E-Book, Deutsch, Band 1, 360 Seiten
Reihe: Fast Love
Greifenberg Racing for You
22001. Auflage 2022
ISBN: 978-3-95818-687-3
Verlag: Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Formel 1 und große Gefühle! Der erste Band der sexy Motorsport-Reihe
E-Book, Deutsch, Band 1, 360 Seiten
Reihe: Fast Love
ISBN: 978-3-95818-687-3
Verlag: Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Josy Greifenberg wurde 1994 in Berlin geboren. Auch heute lebt sie dort noch gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen. Als Programmiererin arbeitet sie meist mit einer Katze auf dem Schoß aus dem Homeoffice. In ihrer Freizeit liest sie unglaublich gerne Romance und Romantasy, schaut Formel 1 und treibt viel Sport, wobei sie auch regelmäßig neue Sportarten ausprobiert. Der erste Lockdown und die zu der Zeit streamenden Formel-1-Fahrer haben sie zum Schreiben ihres ersten Romans inspiriert.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kapitel 1
Endlich ist es offiziell: Ich werde diese Saison erneut in der Formel 2 starten. Mein Dank geht an meinen Manager Maxim und natürlich an meine Fahrerakademie für euren unermüdlichen Support und dafür, dass ihr stets an mich glaubt!
#racingDriver #formula2 #roadToF1 #fahrerAkademie #announcement #finallyItsOfficial #neuerVertrag
„Bitte, Emi, du musst unbedingt mitkommen“, flehte mich meine beste Freundin Hannah durchs Telefon an. „Ich kenne da doch niemanden.“
„Als ob“, schnaubte ich. „Ich glaube, auf der Party wird niemand sein, den du kennst.“
„Aber ohne dich ist es nicht das Gleiche, Emi. Ich weiß, dass du das durchziehen musst und wie wichtig es dir ist. Aber was ist mit uns? Denk an den armen Josh“, versuchte sie mich trotzdem weiter zu überzeugen.
„Josh kennt mich und wird es verstehen.“
„Ja, schon, aber …“
„Hannah“, seufzte ich schließlich ins Telefon. „Du weißt genau, warum ich nicht mitkomme. Bitte hör auf, mich zu überreden.“ In der aufkommenden Stille schloss ich kurz die Augen. Ich wusste, dass Hannah es nicht böse meinte.
„Sorry, Emi“, entschuldigte sie sich auch gleich. „Es ist nur … ich musste es einfach versuchen. Weißt du, mein Bruder leiht mir vielleicht seine Kamera für heute Abend!“ Dieser Themenwechsel war so typisch für Hannah, dass ich unwillkürlich grinsen musste. Ich war ihr dankbar, dass sie mich nicht weiter drängte.
„Vorhin hat er mir schon ein paar Einstellungen erklärt.“ Seit die neue Staffel von lief, war Hannah ganz begeistert von allem, das sich ums Thema Modeln drehte, und wollte am liebsten alles und jeden fotografieren.
„Hast du das Foto von Selina gesehen? Es ist wirklich unglaublich, warte, ich schicke dir den Link“, beantwortete Hannah ihre ohnehin rhetorische Frage. Sie wusste genau, dass ich die Sendung nicht verfolgte.
Während ich mein Handy in Erwartung von Hannahs Nachricht vom Ohr nahm, sah ich auf einmal das Twitch-Symbol auftauchen. Mein Herz machte einen kleinen Hüpfer. Gleich würde live gehen.
„Hm“, machte ich geistesabwesend, während ich überlegte, ob ich Twitch parallel zu einem Anruf auf meinem Telefon starten konnte.
„Du bist mit den Gedanken gar nicht da. ist eine unzureichende Antwort auf die Frage, wo ich spontan ein so tolles Kleid herbekomme“, maulte Hannah.
„Wolltest du nicht das blaue Kleid anziehen?“, fragte ich, bemüht, mich wieder auf das Gespräch zu konzentrieren. Aber Hannahs Interesse hatte sich schon wieder einen neuen Fokus gesucht.
„Jetzt sag, was lenkt dich so ab?“, fragte sie neugierig.
Unsicher räusperte ich mich. „Jaden fängt gerade an zu streamen.“
„War ja klar … du und dein Rennfahrer-Crush!“ Ich konnte Hannahs wissendes Grinsen beinahe durchs Telefon sehen.
„Er ist nicht mein …“, versuchte ich alles abzustreiten, doch sie ließ mich gar nicht zu Wort kommen.
„Pah, als ob. Das kannst du vielleicht deiner Oma erzählen, aber nicht mir.“ Schon seit ein paar Wochen zog mich Hannah mit Jaden auf, nur weil ich jeden seiner Streams verfolgte. Dabei war ich einfach nur ein großer Formel-1- beziehungsweise Formel-2-Fan. Die Rennen in der Juniorkategorie waren mindestens genauso spannend, und Jaden erzählte in seinem Stream immer mal wieder von seinem Alltag als Rennfahrer. Das fand ich megainteressant.
