E-Book, Deutsch, 1 Seiten
Reihe: beHEARTBEAT
Harding Rescue Heroes - 4in1 Sammelband
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-8692-8
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Vier spannende & spicy Liebesromane
E-Book, Deutsch, 1 Seiten
Reihe: beHEARTBEAT
ISBN: 978-3-7517-8692-8
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Alle vier Romane der Rescue-Heroes-Reihe in einem eBook! Für alle, die das Abenteuer und die Gefahr genauso sehr lieben wie romantische und heiße Liebesgeschichten.
SAVE MY HEART
Selina flieht vor einer Zwangsehe mit dem Drogenboss Eduardo Guerrero. Als sie dabei in Seenot gerät, rettet sie der Coast Guard Dylan. Er will sie beschützen und versteckt sie vor ihren Verfolgern in seinem Strandhaus. Doch Guerrero betrachtet Selina als sein Eigentum und wird nicht ruhen, bis er sie wieder besitzt ...
RESCUE MY LOVE
Auf der Hochzeit ihres Bruders lernt Kyra den Bodyguard Leon lernen, der ihr Herz im Sturm erobert. Viel zu schnell lässt sie sich auf ihn ein. Denn Leon scheint etwas vor ihr zu verbergen. Als er plötzlich verschwindet, macht Kyra sich auf die Suche nach ihm - und gerät dabei in tödliche Gefahr ...
PROTECT MY FEELINGS
Obwohl Malia von ihrem ewig nörgelnden Patienten Viktor maximal genervt ist, fühlt sie sich magisch von ihm angezogen. Nie zuvor ist ihr ein attraktiverer Mann begegnet als dieser Elitesoldat. Doch Viktor scheint kein Interesse an ihr zu haben. Gefangen in ihrem Gefühlschaos ignoriert Malia die Annäherungsversuche eines anderen Mannes. Und erkennt erst viel zu spät, dass sie es mit einem gefährlichen Stalker zu tun hat.
DEFEND MY DREAMS
FBI-Agent Ayden stellt Jennas Leben auf den Kopf. Doch dann werden beide mit der brutalen Seite seines Jobs konfrontiert - und Jenna schwebt in Lebensgefahr. Gemeinsam begeben sie sich auf eine nervenzerreißende Flucht und geraten dabei in einen Strudel aus Intrigen und Verrat ...
eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.
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Weitere Infos & Material
Kapitel 1
Freeport, Grand Bahama
Fassungslos starrte Selina ihren Vater an. »Du hast was ?«, brachte sie heraus.
»Ich habe Eduardos Antrag in deinem Namen angenommen«, wiederholte er.
Zorn kochte in ihr hoch und vertrieb die Blockade in ihrem Kopf. »Du willst mich verheiraten? Mit dem da?«, fauchte sie, wobei sie mit dem Zeigefinger auf Eduardo zielte. »Das ist doch echt das Letzte! Sind wir hier auf einem Viehmarkt?«
»Sei nicht so frech. Ich dulde keine Widerrede. Du wirst ihn heiraten.«
»Diesen Kotzbrocken? Niemals!« Selina schoss aus ihrem Sessel hoch.
Ihr Vater sprang ebenfalls auf. Mit raschen Schritten kam er auf sie. »Nicht in diesem Ton, Mädchen«, grollte er. »Ich sage es zum letzten Mal: Du heiratest Eduardo!«
Selinas Blick heftete sich auf den Geschäftspartner ihres Vaters. Eduardo Guerrero hing in lässiger Pose in einem der tiefen Ledersessel, schwenkte den Rotwein in seinem Glas und verfolgte den Streit mit selbstgefälliger Miene. Der Wunsch, ihm das Glas aus der Hand zu reißen und den Wein in sein fieses Gesicht zu schütten, überwältigte Selina. Nur mit Mühe unterdrückte sie diesen Drang.
»Reg dich nicht auf, Pavlidis«, sagte er gedehnt. »Sie wird sich rasch an den Gedanken gewöhnen, meine Frau zu sein. Wie du weißt, bin ich äußerst überzeugend, wenn mir etwas am Herzen liegt.«
Eduardos überheblicher Ton kratzte ebenso an Selinas Nerven wie die unterschwellige Drohung, die in seinen Worten mitschwang. Was bildete er sich ein? Marschierte einfach zu ihrem Vater und forderte, dass sie seine Frau wurde. Obwohl sie sich nur flüchtig kannten und Selina ihn niemals ermuntert hatte, sich ihr zu nähern. Im Gegenteil. Sie fand Guerrero widerwärtig und ging ihm nach Möglichkeit aus dem Weg. Bei dem heutigen Dinner war sie nur dabei gewesen, weil ihr Dad auf ihre Anwesenheit bestanden hatte.
