Greifenberg | Speed up for You | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 416 Seiten

Reihe: Fast Love

Greifenberg Speed up for You

Roman | Formel 1 und klopfende Herzen. Der zweite Band der heißen Motosport-Reihe
23001. Auflage 2023
ISBN: 978-3-95818-738-2
Verlag: Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | Formel 1 und klopfende Herzen. Der zweite Band der heißen Motosport-Reihe

E-Book, Deutsch, Band 2, 416 Seiten

Reihe: Fast Love

ISBN: 978-3-95818-738-2
Verlag: Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Er ist auf dem Weg in die Formel 1, sie auf einer Reise zu sich selbst. Werden sie dabei die Liebe finden?  Abenteuer, Spaß und Action stehen auf Hannahs Bucketlist, als die quirlige Fotografie-Studentin ihre Backpacking-Reise beginnt - verlieben sicher nicht. Als sie dem Profirennfahrer Tomaso begegnet, werden ihre Pläne gehörig durcheinandergewirbelt. Tomaso ist witzig, sexy und bringt die sonst so schlagfertige Hannah mit seinen Flirtversuchen regelmäßig in Verlegenheit. Zum Glück reist sie nach einer gemeinsamen Nacht bald weiter, denn in einem ist sie sich sicher: Eine feste Beziehung kommt für sie nicht infrage. Zwei Menschen, die sich nicht verlieben wollen - zwei Herzen, die sich nichts vorschreiben lassen Blöd nur, dass sie Tomaso einfach nicht vergessen kann. Als sie schließlich von ihm zu einem Rennen nach Monaco eingeladen wird und die beiden sich erneut näherkommen, bleibt Hannah nichts anderes übrig, als sich ihre Gefühle endlich einzugestehen. Doch auch Tomaso hat seine Gründe, warum er lieber Single bleibt ... Lass dich mitnehmen in das rasante Abenteuer von Hannah und Tomaso, deren Liebe im zweiten Teil der heißen Motorsport-Reihe auf dem Spiel steht. 

Josy Greifenberg wurde 1994 in Berlin geboren. Auch heute lebt sie dort noch gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen. Als Programmiererin arbeitet sie meist mit einer Katze auf dem Schoß aus dem Homeoffice. In ihrer Freizeit liest sie unglaublich gerne Romance und Romantasy, schaut Formel 1 und treibt viel Sport, wobei sie auch regelmäßig neue Sportarten ausprobiert. Der erste Lockdown und die zu der Zeit streamenden Formel-1-Fahrer haben sie zum Schreiben ihres ersten Romans inspiriert.
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Kapitel 1


#traveldiary #morgenGehtsLos #bestimmtDieHälfteVergessen #reisegepäck #mitDemRucksackOnTour #freiheit

»Bist du dir sicher, dass du das wirklich durchziehen willst?« Mein großer Bruder sah mich mit diesem sorgenvollen Blick an, den er in den letzten Wochen offenbar nur für mich reserviert hatte.

»In weniger als einer Stunde geht mein Flieger. Natürlich bin ich mir sicher!« Ich sah Derek fest in die grünen Augen, die meinen so ähnlich waren. Es war süß, wie sehr er sich um mich sorgte, und ich war ihm wirklich dankbar für alles, was er in den vergangenen Tagen für mich getan hatte. Doch heute war es an der Zeit, mein Abenteuer zu starten.

»Der Nächste bitte«, rief die genervt aussehende Flughafenmitarbeiterin, und ich trat eilig an den frei gewordenen Check-in-Schalter.

»Ich möchte gern für den Flug nach London einchecken«, erklärte ich und reichte der Dame meine Papiere. Mit einem Stirnrunzeln im Gesicht und zusammengepressten Lippen starrte sie mich finster an, als wäre meine Anwesenheit der Grund für ihre schlechte Laune. Dann erst prüfte sie meine Dokumente. Ich fragte mich, was wohl ihre Geschichte war. Wie war sie zu einem Job gekommen, der ihr augenscheinlich keinen Spaß machte? Ich war der festen Überzeugung, dass man jeden Augenblick des Lebens genießen und so wenig Zeit wie möglich mit Dingen verplempern sollte, die einen nicht glücklich machten.

