Gregshammer | Sternenbilder | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch

Reihe: tredition GmbH

Gregshammer Sternenbilder

Band 2
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-347-69867-3
Verlag: tredition
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Band 2

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Reihe: tredition GmbH

ISBN: 978-3-347-69867-3
Verlag: tredition
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Fortsetzung zu Band I: Spiegelbilder 'Ein gewisses Maß an Dunkelheit ist nötig, um die Sterne zu sehen.' Um die Vergangenheit ruhen zu lassen, versuchen Bethany und Collin in der Gegenwart zu leben, und gemeinsam eine Zukunft zu erschaffen. Die Vorbereitung für einen neuen Job, die Eingewöhnung in der neuen Stadt und das erste offizielle Familientreffen. Doch in Blueport wird schnell klar, dass nicht nur Bethany Geister aus vergangenen Tagen mit sich trägt, sondern auch Collin. Eine geheimnisvolle Aura legt sich um die Familie, die Zweifel weckt und Rätsel aufgibt. Immer mehr Fragen drängen sich an die Oberfläche und möchten beantwortet werden. Wie tief soll man graben? Wie weit kann man gehen? Gibt es einen Weg zurück?

Hallo! :) Mein Name ist Bettina Gregshammer, ich komme aus Österreich und bin 25 Jahre alt. Vor zwei Jahren entstand eine Idee, aus der Idee wurde ein Hobby und daraus entstand eine Leidenschaft. Ich freue mich schon darauf, wenn ihr meine geschrieben Worte lesen und euch verzaubern lassen könnt.
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Kapitel 1

Die Sonne schien durch das Glas auf mein Gesicht, um mir angenehme Wärme und das nötige Licht zu spenden. Ich saß vor meiner Staffelei, während ich darauf wartete, von einem farbfrohen Blitz getroffen zu werden, der meine eingeschlafene Kreativität zum Leben erwecken soll. Sekunden, Minuten vergingen, nichts. Ich stand auf und öffnete das Fenster, um anschließend die frische Luft einzuatmen. Ich schloss meine Augen und genoss den ruhigen Moment, nur für mich allein. Meine Ideen für mein nächstes Kunstwerk blieben dennoch aus. In letzter Zeit fehlte mir hierzu jegliche Begeisterung. Plötzlich wurde meine Zimmertür aufgerissen. Ich schreckte auf und drehte mich hastig vom Fenster weg. „Bist du gerade erst aufgestanden?“ Mein Blick fiel zu Boden. „Mach dich sofort fertig, wir gehen in zehn Minuten!“ Ohne meine Antwort abzuwarten, wurde die Tür wieder geschlossen.

Ich lief hastig zu meinem Kleiderkasten und öffnete die Schranktür. Ohne besonders darauf zu achten, fing ich ein beliebiges Kleid heraus und schlüpfte hinein. Ich setzte mich zum Schminktisch, band meine Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen und trug etwas Rouge auf meine Wangen auf. Während ich in den Spiegel sah, verlor ich mich in dem Augenblick. Dieses unendliche Fernweh machte sich erneut in mir breit, als ich meine ozeanblauen Augen begutachtete. Wie kann man sich in seinem eigenen Zuhause nur so fremd fühlen? Ein Klopfen an der Tür ließ mich erneut aufschrecken und riss mich aus meinen Gedanken. „Herein!“ sagte ich abgelenkt. „Guten Morgen!“ Ich lächelte meinem Vater entgegen. „Bist du fertig? Wir sollten deine Mutter nicht warten lassen!“ Ich nickte, schlüpfte daraufhin in ein Paar Flipflops und verließ mein Zimmer.

