Gugutzer / Staack | Körper und Ritual | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 399 Seiten

Gugutzer / Staack Körper und Ritual

Sozial- und kulturwissenschaftliche Zugänge und Analysen
2015
ISBN: 978-3-658-01084-3
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Sozial- und kulturwissenschaftliche Zugänge und Analysen

E-Book, Deutsch, 399 Seiten

ISBN: 978-3-658-01084-3
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Soziale Wirklichkeit wird in weiten Teilen durch rituelle Handlungen und Interaktionen hergestellt. Da Rituale von Menschen ausgeführt werden und Menschen körperlich-leibliche Wesen sind, sind menschliche Körper und Leiber grundlegend an der Gestaltung sozialer Wirklichkeit beteiligt. Vor dem Hintergrund dieser Annahmen präsentiert dieses Buch eine Auseinandersetzung mit der sozialen Relevanz verkörperter Rituale. Die zentrale Frage lautet: Inwiefern tragen die Ritualität von Körper(praktike)n und die Körperlichkeit von Ritualen zur Konstitution und Konstruktion gesellschaftlicher Wirklichkeit bei? Die Beiträge des Bandes beantworten diese Frage aus unterschiedlichen sozial- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven. Sie schärfen damit den Blick für das wechselseitige Durchdringungsverhältnis von Körper, Ritual und Sozialität.

Dr. Robert Gugutzer ist Professor für Sozialwissenschaften des Sports an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Michael Staack ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung Sozialwissenschaften des Sports an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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Weitere Infos & Material


