Harlen | Baby, Liebe, Glück | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1776, 144 Seiten

Reihe: Bianca

Harlen Baby, Liebe, Glück


1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-86349-729-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1776, 144 Seiten

Reihe: Bianca

ISBN: 978-3-86349-729-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein süßes Baby, dem sie all ihre Liebe schenken kann - das ist seit Jahren Ashleys sehnlichster Wunsch! Und obwohl sie von der Liebe enttäuscht wurde, will sie diesen Wunsch wahrmachen - auch wenn kein Ehemann in Sicht ist. Zum Glück ist ihr Jugendschwarm Dr. Cameron Turcotte wieder in der Stadt, und zwischen ihnen sprühen immer noch die Funken der Leidenschaft. Ashley will ihn - zumindest solange, bis sie schwanger ist! Doch sie hat die Rechnung ohne ihr Herz gemacht: Camerons Zärtlichkeit lässt ihre Hoffnung auf ein Leben zu dritt wieder aufleben ...



Brenda ist eine ehemalige Rechtsanwältin, die einst das Privileg hatte vor dem obersten Gerichtshof von Kanada vorzusprechen. Vor fünf Jahren gab sie ihre Anwaltskanzlei auf um sich um ihre Kinder zu kümmern und insgeheim ihren Traum von einem selbst geschriebenen Buch zu verwirklichen. Sie schrieb sich in einem Liebesroman Schreibkurs auf einem kommunalen Gemeinde College ein und vollendete ihr erstes Buch bevor der Kurs vorbei war. Drei Jahre, fünf Manuskripte und ein weiteres Baby später, entschied sich Brenda dazu beim Romance Writers of America's Golden Heart contest teilzunehmen, welcher damit endete, dass sie ihr Manuskript an einen der Finalrunden Preisrichter von Silhouette verkaufte. Sie liebt es Teil der großen Harlequin/Silhouette Familie zu sein. Trotz der unablässigen Störungen und Unterbrechungen durch ihren Ehemann und Helden im echten Leben, durch ihre zwei kleinen Helden und durch zwei neurotische Hunde, blickt sie in eine lange Zukunft des Liebesromanschreibens, 'glücklich bis an ihr Lebensende'.

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1. KAPITEL

„Ich bekomme ein Baby“, verkündete Ashley Roarke beim Sonntagsbrunch.

Sprachlos starrten ihre Schwester Megan und ihre Cousine Paige sie an. Ashley schaute zwischen den beiden hin und her, konnte ihnen aber nicht ansehen, was sie dachten.

Als Anwältin für Familienrecht war Paige Wilder es gewöhnt, vor Gericht auf neue Enthüllungen zu reagieren. Sie erholte sich als Erste von ihrer Überraschung. „Du bist schwanger?“

„Noch nicht.“

Als Naturwissenschaftlerin ließ Megan Richmond sich einen Moment Zeit, bevor sie antwortete. „Ich wusste gar nicht, dass du mit jemandem zusammen bist.“

Ashley tauchte ein Stück Toast in den Ahornsirup auf ihrem Teller. „Bin ich auch nicht.“

„Das musst du mir erklären“, erwiderte ihre – seit Kurzem glücklich verheiratete – Schwester.

Megan und Paige waren nicht nur mit Ashley verwandt, sondern auch ihre besten Freundinnen, und meistens konnte sie sich auf ihre bedingungslose Unterstützung verlassen. Diesmal war sie nicht so sicher.

„Ich habe einen Termin im Kinderwunschzentrum“, sagte sie schließlich.

Megan stellte ihre Tasse ab und sah Paige an. „Das ist alles deine Schuld.“

„Was habe ich denn getan?“

„Du hast ihr eingeredet, dass sie keinen Mann braucht, um ein Baby zu bekommen.“

„Na ja, das stimmt doch“, beharrte Paige. „Und erst recht braucht sie keinen Mann wie den, von dem sie sich gerade getrennt hat.“

Es war Paige gewesen, die Ashleys Verlobten Trevor mit einer anderen Frau gesehen hatte. Ashley hatte ihn zur Rede gestellt, und er hatte zugegeben, dass es andere Frauen gab.

Frauen. Mehrzahl.

Sie hatte ihm den Ring zurückgegeben. Das war jetzt vier Monate her, und sie dachte gar nicht daran, auf die Erfüllung ihres größten Traums zu verzichten, nur weil sie sich in Trevor Byden getäuscht hatte.

