Haensel | Perry Rhodan 2625: Das Plejaden-Attentat | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2625, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Haensel Perry Rhodan 2625: Das Plejaden-Attentat

Perry Rhodan-Zyklus "Neuroversum"
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8453-2624-5
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Neuroversum"

E-Book, Deutsch, Band 2625, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2624-5
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Die letzten Aktivatorträger der Milchstraße - sie müssen für die Zukunft entscheiden In der Milchstraße schreibt man das Jahr 1469 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ) - das entspricht dem Jahr 5056 christlicher Zeitrechnung. Seit dem dramatischen Verschwinden des Solsystems mit all seinen Bewohnern hat sich die Situation in der Milchstraße grundsätzlich verändert. Die Region um das verschwundene Sonnensystem wurde zum Sektor Null ernannt und von Raumschiffen des Galaktikums abgeriegelt. Fieberhaft versuchen die Verantwortlichen der galaktischen Völker herauszufinden, was geschehen ist. Dass derzeit auch Perry Rhodan mitsamt der BASIS auf bislang unbekannte Weise 'entführt' worden ist, verkompliziert die Sachlage zusätzlich. Kein Wunder, dass in der Milchstraße an vielen Stellen große Unruhe herrscht. Mit dem Solsystem ist schließlich ein politischer und wirtschaftlicher Knotenpunkt der Menschheitsgalaxis entfallen - die langfristigen Auswirkungen werden bereits spürbar. Die Welt Maharani wird zum Schauplatz einer Konferenz, bei der die neue Führung der Liga Freier Terraner gewählt werden soll. Aber alles wird gefährdet durch DAS PLEJADEN-ATTENTAT ...

HUBERT HAENSEL Die Tiefen des Alls erschlossen sich dem 1952 in Waldershof geborenen Hubert Haensel schon mit acht Jahren. Die Comic-Reihe 'Nick, der Weltraumfahrer' beflügelte die Fantasie des jungen Mannes, der heute zu den Veteranen im Autorenteam von PERRY RHODAN gehört, der größten Science-Fiction-Serie der Welt. Diese faszinierende Zukunftsgeschichte, die seit 1961 erscheint, lässt Haensel seitdem nie mehr los. PERRY RHODAN, das ist die Geschichte der Menschheit, die auf der Suche nach den Rätseln des Universums viele außerirdische Kulturen kennenlernt. Diese Begegnungen verlaufen oft friedlich, führen manchmal aber auch zu Konflikten, die Jahrtausende andauern. 'Der Traum, selbst einmal Geschichten zu erzählen, wurde auf dem Gymnasium geboren', sagt Haensel heute, 'doch erst nach der Ausbildung zum Bankkaufmann und einigen Berufsjahren habe ich versucht, diesen Traum umzusetzen.' 1978 erschien sein erster Roman 'Das Geisterschiff' als Band 379 der Reihe TERRA ASTRA, und bald folgten viele weitere in verschiedenen Genres. Unter Pseudonymen wie Jan J. Moreno, George McMahon oder Hubert H. Simon schrieb er an den Serien 'Seewölfe', 'Dämonenkiller' und MYTHOR mit. Für 'Die Abenteuer' verfasste er nicht nur Romane, sondern war außerdem als Exposé-Autor tätig. Egal, ob es sich um Kriminal-, Abenteuer- oder Science-Fiction-Stoffe handelt, Hubert Haensel schafft es immer wieder, die Leser mit seinen spannenden und humorvollen Erzählungen zu begeistern. 1979 stieg er in die ATLAN-Serie ein, und 1994 wurde er Mitglied im Team der PERRY RHODAN-Autoren. Seitdem gestaltet er selbst die Geschicke jener kosmischen Figuren, die ihn seit seiner Kindheit begleiten und auch seine Lebenseinstellung entscheidend geprägt haben. 'Weder Hautfarbe noch Aussehen eines Wesens sind entscheidend', sagt Haensel heute, 'sondern ausschließlich seine geistige Haltung. Vielleicht besinnt sich die Menschheit eines Tages darauf und begreift, dass wir alle zusammen in einem winzigen Boot durch Raum und Zeit driften - in einem Boot, das wir Erde nennen.' Mit der Zeit übernahm er für PERRY RHODAN weitere Aufgaben wie die Koordination der Risszeichnungen, die Redaktion des PERRY RHODAN-Reports ab Band 1824 und die Bearbeitung der Silberbände ab Buch 81. Er verfasste die zwei 'Kosmos-Chroniken', die das Leben von Reginald Bull und Alaska Saedelaere verfolgen, wichtigen Wegbegleitern Perry Rhodans. Auch bei den Taschenbuchreihen, die im Heyne-Verlag erscheinen, ist er regelmäßig mit eigenen Romanen vertreten. Auf die Frage, welche Person der Zeitgeschichte er gerne gewesen wäre, antwortet Haensel verschmitzt: 'Neil Armstrong. Dann hätte ich wenigstens schon den Mond betreten, auch wenn das nur ein kleiner Schritt für einen SF-Autor ist.' Ganz irdisch lebt Hubert Haensel mit seiner Ehefrau in einer kleinen Stadt im Fichtelgebirge, wo das Leben zwar nicht so exotisch wie auf dem Mond, aber zweifellos angenehmer ist.
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1.