„Na los, mach dir schon den Stream an.“ Gnädig ließ Hannah mich gewähren. „Wir sehen uns ja spätestens am Montag!“
„Danke, Hannah“, murmelte ich, ehe ich sie wegdrückte und schnell die Twitch-App auf meinem Handy öffnete. Es dauerte keine zwei Sekunden, da sah ich schon Jadens grüne Augen in die Kamera blitzen. Das Video zeigte ihn in seinem Wohnzimmer, wo er in einem professionellen Rennsimulator saß.
„Guten Morgen zusammen“, begrüßte er gerade seine Follower, während er gut gelaunt mit den Fingern auf das Lenkrad trommelte. Es war kurz nach 13:00 Uhr. Bei ihm also vermutlich kurz nach 12:00 Uhr, denn er lebte in England.
‚‘, schrieb ich. Ich beobachtete, wie meine Nachricht mit einer kurzen Verzögerung bei ihm im Chat auftauchte und durch die vielen anderen Begrüßungen Stück für Stück oben aus dem Bildschirm geschoben wurde.
„Ach, komm schon, es ist noch nicht mal zwölf“, sagte Jaden und sah auf seine Uhr. „Na gut, oder eben kurz nach zwölf.“ Lachend sah er in die Kamera.
Auch ich konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. Er hatte auf meine Nachricht reagiert!
Schnell tippte ich wieder in den Chat. ‚‘
„Leute, wie es aussieht, haben wir sogar internationale Follower“, sagte er grinsend. Ich liebte den Klang seines sauberen britischen Englischs, das so gar nichts mit der harten Aussprache meiner Englischlehrerin gemeinsam hatte. „Wo kommst du denn her?“
Mein Puls schoss in die Höhe, während ich wieder eine Antwort tippte: ‚‘
Ich wartete gespannt, ob er erneut auf meine Nachricht reagieren würde, aber er war gerade damit beschäftigt, Einstellungen an seinem Stream zu ändern.
Als ich schon fast nicht mehr damit rechnete, antwortete er doch noch. „Leiä aus Berlin“, sagte er, während er am Mikrofon seines Gaming-Headsets herumspielte. Ich brauchte einen Moment, um zu verstehen, dass Leiä seine englische Aussprache meines Twitch-Nicknames war.
„Ich war noch nie in Berlin, aber ich würde gern mal hin. Hast du einen Geheimtipp für uns?“, fragte er weiter.
Ich zögerte kurz. Berlin war meine Heimatstadt – ich besuchte also eher selten die typischen Touristenplätze. ‚‘
„Was ist ein Flughafensee?“, fragte Jaden verwundert, und ich überprüfte noch mal kurz, ob ich es richtig übersetzt hatte.
‚‘, erwiderte ich im Chat.
„Warum sollte jemand einen Flughafen neben einen See bauen?“, wunderte sich Jaden weiter.
‚, tippte ich schnell.
Ehe ich michs versah, öffnete Jaden den Browser und suchte auf Google Maps nach dem Berliner Flughafensee. „In der Tat, hier ist ein See neben dem Flughafen.“ Jaden runzelte die Stirn und wandte sich wieder der Kamera zu. „Wusstet ihr das?“, fragte er seine anderen Follower. Sofort wurde der Chat mit verneinenden Aussagen und Reiseberichten in meine Heimatstadt geflutet.
„Ist es nicht laut dort?“ Während Jaden sprach, blickte er direkt in die Kamera. Ich hatte das Gefühl, er würde mir tatsächlich in die Augen sehen. In meinem Bauch begann es zu kribbeln, als mich sein Blick so intensiv traf.
‚‘, erklärte ich, doch es ging in den ganzen Kommentaren der anderen unter.
„Leute, hört auf, so viel zu schreiben, wie soll ich da Leiäs Antwort finden.“ Jaden kniff die Augen zusammen und rieb sich über die wenigen Stoppeln an seinem Kinn. Doch natürlich versuchten weiterhin viele Follower, seine Aufmerksamkeit zu erregen. Unmengen von Kommentaren, bunt markiert durch die verschiedensten Abzeichen, die man bei Twitch erhalten konnte, flogen durch das Chatfenster.
‚‘
‚‘
‚‘
Doch Jaden ließ sich davon nicht beeindrucken. „Sag mal, spreche ich deinen Namen überhaupt richtig aus?“
‘, antwortete ich. ‚‘
„Oh nein!“ Anscheinend hatte Jaden meine Antwort unter den vielen Nachrichten ausmachen können. „Wie spricht man ihn denn aus?“
‚‘, tippte ich mit nervösen Fingern in den Chat. Ich konnte mich nicht erinnern, dass Jaden so ein Gespräch schon einmal mit einem anderen Follower geführt hatte. ‚‘
„Oh mein Gott!“ Jaden lachte, nachdem er meine Antwort gefunden hatte. „Liiiia“, sagte er probeweise.
‚