„Paige hat keine Schuld“, sagte Ashley zu ihrer Schwester. „Wenn ich nicht so sehr damit beschäftigt gewesen wäre, meine Hochzeit zu planen, wäre ich selbst auf die Idee mit der künstlichen Befruchtung gekommen.“

Ihre Cousine rümpfte die Nase. „Was ‚künstlich‘ ist, kann nicht viel Spaß machen.“

„Ich will keinen Spaß, ich will ein Baby.“

„Nicht alle Männer sind wie Trevor. Du wirst deine Kinder von einem wunderbaren Mann bekommen. Gib die Hoffnung nicht auf“, sagte Megan.

„Das habe ich nicht“, widersprach Ashley, obwohl sie nicht sicher war, dass es stimmte. Zwei Mal hatte ein Mann ihr das Herz gebrochen. Ein drittes Mal wollte sie das nicht durchmachen. „Ich bin es nur leid, zu warten.“

„Du bist noch nicht mal dreißig“, erinnerte Paige sie.

„Und meinem Ziel, einen Ehemann und ein Baby zu haben, kein bisschen näher als mit zwanzig. Ich war zutiefst erschüttert, als ich herausfand, dass Trevor mich betrog. Ich weiß nicht, was für mich schlimmer war – dass er mich hintergangen hatte oder dass ich meine Hoffnung auf ein Kind begraben musste. Vielleicht habe ich Trevors Heiratsantrag nur deshalb angenommen, weil ich dachte, er wünscht sich ebenso sehr eine eigene Familie wie ich.“

„Das ist keine Entschuldigung für das, was er getan hat“, wandte Paige ein.

„Natürlich nicht. Aber es hat mir bewusst gemacht, dass ich ein Baby mehr will als einen Ehemann.“

„Aber du hast die Verlobung doch erst vor vier Monaten gelöst“, sagte Megan sanft. „Gib deinem Herzen Zeit zum Heilen.“

„Wie viel Zeit?“, entgegnete Ashley. „Wie lange muss ich warten, damit du mir glaubst, dass ich mir alles gut überlegt habe? Dass ich es wirklich will?“

„Länger als vier Monate.“

„Wir wissen, wie sehr du dir ein Baby wünschst“, warf Paige ein. „Und wie viel Liebe du einem Kind geben kannst. Aber wir befürchten beide, dass du zu impulsiv bist. Dass du vom Ende deiner Beziehung noch zu aufgewühlt bist, um eine so wichtige Entscheidung zu treffen.“

„Ich werde das Baby bekommen. Ihr werdet mich nicht davon abbringen“, beharrte Ashley.

„Das will ich doch gar nicht“, beteuerte Paige. „Ich möchte nur, dass du noch mal in Ruhe darüber nachdenkst.“

„Das Kinderwunschzentrum in Pinehurst genießt einen ausgezeichneten Ruf und hat eine sehr hohe Erfolgsquote.“

„Das weiß ich“, erwiderte ihre Cousine. „Aber weißt du, dass Cameron Turcotte wieder in der Stadt ist?“

Ashley ahnte, warum Paige sie das fragte. Denn selbst nach zwölf Jahren reichte allein der Klang seines Namens aus, um ihr Herz schneller schlagen zu lassen. Aber das brauchte Paige nicht zu erfahren.

„Wer?“

„Du bist ihm auf dem Klassentreffen begegnet.“

Sie zuckte mit den Schultern. „Wir haben uns kurz unterhalten.“

„Und vielleicht lag es auch an eurer … Unterhaltung, dass er hierher zurückgekehrt ist.“

Megan runzelte die Stirn. „Dann stimmt es also, dass er mit Elijah Alexander zusammenarbeiten will?“

Paige nickte.

„Cam ist wieder hier, na und? Was hat das mit mir zu tun?“, fragte Ashley.

„Jemand, der so lange Medizin studiert hat, dürfte eine ziemlich genaue Vorstellung davon haben, wie man ein Baby zeugt.“

Ashley zweifelte nicht daran, doch den Gedanken wollte sie nicht vertiefen. Es wäre sinnlos.