Es war ein Affront, kaschiert mit dem Deckmantel der Hilfsbereitschaft. »Als Vorsitzender des Galaktikums übernehme ich die Sicherung des Sektors Null ...«, hatte Bostich eröffnet.

Admiral Claudrin blieb gelassen. Natürlich nutzte der Arkonide die Gunst der Stunde. Seine Haltung, die Mimik, der Blick seiner tief in den Höhlen liegenden roten Augen im Funkholo – all das erschien dem Oberbefehlshaber der Heimatflotte Sol wie der Ausdruck mühsam verhaltenen Triumphs.

»Desweiteren übernehme ich nach Ausrufung des Ausnahmezustands ab sofort die JULES VERNE – es ist unser schnellstes und bestes Schiff zur Verteidigung der Milchstraße.«

Claudrin lächelte – das gleiche undurchsichtig zufriedene Lächeln, das Bostichs Mundwinkel umspielte.

In einer halben Tonta, wie du es eben verlangt hast, erhältst du deinen Lagebericht, keinesfalls eher, entschied Claudrin. Und erwarte erst gar nicht, dass dir Sektor Null oder die JULES VERNE wie überreife Äpfel in den Schoß fallen werden, nur weil das Solsystem verschwunden ist.

Er parierte Bostichs stechend werdenden Blick. Langsam verschränkte er die Arme vor dem Brustkorb.

Das holografische Konterfei des Arkoniden erlosch und ließ das Logo des Galaktikums zurück – ein zweifelhafter Beweis dafür, dass Bostich als Vorsitzender des Galaktischen Rates handelte und keineswegs als Imperator des Kristallimperiums. Das Logo verschwand allerdings nach wenigen Sekunden ebenfalls.

Ein Schiff wie die JULES VERNE weckte natürlich Begehrlichkeiten. Bislang war ihr Besitz für Bostich I. da Arkon ein unerfüllbarer Wunsch gewesen, doch das Verschwinden des Solsystems hatte die Karten in diesem Machtspiel neu gemischt.

Nicht einmal als Vorsitzendem des Galaktikums stehen dir alle Wege offen! Ein tiefer Atemzug begleitete Claudrins Überlegung.

Angespannte Stille herrschte in der Hauptzentrale der CORONA. Jedem der Offiziere musste bei Bostichs Eröffnung bewusst geworden sein, dass die politische Situation in der Milchstraße und im Galaktikum kurz vor dem Umbruch stand.

Der Arkonide demonstrierte den assoziierten Völkern damit eine groß angelegte Hilfsaktion zugunsten der Liga Freier Terraner. Für alle, die sich ihr gesundes Misstrauen bewahrt und nicht verlernt hatten, eins und eins richtig zusammenzuzählen, war das eher ein Fanal.

