Hall Meditieren lernen
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-943883-98-5
Verlag: Lempertz Edition und Verlagsbuchhandlung
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 96 Seiten
ISBN: 978-3-943883-98-5
Verlag: Lempertz Edition und Verlagsbuchhandlung
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die Meditation zählt zu einer der ältesten Entspannungstechniken und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit, nicht zuletzt weil sie auch einen positiven Kontrast zu der die Hektik und dem Stress des Alltages bildet. Mit Hilfe unterschiedlicher Meditationstechniken, die hier Schritt für Schritt vorgestellt werden, ist es möglich, positiv zu seinem eigenen Gleichgewicht zurückfinden.
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Was ist Meditation?
Während der Meditation sind wir ruhig, wach, fokussiert, glücklich und voller Liebe. Wir befreien uns von der Last unseres Selbst und treten in einen Zustand gesteigerter Wahrnehmung ein. Wenn wir diesen wundervollen Zustand einmal erreicht haben, können wir lernen, diese Verhaltensweise auf all unsere Interaktionen zu übertragen und sie in alltäglichen Situationen zu bewahren, unabhängig davon, was um uns herum passiert. Durch regelmäßiges Meditieren haben wir die Möglichkeit, unsere Lebensqualität enorm zu steigern, jeden Moment ungestört von negativen Schwingungen und dem Stress, der daraus unweigerlich entsteht, zu erleben.
Das innere Selbst finden
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Das Leben eines Menschen spielt sich auf unterschiedlichen Ebenen ab: Körper, Energiefluss, instinktive Reaktionen, Denkprozesse und Wissen spielen eine wichtige Rolle, und alle Bereiche müssen im Einklang miteinander sein, damit wir gesund bleiben und uns wohl fühlen können. Viel zu häufig führt jedoch unser hektischer Lebensstil dazu, dass diese Bereiche in ein Ungleichgewicht geraten, was wiederum dazu führt, dass wir uns körperlich und geistig erschöpft fühlen. Regelmäßiges Meditieren hilft uns, zu unserem Gleichgewicht zurückzufinden, so dass alle Ebenen harmonisch ineinander greifen können. Bei der Meditation gibt es drei Aspekte: das regelmäßige Üben von Techniken, durch die wir den meditativen Zustand erreichen können, das Erleben des meditativen Zustands und die Übernahme dieses Zustands in den Alltag. Es gibt traditionelle Meditationstechniken, die für jeden Wesenstyp und Wissensstand genutzt werden können. Symbolisch stehen diese Techniken für das „Hinaufgehen in die Einsamkeit der Berge“, so dass wir anschließend „in die Geschäftigkeit des Marktplatzes zurückkehren“ können und als Ergebnis des Erlebten in der Lage sind, ein anderes Leben zu führen.
Wir praktizieren die Meditation, weil wir (wie Robert Browning) folgende Überzeugung vertreten:
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Durch die Meditation sind wir in der Lage, diese Herrlichkeit selbst zu erfahren und unser Leben im Schein unseres inneren Glanzes zu leben.
„Nur der gegenwärtige Moment existiert.“
Innere Hürden überwinden
Der Weg zu und von unserer „inneren Mitte“ kann durch fehlende Wahrnehmung, Selbstversessenheit, den Stress eines unausgeglichenen Lebensstils oder durch negative Einstellungen und Denkmuster versperrt sein.
Die meisten von uns quetschen zu viele Aktivitäten in ihren Alltag, und häufig fehlt uns die Ruhe, die wir brauchen, um unser Nervensystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Regelmäßiges Meditieren hilft uns einen gesunden Rhythmus von Aktivität und Erholung sowohl für den Geist als auch für den Körper zu finden. Unser Geist ist konstant aktiv, wir beschäftigen uns mit aktuellen Problemen, planen nervös eine Zukunft, die wir nicht kontrollieren können, bereuen Dinge, die wir in der Vergangenheit getan haben oder erschaffen persönliche Konzepte, Dogmen, Meinungen und Vorurteile. Diese mentalen „Spiele“ ziehen uns wie Magneten weg vom gegenwärtigen Moment. Die Meditation lehrt uns, den Moment zu leben und durch das Erleben des Hier und Jetzt zu wachsen. Wenn wir dazu neigen, uns negativen Gefühlen wie Wut oder Verbitterung hinzugeben und Beleidigungen und Gefahren zu sehen, wo keine sind, hilft uns die Mediation dabei, defensive, energiezehrende Reaktionen durch offene, vertrauensvolle Reaktionen zu ersetzen, durch die wir liebevolle Beziehungen aufbauen können.
