Harrow | One On One | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 397 Seiten

Reihe: Lübbe

Harrow One On One

Roman. Eine mitreißende Sports Romance
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-8417-7
Verlag: Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman. Eine mitreißende Sports Romance

E-Book, Deutsch, 397 Seiten

Reihe: Lübbe

ISBN: 978-3-7517-8417-7
Verlag: Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Slam Dunk für die Liebe

Eine herzergreifende Basketball-Romance für alle, die von Sport Romances nicht genug bekommen können

Social Media Managerin Annie Radford nimmt nur zögerlich und mangels Alternativen einen Job bei ihrem alten College-Basketballteam an. Die Arbeit wird ihr durch ihren alten Studienfreund Ben, der immer noch für das Team arbeitet, auch nicht gerade einfacher gemacht. Ben ist zwar noch genauso nervtötend heiß wie als Student, nimmt Annie aber übel, dass sie ihn und das Team vor acht Jahren einfach so im Stich gelassen hat. Doch Annies Herz schlägt jedes Mal schneller, wenn sie und Ben zusammen sind. Obwohl keiner von beiden leugnen kann, dass es ordentlich zwischen ihnen knistert, hat Annie Angst, Ben die Wahrheit über ihren Weggang zu sagen ...

»Trifft den Korb mit der perfekten Mischung aus Romantik, Spice und einem wichtigen Thema.« JODI PICOULT



Jamie Harrow wuchs am Rande eines Basketballplatzes auf, da ihr Vater lange Jahre Basketballtrainer war. Sie schrieb eine Sportkolumne für THE VILLANOVAN, der Studentenzeitung an ihrem basketballbegeisterten College. Sie ist Absolventin der Harvard Law School und lebt mit ihrer Familie in New Jersey.

Harrow One On One jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


EINS


Früher stand ich total auf großes Kino.

Als die Frau mit dem dunklen Bob und den Skechers-Schuhen sich neben mich auf die Bank setzt und meint: »Das ist ja wie im Film«, kann ich sie verstehen. Ich begreife, warum sie ihr Handy hervorzieht und versucht, eine Panoramaaufnahme einzustellen.

Es ist ein perfekter Morgen im Oktober, einer dieser Tage, an denen ein kalter Hauch in der Luft liegt, von dem meine Lungen nie genug bekommen können. Alles wirkt wie mit flüssigem Sonnenschein übergossen. Die Studenten der Ardwyn University schlendern über die freie Fläche im Zentrum des Campus auf eine Gruppe alter Steingebäude zu, in denen die Geisteswissenschaften untergebracht sind. Der Rasen ist so grün wie die Dollars, die die Studiengebühren kosten, und exakt gemäht. Ich atme den Duft nach Laub und, unerklärlicherweise, Apple Cider Donuts ein.

»Schön ist es schon«, murmele ich zur Antwort und mustere die Broschüre, die aus ihrer Schultertasche mit dem bunten Paisley-Muster hervorschaut. Eine strahlende Zukunft steht oben darauf.

Zu einer anderen Zeit in meinem Leben hätte ich diesen Schwachsinn aufgesogen wie ein Schwamm. Aber jetzt kommt Ardwyn mir verdächtig wie Disney World vor: zu perfekt, als wäre es mithilfe einer Reihe von Fokusgruppen synthetisch hergestellt worden, damit es sich wie ein College anfühlt. Und als würden all diese jungen Leute in ihren dicken Pullovern hinter die Kulissen gehen, um eine Zigarettenpause zu machen, sobald sie aus meinem Blickfeld entschwunden sind.

»Wunderschöner Tag«, erklärt die Frau.

Mein panikerfülltes Hirn hat gerade keine Kapazitäten für Small Talk. Ich versuche, mit einem unverbindlichen »Mmm … Hmmm« davonzukommen, aber sie zwingt mir ihren Blick auf und streckt die Hand aus. Ich schüttele sie einen Sekundenbruchteil zu spät und lächele oberflächlich.

Sie sagt mir ihren Namen, den ich sofort wieder vergesse.

»Ich bin Annie«, gebe ich zurück.

»Oh, da sind die beiden ja!« Sie winkt einem Mann, der eine Windjacke trägt, und einer Teenagerin, die einen Bucket Hat in den Händen dreht. Die beiden kommen vom Informationszentrum zu uns herüber. »Mein Mann und meine Tochter. Sie wollten die Toiletten suchen.«

Ich stehe auf. »Dann mache ich gern Platz, damit sie sich zu Ihnen setzen können.« Ich kann sowieso nicht still sitzen. Mein Kiefer schmerzt, so fest beiße ich die Zähne zusammen, ich wippe mit dem Fuß, und bevor die Frau sich zu mir gesellt hat, habe ich mir das Nagelhäutchen am rechten Daumen abgerissen.