»In Ordnung«, sagte Claudrin, ohne seiner Stimme mehr als einen geschäftsmäßigen Tonfall zu verleihen. »Wir haben das generöse Hilfsangebot vernommen. Das hindert uns aber nicht daran, zur Tagesordnung zurückzukehren.«

*

Der Verfolgte wurde langsamer. Einer Gruppe gestenreich diskutierender Ferronen, die ihm entgegenkam, wich er zu spät aus. Die Blauhäutigen waren so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie den Mann überhaupt nicht beachteten, und er – diesen Eindruck hatte Tekener sofort – ließ sich bewusst von ihnen anrempeln. Jedenfalls nutzte Jagan die Gelegenheit, sich mit einer unauffälligen Drehung umzusehen.

Er ahnt, dass er beobachtet wird!

Mit einem Blinzeln ließ Tek die Projektion auf seiner Netzhaut umspringen. Der Sylphe, der ihm die Bilder übermittelte, war neuester USO-Standard. Nicht mehr weiter miniaturisiert, sondern besser vor Ortung geschützt und deshalb mit größerer Reichweite. Dass Morasan Jagan, obwohl LFT-Sekretär hier im Yogul-System, schon über dieses neueste Gimmick informiert war, musste Tekener eigentlich nicht befürchten.

Er stand gut achthundert Meter von dem Mann entfernt, in einer der Straßen, die den indischen Markt wie Spinnenfinger umschlossen. Trotzdem sah er den hageren Terraner zum Greifen nah vor sich. Gewöhnungsbedürftig war an der äußerst präzisen Bildübermittlung lediglich der Eindruck, dass die Wahrnehmung direkt in Teks Gehirn entstand.

Jagan zeigte angespannte Aufmerksamkeit. Falten hatten sich über seiner Nasenwurzel eingegraben. Für einen Sekundenbruchteil spiegelten sich sogar Facetten des bunten Treibens ringsum in seinen Augen.

Die Schaulustigen strömten wegen Lord Zwiebus heran. Der Neandertaler war in der Tat schwer zu übersehen, zumal er seine klobige Holzkeule mit beiden Armen in die Höhe reckte und schwache Thermoschüsse daraus in den Himmel schickte. Das Interesse, das eben noch Zwiebus gegolten hatte, wandte sich allerdings unvermittelt einer zweiten Gestalt zu: Takvorian zwängte seinen Zentaurenleib durch die Menge.

Tekener grinste schräg. Szenen wie diese spielten sich seit Wochen auf ganz Maharani ab, nicht nur in der Hauptstadt Goyn. Lord Zwiebus und Takvorian waren eines der Teams, die zu den großen Veranstaltungen riefen, in denen der Vergangenheit neues Leben eingehaucht wurde. Die Dritte Macht auf Terra ... Das Solare Imperium ... Die Geburt der LFT ... Maharani war frühzeitig Teil dieser Historie geworden.

Tek biss sich auf die Unterlippe. Hunderte Menschen drängten und schoben nach vorn. Jagan war zwischen ihnen untergetaucht.

Der Sylphe, nach mythischen Luftgeistern wie Oberon und Ariel benannt, arbeitete sein Suchprogramm ab. Fremde Gesichter huschten durch Tekeners Wahrnehmung, doch jedes hatte nur für den Bruchteil einer Sekunde Bestand. Der Sylphe erfasste sie, prüfte die Biometriedaten – und verwarf.

Eine flüchtige Beständigkeit unterbrach den schnellen Wechsel. Eines der Konterfeis blieb länger stabil, als es den anderen vergönnt gewesen war. Unmäßig lang erschien Tekener die Spanne, dennoch konnten es nicht mehr als drei oder vier Sekunden sein, in denen der Sylphe einen Schwall von Messpunkten einblendete. Sie verrieten die Manipulation. Biomolplast kaschierte die hohen Wangenknochen und verstärkte die Brauenwülste. Kontaktlinsen hatten die Augenfarbe verändert, aber den schmalen Randstreifen einer roten Iris deckten sie nicht ab.

Identifikation: Kar da Tokheras, Arkonide, las Tekener den auf seiner Netzhaut aufleuchtenden Schriftzug. Zuordnung: mutmaßlicher Agent der TRC. Aufgabenbereich: unbekannt. Letzter Kontakt: 1467 NGZ, Eastside.