1;Inhalt;5
2;Zur Einführung;8
2.1;1 Körperlich-leibliche Konstruktionen ritualisierter Vergemeinschaftung;11
2.2;2 Rhythmus als Abstimmungsmodus in Interaktionsritualen;12
2.3;3 Rituelle Hervorbringung und Bewältigung spezifischer Körper;15
2.4;4 Zum Aufbau des Buchs;17
2.5;Literatur;18
3;Teil 1 Körperlich-leibliche Konstruktionen ritualisierter Vergemeinschaftung;20
3.1;Rituale als performative Handlungen und die mimetische Erzeugung des Sozialen;21
3.1.1;1 Die Berliner Ritual- und Gestenstudie;21
3.1.2;2 Rituale als performative Handlungen;24
3.1.3;3 Mimetisches Lernen praktischen Wissens in Ritualen;28
3.1.4;4 Zentrale Funktionen von Ritualen;31
3.1.5;5 Ausblick;36
3.1.6;Literatur;37
3.2;Gemeinschaft als KörperwissenRituelle Verkörperungen von Gemeinschaftund das Spielerische;39
3.2.1;1 Das Wissen von der Gemeinschaft – rituelle Praktiken und performatives Wissen;40
3.2.2;2 Rituelles Handeln und die Grundhaltung des Spielerischen;43
3.2.3;3 Gemeinschaft und Körperwissen – Bezüge zwischen Spielwelt und Alltagsrealität;47
3.2.4;4 Fazit;49
3.2.5;Literatur;50
3.3;Spielen, Jubeln und Feiern im StadionÜber den Zusammenhang von Architekturund rituellen Verkörperungen im Fußball;52
3.3.1;1 Spiel und Ernst im Fußball;54
3.3.2;2 Der gebaute Raum des Stadions;59
3.3.3;3 Individualisierung und Kollektivierung in heutigen Fußballarenen;63
3.3.4;4 Schlussfolgerungen;65
3.3.5;Literatur;66
3.4;Public Viewing als sportiv gerahmtes kollektivleibliches Situationsritual;68
3.4.1;1 „Wo was los ist – wo es action gibt“ – Public Viewing als Interaktionsritual;70
3.4.2;2 Situation und Atmosphäre: Von Goffman zu Schmitz und Böhme;72
3.4.3;3 Phänomenale Strukturmerkmale des Situationsrituals Public Viewing;77
3.4.3.1;3.1 Ortsräumliche Aufwertung und gefühlsräumliche Aufladung;77
3.4.3.2;3.2 Außeralltäglicher Zeitrahmen und erlebte Auszeit;79
3.4.3.3;3.3 Szenisches Arrangement und Körperinszenierung;82
3.4.3.4;3.4 Antagonistische und solidarische Einleibung;85
3.4.4;4 Vom Ritual zur Routine: Wo nichts los ist, wo es kein action gibt;89
3.4.5;Literatur;91
3.4.6;Internetquellen der Abbildungen;93
3.5;Teamsubjekte: Rituelle Körpertechniken und Formen der Vergemeinschaftung im Spitzensport;94
3.5.1;1 Einleitung: Das Thema Ritual;94
3.5.2;2 Plurale Teamsubjekte und Formen der Vergemeinschaftung;97
3.5.3;3 Komplementäre Vergemeinschaftung im Handball;99
3.5.4;4 Komplementäre Vergemeinschaftung im Boxen;103
3.5.5;5 Antagonistische Vergemeinschaftung zwischen gegnerischen Boxern;113
3.5.6;6 Fazit;116
3.5.7;Literatur;119
3.5.8;Anhang: Verwendete Transkriptionszeichen, Lemmata und Siglen;121
3.6;Rituals as they happenZur körperlichen Dimension von Vergemeinschaftungin einer Flamenco-Tanzstunde;122
3.6.1;1 Erfundene Traditionen unter dem Label ‚flamenco‘;124
3.6.2;2 Die Flamenco-Tanzstunde;128
3.6.2.1;2.1 Exotisierungsrituale oder: Die Flamencoisierung der Situation;130
3.6.2.2;2.2 Didaktische Rituale;133
3.6.3;3 Schluss;137
3.6.4;Literatur;138
3.7;Ritualisierte Berührungen als Medium für Vergemeinschaftung;141
3.7.1;1 Allgemeine Begriffsbestimmung;144
3.7.2;2 Zuordnungsraster für Berührungen;147
3.7.3;3 Rituelle Berührungen am Beispiel von Alltagsberührungen in Paarbeziehungen;151
3.7.4;4 Fazit;160
3.7.5;Literatur;160
4;Teil 2 Rhythmus als Abstimmungsmodus in Interaktionsritualen – Zur IRC-Theorie von Randall Collins;164
4.1;KlassengesprächeGruppendiskussionen über Filme aus derPerspektive der Theorie der Interaktionsrituale;165
4.1.1;1 Einleitung;165
4.1.2;2 Theorie der Interaktionsrituale;167
4.1.2.1;2.1 Theoretische Voraussetzungen;167
4.1.2.2;2.2 Mikro und Makro;168
4.1.2.3;2.3 Verwurzelung im Interaktionismus;169
4.1.2.4;2.4 Elemente der Theorie der Interaktionsrituale;170
4.1.2.5;2.5 Interaktionsrituale und Stratifikation;174
4.1.3;3 Die Gruppendiskussionen;176
4.1.3.1;3.1 Daten und Methoden;176
4.1.3.2;3.2 Empirische Ergebnisse;178
4.1.4;4 Zusammenfassung und Diskussion;181
4.1.5;Literatur;182
4.2;Körperliche Rhythmisierung undrituelle InteraktionZu einer Soziologie des Rhythmus im Anschlussan Randall Collins’ Theorie der „InteractionRitual Chains“;185
4.2.1;1 Einleitung;185
4.2.2;2 Die primäre Untersuchungsebene der IRC-Theorie: Die interaktionsrituelle Situation;186
4.2.3;3 Interaktionsrituelle Rhythmen, Anti-Funktionalismus und rituell-situative Kreativität;189
