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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 292 Seiten

Reihe: Love Beginning?

Groth Love

Beginning
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7407-1896-1
Verlag: TWENTYSIX LOVE
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Beginning

E-Book, Deutsch, Band 1, 292 Seiten

Reihe: Love Beginning?

ISBN: 978-3-7407-1896-1
Verlag: TWENTYSIX LOVE
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Als Anna und Joe nach 3 Jahren dabei sind, ein Paar zu werden, muss Anna erkennen, dass Joe nicht mehr der liebenswürdige Kerl von damals ist. Zwischen Anna und Joe herrscht vom ersten Augenblick an eine erotische Anziehung. Für Beide ist diese Art der Anziehung neu, auch wenn Joe in sexuellen Dingen bereits viel Erfahrung hat.

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Ich bin etwas nervös. Ich habe meinen Freund Tim lange nicht gesehen. Wir waren Nachbarn, allerdings nur, bis Tim in der siebten Klasse wegzog. Er zog damals mit seinen Eltern vom schönen ruhigen Emden nach Düsseldorf.

Zwar waren Tim und ich per Brief immer in Kontakt geblieben, doch war es irgendwie nie zu einem persönlichen Treffen gekommen. Nun sitze ich im Zug mit meiner besten Freundin Lena auf dem Weg zur Geburtstagsfeier von Tim. Seinen 20ten Geburtstag will er groß feiern.

Aus Emden bin nur ich eingeladen und habe daher Lena gebeten, mich zu begleiten. So ganz alleine die weite Fahrt und dann die vielen fremden Leute, ist mir doch etwas unheimlich. Und wen fragt man da? Natürlich nur die beste Freundin. Ich kenne alle Anderen auf der Party nur aus Briefen von Tim und auch Tim selber habe ich eine Ewigkeit nicht gesehen. Wir waren ja noch Kinder beim letzten Treffen. Wer weiß, wie er sich verändert hat.

Es ist Freitagmittag und am Sonntagabend fahren wir schon wieder zurück. Die Feier ist für Samstag geplant. Ich bin sowohl nervös als auch neugierig, wie es wohl werden wird. Lena scheint sich keine Gedanken zu machen. Lena ist eh viel unbeschwerter als ich. Sie denkt nicht so viel nach oder es scheint zumindest so. Sie lässt die Dinge einfach auf sich zukommen. Manchmal wünsche ich mir, einfach mehr wie sie zu sein und weniger ich. Ich analysiere immer alles zu Tode und male mir jedes Szenario aus, wie eine bestimmte Sache schiefgehen kann. Lena ist immer entspannt und erwartet nur positive Dinge.

Zur Feier sind mindestens 40 Leute eingeladen. Mit so vielen Leuten habe ich gar nicht gerechnet. Es ist September und es wird im Garten gefeiert. Das Wetter spielt auch mit. Es ist trocken und die Sonne scheint. Es ist aber nicht zu warm, um draußen zu sitzen und zu feiern.

Obwohl Lena und ich keinen der Gäste kennen, kommen wir schnell mit vielen der Anwesenden ins Gespräch und haben wirklich viel Spaß.

Einige tanzen bereits, als Lena und ich schon den Überblick verloren haben, ob neue Gäste kommen oder nicht. Die Namen kann ich mir eh nicht alle merken, wenn überhaupt nur die Gesichter. Es sind einfach zu viele neue und fremde Menschen.

Ich weiß nicht warum, aber als ein junger Mann neben Tim auftaucht, weiß ich, dass er neu auf der Feier ist. Er fällt mir gleich auf: groß, sportlich und dunkle Haare. Mehr kann ich im Dunkeln nicht ausmachen, aber ich werde irgendwie von ihm angezogen. Ich kann meine Augen nicht von ihm abwenden. Er hat eine Wirkung auf mich, die ich mir nicht erklären kann. Ich kann ihn einfach nur anstarren und hoffen, dass er sich zu mir setzt. Ich weiß nicht, was ich sagen würde, wenn er es täte, aber ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass er näher zu mir kommt. Alle Plätze um mich herum sind besetzt und alles redet durcheinander. Selbst wenn er wollte, könnte er sich nicht zu mir setzen. Ich zwinge mich dazu, den Blick von ihm abzuwenden. Was für eine dumme Gans bin ich, dass ich ihn so sehr anstarre? Und warum wünsche ich mir, dass sich ein völlig fremder Mann zu mir setzt?

