Haring / Siegmüller | Evidenzbasierte Praxis in den Gesundheitsberufen | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 228 Seiten

Haring / Siegmüller Evidenzbasierte Praxis in den Gesundheitsberufen

Chancen und Herausforderungen für Forschung und Anwendung
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-662-55377-0
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Chancen und Herausforderungen für Forschung und Anwendung

E-Book, Deutsch, 228 Seiten

ISBN: 978-3-662-55377-0
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Dieses Buch erläutert den aktuellen Diskussionsstand zum wissenschaftlichen Anspruch evidenz-basierter Praxis in den Gesundheitsberufen.Aus multidisziplinärer Sicht wird die Entwicklung der Evidenzlage für die therapeutische Praxis in Deutschland thematisiert, die Diskrepanz zwischen Evidenzanspruch und Versorgungsrealität diskutiert und methodische Konsequenzen für den Wirksamkeitsnachweis therapeutischer Interventionen evaluiert. Dabei stehen die Kompetenzen der Gesundheitsberufe für eine bedarfsgerechte Versorgung im Fokus. Im Rahmen der voranschreitenden Akademisierung in der Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie finden Wissenschaftler, Studierende und Praktiker hier eine kritische Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken einer evidenz-basierten Praxis.


Prof. Dr. Robin Haring, Dozent für vergleichende Gesundheitswissenschaften an der EUFH med Rostock, ist mit 32 Jahren einer der jüngsten Professoren Deutschlands. Der habilitierte Demograph und Epidemiologe lehrt an der Europäischen Fachhochschule in Rostock und forscht aktiv zu den Themen Männergesundheit, demographischer Wandel und gesundes Altern.
Prof. Dr. Julia Siegmüller, Dekanin des Fachbereichs Angewandte Gesundheitswissenschaften, Professorin für Therapieforschung und Therapiemethodik und Wissenschaftliche Leiterin des Logopädischen Institutes für Forschung (LIN.FOR) der GFE an der EUFHmed Rostock.

