Buch, Deutsch, Band 5, 177 Seiten, Format (B × H): 116 mm x 188 mm, Gewicht: 250 g
Reihe: Köpfe
Als Jüdin in Nachkriegsdeutschland
Buch, Deutsch, Band 5, 177 Seiten, Format (B × H): 116 mm x 188 mm, Gewicht: 250 g
Reihe: Köpfe
ISBN: 978-3-910228-17-7
Verlag: 8 grad verlag GmbH & Co.
„Es wurde nicht wieder gut." Dieser Satz durchzieht das Leben der Holocaust-Überlebenden Lotte Paepcke wie eine unheilbare Wunde. Gisela Hack-Molitors literarische Biographie erzählt vom Schicksal einer jüdischen Frau, die durch eine privilegierte Mischehe der Deportation entging, im Kloster Stegen Zuflucht fand – und nach 1945 in einem Land weiterleben musste, das ihr fremd geworden war.
Doch Lotte Paepcke verstummte nicht. Sie wurde Pionierin der Eheberatung, kämpfte im Rundfunk für Frauenemanzipation in den Fünfzigerjahren und schrieb gegen das Verdrängen an. Ihre Prosa und Lyrik kreisen um Heimatverlust, Antisemitismus und die bürokratische Kälte einer Vergangenheitsbewältigung, die sie wie eine zweite Verfolgung erlebte.
Dieses eindringliche Porträt macht ein weitgehend vergessenes Lebenswerk sichtbar und verbindet Erinnerungsarbeit mit der drängenden Frage, was jüdisches Leben in Deutschland wirklich bedeutete. Eine biographische Lektüre von beklemmender Aktualität – geschrieben für Zeitgeschichte-Interessierte und alle, die verstehen wollen, warum Erinnern niemals bequem sein darf.
Zielgruppe
***»Es wurde nicht wieder gut«*** ist eine literaturwissenschaftlich fundierte, einfühlsame Biografie über das bewegende Leben der jüdischen Autorin und Rundfunkpionierin Lotte Paepcke – ein eindringliches Porträt über Überleben, Trauma und das Ringen um Emanzipation im Nachkriegsdeutschland.**Empfohlen ab ca. 16 Jahren** für alle, die sich intensiv mit jüdischer Zeitgeschichte und der Aufarbeitung der Shoah auseinandersetzen möchten.**Ideal für:**- Historisch und politisch interessierte Leser*innen, die tiefere Einblicke in das Leben im Nachkriegsdeutschland suchen- Menschen, die sich für die Anfänge der Frauenemanzipation und die gesellschaftliche Rolle der Frau in den 1950er-Jahren interessieren- Leser*innen von Biografien und literarischen Werkanalysen mit regionalem Bezug zu Südwestdeutschland- Akteure im jüdisch-christlichen Dialog und der Holocaust-Erinnerungskultur