4.2.3.1;3.1 Anti-Funktionalismus;189
4.2.3.2;3.2 Der Rhythmus als zentrales Element interaktionsritueller Prozesse;190
4.2.3.3;3.3 Der Rhythmus als Gewährleister der Möglichkeit rituell-situativer Kreativität;193
4.2.4;4 Visibilisierung der fehlenden Rhythmusdefinition in der IRC-Theorie;194
4.2.5;5 Rhythmusdefinition der NPV;196
4.2.5.1;5.1 Der Puls als Basis eines Rhythmus: Orientierung und Synchronisierung;197
4.2.5.2;5.2 Eingesogenwerden durch den Puls;198
4.2.6;6 Integration der NPV in die IRC-Theorie: Rhythmus zwischen Körper und Ritual;201
4.2.6.1;6.1 Theoriesynthese;202
4.2.6.2;6.2 Soziologische Reformulierung des Rhythmusbegriffs;203
4.2.6.3;6.3 Ausblick: (Ritual-)Soziologische Empirie;205
4.2.7;Literatur;208
4.3;Die Absetzung König Richards II. als mitreißende Massenveranstaltung. Oder: Der heilige Körper des Königs und der Versuch, ihn zu überwinden1 Ritualtheoretische Überlegungen;213
4.3.1;1 Einleitung;214
4.3.2;2 Die Herrschaft des Heiligen – eine durkheimianische Theorie der Macht;216
4.3.2.1;2.1 „Heiligkeit“ und „Charisma“;216
4.3.2.2;2.2 Der rituelle Ursprung des „Heiligen“;219
4.3.3;3 Darf man einen König absetzen? – Spätmittelalterliche Positionen;222
4.3.3.1;3.1 Zwei Könige in einem;223
4.3.4;4 Die Absetzung Richards II.: Argumente und Rituale;225
4.3.4.1;4.1 Die „Argumente“ gegen Richard;225
4.3.4.2;4.2 Radikale Rituale;227
4.3.4.3;4.3 Quellendiskussion zum „Absetzungsparlament“;228
4.3.4.4;4.4 Die Absetzung Richards II. als Massenveranstaltung;229
4.3.4.5;4.5 Die Erhebung Heinrichs IV. von England;230
4.3.5;5 Fazit;232
4.3.6;Quellen;235
4.3.7;Literatur;235
4.4;Bodily Interactions in Interaction Ritual Theory and Violence;238
4.4.1;Literatur;251
5;Teil 3 Rituelle Hervorbringung und Bewältigung spezifi scher Körper;253
5.1;Inklusionsrituale und inklusive CommunitasParadoxien der Behinderung in dermodernen Gesellschaft;254
5.1.1;1 Inklusion in die Gemeinschaft der Freaks – ein fi ktionales Ritual;254
5.1.2;2 Behinderung als liminaler Status – die Konzepte von Robert Murphy und Victor Turner;258
5.1.3;3 Inklusionsrituale in der Gegenwart;262
5.1.3.1;3.1 Embleme, Ikonen und Sequenzen – zur inklusiven Ikonographie und Performatorik;263
5.1.3.2;3.3 Zaubersprüche, Merksätze, Glaubensbekenntnis – zur Semantik der Inklusion;268
5.1.3.3;3.4 Semantische und performative Paradoxien;270
5.1.3.4;3.5 Die Konstitution der inklusiven Communitas;273
5.1.4;5 Schluss;275
5.1.5;Literatur;277
5.1.6;Film;278
5.2;Rituelle Dimensionen kommerzieller Sexualität;279
5.2.1;1 Einleitung;279
5.2.2;2 Zur Methodik;281
5.2.3;3 Der Prostitutionsbesuch als besonderes Ereignis;282
5.2.3.1;3.1 Die „Entjungferung“;283
5.2.3.2;3.2 „Männerabende“;284
5.2.3.3;3.3 Prostitution und die Bearbeitung persönlicher Krisen;286
5.2.4;4 Die Ritualstruktur des Prostitutionsbesuchs;289
5.2.4.1;4.1 Die Trennungsphase;289
5.2.4.2;4.2 Die Liminale Phase;294
5.2.4.3;4.3 Die Angliederungsphase;296
5.2.5;5 Fazit;298
5.2.6;Literatur;299
5.3;Fabrikation körperlicher Zugehörigkeit: Das Ritual des Balletttrainings;301
5.3.1;1 Einleitung;301
5.3.2;2 Das Ritual des Balletttrainings;303
5.3.3;3 Der Ritus der Übung;305
5.3.4;4 Balletttraining als ‚rite de passage‘;313
5.3.4.1;4.1 Kein Fremdling mehr sein;315
5.3.4.2;4.2 Im Werden sein;317
5.3.4.3;4.3 Balletttänzer sein;318
5.3.5;5 Permanente Liminalität;321
5.3.6;6 Praktiken und ihre Körper;323
5.3.7;Literatur;324
5.4;TodesritualeZur sozialen Dramaturgie am Ende des Lebens;325
5.4.1;1 Sterbepraxis;326
5.4.2;2 Körpergeschehen;333
5.4.3;3 Friedhofsszenarien;339
5.4.4;Literatur;347
5.5;Verletzte Körper und gestörte Rituale in schwankhaften Erzählungen des späten Mittelalters;351
5.5.1;1 Einführung: Ritual und Narration;351
5.5.2;2 Störfälle des Rituals;355
5.5.3;3 Die verzögerte Grenzüberschreitung;359
5.5.4;4 Das verklagte Körperteil;363
5.5.5;5 Das verselbstständigte Körperteil;367
5.5.6;6 Fazit;373
5.5.7;Literatur;375
5.6;Die Selbstquantifizierung als Ritual virtualisierter Körperlichkeit;379
5.6.1;1 Netzwerkgesellschaft und Netzwerknormen;379
5.6.2;2 Selbstquantifizierung;385
5.6.3;3 Rituale und soziale Kommunikation;388
5.6.4;4 Selbstquantifizierung als Ritual virtualisierter Körperlichkeit;390
5.6.5;Literatur;392
6;Autorinnen- und Autorenverzeichnis;395



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