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E-Book, Deutsch, 984 Seiten, Web PDF

Reihe: Computer Science and Engineering (German Language)

Gülich Kreiselpumpen

Handbuch für Entwicklung, Anlagenplanung und Betrieb
3., korrigierte und ergänzte Auflage 2010
ISBN: 978-3-642-05479-2
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Handbuch für Entwicklung, Anlagenplanung und Betrieb

E-Book, Deutsch, 984 Seiten, Web PDF

Reihe: Computer Science and Engineering (German Language)

ISBN: 978-3-642-05479-2
Verlag: Springer
Format: PDF
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Dieses Standardwerk fasst die Forschungsergebnisse zu hydraulischen Problemen des Kreiselpumpenbaus aktuell zusammen. Mit Erscheinen der ersten Auflage im Jahr 1999 wurde eine Lücke geschlossen. Seither konnten weitere wichtige Erkenntnisse gewonnen werden.

Im vorliegenden Buch wird der heutige Stand der Technik umfassend beschrieben. Gegenüber der ersten Auflage wurden u.a. Wirbelbildungen in Pumpenzuläufen sowie die Berechnung von Zulaufdrucktransienten neu aufgenommen. Ausführlich wird jetzt auf die hydraulische und akustische Anregung von Rohrleitungsschwingungen eingegangen; ein in der Praxis sehr unangenehmes Problem.

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Zielgruppe


Research

Weitere Infos & Material


Allgemeine strömungstechnische Grundlagen.- Bauarten und Leistungsdaten.- Grundlagen der hydraulischen Berechnung.- Kennlinien.- Teillastverhalten. 3-dimensionale Strömungsvorgänge und ihre Wirkung auf die Kennlinien.- Saugverhalten und Kavitation.- Berechnung und Entwurf der hydraulischen Komponenten.- Numerische Strömungsberechnungen.- Hydraulische Kräfte.- Schwingungen und Geräusche.- Verhalten der Kreiselpumpen in Anlagen.- Turbinenbetrieb. Allgemeines Kennfeld.- Einfluß des Fördermediums.- Werkstoffwahl für hohe Geschwindigkeiten.- Zur Auswahl und Qualität von Kreiselpumpen.


" (p. 562-564)

Wechselwirkungen zwischen Rotor und Stator machen die Strömung in Kreiselpumpen instationär. Als Folge davon treten hydraulische Erregerkräfte auf, die Wellenschwingungen und Wechselbeanspruchungen an Bauteilen erzeugen; es werden Schwingungen auf das Fundament übertragen, die sich als Körperschall im Gebäude ausbreiten; es entstehen Druckpulsationen, die als Flüssigkeitsschall in Rohrleitungen abgestrahlt werden und über die Erregung des Pumpengehäuses Luftschall erzeugen. Grundsätzlich steigt die Bedeutung all dieser Effekte mit der Umfangsgeschwindigkeit des Laufrades, so daß Schwingungsprobleme vor allem bei Hochdruckpumpen zu beachten sind.

Ob sich Schwingungen und Geräusche störend bemerkbar machen, hängt stark von der Konstruktion der Pumpe und dem Anwendungsgebiet ab. So können z.B. bei Kleinstpumpen, wie Heizungsumwälzpumpen, strenge Anforderungen hinsichtlich Geräuschbegrenzung bestehen; auch für Prozeßpumpen sind oft Normen einzuhalten, die maximal zulässige Schwingungsamplituden definieren.

Die folgenden Ausführungen beleuchten vorwiegend die strömungstechnischen Aspekte der Schwingungserregung; sie stellen die grundlegenden physikalischen Zusammenhänge dar, um Hilfe zu bieten für die Diagnose von Schwingungsproblemen und für die Berücksichtigung schwingungstechnischer Fragen bei der hydraulischen Auslegung von Pumpen. Für die eigentliche Schwingungsberechnung und bezüglich mechanischer Schwingungen sei auf Anhang A7 und die Literatur verwiesen, z.B. [10.16, 10.23, 10.28].

10.1 Instationäre Strömungsvorgänge am Laufradaustritt


Bedingt durch die Arbeitsübertragung sowie durch Sekundärströmungen ist die Geschwindigkeitsverteilung am Laufradaustritt über die Schaufelteilung ungleichförmig: nach Kapitel 5.2 ergibt sich qualitativ eine Verteilung der Relativgeschwindigkeit, die ein Maximum auf der Saugfläche der Schaufeln aufweist.

Die endliche Schaufeldicke – verstärkt durch Grenzschichtversperrung und ggf. lokale Ablösung – verzerrt dieses Profil unmittelbar hinter dem Laufradaustritt zusätzlich: der Ungleichförmigkeit der Relativgeschwindigkeit überlagert sich die Nachlaufströmung hinter den Schaufeln. Betrachtet man die Strömung im stationären System, so entspricht ein Geschwindigkeitsminimum im Relativsystem einem Maximum im Absolutsystem; ein Fluidteilchen, das aus der Grenzschicht abgeschleudert wird, hat im Absolutsystem eine Geschwindigkeit von nahezu u2."


Dr.-Ing. Johann F. Gülich, Jahrgang 1939, Maschinenbaustudium an der TH Hannover; Promotion an der TH Darmstadt. Berufliche Tätigkeit: Bei der Siemens AG, Erlangen, als Projektingenieur im Bereich Kernkraftwerke; bei der Sulzer AG, Winterthur (Schweiz) als Berechnungsingenieur in der Reaktorkonstruktion, dann als Leiter "Thermohydraulik" für die thermische und hydraulische Auslegung nuklearer Dampferzeuger und Wärmetauscher, danach Leiter der hydraulischen Entwicklung von Kreiselpumpen. Seit seiner Pensionierung 2002 ist Dr. Gülich als beratender Ingenieur tätig. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen und mehrerer Patente betreffend Kreiselpumpen und Dampferzeuger für Kernkraftwerke.



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