Ich versuche, mich auf die Gespräche um mich herum zu konzentrieren. Es ist ja auch völlig egal, wer er ist oder was ich so faszinierend an ihm finde, Sonntag werde ich wieder nach Emden fahren und die Menschen hier fast alle vergessen haben. Keiner von diesen Menschen wird ein richtiger Freund werden, nur Tim und ich werden uns sicher weiterhin schreiben und vielleicht auch telefonieren.

Mein Blick wandert immer wieder zu ihm, auch wenn ich versuche, es zu verhindern. Ich kann einfach nicht anders. Das Gefühl, das mich dazu zwingt kann ich nicht beschreiben oder in Worte fassen. Ich habe so etwas noch nie erlebt.

Als ich ihn erneut ansehe, fängt er meinen Blick auf und lächelt mich an. Ich fühle mich ertappt und werde sicher rot. Ich merke an meinen Haarwurzeln, wie mir das Blut ins Gesicht schießt. Ich habe sicher die Farbe einer Tomate angenommen. Tapfer lächle ich zurück und sehe dann sofort weg um mich mit Lena zu unterhalten oder zumindest so zu tun. Wirklich darauf konzentrieren kann ich mich nicht. Immer wieder ermahne ich mich, nicht zu ihm zu sehen. Das fordert meine ganze Willenskraft.

Der Platz zu meiner Linken wird frei und neu besetzt. Ich nehme es kaum war und schaue mich daher nicht um, wer nun neben mir sitzt. Ich fühle mich irgendwie komisch, als würde sich irgendetwas in mir verändern. Ich kann das Gefühl einfach nicht einordnen. Mein Magen krampft sich zusammen. Habe ich etwas Falsches gegessen? Es gab Mini-Pizzas und ich habe ein paar gegessen. Aber Pizza esse ich sonst auch ohne Probleme. Ich habe auch keinen Belag genommen, den ich bisher nicht probiert habe. Vielleicht waren sie nicht mehr gut. Vorsichtig sehe ich mich um, ob es noch jemandem nicht so gut geht. Doch als ich nach links schaue, sehe ich ihn.

Er sitzt direkt neben mir, unterhält sich jedoch mit seinem Nachbarn auf der anderen Seite. Ich möchte meine Hand ausstrecken und durch seine Haare streichen. Sie ziehen mich magisch an. Ich unterdrücke mein Verlangen und reiße mich von seinem Anblick los. Ich widme mich wieder meinem Gespräch mit Lena, die leicht zu grinsen scheint. Doch dem schenke ich keine Beachtung. Wahrscheinlich bilde ich es mir auch nur ein.

Die Partygesellschaft schrumpft immer weiter zusammen. Lena meint, sie sei müde und verabschiedet sich. Ich bleibe noch ohne sie auf der Party. Es ist wirklich lustig und ich amüsiere mich, obwohl ich keinen der Gäste vorher schon einmal gesehen habe. Normal bin ich schüchtern und kann mich nicht so schnell mit Fremden anfreunden, aber hier erscheint es irgendwie so einfach und unbeschwert. Alle sind wirklich nett zu mir und fragen interessiert nach meiner Heimat und der Fahrt und der Kennenlerngeschichte mit Tim. Ich darf auf keinen Fall vergessen, mich noch einmal bei Tim für die Einladung zu bedanken.

Ich komme mit ihm ins Gespräch. Er erzählt mir, dass er mit Tim zur Schule gegangen ist und nun an der Sporthochschule Köln studiert. Ich sage ihm nicht, dass es mein Traum ist, nach meinem Abi auch dort angenommen zu werden. Warum weiß ich nicht. Ich könnte ihm sagen, dass wir Gemeinsamkeiten haben, aber ich will nicht, dass er das weiß. Warum nur nicht?

