Hansen | Der Journalist: Tom Porter und das Moskau-Komplott | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 299 Seiten

Reihe: Tom Porter

Hansen Der Journalist: Tom Porter und das Moskau-Komplott

Thriller - Band 3 | Kann er die Ermordung des Präsidenten verhindern?
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98952-176-6
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Thriller - Band 3 | Kann er die Ermordung des Präsidenten verhindern?

E-Book, Deutsch, Band 3, 299 Seiten

Reihe: Tom Porter

ISBN: 978-3-98952-176-6
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



In tödlicher Gefahr: Der packende Thriller »Der Journalist: Tom Porter und das Moskau-Komplott« von Ole Hansen jetzt als eBook bei dotbooks. Der Investigativjournalist Tom Porter begleitet den amerikanischen Innenminister auf eine Auslandsmission, als dessen Flugzeug bei einem Bombenanschlag explodiert. In letzter Sekunde kann Porter sich aus den Flammen retten. Kurze Zeit später stößt er auf ein goldenes Schlangenarmband, das er schon am Tag des Absturzes gesehen hat - doch diesmal liegt es neben der rätselhaften Leiche eines Unbekannten. Hat der Täter diesmal einen Fehler gemacht? Entschlossen nimmt Porter die Fährte auf - und kommt so einem Komplott auf die Spur, dass weit über die Landesgrenzen hinausgeht: das geplante Attentat auf den russischen Präsidenten. Schon bald beginnt für Porter eine atemlose Jagd nach einem Profikiller, der vor nichts zurückschreckt, um seinen Auftrag zu Ende zu bringen ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: »Tom Porter und das Moskau-Komplott« von Bestsellerautor Ole Hansen ist der dritte Band seiner fesselnden Thriller-Reihe »Der Journalist« und wird alle Fans von Mark Dawson und Daniel Silva begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Ole Hansen, geboren in Wedel, ist das Pseudonym des Autors Dr. Dr. (COU) Herbert W. Rhein. Er trat nach einer Ausbildung zum Feinmechaniker in die Bundeswehr ein. Dort diente er 30 Jahre als Luftwaffenoffizier und arbeitete unter anderem als Lehrer und Vertreter des Verteidigungsministers in den USA. Neben seiner Tätigkeit als Soldat studierte er Chinesisch, Arabisch und das Schreiben, sowie Umweltwissenschaften und Geschichte, wobei er seine beiden Doktortitel erlangte. Nachdem er aus dem aktiven Dienst als Oberstleutnant ausschied, widmete er sich ganz seiner Tätigkeit als Autor. Dabei faszinierte ihn vor allem die Forensik - ein Themengebiet, in dem er durch intensive Studien zum ausgewiesenen Experten wurde. Heute wohnt der Autor an der Ostsee. Von Ole Hansen sind bei dotbooks bereits die folgenden Serien und Einzelromane erschienen: Seine Reihe um den Privatdetektiv JEREMIAS VOSS umfasst aktuell 11 Bände, beginnend mit »Jeremias Voss und die Tote vom Fischmarkt«. In seiner zweiten Serie um MARTEN HENDRIKSEN, Privatdetektiv und Rechtsmediziner mit Leichenallergie, sind bisher sechs Romane erschienen, beginnend mit dem ersten Fall »Hendriksen und der mörderische Zufall«. Ex-BND-Agent ARNE CLAASEN ermittelt bisher in drei Fällen in der Hamburger Abteilung für Cold Cases, beginnend mit »Arne Claasen und die vergessenen Toten«. CLAASEN & HENDRIKSEN klären gemeinsam die brisantesten Verbrechen Hamburgs, beginnend mit ihrem ersten gemeinsamen Fall »Die Tote von Pier 17«. Weitere Bände sind in Vorbereitung. Einige seiner Kriminalromane sind auch in Sammelbänden erschienen. In seiner vierbändige Thriller-Serie »Der Journalist« deckt Investigativjournalist Tom Porter auf der ganzen Welt Intrigen in den höchsten Rängen der Politik auf. Außerdem erschienen seine Thriller »Die Libyen-Verschwörung« und »Die Akte Panama«. Unter seinem Klarnamen Herbert Rhein veröffentlichte der Autor bei dotbooks auch die folgenden eBooks: »Todesart: Nicht natürlich. Gerichtsmediziner im Kampf gegen das Verbrechen.« »Todesart: Nicht natürlich. Mit Mikroskop und Skalpell auf Verbrecherjagd.« Als Hörbuch bei AUDIOBUCH und Thalia sind außerdem verfügbar: »Jeremias Voss« Band 1 & 2 »Marten Hendriksen« Band 1 - 5 »Claasen & Hendrksen« Band 1 & 2 Folgende Bücher von Ole Hansen sind auch als Printausgabe erhältlich: »Jeremias Voss und die Tote vom Fischmarkt. Der erste Fall« »Jeremias Voss und der tote Hengst. Der zweite Fall« »Hendriksen und der mörderische Zufall.«
Hansen Der Journalist: Tom Porter und das Moskau-Komplott jetzt bestellen!

