Habermann / Diewald / Thurmair | Duden - Grundwissen Grammatik | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 224 Seiten

Habermann / Diewald / Thurmair Duden - Grundwissen Grammatik

Fit für den Bachelor
2. Auflage 2015
ISBN: 978-3-411-73107-3
Verlag: Duden
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz

Fit für den Bachelor

E-Book, Deutsch, 224 Seiten

ISBN: 978-3-411-73107-3
Verlag: Duden
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz



Sie studieren Germanistik, Germanistische Linguistik, Deutsch als Fremdsprache, eine andere Philologie oder Deutsch für das Lehramt? Oder Sie interessieren sich für einen dieser Studiengänge? Mit diesem Band können Sie sich gezielt auf das Studium vorbereiten und die ersten Semester bestreiten: Wiederholen Sie das in der Schule vermittelte grammatische Grundlagenwissen, erweitern und vertiefen sie es, testen Sie Ihre Kenntnisse und wenden Sie Ihr Wissen an! - Das Basiswissen Grammatik leicht verständlich dargestellt - Zusammenfassung und Systematisierung: Wozu Grammatik? - Alle Abschnitte mit Übungen - Lösungen am Ende des Buches Grundwissen Grammatik - Fit für den Bachelor Vorn erfahrenen Hochschulprofessorinnen für Studierende: aus der Praxis für die Praxis