Das knappe Kopfnicken in Richtung des Gepäckbandes deutete ich als Zeichen, meinen grünen Backpacker-Rucksack auf das Band zu wuchten. Bei mir behielt ich nur eine kleine Umhängetasche und Emma, meine Spiegelreflex-Kamera, ohne die ich nirgendwo hinging.

Einen Moment später reichte mir die wortkarge Frau mein Flugticket. Erfreut stellte ich fest, dass ich einen Fensterplatz bekommen hatte. Das war perfekt, um ein paar Fotos von den weißen, fluffigen Wolken zu machen, die heute vereinzelt am Himmel hingen.

Auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle wedelte ich fröhlich mit dem Ticket vor dem Gesicht meines Bruders herum und erzählte ihm von meinem Plan. Vielleicht hatte er noch ein paar Tipps für gute Kamera-Einstellungen, mit deren Hilfe ich die Scheibe vom Fenster ausblenden konnte.

Doch Derek war offenbar nicht nach Reden zumute. Stattdessen zog er ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter.

»Du bist verdammt stur, kleines Schwesterchen«, seufzte er schließlich.

»Um es mit Papas Worten zu sagen: Wer nicht weiß, was er will, wird im Leben nicht viel erreichen.«

»Du weißt selbst, dass er das in diesem Zusammenhang so nicht sagen würde.« Derek lief kopfschüttelnd neben mir her. Ich ahnte, was in ihm vorging. »Der Satz ist trotzdem von ihm«, gab ich zurück. Ich würde mir jetzt nicht durch Gedanken an unsere Eltern die Stimmung verderben lassen, denn wenn es nach ihnen ginge, würde ich diese Reise nicht antreten. »Und ich weiß, was ich will.«

»Es ist okay, Hannah.« Derek unterbrach mich und zog mich in seine starken Arme. »Ich verstehe dich, sonst wäre ich nicht hier.« Wir waren inzwischen nur noch wenige Meter vom Sicherheitsbereich entfernt. Ab hier würde ich meine Reise allein bestreiten.

»Ich wünsche dir ganz viel Spaß. Genieße es und pass auf dich auf, ja?«, murmelte Derek in meine Haare, während er mich fest an seine Brust drückte.

Ich erwiderte seine Umarmung mindestens genauso doll und sog seinen vertrauten Duft in mich auf. Derek roch für mich nach zu Hause. Ein Geruch, den ich in den nächsten Monaten vermissen würde.

»Danke. Für alles«, flüsterte ich, ehe wir uns langsam voneinander lösten. Dann drehte ich mich um und schritt ohne zurückzublicken durch die Zutrittsschranke am Eingang der Sicherheitskontrolle. In der Schlange der Wartenden atmete ich tief durch und zwang mich zu einem Lächeln. Jetzt war keine Zeit für Abschiedsschmerz! Ich zückte mein Handy und öffnete meine Bei »Eine Backpacking-Reise starten« setzte ich einen Haken. Was für ein Gefühl! Ich ließ meinen Blick über die zahlreichen Punkte schweifen, die sich insbesondere auf die kommenden drei Monate bezogen.

? Eine Backpacking-Reise starten
? Gesund und munter von einer Backpacking-Reise zurückkehren
? Auf einer Welle reiten
? Freunde überall auf der Welt* finden (*fürs Erste ist Europa auch o. k.)
? Ein One-Night-Stand mit einem heißen Kerl
? In einem Hostel mit mindestens sieben fremden Leuten im gleichen Raum schlafen
? Mich von einer einheimischen Oma bekochen lassen
? Ein Foto von einem nackten Mann schießen
? Je ein Panoramabild der wichtigsten Sehenswürdigkeit von vier Hauptstädten Europas aufnehmen
? Einen Einheimischen entscheiden lassen, was die wichtigste Sehenswürdigkeit ist
? »Hallo, wie geht’s?« in 10 verschiedenen Sprachen lernen
? Ein Ausritt durch atemberaubende Landschaft
? Mit einem Straßenmusiker gemeinsam musizieren

Während ich mir die nächste Zeit ausmalte, wurde das Lächeln auf meinem Gesicht tatsächlich echt. Kribbelnde Vorfreude gesellte sich zu der Aufregung in meiner Magengegend. Diese Reise würde mein persönliches Abenteuer werden. Da blieb schlichtweg keine Zeit zum Trübsalblasen oder Heimweh Haben. Jetzt galt es, das Leben in vollen Zügen zu genießen!