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Kapitel 1


»Hallo? Hallo? Washington Daily News? Hier Porter, Tom Porter. Ich rufe aus Shinkolobwe, Zaire, an. Was …? Nein, ich kann Sie nicht verstehen. Sprechen Sie lauter. Ja, richtig, Zaire. Geben Sie mir den Chef … Scheißverbindung!«, fluchte Tom. »Ich kann Sie kaum verstehen. Können Sie zurückrufen? Augenblick, ich gebe Ihnen die Nummer!«, schrie er in die Sprechmuschel, während er aus einem Stapel Papier einen Zettel fischte, auf den er die Nummer gekritzelt hatte.

Wütend knallte er den Hörer auf die Gabel und wischte sich mit einem bereits feuchten Handtuch den Schweiß von der Stirn. Die Klimaanlage war ausgeschaltet; angeblich sollte ein Defekt im Gebläse repariert werden. Die Luft im Zimmer war zum Schneiden. Obwohl er nur Unterhosen und T-Shirt trug, klebte die Wäsche schweißdurchtränkt an seinem Körper. Missmutig warf er sich aufs Bett. Er konnte nichts weiter tun, als auf den Rückruf seines Chefs zu warten.

Tom Porter war Reporter bei der Washington Daily News, einer der größten Tageszeitungen der USA. Er war Ende Vierzig und schon seit über fünfundzwanzig Jahren im Geschäft. Phantasie, Intelligenz, analytisches Denkvermögen und jagdhundartige Hartnäckigkeit im Verfolgen einer Spur hatten ihn zum fähigsten Reporter seines Blattes werden lassen.

Auf seinem Spezialgebiet, dem internationalen Terrorismus, war er ein allgemein anerkannter und geschätzter Fachmann. Abgesehen von der hohen Denkerstirn und den verschmitzt blickenden Augen, war seine Erscheinung unauffällig. Er war mittelgroß, hatte schütteres, dunkles Haar und eine wohlgerundete Taille, die deutlich machte, dass er die leiblichen Genüsse dieser Welt schätzte.

Zwei Stunden später klingelte das Telefon auf seinem Nachttisch. Die vertraute Stimme von Bob Austin, dem Chefredakteur der Washington Daily News, meldete sich. Diesmal konnte er ihn deutlich verstehen. Tom kam sofort zur Sache.

»Bob, ich komme am Freitag noch nicht zurück. Ich muss unbedingt hierbleiben, bin einer brandheißen Sache auf der Spur. Es könnte eine Mordsstory werden. Geht das in Ordnung?«

»Worum handelt es sich?«, wollte Austin am anderen Ende der Leitung wissen.

»Kann ich am Telefon nicht sagen, aber es hängt mit Ermittlungen zu meinem Spezialthema zusammen. Du verstehst, was ich meine?«

Tom hoffte, sein Chef würde wissen, dass er vom internationalen Terrorismus sprach.