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Weitere Infos & Material


1;Vorwort;5
2;Die Herausgeber;7
3;Inhaltsverzeichnis;8
4;Autorenverzeichnis;13
5;1 Zum Wissenschaftsverständnis in Logopädie und Sprachtherapie;15
5.1;1.1 Einführung;16
5.2;1.2 Begriffe und Definitionen;16
5.3;1.3 Geschichte der Logopädie und Sprachtherapie in Deutschland;19
5.4;1.4 Bezugswissenschaften und wissenschaftliche Paradigmen;21
5.4.1;1.4.1 Medizin;21
5.4.2;1.4.2 Pädagogik;22
5.4.3;1.4.3 Linguistik;22
5.4.4;1.4.4 Psychologie;23
5.4.5;1.4.5 Probleme der Logopädie/Sprachtherapie mit dem Konzept der Bezugswissenschaften;23
5.5;1.5 Logopädie als Wissenschaft;26
5.6;1.6 Desiderate;27
5.7;Literatur;29
6;2 Komplementäre Studiendesigns zur Evidenzbasierung in der Bildungswissenschaft;31
6.1;2.1 Evidenzbasierung in den Bildungswissenschaften;32
6.2;2.2 Experimentelle Forschung und Wirksamkeit;34
6.2.1;2.2.1 Kontrafaktisches Modell;35
6.2.2;2.2.2 Interne Validität;35
6.2.3;2.2.3 Vorzüge und Limitationen der experimentellen Forschung;36
6.2.4;2.2.4 Externe Validität;37
6.2.5;2.2.5 Erforschung des Wirkmechanismus;37
6.3;2.3 Komplementäre Forschungsdesigns zur Wirksamkeitsforschung;38
6.3.1;2.3.1 Single-Case-Designs (Einzelfallforschung);39
6.3.2;2.3.2 Nicht-experimentelle Forschungsdesigns;42
6.4;Literatur;44
7;3 Die Funktion kognitiver Modelle in der Sprachtherapieforschung;46
7.1;3.1 Indikationen für Sprachtherapie;47
7.2;3.2 Randomisiert kontrollierte Studien zur Wirksamkeit von Sprachtherapie;47
7.3;3.3 Unzureichende theoretische Fundierung von klinischen Studien;47
7.4;3.4 Klinische Subgruppen von Sprachstörungen;48
7.5;3.5 Kognitive bzw. psycholinguistische Variablen von Sprachstörungen;49
7.6;3.6 Forschungsmethodische Konsequenzen;52
7.7;3.7 Ein methodisches Rahmenkonzept für die Sprachtherapieforschung;54
7.8;3.8 Heterogene Populationen in anderen Bereichen der klinischen Forschung;56
7.9;3.9 Fazit;57
7.10;Literatur;58
8;4 Metaepidemiologie und Qualitätssicherung klinischer Evidenzproduktion;61
8.1;4.1 Professionalisierung klinischer Evidenzproduktion;62
8.2;4.2 Metaepidemiologie klinischer Evidenzproduktion;63
8.2.1;4.2.1 Studiengröße;64
8.2.2;4.2.2 Endpunkt;65
8.2.3;4.2.3 Studientyp;65
8.2.4;4.2.4 Single- vs. Multi-Center-Studie;66
8.2.5;4.2.5 Exklusion von Patienten;67
8.2.6;4.2.6 Placebokontrolle vs. unbehandelte Kontrolle;67
8.2.7;4.2.7 Studiendesign (Randomisierung, verdeckte Zuordnung und Verblindung);68
8.2.8;4.2.8 Finanzierung;68
8.2.9;4.2.9 Studienergebnis;69
8.3;4.3 Qualitätssicherung klinischer Evidenzproduktion;70
8.4;4.4 Zusammenfassung;73
8.5;Literatur;73
9;5 Kritik der evidenzbasierten Praxis – Demarkation und „Reflexion im Handeln“ als Wege der Erneuerung;77
9.1;5.1 Einleitung;78
9.2;5.2 Was ist EBP?;79
9.3;5.3 Geschichte der EBM und der EBP;82
9.4;5.4 Ideengeschichte der EBP;83
9.5;5.5 Der Streit um die EBM;86
9.6;5.6 Die wissenschaftstheoretische Einordnung des Evidenzbegriffes der EBM und EBP;88
9.7;5.7 „Reflektion im Handeln“ und Evidenzbasierung als konstituierende Elemente der Akademisierung der Gesundheitsberufe;92
9.8;5.8 Evidenzbasierte reflexive Praxis als Weg der Akademisierung und Professionalisierung der Gesundheitsberufe;95
9.9;Literatur;96
10;6 Interventionsstudien mit nicht-therapierten Kontrollgruppen: verboten, erlaubt oder geboten? Eine Analyse aus forschungs- und medizinethischer Perspektive;98
10.1;6.1 Einleitung;100
10.2;6.2 Theoretischer Hintergrund;101
10.2.1;6.2.1 Forschungs- und medizinethische Prinzipien;101
10.2.2;6.2.2 Evidenzbasierte Medizin/Praxis (EBM/EBP) – „Evidenz“ und „Theorie“;103
10.2.3;6.2.3 Evidenzbasierte Medizin (EBM) und randomisierte kontrollierte Studien (RCT);105
10.3;6.3 Ethische Herausforderungen von nicht-therapierten Kontrollgruppen bei RCTs;106
10.3.1;6.3.1 Forschungs-/Behandlungskonflikt und Equipoise;108
10.3.2;6.3.2 Schadens-/Belastungsrisiken, Nutzenchancen und „clinical promise“;109
10.3.3;6.3.3 Informiertheit, Einwilligung und „therapeutisches Missverständnis“;112
10.3.4;6.3.4 Vulnerabilität, Instrumentalisierung und Entschädigung;112
10.4;6.4 Wann sind RCTs ethisch verboten, erlaubt oder vielleicht sogar geboten?;113
10.5;6.5 Fazit: Maßvoller Einsatz von RCTs und weitere Spezifizierung der Prinzipien;116
10.6;Literatur;117
11;7 Qualitativ-naturalistische Forschung als Zugang zur Entwicklung, Analyse und Evaluation sprachtherapeutischer Interventionen;119
11.1;7.1 Einleitung;120
11.2;7.2 Leben mit kommunikativ-sprachlichen Beeinträchtigungen;121
11.3;7.3 Ungestörte und beeinträchtigte Alltagskommunikation;124
11.4;7.4 Interaktion im Therapiealltag;126
11.5;7.5 Prozess- und Ergebnisevaluation sprachtherapeutischer Intervention;129
11.6;7.6 Fazit und Ausblick;132