Ich ging die Treppen hinunter, wo meine Mutter bereits mit verschränkten Armen auf mich wartete. „Guten Morgen Mama!“ grinste ich ihr etwas unbeholfen entgegen. „Guten Morgen meine Liebe! Wir sind leider schon spät dran…“ antwortete meine Mutter, während sie mir ein Brot in die Hand drückte. „… iss dein Frühstück, während wir gehen!“ Ich verdrehte die Augen. „Ist es denn wirklich notwendig, jeden Sonntag eine halbe Stunde zu früh aufzutauchen?“ Meine Mutter warf mir einen strengen Blick zu. „Ja! Genauso notwendig, wie dich jeden Sonntag daran zu erinnern, keine Flipflops in die Kirche anzuziehen!“ kritisierte sie mich. Ohne den Blick von ihr abzuwenden, schlüpfte ich aus den Flipflops und warf sie nacheinander mit meinem großen Zeh durch das Vorhaus. „So besser?“ fragte ich mit sarkastischem Tonfall nach. Mein Vater betrat das Vorhaus und räusperte sich etwas unbeholfen. „Also wollen wir?“ sagte er und unterbrach somit unseren Anstarr-Wettbewerb. Meine Mutter reichte mir das Brot, welches ich freundlich ablehnte. „Ich habe keinen Hunger, danke!“ Ich schlüpfte in Sandalen und verließ das Haus.

Als wir durch die Stadt spazierten, blickte ich gelangweilt durch die Gegend. Dieselben Geräusche, Gerüche und Gesichter. Tag ein, Tag aus… Ich begrüßte brav alle bekannten Leute, die meinen Weg kreuzten, … genauso wie es mir beigebracht wurde. Als wir bei der Kirche ankamen, standen schon dutzende Menschen vor der Tür. Ich fragte mich, wie schon oftmals zuvor, ob diese Leute wirklich nichts Besseres zu tun haben an einem Sonntagmorgen. Ich sah zu meiner Mutter, die bereits ihr strahlendes Lächeln wiedergefunden hat und es erfolgreich aufsetzte. Sie mischte sich unters Volk. Ich fand mich abseits der Menschenmenge ein und schüttelte belustigt den Kopf. Mein Vater kam auf mich zu und stieß mit seiner Schulter an meine. „Was ist denn los?“ „Mama ist so eine gute Schauspielerin, unglaublich!“ sagte ich abwertend. „Sie ist so glücklich, wenn sie mit ihrer Familie hier ist…“ lächelte er und starrte sie dabei verliebt an. „Nein, sie ist nur glücklich, wenn sie den Schein wahren kann, alles sei in bester Ordnung!“ antwortete ich genervt und verschränkte die Arme. „Du weißt, das ist nicht wahr!“ ermahnte er mich. Ausdruckslos zuckte ich mit den Schultern. „Komm, gehen wir schon mal hinein und nehmen Platz!“ Ich folgte meinem Vater in die Kirche. Kaum eingetreten, umschloss die kalte Kirchenluft meinen gesamten Körper. Ich musste an meine Weste zurückdenken, welche ich beim Verlassen des Hauses im Vorhaus sah. Wir nahmen in der zweiten Reihe Platz. Als ich mich zurücklehnte, traf meine Haut auf das kalte Holz der Rückenlehne. Gänsehaut überströmte meinen gesamten Körper. Nach wenigen Minuten spürte ich jedoch Wärme um die Schultern. Meine Mutter stand urplötzlich neben mir und warf mir meine weiße Weste über. „Du hast sie mitgenommen?“ fragte ich überrascht nach. Sie grinste nur, während sie Platz nahm, anschließend blickte sie Richtung Altar nach vorne. „Danke!“ fügte ich noch süß hinzu. Sie nahm meine Hand und drückte sanft zu.

Als die Messe zu Ende war, begaben wir uns nach draußen. Mich hat die Messe, seitdem ich klein war, zwar nie wirklich interessiert, aber das anschließende Zusammenstehen und Quatschen, habe ich schon immer gemocht. Man wusste: Die Kirche ist nun überstanden, der restliche Sonntag gehört einem selbst. Während ich aus der Tür trat, konnte ich es kaum mehr erwarten, den ersten warmen Frühlingstag des Jahres wiederzufinden. Jedoch hatte sich die Sonne verabschiedet, es sah nach Regen aus. Wie gewonnen, so zerronnen. „Bald wird es regnen, wir sollten uns gleich auf den Heimweg machen!“ betonte mein Vater. Etwas enttäuscht nickte ich, stimmte ihm aber zu. Meine Mutter und ich hakten uns beide bei einem Arm von ihm ein und wir spazierten gemeinsam Nachhause.