»Ja, ich weiß, was du meinst. Wie lange willst du bleiben?«

»Kann ich noch nicht genau sagen. Ich denke an ein bis zwei Wochen.«

»In Ordnung, aber halte mich auf dem Laufenden. Wie steht es mit dem Interview, hattest du Glück?«

»Sicher, es lief besser, als ich dachte. Ich werde den Bericht morgen früh nach Washington telegrafieren.«

»Okay, und viel Erfolg bei der anderen Sache.«

Sobald Tom den Hörer aufgelegt hatte, machte er sich an die Arbeit und tippte auf der Reiseschreibmaschine den Bericht über sein Interview mit General Omutu, dem Führer der größten Rebellengruppe in Zaire. Er wusste, dass er bis tief in die Nacht arbeiten würde, um die Reportage rechtzeitig fertigzustellen. Sein Flug nach Kinshasa ging bereits am nächsten Morgen um elf Uhr zwanzig, und vorher musste er den Text noch nach Washington telegrafieren.

Die Klimaanlage sprang wieder an, und kühle Luft strömte durchs Zimmer. Tom atmete auf.

Während Tom Porter in dem in Zigarettenqualm gehüllten Zimmer rastlos arbeitete, stand am anderen Ende der Stadt eine schlanke Gestalt am Fenster eines Hotelzimmers und blickte nachdenklich in die verregnete Tropennacht. Vor fünf Minuten hatte sie den Telefonhörer aufgelegt. Die Nachricht hatte nur aus wenigen Worten bestanden, aber die ganze Planung über den Haufen geworfen. Es war klar, dass schnell gehandelt werden musste. Eine so günstige Gelegenheit würde sich so bald nicht mehr ergeben. Nach einer halben Stunde war sie zu einem Entschluss gekommen. Die Person ging zu ihrem Koffer und entnahm ihm etliche Gegenstände, mit denen sie im Badezimmer verschwand. Dort begann sie mit geübten Handgriffen, ihr Aussehen zu verändern. Nach einer Stunde war sie fertig, und aus dem Spiegel blickte ihr das faltige, müde Gesicht eines schwarzen Arbeiters entgegen. Die krausen Haare waren ergraut, die Haut von Gesicht und Händen wirkte ungesund, und die Zähne waren mit einem gelbbraunen Belag überzogen. So wie er aussah, würde man sein Alter auf gut sechzig Jahre schätzen.

Zufrieden mit der Verwandlung ging die Person ins Zimmer zurück und zog ein maßgeschneidertes Korsett über ihren schlanken Körper. Es war ein eigenartiges Kleidungsstück, denn an den unterschiedlichsten Stellen waren Taschen verschiedener Größen aufgenäht. Einige dieser Taschen begann sie sorgfältig mit Papier auszustopfen, ließ sich dabei Zeit und überprüfte ihre Figur immer wieder im Spiegel. Schließlich war sie mit ihrem Aussehen zufrieden und schlüpfte in einen blauen Overall. Aus der schlanken Gestalt war ein dicklich wirkender Arbeiter geworden.

Aus einem verschlossenen Koffer holte der Arbeiter eine Sauerstoffflasche, wie sie an Bord von Flugzeugen für die Erste Hilfe benötigt wurde. Vorsichtig schraubte er ein Messgerät, das einem Manometer zum Verwechseln ähnlich sah, auf die Flasche und legte sie behutsam in eine Werkzeugtasche, auf der die roten Abzeichen der Zaire Airlines aufgedruckt waren. Als letztes nahm er eine zierliche Goldkette vom Nachttisch und hängte sie sich um den Hals. Der kunstvoll geschmiedete Anhänger zeigte drei ineinander verschlungene Giftschlangen mit weit aufgerissenen Rachen, so dass es aussah, als wollten sie sich jeden Augenblick auf den Betrachter stürzen. Ein brasilianischer Juwelier hatte das Schmuckstück nach einer Vorlage aus Java gefertigt. Der Anhänger war ein Talisman, und solange sie ihn am Hals spürte, fühlte sie sich beschützt.

Leise öffnete der grauhaarige Arbeiter das Fenster und spähte in die Nacht. Kein Mensch war zu sehen. Entschlossen schwang er sich über das Fensterbrett ins Freie und huschte, sich im Schatten der Sträucher haltend, in eine Nebenstraße, wo ein verbeulter Wagen parkte.

