Heath | Die geheime Zutat | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Reihe: HarperCollins eBook

Heath Die geheime Zutat

Roman | Berührende Geschichte über Freundschaft, Verlust und Neuanfänge | Für Fans von Cecelia Ahern und Jojo Moyes | Mit elf Rezepten zum Nachkochen und -backen
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7499-0869-1
Verlag: HarperCollins eBook
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | Berührende Geschichte über Freundschaft, Verlust und Neuanfänge | Für Fans von Cecelia Ahern und Jojo Moyes | Mit elf Rezepten zum Nachkochen und -backen

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Reihe: HarperCollins eBook

ISBN: 978-3-7499-0869-1
Verlag: HarperCollins eBook
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein Rezept, um Verlorenes wiederzufinden.

Es ist drei Jahre, zwei Wochen und einen Tag her, seit sich Kate Shaws Leben für immer veränderte. Drei Jahre, zwei Wochen und ein Tag in denen Trauer und Wut ihren Alltag bestimmten.
Doch heute ist es anders.
Heute tut Kate einen Schritt, den sie lang genug mied: Ein Schritt in die Küche. Was mit Pancake-Teig im Haar, statt in der Bratpfanne beginnt, wird zu einer kulinarischen Reise, die Kate nicht nur sich selbst, sondern auch den unterschiedlichen Menschen ihrer Nachbarschaft und deren persönlichen Geschichten näherbringt.



Sue Heath lebt in Cheshire, England. Wenn sie nicht arbeitet, ist sie oft mit ihrem Spaniel auf Agility-Parcours anzutreffen und verbringt Zeit mit Familie und Freunden. Sue hat unter dem Pseudonym Zara Stoneley 14 -Bestseller-Liebesromane geschrieben und weltweit über eine halbe Million Exemplare ihrer Geschichten verkauft.

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1. Kapitel


22. April

Davor

Für die meisten Menschen kommt früher oder später der Tag, der alles verändern wird. Für Kate war es der 22. April. Nicht der heutige – obwohl der Duft, der ihr aus der Küche in die Nase stieg, als sie die Haustür öffnete, sehr vielversprechend war –, sondern der vor vier Jahren, als sie Eddie kennengelernt hatte.

Sie war gerade sechsundzwanzig geworden, und er scherzte über seinen eigenen dreißigsten Geburtstag, der ihm bevorstand. Aber ihr Altersunterschied war irrelevant; in diesem Moment, in dem sie sich zum ersten Mal anlächelten, erwachte ein tiefes Verlangen in ihr, von dem sie nicht einmal gewusst hatte, dass es in ihr geschlummert hatte. Sie hatte noch nie etwas oder jemanden so sehr gewollt wie Eddie.

Als sie klein gewesen war und zu ihrer Mutter gesagt hatte, dass sie etwas , hatte ihre Mutter sie immer korrigiert: willst . Aber schon beim dritten Date mit Eddie wusste Kate mit Sicherheit, dass sie diesen Mann , dass sie den Rest ihres Lebens mit ihm verbringen wollte.

Sie hatte niemandem von ihren Gefühlen erzählt, denn es reichte aus, dass sie sich selbst darüber im Klaren war.

»Wow, das riecht fantastisch!« Kate schloss die Haustür und atmete tief ein. Der köstliche Duft nach Hühnchen erfüllte ihre Sinne. Das Nachhausekommen war definitiv ihre liebste Tageszeit; wenn der Essensduft sie umfing, entspannten sich Teile von ihr, von denen sie nicht einmal gewusst hatte, dass sie angespannt gewesen waren.

Sie schlüpfte aus ihren Schuhen und stellte sie ordentlich ins Schuhregal, gab sich Zeit, diesen Moment auszukosten.

»Es wird auch fantastisch schmecken!« Sie blickte auf, als sie seine tiefe Stimme hörte. Er stand im Türrahmen zur Küche. Sein Glucksen verursachte ihr eine Gänsehaut, genau wie bei dem ersten Date.

Auf seinem Gesicht lag ein breites, zuverlässiges Lächeln – so wie alles an Eddie Zuverlässigkeit und Stärke ausstrahlte.

Er hatte sein langes, lockiges Haar zurückgebunden; die Kochschürze, die sie ihm gekauft hatte, war mit Gewürzen und Tomatensoße beschmiert.

