Buch, Deutsch, 115 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 193 mm, Gewicht: 216 g
Buch, Deutsch, 115 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 193 mm, Gewicht: 216 g
ISBN: 978-3-910228-51-1
Verlag: 8 grad verlag GmbH & Co.
Lotte Paepcke erzählt die Lebensgeschichte ihres Vaters – eines jüdischen Lederhändlers aus Freiburg im Breisgau, dessen bürgerliche Existenz der Nationalsozialismus Stück für Stück zertrümmerte. Dieser erschütternde autobiografische Roman ist Zeitzeugenbericht und literarisches Kunstwerk zugleich.
Max Mayer, ein feinsinniger Mann, verwurzelt in der deutschen Kultur und der Sozialdemokratie, führt sein Geschäft im Schatten des Münsters, spielt abends Mozart am Flügel und dient im Ersten Weltkrieg treu als Militärmusiker. Doch nach 1933 wird ihm alles genommen: Laden, Amt, Würde. Nach der traumatischen Haft im KZ Dachau gelingt die Flucht über die Schweiz nach New York, wo sich die alternden Eltern unter prekären Bedingungen durchschlagen.
Die Rückkehr nach Freiburg bringt keine Versöhnung – nur eine unheilbare Fremdheit im eigenen Land. Paepcke schreibt mit poetischer Zärtlichkeit und schmerzhafter Klarheit über Emigration, Erinnerungskultur und die Zerrissenheit einer jüdischen Familiengeschichte zwischen Heimat und Vertreibung.
Ein wichtiges Buch für Geschichtsinteressierte und alle, die verstehen wollen, was Verfolgung mit einem ganz gewöhnlichen Leben anrichtet.
Zielgruppe
***Ein kleiner Händler, der mein Vater war*** ist ein zutiefst berührender, autobiografischer Roman über den Verlust der Heimat, das Trauma des Exils und die bittersüße Rückkehr nach Deutschland – erzählt in einer klaren, poetischen Sprache voller psychologischer Tiefe.**Empfohlen ab ca. 16 Jahren** für alle, die sich für jüdische Geschichte und das Schicksal von Emigranten interessieren.**Ideal für:**- Leser*innen anspruchsvoller Exilliteratur und jüdischer Memoiren- Menschen, die sich für die Zeit des Nationalsozialismus und die psychologischen Folgen von Flucht und Vertreibung interessieren- Regionalgeschichtlich Interessierte mit Bezug zu Baden und Freiburg im Breisgau- Lesekreise, die über Identitätsverlust, Entwurzelung und die Unmöglichkeit echter Nachkriegsversöhnung diskutieren möchten




