte es nicht, wenn er sie darauf hinwies.

Mitten im Geschehen fanden sie einen Glühweinstand, der einladend aussah mit seinen dezenten Lichtern und vor allem verlockend roch. Robert rieb sich die Hände, so gut es mit den Tragetaschen ging, und sah sie gleichzeitig kommen: die erste Schneeflocke des Abends. Sie war riesig und legte sich leise auf den Boden. Robert sah ihr fasziniert zu und bewunderte, wie grazil und gelassen die Flocke das mitten im aufgeregten Wirrwarr hinbekam. Erst als andere Schneeflocken folgten, konnte er sich losreißen und auf den Glühwein konzentrieren. Er übernahm selbstverständlich das Bestellen, denn er spielte gerne den Gentleman. Vorsichtig stellte er die Tragetaschen ab.

»Dreimal Glühwein, bitte!«

Die junge Frau am Stand lächelte Robert höflich an. »Kommt sofort«, teilte sie ihm mit und schöpfte die heiße Flüssigkeit aus einem großen Topf direkt in drei Tassen.

»Das duftet einfach himmlisch«, bemerkte Robert und fand seinen Kommentar gleich danach irgendwie albern. Sicher hörte die Frau gerade diesen Satz dauernd. Aber ganz unerwartet nickte diese.

»Da haben Sie recht!«, pflichtete die sympathische Verkäuferin ihm bei.

Robert bezahlte, nahm die Tassen, die sich angenehm warm anfühlten, und reichte sie weiter. Und dann wurde plötzlich gedrängelt. Wie erwartet hatte es angefangen, dicht und heftig zu schneien. Die Besucher des Christkindlmarkts versuchten, sich an den Ständen unterzustellen, was dazu führte, dass es plötzlich gar nicht mehr so kalt war und sich ein seltsames Wir-Gefühl einstellte. Magie lag in der Luft. Weihnachtsmagie. Oder wie auch immer … Robert jedenfalls fühlte sich endlich inspiriert, legte seinen Arm um Saskia, die sich eng an ihn kuschelte, und beide nippten unter dem Vordach des Glühweinstands an ihren Bechern. Und irgendwie war der Moment perfekt. So perfekt, dass Robert es wagte.

»Können wir kurz noch einmal...



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