Hammerla-Claassen / Klein Qualitätsmerkmal Beziehung
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-8426-9091-2
Verlag: Schlütersche
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz. Expertenstandard, interne Qualität und MDK-Prüfung
E-Book, Deutsch, 276 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm
ISBN: 978-3-8426-9091-2
Verlag: Schlütersche
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Monika Hammerla ist Fachpflegekraft für Gerontopsychiatrie und Geriatrische Rehabilitation sowie Fachtherapeutin für Gedächtnistraining (Stengel Akademie Stuttgart) und Fachbuchautorin. Rainer Klein ist Diplom-Verwaltungswirt (FH) und arbeitet für die Heimaufsicht in Coburg. 'Pflegende haben es in der Hand, aus einem losen Kontakt eine echte Beziehung zu machen.'
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
3.1Aufgaben der Leitung
Das Management hat eine wichtige Aufgabe für die fachliche Weiterentwicklung. Anforderung an die Einrichtung – Der Expertenstandard »Beziehungsgestaltung« erfordert dabei ein komplettes Umdenken von der Leitung bis hin zur Reinigungskraft. Nötige Voraussetzungen für die Implementierung des Expertenstandards Beziehungsgestaltung müssen immer von der Leitung ausgehen:
• Veränderungen werden von der Heimleitung erkannt und in Informationsveranstaltungen allen Mitarbeitern bekannt gegeben. Motivierte Mitarbeiter sind notwendig, um den Prozess mitzutragen. Die Leitung und der Träger müssen die Entwicklung der Implementierung mittragen, diese Haltung überträgt sich auf die Mitarbeiter!
• Die Leitungsebene klärt zeitliche und personelle Ressourcen, denn diese sind ein entscheidender Faktor zum Gelingen der Implementierung.
• Die Leitung räumt finanziellen und zeitlichen Freiraum ein. Verordnete Projekte wecken selten persönliches Interesse und sind daher ineffizient. Das Engagement der Projektgruppe zieht das restliche Team mit.
• Die Leitung trägt Sorge, dass auf jeder Station eine Fachkraft für Gerontopsychiatrie tätig ist, der Fachkraft wird ermöglicht, ausschließlich für ihre Bewohner und Angehörigen, die Betreuungskräfte und für andere Professionen da zu sein.
Der langjährige Heimleiter Karl-Heinz Pastoors sprach auf einer Fachtagung 2006 in Bad Arolsen von den Veränderungen, die zunächst Verlust bedeuten.
•
•
•
3.1.1 Der Projektfahrplan – das strukturiertes Vorgehen
Dr. Anna Maria Berninger
• Die Leitung ist immer Auftraggeber einer Veränderung.
• Die Leitung ist überzeugt von Notwendigkeit und Nutzen und steht voll hinter dem Änderungsprozess und dem neuen Standard.
• Die Leitung beauftragt den »Veränderungsmanager« schriftlich. Das erfolgt in Form eines Projektauftrags bzw. Projektvertrags. Dieser muss so eindeutig wie möglich formuliert sein. Das ermöglicht es allen Beteiligten, immer wieder auf den ursprünglichen Auftrag und die ursprünglichen Absprachen zurückzukommen (und sich nicht im Projekt zu verirren).
• Die zugesagten Ressourcen werden durch die Leitung mit Priorität 1 zur Verfügung gestellt. Möglicherweise werden für die Umstellungsphase zusätzliche Ressourcen (zeitbegrenzt) benötigt.
• Alle Projektaktivitäten werden schriftlich festgehalten (ZDF, Zahlen Daten Fakten). Das Dokument ist allen Projektbeteiligten zugänglich.
• Zeitplan einhalten! Es gibt regelmäßige Reviews, die Fortschritte aufzeigen und die Möglichkeit geben, bei Problemen rasch und gemeinsam gegenzusteuern. Alle Reviews folgen dem gleichen Schema, das zu Anfang des Projektes festgelegt wird.
• Erfolgreich abgeschlossene Teilschritte feiern. Ruhig innehalten und das Erreichte erst einmal etablieren, bevor es zum nächsten Schritt geht. (Einüben!)
• Jedes Projekt hat ein definiertes Ende. Wenn die –im Projektplan eindeutig dargestellten- Ziele erreicht sind, folgt die Endphase, in der die Nachhaltigkeit der Veränderungen verfolgt wird. Dies Phase, die gerne unterschätzt wird, gibt die Möglichkeit, die veränderten Prozesse einzuüben, über einen längeren Zeitraum den Erfolg nachzuverfolgen (und zu feiern) und wenn nötig noch kleinere Korrekturen vorzunehmen.
• Mit welcher Projektmanagementmethode gearbeitet wird, ist letztendlich abhängig von der Größe und Komplexität des Projekts, von den vorhandenen Projektkompetenzen und dann ist es noch ein wenig Geschmackssache. Es gibt eine Vielzahl Projekt- und Änderungsmanagementmethoden, die alle zum Ziel führen. Wichtig ist nur, sich am Anfang auf die Methoden zu einigen und diese im Laufe des Projekts auch konsequent...