Sie schluckte die scharfe Bemerkung hinunter, die sie ihm gern an den Kopf geworfen hätte, und wandte sich stattdessen an ihren Vater. »Du kannst mich dazu nicht zwingen«, zischte sie.
»Du tust, was ich dir sage!«
»Nein!«
Ihr Vater fasste nach ihrem Arm. Sein Griff war hart. Aus zusammengekniffenen Augen starrte er sie an. »Selina …«, begann er, aber sie unterbrach ihn.
»Mir ist es egal, womit er dich in der Hand hat. Ich werde für deine Fehler nicht geradestehen.« Sie wand sich in seiner Umklammerung, und er packte fester zu. Seine Grobheit erschreckte sie, befeuerte jedoch gleichzeitig ihren Zorn. »Lass mich los!«
»Erst, wenn du der Heirat zustimmst.«
»Niemals.« Bebend vor Wut krallte sie ihre Fingernägel in seinen Handrücken. »Wenn du das tatsächlich ernst meinst, bist du genauso ein Scheusal wie dieser Verbrecher!«
»Genug!« Ihr Vater riss den Arm hoch und ohrfeigte sie auf beide Wangen. Sein Siegelring traf ihr Jochbein, der Schmerz explodierte, Tränen schossen ihr in die Augen. Sie schrie auf, und er ließ sie los. Selina taumelte aus seiner Reichweite, entsetzt über diese Brutalität. Ihr Dad hatte sie noch nie geschlagen!
Schockiert starrte Selina in sein versteinertes Gesicht. Sie hatte erwartet, dass er über seinen Gewaltausbruch genauso bestürzt sein würde wie sie, doch seine Züge zeigten keinerlei Regung. Kein Bedauern, keine Reue … nichts außer eiskalte Entschlossenheit. Ihr Vater meinte es tatsächlich ernst mit dieser Heirat.
Panik packte sie, lief wie eine eisige Welle durch ihren Körper. Ihr gehetzter Blick flog zu Eduardo, der sie boshaft angrinste. Das Glitzern in seinen Augen verriet, dass er die Szene genoss. Dem Mistkerl gefiel es, wie ihr Vater versuchte, ihr seinen Willen aufzuzwingen. In Selina stieg Ekel auf, und der Drang, diesem Albtraum zu entfliehen, wurde übermächtig.
»Selina.«
Ihr Blick huschte wieder zu ihrem Vater.
Er streckte die Hand nach ihr aus. Reflexartig wich sie zurück, und der pulsierende Schmerz in ihrer Wange verstärkte sich. Sie tastete darüber und spürte warme Nässe. Langsam ließ sie den Arm sinken. An ihren Fingern klebte Blut. Bei dem Anblick zerbrach etwas in ihr. Er hatte sie verletzt, weil sie die Wahrheit ausgesprochen hatte. Ihr Dad, der angesehene Unternehmer Stephanos Pavlidis, war kein Stück besser als der Dreckskerl, mit dem er sie verkuppeln wollte.
Der Ledersessel knarzte, als Guerrero aufstand. Das Geräusch klang überlaut in Selinas Ohren. Er hielt noch immer sein Weinglas in der Hand, während er auf sie zugeschlendert kam. Als wären sie auf einer Party. Nur seine grausamen Augen verrieten ihr, dass es ab sofort nach seinen Spielregeln laufen würde. Dicht vor ihr blieb er stehen.
»Mir gefällt dein Temperament, Chica «, raunte er. »Ich mag kratzbürstige Frauen.« Er griff nach einer Strähne ihres taillenlangen Haares, doch ehe er seine Faust darum schließen konnte, wirbelte Selina herum. Angeekelt und voller Entsetzen hatte sie nur einen Gedanken: Sie musste hier raus, bevor Guerrero sie ebenfalls schlug oder ihr noch Schlimmeres antat. Ihr Vater würde sie vor diesem Ungeheuer nicht beschützen.
Sie rannte aus dem Salon und durch die offen stehenden Schiebetüren hinaus in die Tropennacht. Die Absätze ihrer High Heels hämmerten ein Stakkato auf die Terrassenfliesen. Sie eilte die breite Treppe hinunter, lief an dem beleuchteten Pool vorbei und folgte dem Weg, der zum Privatstrand der Villa mit dem Bootsanleger führte.