Sie protestiert, doch ich winke ab.

»Entschuldigung«, sagt ein Student hinter mir, als ich zurückweiche, also trete ich vom Weg in den sonnenfleckigen Schatten einer geradezu abstoßend majestätischen Eiche, um ihn vorbeizulassen. Er ist komplett mit Ardwyn-Merchandise ausgestattet, das ihm vermutlich seine Eltern am Tag seines Einzugs im Uni-Buchladen gekauft haben: Ardwyn-Kappe, Ardwyn-Schlüsselband, an dem sein Studentenausweis hängt, ein T-Shirt von den Ardwyn Tigers mit dem Maskottchen, das einen Basketball in den Krallen hält.

Beim Anblick des Basketballs dreht sich mein Magen wie das malerische alte Wasserrad hinter der Bibliothek.

Ein anderer Student taucht vor mir auf, ein selbstbewusster, rotgesichtiger Junge in Polohemd und Khakihosen. »Hey! Willst du zur Führung? Dauert noch ein paar Minuten.«

Zum ersten Mal fällt mir eine Handvoll Familien auf, die hinter der Bank herumwimmeln. Potenzielle Studenten und ihre Eltern, die plaudern, warten und sich umsehen.

»Nein!«, entgegne ich viel zu schnell. »Nein. Nicht. Ähm, nein. Danke.«

Man sollte mich nicht auf drei Meter an diese Gruppe heranlassen. Ich habe hier vor acht Jahren meinen Abschluss gemacht und geschworen, nie wieder einen Fuß auf dieses Gelände zu setzen. Acht Jahre habe ich dieses Versprechen an mich selbst gehalten. Und doch bin ich jetzt hier, und das habe ich hochzeitsbedingter Nostalgie, dem Home Appliance Magazine und dem verdammten Ben Callahan zu verdanken.

Meine neue Freundin beugt sich zu mir herüber. »Ich hatte mich schon gefragt!«, meint sie. »Sind Sie in einem Masterstudiengang?«

Ich schüttele den Kopf. »Ich … arbeite hier.« Die Worte fühlen sich falsch an, als sie meinen Mund verlassen. »Heute ist mein erster Tag.«

»In welchem Fach?«, erkundigt sie sich. »Madison schwankt zwischen Biologie und Computerwissenschaften.«

»Ich werde für das Basketball-Team arbeiten.«

Einige der anderen Eltern und Kids drehen sich zu mir um, und einer von ihnen stößt ein bewunderndes »Ohhh« aus.

»Was für ein Glück«, sagt eine Mom in einem Pullover mit Zopfmuster und hebt ihre Sonnenbrille an. »Sie sind bestimmt aufgeregt, hier zu sein.«

Ich bin hier, weil mir nichts anderes mehr übrig bleibt. Aber wenn ich das sage, wird der Tourguide mich wahrscheinlich am Kragen packen, davonschleppen und in die Zelle sperren, in der sie die schmierigen Verbindungsbrüder und die Protestler verstecken, die Druck auf die Uni machen, ihre Stiftungsgelder nicht mehr in fossile Brennstoffe zu investieren.

Ihr Mann tritt auf mich zu, die Hände in die Hüften gestemmt. »Basketball, was? Ich bin ein großer Fan.«

»Von Ardwyn?«

Er lacht, als wäre meine Frage ein Witz gewesen. »Nein, ich bin für Duke. Aber cooler Job. In den letzten Jahren wart ihr so lala, also hängen Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch, dann werden Sie wahrscheinlich Spaß haben. Ein Jammer, dass Ihr alter Trainer nicht geblieben ist. Ich habe immer gesagt, er hätte hier etwas Besonderes erreichen können.«

Ich zucke mit den Schultern, als wüsste ich nicht ganz genau, von wem er redet: Coach Brent Maynard, aller Leute liebste Ardwyn-Ikone. Ich schwöre, wenn ich um eine Ecke biege und eine Bronzestatue dieses Kerls sehe, schleppe ich das Ding zum Schuylkill River und versenke es. Der Tourguide wird mich nicht aufhalten können.

Es ist noch früh, aber das ist das Signal für meinen Abgang. »Nett, Sie kennengelernt zu haben«, sage ich zu der Mom auf der Bank und trete die Flucht an.

