Harrington / Richardson / Armstrong | Romana Extra Band 20 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 20, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

Harrington / Richardson / Armstrong Romana Extra Band 20


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-4037-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 20, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

ISBN: 978-3-7337-4037-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



WIE EIN WILDER SCHMETTERLING von RICHARDSON, ROMY
Er ist der attraktivste Mann, dem Judy jemals begegnet ist. Aber auch der eigensinnigste! Warum sieht Eric Argon nicht, dass sie für sein Luxushotel 'Le Papillon Sauvage' die perfekte Lösung hat? Und wenn er Judy ablehnt - warum küsst er sie am Strand von Korsika so heiß?
DAS ERSTE MAL IST FÜR IMMER von HARRINGTON, NINA
Sam ist wieder in London? Glamourmodel Amber DuBois weiß nicht, ob sie lachen oder weinen soll. Damals hat der Journalist sie verlassen, weil er in New York Karriere machen wollte. Jetzt möchte er sie interviewen. Amber ist bereit - unter einer rachesüßen Bedingung ...
ENDLICH IM HAFEN DES GLÜCKS? von COX, MAGGIE
Die Zeit der Tränen ist vorbei, glaubt Eleni, als Lysander Rosakis sie auf seine weiße Jacht einlädt. Nur sie beide, das Mittelmeer und zärtliche Stunden der Liebe! Eleni ahnt nicht, dass seine Reeder-Familie ehrgeizige Pläne hat. In denen für sie kein Platz ist ...
SILBERSTERN ÜBER DER GOLDKÜSTE von ARMSTRONG, LINDSAY
Multimillionär Carlos O'Connor will ihrem kleinen Unternehmen helfen? Die hübsche Eventplanerin Mia ist überglücklich. Sie hat einen starken Verbündeten! Aber warum macht er es eigentlich? Mia stockt der Atem, als Carlos mit einem sexy Lächeln den wahren Grund nennt ...



Nina Harrington wuchs in der Grafschaft Northumberland in England auf. Im Alter von 11 Jahren hatte sie zuerst den Wunsch Bibliothekarin zu werden - einfach um so viel und so oft sie wollte lesen zu können. Später wollte sie dann Autorin werden, doch bevor sie ihren Traumberuf ausüben konnte, machte sie verschiedene Ausbildungen und verdiente ihren Lebensunterhalt als Apothekerin, technische Redakteurin und Universitätsdozentin. Wenn Nina Herrington eine Pause vom Schreiben einlegt, dann kocht und isst sie gerne und genießt auch mal einen guten Wein. Mehr zu der Autorin erfahren Sie unter: www.ninaharrington.com.

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1. KAPITEL

Die Wellen des Meeres schlugen wild und ungestüm gegen den Bug der mächtigen weißen Fähre, die sich mit gedrosseltem Tempo durch die dunkle Nacht Richtung Korsika manövrierte. Judy hielt sich mit beiden Händen an der nassen Reling fest und holte langsam tief Luft. Die Gischt und der Regen schlugen ihr ins Gesicht, der starke Wind ließ ihr langes honigblondes Haar in alle Richtungen wehen.

Mademoiselle, kommen Sie sofort von Deck“, meinte sie, eine laute Stimme hinter sich zu hören, doch Judy kümmerte sich nicht um den warnenden Ruf. Für sie war das Gewitter eine wohltuende Naturgewalt, und sie genoss die erfrischenden Tropfen auf ihrer Haut.

Schon als kleines Mädchen war sie an verregneten Sommertagen an der Küste Südenglands entlanggewandert, um Muscheln und Treibgut zu sammeln. Als Besitzer eines großen Strandhotels hatten ihre Eltern nur wenig Zeit für sie gehabt, und Judy war oft stundenlang allein herumgestreunt. Doch jetzt, wo sie in den schönsten Hotelanlagen der Welt als Sportmanagerin arbeitete, gehörten Begriffe wie Ruhe und Einsamkeit endgültig der Vergangenheit an. Ihre Arbeit war ihr Leben, und das bedeutete hundertprozentigen Einsatz rund um die Uhr.

Dennoch dachte Judy wehmütig an das Victoria Beach Hotel zurück, das ihr einziges Zuhause gewesen war und nach dessen Verkauf sie von einer Rastlosigkeit getrieben wurde, die ihre Mutter als Flucht bezeichnete.

Doch diesem Vorwurf widersprach Judy energisch. Sie hatte sich schon immer danach gesehnt, fremde Länder und neue Menschen kennenzulernen. Sie wollte ihr Leben nicht nur an einem Ort verbringen.

