E-Book, Deutsch, 378 Seiten
Reihe: Xpert.press
Großmann / Koschek Unternehmensportale
2005
ISBN: 978-3-540-28531-1
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Grundlagen, Architekturen, Technologien
E-Book, Deutsch, 378 Seiten
Reihe: Xpert.press
ISBN: 978-3-540-28531-1
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Das Buch Unternehmensportale - Grundlagen, Architekturen, Technologien ist das erste deutschsprachige Grundlagenwerk über modernes Informations- und Geschäftsprozessmanagement mit Hilfe von Unternehmensportalen. Das umfassende Kompendium ist Grundlagenwerk, Kochbuch und Wegweiser für alle fachlich-inhaltlichen, technischen und betriebswirtschaftlichen Aspekte von Unternehmensportalen. Diese ganzheitliche Sichtweise bietet dem Leser einen umfassenden Überblick und versetzt ihn grundsätzlich in die Lage, die Einführung eines Unternehmensportals für das eigene Unternehmen zu kalkulieren, zu planen und durchzuführen sowie den Betrieb des Unternehmensportals zu organisieren. Checklisten und Best Practices geben dabei konkrete Hilfestellungen.
Martina Großmann ist Mediengestalterin für Digital- und Printmedien und Marketing-Kommunikationswirtin. Sie arbeitet derzeit als IT Business Consultant in der Competence Area 'Enterprise Content Management' bei der Resco GmbH in Hamburg. Holger Koschek ist Diplom-Informatiker. Er studierte Informatik mit Vertiefungsgebiet Softwaretechnik und Nebenfach BWL. Derzeit arbeitet er als IT Business Consultant in der Competence Area 'Business Collaboration Technologies' bei der Resco GmbH in Hamburg.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhaltsverzeichnis;13
2;Einleitung;19
2.1;Zielgruppe;19
2.2;Der Aufbau dieses Buchs;20
2.3;Beispiele;23
2.4;Konventionen;23
2.5;Webseite;24
2.6;Kurz gefasst;24
3;1 Begriffe;26
3.1;1.1 Ein gemeinsames Verständnis;26
3.2;1.2 Unternehmen;27
3.3;1.3 Informationsmanagement;28
3.4;1.4 Prozessmanagement;36
3.5;1.5 Applikationen und Dienste;37
3.6;1.6 Integration;40
3.7;1.7 Miteinanderarbeit (Collaboration);43
3.8;1.8 Portal;45
3.9;1.9 Unternehmensportale;49
4;2 Abgrenzung;55
4.1;2.1 Content-Management-Systeme;55
4.2;2.2 Enterprise Application Integration (EAI);60
5;3 Motive und Grenzen;66
5.1;3.1 Warum ein Portal einführen?;66
5.2;3.2 Wem nützt ein Unternehmensportal?;67
5.3;3.3 Motive;68
5.4;3.4 Grenzen;83
6;4 Fachliche Anforderungen;93
6.1;4.1 Abbildung und Steuerung von Geschäftsprozessen;93
6.2;4.2 Einheitliche integrierte Sicht auf Daten;101
6.3;4.3 Personalisierung;108
6.4;4.4 Single Sign-On;112
6.5;4.5 Sicherheit;116
6.6;4.6 Benutzer- und Rollenmanagement;119
6.7;4.7 Ergonomie der Benutzungsschnittstelle;122
6.8;4.8 Multimodaler Zugriff;124
6.9;4.9 Zukunftssicherheit;126
7;5 Technische Anforderungen;129
7.1;5.1 Integration;129
7.2;5.2 Implizite Beziehungen zwischen Datenquellen;139
7.3;5.3 Modelle für Metadaten;143
7.4;5.4 Datensicherheit;146
7.5;5.5 Verfügbarkeit;146
7.6;5.6 IT- Sicherheit;152
7.7;5.7 Skalierbarkeit;153
7.8;5.8 Verteilbarkeit;154
7.9;5.9 Modularer Entwurf: Entkoppelte Komponenten;159
7.10;5.10 Standardtechnologien und offene Schnittstellen;161
7.11;5.11 Trennung von Content und Design;163
7.12;5.12 Performanz;165
8;6 Referenzarchitektur;169
8.1;6.1 Gebrauchsanleitung für eine Referenzarchitektur;169
8.2;6.2 Fachliches Architekturmodell;171
8.3;6.3 Technische Referenzarchitektur;184
9;7 Standards;196
9.1;7.1 Der Nutzen von Standards;196
9.2;7.2 Basistechnologie XML;198
9.3;7.3 Standards für Präsentation und Layout von Portalinhalten;209
9.4;7.4 Standards für Integration;218
9.5;7.5 Standards für Portaltechnik;221
9.6;7.6 Standard für Portalinhalte: RSS;228
9.7;7.7 Standard für Prozesse: WfMC Workflow Reference Model;231
9.8;7.8 Standards für Content Management;233
10;8 Das richtige System;236
10.1;8.1 Portale für jede Unternehmensgröße;236
10.2;8.2 Anforderungsanalyse;243
10.3;8.3 Softwareauswahl;263
10.4;8.4 Marktübersicht;266
11;9 Projektorganisation;272
11.1;9.1 Spezielle Herausforderungen in Portalprojekten;272
11.2;9.2 Die Schritte des Projektmanagement- Prozesses;277
11.3;9.3 Iteratives Vorgehen;294
11.4;9.4 Inhalte vor- und aufbereiten;295
11.5;9.5 Portalmarketing;298
11.6;9.6 Den Projekterfolg messen – Nutzenbetrachtung;300
12;10 Betrieb und Evolution;302
12.1;10.1 Portalmarketing;303
12.2;10.2 Bereitstellung aktueller und relevanter Informationen;307
12.3;10.3 Die Redaktion eines Unternehmensportals;308
12.4;10.4 Erkennen von Integrationspotenzialen;312
12.5;10.5 Miteinanderarbeit in Portalen;313
12.6;10.6 Das lernende Projekt;315
12.7;10.7 Release Management;318
13;11 Nutzenanalyse und Erfolgskontrolle;324
