Hardy | Im Bett mit dem Boss | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: CORA Verlag

Hardy Im Bett mit dem Boss


1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-86295-511-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: CORA Verlag

ISBN: 978-3-86295-511-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Punkt 1: Unbedingt eine neue Assistentin einstellen. Punkt 2: Die Finger von dieser Assistentin lassen! Punkt 3: Punkt 2 noch mal überdenken ... Privat sagt der erfolgreiche Unternehmer Luke Holloway selten Nein zu einer schönen Frau. Aber im Job doch nicht! Bis Sara Fleet sein Büro betrifft. Ein Blick, und Luke ist überzeugt. Denn Sara ist bildhübsch, clever und sexy. Sie macht ihn einfach schwach (siehe Punkt zwei und drei). Doch eine heiße Office-Romanze ist eine Sache für den Big Boss - die Aussicht, plötzlich Daddy zu werden, eine ganz andere ...



Kate Hardy wuchs in einem viktorianischen Haus in Norfolk, England, auf und ist bis heute fest davon überzeugt, dass es darin gespukt hat. Vielleicht ist das der Grund, dass sie am liebsten Liebesromane schreibt, in denen es vor Leidenschaft, Dramatik und Gefahr knistert? Bereits vor ihrem ersten Schultag konnte Kate Hardy fließend lesen. Mit blühender Fantasie dachte sie sich Geschichten aus und schrieb sie auf einer Schreibmaschine nieder, die sie zu ihrem sechsten Geburtstag bekommen hatte. Ihren ersten Liebesroman, der niemals veröffentlicht wurde, schrieb sie mit dreizehn Jahren. Kate Hardy studierte englische Literatur des Mittelalters, heiratete und bekam zwei Kinder. Sie arbeitete freiberuflich als Journalistin im Gesundheitsbereich, doch ihre wahre Berufung fand sie erst, als sie ihr Interesse für Medizin mit Romantik verband und ihren ersten Arztroman schrieb, der auf Anhieb das Lesepublikum begeisterte. Seitdem hat sie weitere 33 Arztromane, einige erotische Liebesromane und mehrere Sachbücher zum Thema Gesundheit geschrieben.
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1. KAPITEL

Sara überprüfte noch einmal die Adresse. Ja, sie stimmte. Ein ehemaliges Warenhaus, umgebaut zu einem modernen Geschäfts- und Wohnblock, rote Ziegel und viel Glas. Im Parterre kleine Geschäfte, Cafés und Bistros und in den oberen zwei Etagen vermutlich Büros. Der Architekt hatte sich das eingestürzte Dach zunutze gemacht und dort am Ende des Gebäudes einen Turm errichtet, eine Seite ganz aus Glas. Das würde wohl der bewohnte Teil sein. Die Räume mit der Glaswand mussten eine fantastische Aussicht auf die Themse haben.

Eine solche Wohnung musste ein Vermögen kosten. Aber sie war auch zufrieden mit dem Zimmer, das sie in der Wohnung ihres ältesten Bruders bewohnte. Nur weil sie keine eigene Wohnung hatte, hieß das noch lange nicht, dass sie nicht glücklich war. Sie hatte eine wunderbare Familie, großartige Freunde und einen Job, der ihr Spaß machte. Was brauchte sie mehr?

Sie nahm die Treppe in den ersten Stock, wo eine junge Frau am Empfang saß. „Sara Fleet“, stellte sie sich vor. „Ich habe einen Termin mit Luke Holloway.“ „Den Gang entlang, letzte Tür rechts“, erklärte die Empfangsdame mit einem freundlichen Lächeln.

Luke Holloway. Am Telefon hatte er sich angehört wie ein Mann, der wusste, was er wollte, und keine Zeit verschwendete. Umso erstaunlicher, dass er einen Organisator für sein Büro brauchte. Normalerweise hatte sie mit Leuten zu tun, die wichtige Termine auf Zettel schrieben, die sie dann prompt verloren, oder Unterlagen in eine Schublade stopften und von einem Ablagesystem noch nie etwas gehört hatten. So hatte Luke nicht geklungen, als er sie gebeten hatte, sich in seinem Büro mit ihm zu treffen. Was für ein Mann mochte er also sein?

Nun, das würde sie ja jetzt herausfinden.

Die letzte Tür rechts auf dem Gang war geschlossen. Sara klopfte an und wartete.

„Herein“, erklang es knapp und leicht gereizt.