Cameron Turcotte war ihre erste Liebe und ihr erster Lover gewesen. Und obwohl sie beide noch Schüler gewesen waren, auch ein sehr zärtlicher und einfühlsamer Partner. Leider hatte er ihr auch das Herz gebrochen, und das würde sie nicht vergessen, nur um sich ein paarmal mit ihm zu vergnügen. Nicht einmal, wenn er sich interessiert gezeigt hätte – was nicht der Fall war.

„Cam und ich haben uns auch deshalb getrennt, weil ich Kinder wollte und er nicht.“

„Vor zwölf Jahren wollte er keine Kinder“, sagte Paige. „Es würde mich nicht wundern, wenn er inzwischen seine Meinung geändert hat.“

„Ich habe meine ebenfalls geändert“, antwortete Ashley. „Ich warte nicht mehr auf einen Heiratsantrag oder auch nur eine Beziehung. Alles, was ich will, ist ein Samenspender.“

„Und dafür kommt Cameron nicht infrage?“, wollte Megan wissen.

„Nein, ganz bestimmt nicht.“

Ashley hörte sich überzeugt an, aber sie war sich da keineswegs so sicher.

Eigentlich hatte Cameron Turcotte ein Haus mieten wollen, weil er nicht wusste, ob er für immer in Pinehurst bleiben würde. Die Maklerin hatte ihm wenig Hoffnung gemacht, weil in dieser Gegend die meisten Objekte nur verkauft wurden. Aber am Vormittag hatte sie angerufen und erzählt, dass sie ein Haus gefunden hatte. Die Eigentümer waren bereit, es für ein Jahr zu vermieten, weil sie mit dem Verkauf warten wollten, bis der schwächelnde Immobilienmarkt sich erholt hatte und sie einen höheren Preis erzielen konnten.

Da Cam mit Elijah Alexander ebenfalls einen Einjahresvertrag abgeschlossen hatte, war das Angebot ideal. Deshalb fuhr er nach seinem zehnstündigen Arbeitstag nicht zum Bungalow seiner Eltern, in dem er vorläufig untergekommen war, sondern folgte Tina Stilwell in einen prachtvollen zweigeschossigen Backsteinbau.

„Es ist ein sehr schönes Viertel. Zu den Schulen und Parks, den Geschäften und Unterhaltungsmöglichkeiten ist es nicht weit“, schwärmte sie.

Und zu Dr. Alexanders Praxis auch nicht.

„Ich zeige Ihnen gern alles“, fuhr sie fort, als sie ihn vom Esszimmer in die Küche führte. „Aber die meisten Interessenten sehen sich lieber allein um.“

„Gute Idee. Ich sage Bescheid, falls ich Fragen habe.“ Er nahm die Mappe mit dem Grundriss und anderen Informationen entgegen.

Die Maklerin setzte sich auf einen der Hocker am Frühstückstresen und holte ihr BlackBerry heraus.

Cam ging nach oben. Es gab vier Schlafzimmer. Das der Eltern im hinteren Teil war riesig, aber vielleicht kam es ihm nur so vor, weil es – wie alle anderen Räume – unmöbliert war. Es gab einen großen begehbaren Schrank und ein Badezimmer mit viel Marmor und Chrom. Vor den beiden hohen Fenstern erstreckte sich ein professionell gestalteter Garten, komplett mit gepflasterter Terrasse, einem Teich und Beeten, in denen die unterschiedlichsten Grünpflanzen und Blumen wuchsen.

Aber es gab auch noch genügend freie Flächen, auf denen ein Kind herumtollen konnte. Mehrere Kinder sogar, dachte er und seufzte bedauernd, weil seine Ehe nicht so verlaufen war, wie er geplant hatte.

Er hatte Danica Carrington geheiratet, obwohl sie in ihrem Beruf Karriere machen und keine Kinder haben wollte. Er hatte gehofft, dass sie ihre Meinung spätestens dann ändern würde, wenn sie ihr erstes Baby in den Armen hielt. Doch das war nicht geschehen, und nach drei Jahren hatte er aufgegeben. Sie hatte ihm keine Träne nachgeweint.

Cam setzte die Besichtigung fort. Er war fest entschlossen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und in Pinehurst mit Madeline ein neues Leben zu beginnen. In dieses Haus konnten sie sofort einziehen. Die Wände waren frisch gestrichen, Teppichboden und Parkett makellos und die Küche der Traum jedes Chefkochs.

...



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