Sie strahlt. »Einen großartigen ersten Arbeitstag für Sie, Annie!«

Ich gehe langsam über die abgetretenen Steinplatten des Wegs, der an den Wohnheimen vorbeiführt, und mustere meine Umgebung. Sie ist mir vertraut und fremd zugleich. Ich schieße ein schnelles Foto von dem verschnörkelten Bogen, der den Eingang nach Cloughley Hall bildet, wo Cassie und ich uns in unserem ersten Studienjahr ein Zimmer geteilt haben, und schicke es ihr. Ich kann praktisch den Schimmel von hier aus riechen, schreibe ich dazu.

Ohhh, Erinnerungen!, antwortet Cassie sofort.

Ich will mein Handy schon wieder in die Tiefen meiner Tote Bag fallen lassen, als es erneut vibriert. Dieses Mal ruft Cassie an.

»Hi, Cass.«

»Hi! Hast du heute Morgen deinen Tee getrunken?«

Oh, der Tee. Irgendeine beruhigende und doch stärkende Kräutermischung, die Cassie mir gestern Abend als Zeichen ihrer Unterstützung in der neuen Wohnung vorbeigebracht hat. Hätte schlimmer kommen können. Ich hatte schon halb damit gerechnet, dass sie heute Morgen auftauchen würde, um mich zur Arbeit zu begleiten, als wäre es der Eingewöhnungstag im Kindergarten. Glücklicherweise liegt Ardwyn in der Main Line, den idyllischen Vorstädten außerhalb von Philadelphia, und Cassie musste um acht in ihrem Büro im Stadtzentrum sein.

»Hab stattdessen einen Irish Coffee getrunken«, sage ich. »Toll für die Nerven.« Ah ja, und da ist schon die Quelle des Dufts nach Apple Cider Donuts: Eine Gruppe Verbindungsschwestern verkauft sie an einem Tisch vor der Mensa. Ein handgemaltes Schild erklärt, dass sie Spenden für das hiesige Tierheim sammeln.

»Ja?«, fragt Cassie, als wäre sie sich ziemlich sicher, dass es ein Witz ist, aber nicht hundertprozentig. Ich kann mir ihr Gesicht vorstellen, ihre hellbraune Haut, und wie sich eine Linie zwischen ihren Augenbrauen bildet und die Wolke aus krausem Haar zur Seite fällt, als sie besorgt den Kopf schieflegt.

»Ich habe den Tee getrunken«, lüge ich.

»Gut«, gibt Cassie zufrieden zurück. An ihrem Ende der Leitung höre ich eine schwache Stimme im Hintergrund. »Warte mal einen Moment«, befiehlt sie mir. »Leg nicht auf!«

»Ist das dein Chef? Ich will kurz mit ihm reden«, sage ich. »Geben. Sie. Cassie. Eine. Gehaltserhöhung!« Die Partner in Cassies Kanzlei nennen sie einen »Rockstar«, was im Wesentlichen heißt, dass sie ohne sie nicht funktionieren könnten, aber ihr trotzdem nicht genug bezahlen.

Cassie lacht erstickt. »Psst!« Ein Rascheln ist zu hören, und dann ein gedämpftes Gespräch mit irgendeinem Typen auf der anderen Seite der Gläsernen Decke, die die weiblichen Anwälte kurz hält.

Zum Teil ist es Cassies Schuld, dass ich hier bin. Bei ihrer und Erics Hochzeit letzten Sommer schwamm ich in einem Meer von Gefühlsduselei. Man erlebt schließlich nicht jeden Tag, dass die beiden besten Freunde einander heiraten. Als die Party langsam zu Ende ging, saßen wir drei draußen auf einem begrünten Hinterhof um eine Feuerstelle herum, wunderbar beschwipst und zufrieden. Eric, der Trainerassistent in Ardwyn ist, erwischte mich auf dem falschen Fuß, als er ernst wurde. »Komm zurück und arbeite für uns«, sagte er. »Wir stellen alles auf den Kopf. Der Trainer will das Videoprogramm völlig umgestalten.«

Er brachte ein paar gute Argumente vor. Außerdem war ich verzweifelt. Es war zweiundvierzig Tage her, dass...


Harrow, Jamie
Jamie Harrow wuchs am Rande eines Basketballplatzes auf, da ihr Vater lange Jahre Basketballtrainer war. Sie schrieb eine Sportkolumne für THE VILLANOVAN, der Studentenzeitung an ihrem basketballbegeisterten College. Sie ist Absolventin der Harvard Law School und lebt mit ihrer Familie in New Jersey.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.