Gedankenverloren strich sie sich die regennassen Haare aus dem Gesicht und merkte gar nicht, wie das Schiff noch tiefer in die nächste Welle einsank. Erst als sie spürte, dass sie auf dem glatten Boden wegrutschte, klammerte sie sich wieder an das Geländer.

Vielleicht sollte ich besser hineingehen und mir die restliche Zeit wie die übrigen Passagiere in der Kabine oder einem der Restaurants vertreiben, ermahnte sie sich. Sie war zwar abenteuerlustig, aber nicht lebensmüde.

Bevor sich das mächtige Fährschiff auf die nächste Welle zubewegte, löste Judy sich von der Reling, um sich in Richtung der Eingänge zu bewegen, als sie am Oberarm festgehalten wurde.

„Sind Sie immer so stur?“, schrie jemand sie durch den Wind an. Abrupt drehte sie sich um, und blickte in die dunkelsten Augen, die sie je gesehen hatte. Wie in einen Sog gezogen, sah sie sich einem Mann gegenüber, der anscheinend der Überzeugung war, sie retten zu müssen.

„Ich wüsste nicht, was Sie das angeht“, hielt sie ihm ungehalten entgegen und riss sich von ihm los.

Doch weder Halt an der Reling zu finden noch eine starke Männerhand zur Seite zu haben, erwies sich unter den gegebenen Wetterbedingungen als fatal. Die Planken des Schiffes waren durch den Regen so glatt und rutschig geworden, dass Judy das Gleichgewicht verlor. Der Aufstieg des Bugs in die nächste Welle warf sie ohne jegliche Vorwarnung direkt an die Brust des fremden Mannes.

Hart prallten sie aneinander. Ein Duft nach Leder und Meersalz umhüllte sie. Judy glaubte, noch nie zuvor in ihrem Leben etwas Besseres und Sinnlicheres gerochen zu haben. Das Schiff schien sich nicht mehr zu bewegen, und sie nahm den prasselnden Regen kaum mehr wahr. Sie spürte nur noch die starken Arme, die sich kraftvoll um ihre schmalen Schultern geschlossen hatten.

Im nächsten Moment sank das Schiff erneut in das tiefe Tal einer Welle. Judy kam genauso schnell wieder auf den Boden der Realität zurück, wie sie ihn für den Bruchteil einer Sekunde unter ihren Füßen verloren hatte. Hastig entzog sie sich der Umarmung des Fremden und schüttelte den Regen von sich ab wie eine junge Katze, die gerade aus dem Wasser gefischt worden war.

Eric trat einen Schritt zurück, aber er konnte den Blick nicht von der jungen Frau lassen. Ihre langen Haare hingen in langen Strähnen um ihr hübsches, ausdrucksvolles Gesicht. Der Blick aus ihren blauen Augen versetzte ihm einen heißen Stich. Er fühlte sich, als ob er sie schon sein ganzes Leben kennen würde, und konnte sich seine Reaktion beim besten Willen nicht erklären. Doch dann vernahm er erneut ihren schroffen Ton, und auch er gewann wieder die Kontrolle über sich und die Situation zurück.

„Lassen Sie mich endlich los, ich will in meine Kabine“, verlangte sie energisch.

„Sie können von Glück sagen, dass ich Sie gesehen habe, sonst würden Sie schon gemeinsam mit den Fischen den Bug von unten bewundern. Aber gehen Sie nur, sehen Sie zu, dass Sie ins Trockene kommen“, rief er und folgte ihr.

„Ich hätte auch ohne Sie überlebt, da können Sie sicher sein“, schrie sie ihm durch den Regen entgegen. Judy hatte ganz vergessen, warum sie lange den Mittelmeerraum als Arbeitsplatz gemieden und in den letzten Jahren lieber als Sportmanagerin in Wellness- und Sportanlagen in Asien und im Pazifikraum gearbeitet hatte. Die dominante Art südeuropäischer Männer brachte sie einfach auf die Palme.

Allerdings musste sie zugeben, dass sie sich seit ihrem Erlebnis mit Greg Männern gegenüber generell distanziert verhielt – ihre Mutter meinte sogar, kratzbürstig. Aber ihre Mutter hatte auch gut reden. Nach dem Tod von Judys Vater hatte sie sich so schnell wieder neu verliebt, dass Judy zuerst an eine Kurzschlusshandlung gedacht hatte.

Sie war davon ausgegangen, dass ihre Mutter sich von ihrer Trauer ablenken wollte. Über viele Jahre hatte sie mit ihrem Mann eines der bekanntesten Hotels in Südengland geführt. Und Judy war doch immer sicher gewesen, dass ihre Eltern sich geliebt hatten – trotz aller Probleme. Aber Kate Duncan war es ernst. Judy musste zugeben, dass sie ihre Mutter lange nicht mehr so unbeschwert gesehen hatte wie mit diesem neuen Mann.