Sie hatte sich jemanden im dunklen Nadelstreifenanzug vorgestellt. Stattdessen sah der Mann, der da am Schreibtisch saß, die Füße hochgelegt, ein Telefon am Ohr, eher aus wie ein Rockstar. Schwarzer Kaschmirpullover, schwarze Hose, das schwarze Haar gepflegt wirr – die Art Haarschnitt, die einen unwillkürlich denken ließ, dass der Träger soeben erst aus dem Bett aufgestanden war – und die blausten Augen und der sinnlichste Mund, die Sara je gesehen hatte. Ihr Herz setzte für einen Schlag aus.

Doch Sara wusste, dass man Geschäft und Privates nie vermischen durfte. Und dieser Mann war ihr Kunde. Nun, ihr potenzieller Kunde, und sie hatten vereinbart, sich zu einer ersten Besprechung zu treffen. In der Vergangenheit hatte Sara die Erfahrung gemacht, dass sich jemand am Telefon durchaus vernünftig anhören konnte, es dann aber ein Albtraum war, mit ihm zu arbeiten. Deshalb war ein persönliches Treffen immer besser. Vor allem, da sie stolz war auf ihre Fähigkeit, Menschen schnell und richtig einschätzen zu können. Was das Geschäftliche anging, hatte sie nicht ein einziges Mal falsch gelegen.

Im Privaten allerdings … Aber jetzt war sicherlich nicht der richtige Zeitpunkt, um darüber nachzugrübeln.

Luke legte die Hand über die Muschel. „Sind Sie Sara?“, fragte er leise.

Sie nickte.

„Gut. Ich bin Luke. Geben Sie mir noch zwei Minuten, ja? Setzen Sie sich doch. Oder sehen Sie sich um, ganz wie Sie möchten.“

Er hielt sich an die zwei Minuten. Sara blieb nicht mehr Zeit, als festzustellen, dass es zwei Schreibtische im Raum gab, mit dem neuesten Computerequipment und ansonsten absolut leeren Oberflächen, und eine Schrankwand für die Akten. Der Blick aus dem hohen Fenster auf die Themse war atemberaubend. Sara sah Schiffe über den Fluss gleiten, und das Wasser glitzerte in der Sonne.

„So, jetzt gehöre ich ganz Ihnen.“

Die Bilder, die das in ihrem Kopf hervorrief … Höchst unprofessionelle Bilder. Bilder, wie er nackt auf einem frischen glatten Leinenlaken lag, das kurz davorstand, ganz schrecklich verknittert zu werden.

Sie schob diese Gedanken beiseite und flehte inständig, ihr Gesicht möge nicht so rot und überhitzt aussehen, wie es sich anfühlte. Was, zum Teufel, war los mit ihr? Niemals, aber wirklich absolut niemals erging sie sich in Fantasien über ihre Kunden. Auch nicht über die gut aussehenden.

Nur … Luke Holloway sah nicht nur einfach gut aus, er war der umwerfendste Mann, dem sie je begegnet war.

„Kann ich Ihnen einen Kaffee anbieten?“

„Danke, gern.“ Viel eher hätte sie jedoch eine kalte Dusche gebrauchen können.

„Das Bad ist dort durch die Tür.“

Oh Gott! Sie hatte das mit der kalten Dusche doch nicht etwa laut ausgesprochen!! Dann setzte ihr gesunder Menschenverstand wieder ein. Ganz offensichtlich hatte Luke damit nur gemeint, falls sie die Toilette nutzen wollte. „Danke, aber das ist im Moment nicht nötig.“

Er ging durch eine andere Tür in eine kleine Küche, kam zurück mit zwei Tassen Kaffee, Milch und Zucker und einer Keksdose.

Er hob den Deckel ab. „Bitte, bedienen Sie sich.“

Das waren sündhaft teure Schokoladenkekse. Es musste auf ihrem Gesicht gestanden habe, wie beeindruckt sie war, denn er lachte leise.

„Mein einziges Laster. Nun, fast.“

Sie sah das Funkeln in seinen Augen und konnte sich denken, welches Laster er noch hatte. Es hing wohl mit den Bildern zusammen, die sich ihr vorhin aufgedrängt hatten. Angestrengt unterdrückte sie diese Gedanken, hier ging’s ums Geschäft. Er suchte eine Person, die für ihn aufräumte, keine, die mit ihm ins Bett ging.

Außerdem war sie für eine Affäre nicht zu haben. Sie mochte ihr Leben genau so, wie es war. Glücklich. Erfüllt. Und vor allem unkompliziert.