Eddie war eher ein Koch, der direkt mit den Händen arbeitete, als einer, der nur Anweisungen gab. Er benutzte jedes Messer, jedes Schneidebrett, jeden Löffel und dazu noch seine Finger. Während er kochte, streute er Gewürze darüber und probierte. Davor hatte er sich die Hände immer an einem Geschirrtuch abgewischt, das gerade zur Hand war, oder an der Vorderseite seines T-Shirts, weshalb sie ihm auch die Schürze gekauft hatte. Zwei, besser gesagt. Damit er immer eine saubere hatte, während die andere in der Wäsche war.

Er kam auf sie zu und umfasste ihre Taille. »Alles Gute zum Hochzeitstag, Mrs. Shaw!« Seine Berührung ließ ihren Puls rasen, sein fester Blick ließ sie innerlich vor Freude tanzen. Es gab keinen Satz, den sie lieber hörte. Kate konnte sich nicht erinnern, jemals das Gefühl gehabt zu haben dazuzugehören, mit jemandem zusammen zu sein, der sie so akzeptierte, wie sie war, und nicht mehr von ihr erwartete, dass sie sich änderte.

Und dann hatte Eddie um ihre Hand angehalten, auf den Tag genau zwölf Monate nach ihrer ersten Verabredung, und Kate wusste, dass sie mit ihm richtiggelegen hatte. Mit ihnen. Er hatte keine Erwartungen, er liebte sie so, wie sie war. In einer Welt voller Ungewissheit und Chaos war Eddie die Konstante, das Gute.

Natürlich hatten sie am 22. April geheiratet. Heute war ihr zweiter Hochzeitstag.

»Auch Ihnen herzlichen Glückwunsch, Mr. Shaw.« Sie grinste ihn an und legte ihre Hände um seinen Nacken, während seine Lippen leicht über ihre strichen. Ein Versprechen, dass es später noch mehr geben würde.

Er zog sie näher an sich heran. Sie spürte die Wärme seiner Handflächen auf ihrem Rücken, das sanfte Reiben seiner Daumen löste ein Kribbeln in ihrer Magengegend aus – so wie bei ihrer allerersten Berührung.

Sie nannte es den Eddie-Effekt.

»Ich habe so einen Hunger.«

»Nach mir oder nach meinem Essen?« Seine Augen waren dunkel, aber sein Tonfall war neckisch.

»Aaalsoo …« Er lachte. Er drückte sie noch mehr an sich, bis sich ihr Körper eng an seinen schmiegte. »Wenn du es so ausdrückst …« Ihr Magen knurrte, und er lockerte lachend den Griff.

»Du bist immer am Verhungern!« Er küsste sie auf die Nasenspitze, dann verharrte er einen Moment lang regungslos in der Umarmung, lange genug, damit sie sein wunderschönes Lächeln, seine schokoladenbraunen Augen und seinen Duft in sich aufsaugen konnte. Ihr Mann. Der Mann, der sie so glücklich machte.

Eddie trug das Leben wie eine bequeme Decke. Während Kate die ganze Zeit am Kämpfen war, bewegte er sich mit Leichtigkeit durchs Leben. Sie waren perfekt füreinander; er war gut für sie.

»Du kannst mir nicht die Schuld geben! Es ist der Duft. Erst als ich die Tür aufmachte, wusste ich überhaupt, dass ich Hunger hab. Was gibt’s zu essen?«

»Ist eine Überraschung.« Er tippte sich an die Nase und nahm dann ihre Hände in seine. »Komm – du musst probieren. Mach die Augen zu!«

Eddie mochte den Toilettensitz nicht herunterklappen, seine Gitarren (ja, Plural) im Wohnzimmer stehen lassen und seine Schuhe genau dorthin stellen, wo sie darüber stolperte – sie konnte ihm alles verzeihen, was er falsch machte, weil er so viel richtig machte. Und dazu gehörte, dass er wusste, dass Liebe bei ihr durch den Magen ging. Er kochte für sie wie für eine Göttin, und er spülte sogar manchmal die Töpfe und Pfannen ab. Die Küche war sein Reich, und sie war mehr als glücklich darüber.