„Wollen Sie da draußen im Regen stehen bleiben, oder warten Sie darauf, dass ich Sie hineintrage?“, schimpfte der dunkelblonde Fremde, während er ihr die Tür zum geschützten Innenraum der Fähre aufhielt. Judy zog sich ihre dünne durchnässte Strickjacke fest um die Schultern und ging trotzig an ihm vorbei.

„Ehe Sie mich irgendwohin tragen, wird Korsika zu einer Insel ohne Berge“, erwiderte sie schnippisch und wollte ihn schon grußlos stehen lassen, als er sie erneut am Oberarm festhielt.

Mademoiselle, ich weiß nicht, was Sie für ein Problem haben, und es ist mir auch egal. Aber wir Korsen bedanken uns, wenn uns geholfen wurde. Haben Sie mich verstanden?“

Judy schluckte. Wenn sie etwas nicht mochte, war es Unhöflichkeit. Sie spürte, wie ihr das Blut heiß in die Wangen schoss. Dieser Mann hatte es wahrscheinlich nur gut mit ihr gemeint, auch wenn sein Griff wirklich etwas zu fest gewesen war. Sein Blick war hart und dunkel, aber immerhin schien er sich um seine Mitmenschen zu kümmern. Dass sie sich von seiner maskulinen Ausstrahlung gleichzeitig abgeschreckt und angezogen fühlte, konnte sie ihm schlecht zum Vorwurf machen. Warum war sie nur gleich so patzig geworden? Mit ihrer Antipathie dem anderen Geschlecht gegenüber schien sie es wirklich zu übertreiben.

„Danke“, stieß sie daher hervor. Die Situation war schon unangenehm genug. Sie drehte ihren Kopf zur Seite und ging so schnell sie konnte die Stufen zum unteren Deck hinunter. Sie hätte die siebenstündige Überfahrt von Nizza nach Korsika auch in einem der Restaurants oder Aufenthaltsräume verbringen können, aber sie hatte sich nach dem langen Flug von den Seychellen eine eigene Schlafkabine geleistet. Darüber war sie jetzt mehr als froh. Den irritierenden Blick des attraktiven Korsen hätte sie keinen Moment länger ertragen.

Eric war wie vor den Kopf geschlagen. Seit wann interessierte er sich für junge lebensmüde Frauen in der Trotzphase? Was war nur in ihn gefahren, sich auf das verregnete Deck zu begeben und das Mädchen von der Reling zu zerren? Kein Wunder, dass sie wie ein in die Ecke gedrängter Teenager reagierte.

Doch als er die zarte blonde Schönheit im Regen durch die Fensterfront des Restaurants entdeckt hatte, hatte er einfach nicht tatenlos bleiben können. Vor dem Hintergrund der dunkel wogenden Wellen sah sie auf dem riesigen Deck so verletzlich und schutzbedürftig aus. Dass sie das nicht im Geringsten war, hatte er in dem Moment gespürt, als er sie in den Armen hielt. Ihr Körper war zwar schmal und schlank, aber durchtrainiert, und die Kraft mit der sie sich ihm entzogen hatte, hatte ihn mehr als überrascht.

Eric schüttelte den Kopf. Als ob er nicht schon genug Sorgen hätte! Musste er sich jetzt auch noch um junge Touristinnen kümmern?

Eigentlich hatte er mit dem Helikopter von Nizza zurück nach Korsika fliegen wollen, aber wegen des Sturms hatte der Pilot keine Starterlaubnis erhalten. Daher musste Eric mit der überfüllten Nachtfähre vorliebnehmen … und sich mit widerspenstigen Frauen anlegen.

Beinahe hätte er über sein Verhalten gelacht, aber nicht einmal ein Lächeln wollte sich einstellen. Er wusste, dass er immer wieder so gehandelt hätte. Zu lange schon fühlte er sich für andere Menschen verantwortlich, ob es nun seine beiden jüngeren Brüder waren oder sein Vater, der sich nach dem viel zu frühen Tod seiner Frau von einer Ehe in die nächste gestürzt hatte.

Dass Eric die übrigen Familienmitglieder finanziell unterstützte, war zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Aber ausgerechnet jetzt, wo sein Vater nach seiner Herz-OP sündhaft teure Medikamente zahlen musste, stand er beruflich unter Druck. Wochenlang hatte er sich den Kopf zerbrochen, wie er am besten wieder...



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