Sobald sie den Schutz des Hauses hinter sich gelassen hatte, rissen heftige Böen an ihrem Cocktailkleid. Die Wedel der Kokospalmen, die das Grundstück säumten, peitschten wie riesige Fächer durch die Luft, das Meer war aufgewühlt, und die Brandung donnerte an den Strand. Dunkle Wolken jagten über den Himmel und verschluckten immer wieder das Licht des Vollmonds. Trotzdem konnte Selina erkennen, dass die am Bootssteg befestigten Jachten wild auf den Wogen tanzten. Hier draußen herrschte eine ebenso bedrohliche Stimmung wie im Haus, doch sie zog die unberechenbaren Naturgewalten den beiden Männern vor.
Am Ende des Pfads blieb sie stehen und streifte ihre Sandaletten ab. Anschließend eilte sie den Steg entlang und sprang an Bord der Summerwind , wo sie sich keuchend gegen die Reling lehnte. Während sie die Tränen von ihren Wangen wischte, versuchte sie, sich zu sammeln.
Allmählich beruhigte sich ihr Atem. Verzweiflung packte sie und verdrängte ihre Wut. Nie zuvor hatte sie ihren Vater so erlebt, er war immer gut zu ihr gewesen. Streng zwar, aber niemals ungerecht oder grob. Erst seit er mit Guerrero verkehrte, benahm er sich herrisch und aggressiv.
Eduardo Guerrero war CEO einer Investmentfirma mit Sitz in Nassau, doch Selina hegte den Verdacht, dass hinter der seriösen Fassade illegale Aktionen abliefen. Geldwäsche gehörte zusammen mit Drogenhandel zu den einträglichsten Verbrechen auf den Bahamas.
Ihr Vater hatte sich mit riskanten Börsengeschäften verspekuliert und schuldete Guerrero fast eine halbe Million. Und nun sollte Selina sein Problem lösen, indem sie Eduardo heiratete.
»Innerhalb einer Familie hilft man sich in Notlagen«, erinnerte sie sich an Guerreros gesäuselte Worte, nachdem ihr Dad sie mit seiner Forderung konfrontiert hatte. Allein die Erinnerung an die wenigen trockenen Sätze, mit denen er ihr vorhin seine Misere geschildert hatte, machte sie erneut wütend. Da hatten sich die beiden ja einen schönen Plan zusammengesponnen. Glaubten die tatsächlich, sie würde diesem Handel zustimmen? Sich verschachern lassen wie einen Gegenstand?
Selina hatte sich anfangs nichts dabei gedacht, als Guerrero immer öfter in ihrer Familienresidenz in Freeport aufgetaucht war. Ihr Vater gefiel sich in der Rolle des großzügigen Gastgebers und lud häufig Geschäftspartner in sein Haus ein.
Sie fand Eduardo abstoßend, ging ihm nach Möglichkeit aus dem Weg und versuchte, sein dreistes Starren zu ignorieren. Selina kannte diese Blicke. Mit ihrer kurvigen Figur, den glänzenden zobelbraunen Haaren und ihrer natürlichen Sinnlichkeit wirkte sie auf viele Männer anziehend, sie hatte Guerrero jedoch niemals ermuntert, sich ihr zu nähern. Allein die Vorstellung, dass er sie anfassen könnte, löste Brechreiz bei ihr aus. Erneut sah sie die Szene vor sich, wie er die Hand nach ihr ausgestreckt und ihr Haar berührt hatte.
Vom Haus schallten Stimmen herüber und rissen sie aus ihrer Grübelei. In den aufgeregten Wortschwall ihres Vaters mischte sich Leons beruhigender Bariton. Man suchte nach ihr! Sie erkannte die massive Silhouette ihres Bodyguards Leon Diakos, der soeben durch die Terrassentür trat. Ihm folgten zwei Männer. Einer gehörte zur Wachmannschaft der Villa, der andere war Guerreros persönlicher Leibwächter. Gleich darauf flammte die Flutlichtanlage auf und tauchte das Grundstück in gleißendes Licht. Leon überquerte den Rasen und hielt direkt auf den Anleger zu. Eduardos Wachhund lief mit etwas Abstand hinter ihm her.
Als Leon den Bootssteg betrat, traf Selina eine Entscheidung. Sie würde sich von ihm nicht aufhalten lassen! In fliegender Hast löste sie die Leinen, rannte in den Steuerstand und startete die Motoren.
Leon...