13.1;11.1 Was nützt der Nutzen?;324
13.2;11.2 Return on Investment (ROI);326
13.3;11.3 Total Cost of Ownership (TCO);331
13.4;11.4 Nutzensicherung;333
14;12 Vorgehensmodell;335
14.1;12.1 Warum ein Vorgehensmodell?;335
14.2;12.2 Das Vorgehensmodell für Portalprojekte;337
15;13 Ausblick;347
15.1;13.1 Anforderungen der Unternehmen an die Portale von morgen;347
15.2;13.2 Die Entwicklung des Portalmarkts;349
15.3;13.3 Technische Entwicklungen;351
15.4;13.4 Fazit;360
16;Literaturverzeichnis;361
17;Stichwortverzeichnis;366
6 Referenzarchitektur (S. 155-156)
Basierend auf den in den vorigen Kapiteln ermittelten fachlichen und technischen Anforderungen wollen wir in diesem Kapitel eine Referenzarchitektur für Unternehmensportale vorstellen. Der Name deutet es bereits an: Eine solche Architektur kann als Orientierung dienen, wird aber so gut wie nie ohne Anpassungen auf die konkreten Anforderungen übertragen werden können. Deshalb geben wir zu Beginn des Kapitels Hinweise zum Umgang mit einer Referenzarchitektur, bevor wir die fachliche und die technische Sicht auf eine solche idealisierte Portalarchitektur entwickeln.
6.1 Gebrauchsanleitung für eine Referenzarchitektur
Eine Softwarearchitektur beschreibt nach Balzert (1996) die Struktur des Softwaresystems durch Systemkomponenten und ihre Beziehungen untereinander. Eine Beziehung beschreibt jede mögliche Verbindung zwischen zwei Komponenten, dynamisch oder statisch. Entsprechend ist eine Referenzarchitektur die idealisierte Darstellung der Komponenten eines Softwaresystems sowie der Beziehungen und der Aufgabenteilung zwischen diesen Komponenten. Abhängig von der jeweiligen Betrachtungsweise lassen sich technische und fachliche Darstellungen finden. Auch wenn beide Modelle im Folgenden getrennt voneinander beschrieben werden, ergibt sich doch erst aus der Kombination der beiden Sichtweisen eine ganzheitliche Betrachtung des Portals. Erst dieser Blick auf das Ganze schafft das Bewusstsein für die Komponentenvielfalt und das Beziehungsgeflecht eines Portalsystems. Die Betrachtung der Architektur eines Unternehmensportals aus der Vogelperspektive ermöglicht den Überblick und die notwendige Orientierung in diesem komplexen Thema.
Die beiden Betrachtungsweisen der Portalarchitektur leiten sich aus den in den Kapiteln 4 und 5 beschriebenen fachlichen und technischen Anforderungen ab. Dabei abstrahiert das Architekturmodell von den konkreten Anforderungen und gruppiert gewünschte Funktionen und Services zu Architekturkomponenten. Folglich wirken sich einige technische Anforderungen auch auf das fachliche Architekturmodell aus und umgekehrt. So haben z.B. die technischen Möglichkeiten der Datenaufbereitung in Abhängigkeit von den Ausgabemedien (z.B. Webbrowser) Auswirkungen auf die fachliche Gestaltung der Benutzungsoberfläche. Die Betrachtung der jeweils anderen Architektursicht und der entsprechenden Anforderungen hilft, die Vollständigkeit der identifizierten Komponenten zu überprüfen. So setzt beispielsweise die fachliche Anforderung durchgängiger Geschäftsprozesse das Vorhandensein und die Integration eines EAI-Servers sowie eines Workflowsystems voraus. Nur in seltenen Fällen wird ein Architekturmodell in seiner Gesamtheit den tatsächlichen Gegebenheiten eines Portalprojekts bzw. Portalprodukts entsprechen. In der Regel muss das Modell an die unternehmensspezifischen Anforderungen und Rahmenbedingungen des Portalprojekts angepasst werden.
Das idealtypische Architekturmodell dient hier als Leitfaden und Instrument der Qualitätssicherung bei der Konzeption und der Implementierung des Portals. Die Abbildung des Modells auf die tatsächlichen Gegebenheiten ist nicht trivial. Dies liegt zum einen an der Tatsache, dass Portalprodukte in der Regel nicht alle Komponenten des Architekturmodells vollständig beinhalten. Zum anderen werden von verschiedenen Produktherstellern unterschiedliche Begrifflichkeiten verwendet. Erschwerend kommt hinzu, dass das Produktmarketing durch eine freie absatzorientierte Interpretation der fachlichen und technischen Begriffe Erwartungen weckt, die das Produkt schlussendlich nicht erfüllt. Folglich ist es erst durch eine tiefgehende Analyse der Produktfunktionalitäten einerseits und der Anforderungen des Unternehmens andererseits möglich festzustellen, welche Produkte die Anforderungen des Unternehmens tatsächlich abdecken. Die Themen Anforderungsanalyse und Softwareauswahl werden im Kapitel 8 ausführlich dargestellt. Kapitel 9 und 10 beleuchten die wichtigsten Aspekte der Einführung, des Betriebs und der Weiterentwicklung eines Unternehmensportals.