„Sie meinen also, ich kann Ihnen helfen“, setzte sie an. „Wieso?“

„Sie sind mir empfohlen worden. Lily hat mich aber auch vorgewarnt, dass Sie viel beschäftigt sind.“

„Das bin ich auch.“ Sie zuckte mit einer Schulter. „Den Sommer wollte ich mir freinehmen. Ein bisschen reisen, Griechenland oder Italien …“

„Gutes Essen, tolles Wetter und fantastische Sandstrände.“

„Ruinen“, stellte sie richtig. Den ganzen Tag an einem Strand zu sitzen und nichts zu tun war für sie der Inbegriff der Langeweile. Sie liebte Exkursionen. „Einer der Vorteile, wenn man selbstständig ist. Man kann sich Urlaub nehmen, wann man will.“

„Die meisten Selbstständigen muss man zwingen, dass sie überhaupt einmal Urlaub machen.“

Redete er da von sich selbst? Sara sah ihn offen an. „Es ist wichtig, sich Zeit für sich zu nehmen, den Duft der Rosen zu schnuppern, sozusagen. Wenn man den Akku nicht immer wieder auflädt, ist er bald ausgebrannt. Und dann sind Sie keinem mehr etwas nütze. Gutes Zeitmanagement ist unerlässlich.“

Er sah nicht überzeugt aus, aber zumindest widersprach er nicht. Schon mal ein Pluspunkt. Nach Hugh hatte Sara genug von Männern, die Workaholics waren. Ach was, Hugh. Sara hatte genug von Männern, Punkt. Ihre Beziehungen beschränkten sich auf lockere Flirts. Unverbindlich eben.

„Mein Büro ist normalerweise nicht so desorganisiert“, entschuldigte er.

„Desorganisiert?“ Es war makellos ordentlich in dem großen Raum, es sei denn, ihr war etwas Wesentliches entgangen.

„Wie ich schon am Telefon sagte, meine Assistentin macht eine beschwerliche Schwangerschaft durch und fehlt deshalb oft. Ich habe zwar Zeitkräfte angeheuert, aber die haben sich nicht die Mühe gemacht, Ordnung zu halten.“ Er schlug die Augen zur Decke auf. „Die, die heute kommen sollte, ist nicht einmal aufgetaucht. Mein Anruf, als Sie hereinkamen, war meine Nachfrage bei der Agentur, was überhaupt passiert ist.“

Sara konnte dem Impuls, ihn ein wenig aufzuziehen, nicht widerstehen. „Steht Ihr Name etwa auf der Schwarzen Liste der Zeitarbeitskräfte – als Sklaventreiber?“

„Ich bin kein Sklaventreiber, aber ich erwarte anständige Arbeit für eine anständige Entlohnung. Wenn man nicht einmal professionell das Telefon beantworten und eine Nachricht aufnehmen kann, sollte man nicht als Sekretärin arbeiten.“ Er fuhr sich mit den Fingern durchs Haar. „Eine von ihnen war wirklich gut, aber als ich sie länger engagieren wollte, sagte man mir bei der Agentur, dass sie schon von einer anderen Firma vorgebucht worden sei.“ Er stützte die Ellbogen auf den Schreibtisch. „Und so stecke ich jetzt in der Klemme. Ich brauche jemanden, der mein Büro wieder in die Ordnung bringt, an die ich gewöhnt bin, und es führt, bis Di sich entscheidet, ob sie nach der Geburt ihres Babys wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren will.“

„Ersteres kann ich machen“, stimmte Sara zu. „Aber ich übernehme nur kurzfristige Aufträge. Ein Ersatz während des Mutterschaftsurlaubs … das ist mir zu lange.“

„Ist klar.“

„Über wie viel Ablage reden wir hier? Wenn ich nicht urplötzlich blind geworden bin, sehe ich hier nämlich nichts, was abgeheftet werden müsste.“

Luke ging zum anderen Schreibtisch hinüber und zog einen großen Karton darunter hervor, aus dem Blätter in alle Richtungen schauten. „Über so viel. Ich weiß, ich weiß – hefte täglich ab, und es dauert fünf Minuten. Tust du es nicht, wird es zur Strafarbeit. Di fühlte sich zu schlecht, um es zu machen, aber da sie weiß, wie sehr ich Unordnung hasse, hat sie es in den Karton gelegt, um es später zu erledigen, wenn es ihr wieder besser geht.“

„Nur ging es ihr nie besser, und die Zeitarbeitskräfte haben den Karton ignoriert.“

...



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