Kar da Tokheras ...? In Momenten wie diesem beneidete Ronald Tekener Menschen, die über ein wirklich fotografisches Gedächtnis verfügten und den gesuchten Text, eine Situation oder das passende Bild sofort vor ihrem inneren Auge sahen. Er verfügte nicht über diese Gabe, war sich aber des Umstands bewusst, dass nichts zu vergessen Segen und Fluch gleichermaßen sein konnte. Es gab genug Geschehnisse, die der Smiler gern vergaß, weil sie ihm nur mentalen Ballast bedeutet hätten.

Tokheras ... Er entsann sich: ein Arkonide der dritten Garnitur, kein ernst zu nehmender Gegner. Die Dossiers vor zwei Jahren waren in der Hinsicht deutlich gewesen. Wenn da Tokheras auf Maharani weilte, bedeutete das bestenfalls, dass er der USO oder dem Terranischen Liga-Dienst als Köder angeboten wurde, um von wichtigeren Personen abzulenken. Niemand in der USO zweifelte daran, dass die Hauptwelt des Plejadenbunds dieser Tage zum Tummelplatz der Geheimdienste wurde. Die Entscheidung der Liga Freier Terraner für Maharani als Tagungsort der Sonderkonferenz hatte den Planeten in den Fokus der meisten Milchstraßenvölker gerückt.

Suche fortsetzen!, befahl Teks Lidschlag dem Sylphen. Der Luftgeist war etwa so groß wie sein vorderes Daumenglied – und unsichtbar. Kein Deflektorfeld schützte die Gestalt, die ein annähernd menschenähnliches Äußeres aufwies, sondern bestes Licht ablenkendes Material. Wer die fliegende Sonde entdeckte, nahm schlimmstenfalls ein leichtes Flirren wie von erwärmter Luft wahr.

Erneut huschten Dutzende Gesichter in schneller Folge durch Tekeners Wahrnehmung. Urplötzlich sah er Gucky. Der Mausbiber materialisierte nur wenige Meter vor Takvorian und Lord Zwiebus.

Der Sylphe splittete die Übertragung. Er sondierte weiterhin die Gesichter auf der Suche nach dem LFT-Mann Jagan, zugleich folgte er dem Vorrangprogramm, das auf Guckys Erscheinen reagierte.

Der Mausbiber entblößte seinen einzigen Zahn. Telekinetisch hob er sich vom Boden ab und landete aufrecht stehend auf dem Rücken des Zentauren. Von da streckte er Zwiebus eine Hand entgegen. Der Neandertaler griff lachend zu.

Gucky teleportierte.

Obwohl die Schaulustigen sofort vorwärts stürmten, war da schon niemand mehr, nach dem sie greifen konnten.

Gleichzeitig entdeckte der Sylphe den Gesuchten: Jagan war in der Menge eingekeilt gewesen, nun versuchte er, weiterzukommen. Für einen Moment erschien es Tekener, als blickte der Mann ihn durchdringend an. Doch wenn überhaupt, konnte Jagan nur den »Luftgeist« bemerkt haben. Ein Lächeln erschien im Gesicht des Mannes. Es war ein kaltes, bedrohliches Lächeln.

Etwas explodierte.

Grelles Licht tobte durch Tekeners Sehnerv. Gurgelnd schlug er sich die Hände vors Gesicht. Unbändige Hitze schien sein Auge zu verbrennen. Er taumelte, krümmte sich vornüber und rang nach Atem.

Jagan? Kein Zweifel, der Sekretär des planetaren Sicherheitsdienstes hatte den Sylphen zerstört, die kleine Sonde womöglich mit einem Energiefeld verglüht.

Klebrige Nässe rann aus Teks schmerzendem Auge. Seine rechte Kopfseite war wie taub, aber er schaffte es wenigstens, mit dem anderen Auge gegen die Tränenflut anzublinzeln.

Weiß Jagan, wer ich bin?

Der Mann durfte ihm nicht entkommen. Dass ihn sein Gespür nicht getrogen hatte, war für Tek ein schwacher Trost. Wie sollte er dem Verfolgten auf den Fersen bleiben?

Er machte einen Schritt ... einen zweiten ..., als stolpere er ins Nichts. Vor dem linken Auge pulsierten Schatten, rechts sah er immer noch grelle Helligkeit.

Hatte er das...



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