Die Straßen waren zu dieser späten Stunde fast leer, und so brauchte er nicht einmal eine halbe Stunde, um den Flughafen zu erreichen. Ohne Schwierigkeiten gelangte er in den technischen Bereich. Der Posten am Tor warf nur einen flüchtigen Blick auf seine Sicherheitsmarke und ließ ihn passieren. Auf dem Parkplatz stellte er den Wagen ab und hängte sich die Werkzeugtasche um.

Vor dem mittleren der drei Hangars stand ein dreistrahliges Düsenflugzeug der Zaire Airlines, das morgen um elf Uhr zwanzig als Flug 105 von Shinkolobwe über Lubumbashi nach Kinshasa fliegen sollte. Die Kabine war erleuchtet, aber wie der Anrufer gesagt hatte, war um diese Zeit nur eine Putzkolonne in dem Flugzeug beschäftigt. Vor der Tür zur Ersten Klasse stand eine fahrbare Treppe, an ihrem Fuß lehnte ein Wachtposten und drehte mit geschickten Fingern eine Zigarette. Seine Maschinenpistole lag neben ihm auf dem Boden.

Der Arbeiter und verlangsamte seinen Schritt. Sollte er umdrehen? Noch war es unauffällig möglich. »Unsinn«, sagte er leise zu sich selbst und ging entschlossen weiter. Der Wachtposten sah ihn fragend an, ohne sich beim Zigarettendrehen stören zu lassen oder die Maschinenpistole aufzunehmen.

»Wartung«, sagte der Arbeiter und hielt den Sicherheitsausweis hoch.

Der Posten warf nur einen flüchtigen Blick darauf. »Schon wieder?«, fragte er. »War’n doch vor ’ner Stunde erst zwei Mann von euch da.«

»Ich weiß, ist eine zusätzliche Sicherheitsinspektion. Doppelte Sicherheit, verstehst du? Morgen fliegt doch der Innenminister mit der Maschine, und da sind wir besonders vorsichtig.«

»Ja, ja, so ist das immer, wenn die Bonzen fliegen«, meinte der Wachtposten und deutete mit dem Daumen in Richtung Flugzeug. »Kannst passieren.«

In der Kabine des Flugzeugs waren vier Frauen damit beschäftigt, die Toiletten und die Bordküche zu reinigen. Neugierig sahen sie den Neuankömmling an. Der tat, als würde er die Blicke nicht bemerken, stellte seine Werkzeugtasche auf einen Sitz in der Ersten Klasse und begann, mit einer Taschenlampe verschiedene Stellen in der Kabine zu prüfen. Schon bald kümmerten sich die Frauen nicht mehr um ihn, sondern schwatzten weiter über die Ereignisse des vergangenen Tages. Als er sicher war, nicht mehr beachtet zu werden, ging er in die Erste Klasse zurück, nahm, durch seinen Körper gedeckt, aus der Werkzeugtasche die Sauerstoffflasche und vertauschte sie mit der Originalflasche, die auf der Hutablage befestigt war. Dann packte er sein Werkzeug zusammen und verließ das Flugzeug. Wenige Minuten später war er in der feuchtwarmen Tropennacht verschwunden.

Durchgeschwitzt, zerschlagen und müde saß Tom Porter in der Abfertigungshalle des kleinen Flughafens von Shinkolobwe und wartete auf den Aufruf, die Maschine der Zaire Airlines, Flug 105 nach Kinshasa über Lubumbashi, besteigen zu können. Mürrisch betrachtete er sein Flugticket. In den letzten Stunden schien sich alles gegen ihn verschworen zu haben. Als er einen Platz nach Kinshasa buchen wollte, hatte man ihm am Schalter gesagt, dass nur noch ein Platz in der Ersten Klasse frei sei. Wohl oder übel musste er das teure Ticket kaufen. Jetzt dachte er an den ganzen Papierkram, den er zu Hause erledigen musste, damit man ihm die Mehrkosten erstattete. Aber sein Pech hatte schon in der Nacht begonnen. Bis vier Uhr morgens hatte er an seiner Reportage gearbeitet, und als er endlich schlafen gehen wollte, war die Klimaanlage erneut ausgefallen. Innerhalb von Minuten war die Luft so stickig und feucht geworden, dass an Schlaf nicht zu denken gewesen war. Es war zum...



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