„Mia!“ rief eine vertraute Stimme kurze Zeit später. Wir machten Halt und drehten uns gemeinsam um. „Hey Allison!“ Ich lief auf meine beste Freundin zu und umarmte sie. „Wir haben dich heute in der Kirche vermisst!“ betonte meine Mutter, woraufhin ich ihr einen genervten Blick zuwarf. „Ich war leider zu spät dran und stand deswegen ganz hinten…“ rechtfertigte sich Allison. „Kommst du heute Nachmittag?“ fragte sie mich anschließend und zwinkerte mir zu. „Natürlich!“ antwortete ich neugierig. Sie drückte mir ein Bussi auf die Wange und flüsterte „Bis später!“ Sie wendete sich noch zu meinen Eltern „Tschüss Rose, Tschüss Charles!“ und grinste erneut. Danach machte sie einen kleinen Sprung, während sie sich umdrehte und lief Richtung Heimat. „Diese Energie hätte ich auch gerne!“ sagte ich amüsiert, woraufhin meine Eltern ebenfalls lachen mussten.

Wie besprochen, machte ich mich am frühen Nachmittag auf den Weg zu Allison. Der Regen ließ zum Glück noch auf sich warten und ich konnte in aller Ruhe zu dem Haus meiner Freundin gehen. Ab und zu spazierte ich ganz gerne durch unsere kleine Stadt, manchmal konnte ich reichlich Ideen sammeln, für meine nächsten Bilder. Nachdem ich bei ihrem Haus angekommen war, klopfte ich an die Tür. Ein paar Sekunden später riss sie bereits die Tür auf und zerrte mich in den Vorraum. „Ally! Nicht so schnell!“ beschwerte ich mich, während ich versuchte, nicht hinzufallen. „Endlich bist du da!“ schrie sie ungeduldig. Als wir uns die Schuhe ausgezogen haben, begegneten wir ihrer Mutter und ich begrüßte sie freundlich. Es roch im ganzen Haus nach leckeren Schokokeksen. Allison zerrte mich weiter die Treppen hoch in ihr Zimmer. Dort angekommen, schloss sie die Tür, lehnte sich dagegen und sank auf den Boden. „Oh Mia! Du wirst es nicht glauben!“ Ich setzte mich auf ihr Bett und hörte gespannt zu. „Ethan hat mich auf ein Date eingeladen!“ Sie sprang daraufhin vom Boden auf und führte einen lustigen Freudentanz auf. Ich sah sie schockiert an, stand ebenfalls auf und sprang mit ihr mit. „Ich freue mich so für dich, Ally!“ „Also, nächsten Samstag! Du hilfst mir beim Anziehen, Frisieren und Schminken!“ forderte sie mich auf. Ich strich ihr schmunzelnd über die Wange. „Als ob du irgendetwas davon benötigen würdest… du kannst ungeschminkt in Jogginghose auftauchen und siehst dabei fantastisch aus!“ antwortete ich gelassen. Ganz im Ernst, mit ihren dunkelbraunen, fast schwarzen Augen, ihrem schwarzen Haar und ihrem perfekten, dunklen Teint sieht sie hinreißend aus. Ally hat eindeutig das Gesamtpaket. Ich hingegen, habe eine blasse Haut wie eine Leiche, meine weiß-blonden Haare und hellblauen Augen unterstreichen das wenigstens gut.

„Hör auf zu lügen! Ich bin jetzt schon furchtbar nervös. Bitte, du musst mir helfen!“ „Natürlich helfe ich dir!“ Allison drückte mich daraufhin ganz fest an sich. „Danke!“ Anschließend ließ ich mich wieder...



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