Als ich ihn gerade ausfragen will, um nähere Infos über die Sporthochschule zu erfahren, gesellt sich Tim zu uns. Als ich aufblicke, sehe ich, dass nur noch Tim, ein junger Mann, der glaube ich Lasse hieß, er und ich da sind. Wir vier unterhalten uns über Gott und die Welt bis in die frühen Morgenstunden.

„So Leute, ich verabschiede mich,“ sagt Lasse und steht auf.

„Hey, kann ich auf dem Sofa pennen?“ fragt er Tim. „Dann muss ich meine Freundin jetzt nicht wecken. Dann kann sie mich morgen früh abholen.“

„Klar, ist frei. Anna pennt im Zimmer vom Knut und Lena im Zimmer von Andi,“ sagt Tim.

„Na dann Jungs, gute Nacht,“ sage ich steif, stehe auf und geh auf „mein“ Zimmer. Ich atme tief durch. Ich fühle mich, als hätte mir jemand mit der Faust in den Magen geboxt. Es fällt mir schwer, mich zu erheben und so zu tun, als wäre nichts.

Eigentlich möchte ich auch gar nicht gehen. Ich würde mich gerne noch stundenlang mit ihm unterhalten oder einfach nur neben ihm sitzen. Es war einfach schön, ihn nur in meiner Nähe zu wissen. Warum kann ich nicht sagen, aber es hat mich einfach glücklich gemacht.

Aber ich weiß jetzt, dass er eine Freundin hat. Er hat kein Interesse an mir und ist für mich durch seine Freundin eh tabu. Außerdem fahre ich Sonntag wieder nach Hause und bin dann weit weg. Warum denke ich da überhaupt drüber nach?

Ich schleiche ins Bad, um Zähne zu putzen, weil ich keinem Menschen begegnen möchte. Zurück im Zimmer ziehe ich mich schnell um und krabble ins Bett. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, Schlaf zu finden und nicht mehr an ihn zu denken, versuche ich es. Was bleibt mir auch anderes übrig?

Kurz darauf öffnet sich die Tür ganz vorsichtig und leise. Dennoch höre ich es. Ich spüre sofort, dass er es ist. Ich weiß nicht, warum, aber mein Körper reagiert einfach auf seine Anwesenheit.

„Anna,“ flüstert er. Mist, was soll ich denn jetzt bloß tun? Was will er von mir? Jetzt hier um diese Uhrzeit? Wenn ich antworte könnte er mir nur sagen, dass er mir eine gute Nacht wünscht. Er könnte aber auch versuchen, seine Freundin mit mir zu betrügen. Dann würde ich jeden Respekt vor ihm verlieren. Ich kann Männer nicht leiden, die ihre Freundinnen betrügen, wobei ich auch Frauen nicht leiden kann, die ihre Freunde betrügen. Ich finde, so etwas gehört sich einfach nicht. Man kann sich erst trennen und sich dann neu orientieren. Wenn er es nicht versuchen würde, wäre ich aber auch irgendwie enttäuscht. Schließlich fühle ich mich von ihm angezogen und es wäre schön, wenn es ihm auch so ginge. Warum ist das alles zu verflixt kompliziert? Er ist doch nur irgendein fremder Mann. Was würde ich tun, wenn er Annäherungsversuche macht. Werde ich ihm widerstehen können?

Ich antworte nicht, sondern stelle mich schlafend. Die Tür wird leise wieder geschlossen. Ich will aufatmen, als ich merke, dass er sich in mein Bett legt. Was soll ich jetzt tun? Mein Hirn scheint einfach nicht funktionieren zu wollen. In ihm herrscht absolute Leere. Ich kann einfach keinen klaren Gedanken fassen. Das ist mir noch nie passiert.

Er legt sich einfach in mein Bett. Ich versuche, mich nicht zu bewegen und regelmäßig weiter zu atmen. Was wird das hier? Was hat er vor?

Während sich meine Gedanken noch überschlagen, höre ich ihn schon nach kurzer Zeit leise schnarchen. Es scheint tatsächlich einfach eingeschlafen zu sein. Ich...



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