Sie schloss die Augen und ließ sich von ihm in die Küche führen. »Nicht gucken!« Sie blieb stehen, als er ihre Hände losließ, lauschte auf das Geräusch der sich öffnenden und schließenden Backofentür, hörte, wie Eddie Topfdeckel hob. Wie er umrührte.

Die vertrauten Aromen berauschten ihre Sinne und brachten ihren Magen zum Knurren. Brathähnchen, Estragon, Champignons, Knoblauch. Es duftete nach dem Braten ihrer Großeltern und den herrlichen Butter-Knoblauch-Kartoffeln, die Eddie serviert hatte, als er das erste Mal für sie gekocht hatte. Das Leibgericht ihrer Kindheit, vermischt mit den verlockenden Aromen, von denen ihr Mann wusste, dass sie sie liebte.

Ihr lief das Wasser im Mund zusammen. Ihr Magen knurrte lauter.

»Arghh, du quälst mich, gib mir was zu essen!«

»Schhh!« Er lachte grollend. »Mund auf!«

Es schmeckte noch besser, als es roch. Cremige Sauce, weiches Hähnchen, süßer Lauch.

»Mmm, oh mein Gott, wie kann Essen nur so was mit mir anstellen?«

Es war anders als das erste Essen, das er für sie gekocht hatte, aber es schmeckte gleich. Es kam ihr vor, als stünde sie wieder in seiner winzigen Wohnung, sähe ihm in die Augen und nickte genüsslich, während sich auf seinem Gesicht ein Lächeln ausbreitete.

Ihr erstes richtiges gemeinsames Abendessen war das gewesen. Das erste Mal, dass sie bei ihm übernachtet hatte. Das erste Mal, dass sie miteinander geschlafen hatten.

»Schmeckt’s?«

»Ob’s schmeckt? Es ist sooo gut. Besser als ein Orgasmus.«

»Wirklich? Bist du dir da sicher?« Der Löffel fiel klappernd auf das Schneidebrett, und schon hatte er einen Schritt auf sie zugemacht und nahm sie fest in die Arme.

Sie öffnete die Augen. »Es ist fantastisch«, sagte Kate mit rauer Stimme, als sie seinem durchdringenden Blick begegnete.

»Eines Tages werde ich dich schon noch zum Kochen bringen.« Seine Stimme war genauso rau wie ihre, während seine Augen ihr Gesicht erforschten.

»Aber das kannst du doch schon so gut!«, scherzte sie sanft, doch er lächelte nicht. »Vielleicht irgendwann, wenn ich ein bisschen Zeit habe.« Ihre Mutter hatte nie die Zeit dafür gehabt zu kochen. Verdammt, sie klang auch schon wie ihre Mutter. sich wie sie. Nein, das wollte sie nicht zulassen. »Wie wär’s mit morgen?«, platzte er heraus. Sie hatte kaum Zeit zum Nachdenken, doch sein träges Lächeln brachte sie dazu, seine Worte zu wiederholen. Ihn glücklich zu machen.

»Morgen klingt gut.« Als er sie leicht an ihrem Hals berührte, huschte ihr ein Schauer über den Rücken.

»Wann ist das Abendessen fertig?«

»Braucht noch kurz, aber es ist fast so weit.«

»Wie lange?« Sie wusste, dass sie ihn nur necken wollte, aber dieses vertraute Hungergefühl hatte nichts mit dem Huhn zu tun.

»Lange genug«, er hielt kurz inne, »um deine Behauptung zu überprüfen. Ich weiß, dass ich gut koche, aber du hast vergessen, wie gut ich mich auch in anderen Räumen des Hauses schlage!« Er zog sie an sich. Ignorierte ihr Lachen und ihren Protest.

»Was ist mit meinem Abendessen?«

»Alles gut. Es köchelt schön vor sich hin.« Er sah ihr in die Augen, hob eine Augenbraue. »Genauso wie ich!«

»Aber ich brauche eine Dusche und muss mich umziehen.«

»Vielleicht steig ich mit dir in die Dusche.« Seine Stimme war noch rauer geworden, sie brachte ihren Puls zum Rasen. »Alles köchelt so vor sich hin, genau so, wie ich es mag.«

Sie lagen nackt auf dem Bett, einander zugewandt. Seine...



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