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Stressreduzierung
Wenn Sie die Meditationstechniken, die in diesem Buch beschreiben werden, regelmäßig und mit Freude anwenden, werden sie den Nutzen bald spüren, wenn sowohl die Ursachen als auch die Folgen von Stress zurückgehen.
Stress ist ein Teil des Lebens, und eine bestimmte Menge an Stress ist wichtig für die Motivation und die Entwicklung des Menschen, doch das Tempo und die Komplexität des Lebens in der modernen, westlichen Gesellschaft können unsere Systeme überlasten und unsere natürliche Fähigkeit des Stressmanagements blockieren. Der Mensch ist (soweit wir wissen) das einzige Lebewesen, das konstant denkt – das Ergeb nis könnte jedoch sein, dass wir uns das Feststecken in negativen Denkmustern gestatten, die unsere kostbare Energie auffressen und unser Nervensystem aus dem Gleichgewicht bringen.
Wie bei allen anderen Lebewesen funktioniert auch das menschliche Nervensystem instinktiv und ist darauf programmiert, körperlich auf lebensbedrohliche Situationen zu reagieren. Stress ist eine natürliche Reaktion, die es uns erlaubt, auf Gefahren zu reagieren, indem wir entweder kämpfen oder davonlaufen. Wenn die Gefahr vorbei ist, sollte das Nervensystem sein Gleichgewicht wiederfinden, während wir ruhig wieder zu den gewohnten Aktivitäten übergehen. Im Gegensatz zu anderen Lebewesen neigt der Mensch jedoch dazu, in einem Zustand der Aufregung zu verharren, weil wir uns ständig Sorgen um vergangene oder zukünftige Ereignisse machen und es vorziehen, auch in der Gegenwart kontinuierlich aktiv zu sein und stimuliert zu werden.
Da Stresshormone uns in Aufregung versetzen, wird man leicht süchtig nach Aktivitäten und Herausforderungen, durch die sie freigesetzt werden. Aus diesem Grund sehen wir uns gern spannende Sendungen im Fernsehen an und testen uns selbst. Wenn wir uns jedoch konstant in einem Zustand der Aufregung befinden, verweigern wir unserem Körper die Möglichkeit, sich auszuruhen und Energie zu tanken. Stress sammelt sich an, bis die Grenze der Belastbarkeit erreicht ist – danach folgen Krankheit und Fehlfunktionen von Geist und Körper. Durch die Anwendung von Meditationstechniken können wir Stress abbauen, indem wir lernen, innezuhalten und den Geist gezielt von negativen Gefühlen zu befreien, sobald diese uns bewusst werden.
STRESS UND DIE GESUNDHEIT
Meditieren kann dazu beitragen, dass die unangenehmen Folgen von andauerndem Stress reduziert werden und dass Symptome wie:
• Muskelverspannungen und Gelenkschmerzen
• Verspannungen und Migräne
• Konzentrationsprobleme und Schwierigkeiten mit strukturiertem Denken
• Verdauungsprobleme, darunter auch Diabetes
• unruhiger Schlaf
• Atembeschwerden
• Herz-Kreislauf-Probleme
• allergische Reaktionen
• körperliche Mattheit
• Erschöpfung
• Schwäche des Immunsystems
• andere Probleme des Autoimmunsystems nicht auftreten.
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Den Pfad der Ahnen beschreiten
Die Praktik der Meditation ist wohl so alt wie die Menschheit selbst, und ihre Ursprünge liegen sicherlich vor den ersten Aufzeichnungen zurück. Wenn wir uns die ältesten Zivilisationen ansehen, die noch heute existieren, wie zum Beispiel die Aborigines in Australien oder die eingeborenen Völker von Nord- und Südamerika, stellen wir fest, dass Meditation und spirituelle Praktiken im Allgemeinen immer den wenigen Menschen vorbehalten sind, die viele Jahre Schulungen und Prüfungen absolviert haben, bevor man sie als würdig dafür erachtete, verborgene Weisheiten zu erkennen und die Position des geistigen Führers ihres Volkes einzunehmen.
In vielen Kulturen wurden die Beherrschung des Geistes und die dazu nötigen Techniken denjenigen, die dazu bestimmt waren, geistige Führer zu werden, im Verborgenen beigebracht. Diese Menschen wurden entweder in jungem Alter für ihre Rolle bestimmt (wie der Dalai Lama im tibetischen Buddhismus) oder in eine Familie hineingeboren, die diese Rolle...