11.7;Literatur;133
12;8 Internationale Perspektiven auf die Voraussetzungen einer effizienten Diagnostik und Therapie unter dem Anspruch von Teilhabe und Partizipation;137
12.1;8.1 Einleitung;138
12.2;8.2 Wissenschaftlich geleitetes Vorgehen: Evidenzbasierte Praxis und praxisbasierte Evidenz;139
12.2.1;8.2.1 Evidenzbasierte Praxis;139
12.2.2;8.2.2 Praxisbasierte Evidenz;142
12.3;8.3 Interdisziplinärer Ansatz und partizipativer Prozess im Rahmen der ICF;144
12.3.1;8.3.1 Partizipativer Prozess;146
12.3.2;8.3.2 International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF);146
12.4;8.4 Therapeutische Diagnostik und Therapie in Bezug auf Clinical Reasoning;149
12.5;8.5 Schlussfolgerung;153
12.6;Literatur;154
13;9 Zur Problematik der mangelnden Kompatibilität psychometrischer und theoretischer Bedingungen diagnostischer Materialien am Beispiel von Aussprachestörungen;157
13.1;9.1 Einleitung;159
13.2;9.2 Die kritische Überprüfung der Verlässlichkeit von Untersuchungsverfahren;160
13.3;9.3 Kriterien zur Überprüfung der Validität und Reliabilität von (sprachdiagnostischen) Untersuchungsverfahren;161
13.4;9.4 Aspekte zur Sicherstellung der Validität von Ausspracheuntersuchungen bei einsprachigen Kindern;162
13.4.1;9.4.1 Inhaltsvalidität;162
13.4.2;9.4.2 Prädiktive Validität;164
13.4.3;9.4.3 Diagnostische Validität;164
13.4.4;9.4.4 Reliabilität;164
13.4.5;9.4.5 Objektivität;164
13.5;9.5 Zusätzliche Aspekte zur Sicherstellung der Validität von Ausspracheuntersuchungen bei mehrsprachigen Kindern;165
13.6;9.6 Bilderbenennverfahren zur Untersuchung der kindlichen Aussprache im deutschsprachigen Raum;166
13.6.1;9.6.1 Gewährleistung der Inhaltsvalidität in den betrachteten Verfahren;166
13.6.2;9.6.2 Normierung;170
13.6.3;9.6.3 Gewährleistung der prädiktiven und diagnostischen Validität der betrachteten Verfahren;171
13.6.4;9.6.4 Gewährleistung der Reliabilität/Objektivität der betrachteten Verfahren;171
13.7;9.7 Fazit;172
13.8;Literatur;173
14;10 Experimentelle Therapieforschung in den Gesundheitsberufen – Nahtstelle zwischen Theorie und Empirie;176
14.1;10.1 Einleitung;178
14.2;10.2 Patientenorientierte vs. experimentelle Therapieforschung;178
14.3;10.3 Wirksamkeitskriterien in Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie;180
14.4;10.4 Beziehung zwischen Theorie und empirischer Überprüfung;181
14.4.1;10.4.1 Erwartete Therapieeffekte;183
14.4.2;10.4.2 Erwartete Nebeneffekte;183
14.4.3;10.4.3 Zufällige Effekte;184
14.4.4;10.4.4 Unerwünschte Effekte;184
14.5;10.5 Zwischenfazit;185
14.6;10.6 Umgang mit äußeren Einflussfaktoren auf Wirksamkeit;185
14.6.1;10.6.1 Alterseffekt;185
14.6.2;10.6.2 Schweregradeffekt;185
14.6.3;10.6.3 Zusammenfassung;186
14.7;10.7 „Putting things together“: Forschungsphasen von theoretischer Forschung zu experimenteller und patientenorientierter Therapieforschung;186
14.8;10.8 Modellbildung: Forschungsphasen zwischen Theorie und Empirie;187
14.8.1;10.8.1 Entwicklungsphase;188
14.8.2;10.8.2 Laborphase;188
14.8.3;10.8.3 Transferphase;189
14.8.4;10.8.4 Ethische Kontrollmomente innerhalb der Phasen 1–7;189
14.9;10.9 Ausblick;189
14.10;Literatur;190
15;11 Potenziale und Grenzen des EBM-Paradigmas in den Gesundheitswissenschaften;192
15.1;11.1 Einleitung;193
15.2;11.2 Was ist evidenzbasierte Medizin und was ist sie nicht?;193
15.3;11.3 Applikationshürden der evidenzbasierten Medizin;195
15.3.1;11.3.1 Medizinische Praxis gemäß dem „state of the art“;195
15.3.2;11.3.2 Funktion und Rolle von Leitfäden;196
15.3.3;11.3.3 Das Abwägungsgebot und ethische Aspekte der EBM;196
15.3.4;11.3.4 Die offene Frage nach der besten Evidenz;197
15.4;11.4 Evidenzbasierung im Feld der nicht-ärztlichen Heil- und Gesundheitsberufe?;201
15.5;11.5 Schluss;203
15.6;Literatur;203
16;12 Zur Beziehung von Befund und Befinden in der evidenzbasierten Logopädie – ein Plädoyer für die Betrachtung allgemeiner Wirkfaktoren;206
16.1;12.1 Einleitung;208
16.2;12.2 Befund und Befinden – gesundheitswissenschaftliche Perspektiven;208
16.3;12.3 Kontextfaktoren der Internationalen Klassifikation von Gesundheit und Krankheit;211
16.4;12.4 Teilhabeorientierte logopädische Diagnostik und Therapiezielfindung;214
16.5;12.5 Die Rolle der „common factors“ in der Logopädie;215
16.5.1;12.5.1 Patientenmerkmale;216
16.5.2;12.5.2 Therapeutenmerkmale;217
16.5.3;12.5.3 Veränderungsprozesse;218
16.5.4;12.5.4 Behandlungsstruktur;218
16.5.5;12.5.5 Therapiebeziehung;218
16.5.6;12.5.6 Zusammenfassung;219
16.6;12.6 Wie wirkt Sprachtherapie? Eine kontextsensitive Forschungsperspektive;220
16.7;12.7 Fazit und Ausblick;221
16.8;Literatur;221
17; Serviceteil;224
17.1; Stichwortverzeichnis;225



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