An der Sicherheitskontrolle beobachtete ich interessiert, wie das Innere meiner Tasche durchleuchtet wurde. Ob ich so einen Effekt in Photoshop hinbekommen würde?

Seit etwa einem Jahr studierte ich Fotografie an einer Berliner Universität. Parallel dazu verbrachte ich viel Zeit mit einem Praktikum im nahe gelegenen Filmpark Babelsberg. Von der Kinderbespaßung im Sandmannhaus bis hin zur Arbeit in der Maske von war alles dabei. Dort lernte ich jeden Tag beeindruckende Menschen kennen und sammelte unglaublich tolle Erfahrungen. »«, hörte ich die Stimme meines Vaters in meinem Kopf. »«, ergänzte meine Mutter. Aus ihrer Sicht war Fotograf ein viel zu unsicherer Berufszweig, und sie sähen mich lieber in einem Wirtschaftsstudium. Mit aller Macht schob ich den Gedanken an das ewige Streitgespräch mit meinen Eltern beiseite.

Von diesem angeblichen würde ich mir nun meine Europareise finanzieren, und es würde großartig werden!

»Entschuldige bitte?«

Kaum saß ich im Wartebereich vor dem Gate, riss mich eine fremde Stimme aus meinen Gedanken. Ich hob den Kopf und sah einen kleinen, durchtrainierten Typen vor mir stehen. Aufgrund seiner muskulösen Arme und der dünnen Beine sortierte ich ihn gleich in die Schublade der typischen Fitnessstudiogänger. Dennoch gefiel mir, was ich sah – spontan bezeichnete ich ihn als Kinder-Schoko-Bons, ein kleiner netter Snack für zwischendurch.

»Sind die noch frei?« Er deutete mit einer Hand auf die beiden Plätze zu meiner Rechten.

»Selbstverständlich«, antwortete ich fröhlich und mit einem frechen Augenzwinkern, das ich erst neulich noch vor dem Spiegel geübt hatte. Ich nahm Emma und meinen kleinen Beutel auf den Schoß und sah mich das erste Mal aufmerksam im Wartebereich um. Inzwischen waren bereits viele Passagiere eingetroffen, und ich schloss daraus, dass mein Flug bald zum Boarding ausgerufen wurde.

Mr. Schoko-Bons ließ sich auf den Sitz neben mir fallen, und ich nutzte die Zeit, um ihn noch etwas genauer zu mustern. Seine kurzen Haare waren mit Gel bombenfest fixiert und etwas hellblonder als meine. Dazu trug er ein weites Achselshirt und kurze Bermuda-Shorts und sah damit so aus, als ob er geradewegs auf dem Weg nach Spanien an den Strand wäre. Ich schätzte ihn auf Mitte zwanzig und damit ein paar Jahre älter als mich.

Ich setzte mich etwas aufrechter hin und drehte meinen Oberkörper leicht in seine Richtung. Flirten war alles eine Sache der Körpersprache. Allerdings ließ ich affektierte Bewegungen, wie übertrieben oft die Haare zurückzustreichen oder künstlich mit den Wimpern zu klimpern, aus. Immer natürlich bleiben, war mein Motto, und es funktionierte erstaunlich oft.

»Was hast du in London vor?«, sprach der Typ mich freundlich an. Stirnrunzelnd sah ich ihn an. Woher wusste er, wohin ich fliegen wollte? Er schaute verschmitzt und deutete auf die Boardingkarte, die ich ziemlich offensichtlich an die Seite von Emmas Tasche gesteckt hatte.

»Ich besuche meine beste Freundin und ihren Freund«, antwortete ich und bemerkte, wie ich bei dem Gedanken, Emi und Jaden in ungefähr zwei Stunden wiederzusehen, sofort grinsen musste. Meine schüchterne beste Freundin hatte sich tatsächlich in unserem letzten Abi-Jahr einen britischen Formel-1-Fahrer geangelt. Die beiden waren seitdem so gut wie unzertrennlich. Wann immer es möglich war, begleitete Emi Jaden zu seinen...



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