Habermann / Diewald / Thurmair Duden - Grundwissen Grammatik jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1 Das Wort Im Anfang war das Wort. Wörter sind die kleinsten selbstständigen Bausteine der Sprache. Mit Wörtern bilden wir Wortgruppen, aus diesen Sätze und daraus wiederum Texte. Es gibt verschiedene Arten von Wörtern: Man kann sie von ihrer Bedeutung her danach unterscheiden, was wir mit ihnen ausdrücken können, ob wir etwa Objekte (Haus, Kind) oder Handlungen (essen, spielen) oder Eigenschaften (groß, lustig) oder bestimmte Relationen (auf, in) mit ihnen bezeichnen; wir können sie von ihren grammatischen Eigenschaften her danach unterscheiden, wie wir sie im Satz verwenden und welche Funktionen sie übernehmen können und ob wir sie in ihrer Form verändern, also flektieren können (Haus – Häuser, essen – gegessen). Wir unterscheiden also verschiedene Wortarten. Wortarten sind Klassen von Wörtern, die nach bestimmten Kennzeichen klassifiziert wurden. In einer ersten Unterscheidung im Bereich der Wortarten fragen wir danach, ob ein Wort verändert (flektiert, gebeugt) werden kann oder nicht. Betrachten Sie die beiden Sätze in Beispiel 1: 1 Veränderung von Wörtern 1-1 Abends kommen die Kinder aus den Häusern immer auf die freien Felder. 1-2 Abends kam das Kind aus dem Haus immer auf das freie Feld. Sie sehen im Vergleich von 1-1 und 1-2, dass manche Wörter sich nicht verändern (abends, immer, auf), andere dagegen, wie kommen, die, Kinder, frei, sich verändern können: Sie drücken dann z. B. einen anderen Numerus (wie Kind – Kinder) oder ein anderes Tempus (wie kommen – kamen) oder andere grammatische Beziehungen (wie freien – freie) aus. Sie bilden verschiedene Wortformen. Wortformen können entstehen durch: ¦ Hinzufügen: Kind – Kinder, frei – freien, freie, laufen – gelaufen ¦ Verändern: kommen – kamen, waren – wären, Apfel– Äpfel, denken – dachte ¦ Ersetzen (ganz selten): sein – bin – ist, gut – besser. Alle diese Formen sind verschiedene Wortformen einer sogenannten Grundform (Nennform). Diese Grundform findet man auch im Wörterbuch. Alle möglichen Wortformen eines Wortes (z. B. Kind, Kinder, Kindern oder frei, freie, freier, freies, freiem, freien) nennt man sein Paradigma. Wortformen sind grammatisch veränderte, also flektierte Formen eines Wortes. Man kann sie auch Flexionsformen nennen. Im Wörterbuch finden wir die Grundform (Nennform) eines Wortes. Flexion ist die Veränderung von Wörtern nach bestimmten grammatischen Kategorien; sie umfasst (im Deutschen) Konjugation, Deklination und Komparation. Konjugation ist die Veränderung nach Person, Numerus, Tempus, Modus, Genus Verbi und tritt nur beim Verb auf. Deklination ist die Veränderung nach Genus, Numerus und Kasus und tritt bei Substantiv, Adjektiv, Artikel und Pronomen auf. Komparation ist Steigerung und tritt bei (manchen) Adjektiven und einigen wenigen Adverbien auf. Wortarten sind also bestimmte Kategorisierungen im Wortschatz (Suppe, heiß, kochen), Wortformen sind grammatisch veränderte Formen eines Wortes (kochen – gekocht). Wir wollen im Folgenden die einzelnen Wortarten und ihre Besonderheiten besprechen. Zunächst wenden wir uns den Wortarten zu, die flektiert werden können, nämlich Verb, Substantiv, Artikel, Pronomen und Adjektiv, und dann den anderen. Die Zahl der Wortarten im Deutschen ist nicht fest, da die Einteilung in Wortarten auch davon abhängt, welche Kriterien man verwendet und wie man sie gewichtet. Üblicherweise nimmt man aber als Wortarten folgende an: Verb, Substantiv, Artikel, Pronomen, Adjektiv als flektierbare und Adverb, Konjunktion, Präposition, Partikel als unflektierbare Wortarten. 1.1 Verb Verben sind die Zentren jeden Satzes. Sie bezeichnen sehr oft eine Handlung bzw. eine Tätigkeit (essen, lesen, spielen), manchmal auch einen Vorgang (wachsen, regnen) oder einen Zustand (sitzen, wissen). Verben können flektiert werden, ihre Flexion nennt man Konjugation. 1.1.1 Konjugation des Verbs Verben werden konjugiert, d. h., sie werden nach fünf verschiedenen grammatischen Kategorien verändert: ¦ nach der Person: ich schreie – du schweigst– sie spricht (1., 2., 3. Person) ¦ nach dem Numerus: er liest – sie reden (Singular und Plural) ¦ nach dem Tempus: du schreibst – du schriebst – du hattest geschrieben ¦ nach dem Modus: komm! – wir kommen – wir kämen – wir würden kommen ¦ nach dem Genus Verbi: sie sehen – sie werden gesehen (Aktiv – Passiv) Die Kategorien Person und Numerus sind vor allem relevant als Kongruenzkategorien (Kongruenz, d. h. grammatische Übereinstimmung, mit dem Subjekt eines Satzes); echte Verbkategorien sind vor allem das Tempus und der Modus – sie sind semantisch grundlegend. Während Person, Numerus, Tempus und Modus morphologische Kategorien sind, wird die Kategorie des Genus Verbi ausschließlich analytisch, d. h. mit Hilfsverben, gebildet und deshalb von manchen nicht zu den Verbkategorien gezählt. Verben werden konjugiert, also verändert nach Person, Numerus, Tempus, Modus, Genus Verbi. In einigen Fällen (Passiv, Tempus, Modus) werden dafür auch Hilfsverben verwendet. Verbformen, die Personalendungen haben und damit nach Person und Numerus bestimmt sind, nennt man finit. (Oft wird zur Finitheit auch die Bestimmung nach Tempus und Modus gerechnet.) Infinite Verbformen dagegen sind nicht nach den grammatischen Kategorien bestimmt; infinite Verbformen sind der Infinitiv und das Partizip. Die Konjugation der Verben kann regelmäßig sein oder unregelmäßig. Entscheidend dafür sind die sogenannten Stammformen, das sind die Formen im Infinitiv Präsens und im Präteritum und das Partizip II (auch Partizip Perfekt). Die regelmäßigen Verben sind der Normalfall und deshalb ungleich häufiger. Sie werden gebildet durch die Endung -te- im Präteritum und durch ge-…-t im Partizip II. 2 Regelmäßige und unregelmäßige Verben Die regelmäßigen Verben heißen auch schwache Verben; die unregelmäßigen Verben umfassen die sogenannten starken Verben (sprechen, sprach, gesprochen) und die sogenannten gemischten Verben (nennen, nannte, genannt), die in ihrer Konjugation Kennzeichen der schwachen und der starken Verben kombinieren. 1.1.2 Tempus des Verbs Verben können durch ihre Tempusformen verschiedene Zeitstufen ausdrücken. Dies ist ein ganz wesentliches Kriterium von Verben. Manchmal nennt man sie deshalb auch Zeitwörter. Üblicherweise werden im Deutschen sechs grammatische Tempusformen unterschieden: 3 Tempusformen Präsens lach-e, -st, -t, -en, -t, -en Stammform + Personalendung Präteritum lach-te-–, -st, -–, -n, -t, -n rief-–, -st, -–, -en, -t, -en Stammform + -te- + Personalendung Präteritumsform + Personalendung Perfekt habe gelacht, hast gelacht … bin gekommen, bist gekommen Hilfsverb haben + Partizip II oder Hilfsverb sein + Partizip II ...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.