Heinze / Lewinski-Reuter / Steimle | Innovation durch Kommunikation | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 247 Seiten, Web PDF

Reihe: Humanities, Social Science (German Language)

Heinze / Lewinski-Reuter / Steimle Innovation durch Kommunikation

Kommunikation als Innovationsfaktor für Organisationen
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-531-91869-3
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Kommunikation als Innovationsfaktor für Organisationen

E-Book, Deutsch, 247 Seiten, Web PDF

Reihe: Humanities, Social Science (German Language)

ISBN: 978-3-531-91869-3
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Der vorliegende Sammelband dokumentiert die Beiträge einer gleichnamigen, interdisziplinären Tagung an der Technischen Universität Kaiserslautern. Im Zielfokus der Tagung standen die mittels strategischer Unternehmenskommunikation generierbaren Innovationspotenziale in Kultur- und Non-Profit-Organisationen. Ausgehend von dem Bedarf eines interdisziplinären Managementansatzes sowie spezifischer Kompetenzen der Führungsebene und Beschäftigten, setzen sich Autorinnen und Autoren aus den Bereichen Kultur, Medien- und Kommunikationstheorie, Psychologie, Wirtschaft, Recht, Verwaltung und Bildung mit dem Thema auseinander. Die hier dargebotenen Ansätze sensibilisieren für die Notwendigkeit einer umfassenderen und somit zeitgemäßen Sichtweise und tragen ihrerseits zu einer neuen Orientierung bei.

Heinze / Lewinski-Reuter / Steimle Innovation durch Kommunikation jetzt bestellen!

Zielgruppe


Professional/practitioner

Weitere Infos & Material


– Innovation als Organisationsstrategie.- – Innovation als Organisationsstrategie.- Einführung in das Kultur- und Non-Profit-Management.- Systemlenker und Unruhestifter – Kulturmanager als Spagatkünstler.- Kritische Theorie und Kulturmanagement.- Neues Non-Profit-Management?.- Medien – Geschichte und Innovationserfolg.- Kommunikation, Wissen, Unterhaltung – Ein Modell der Mediengeschichte.- Medienkommunikation.- Medien – Wissen – Kommunikation.- Fundraising in den Massenmedien– Verstärkung und kritische Begleitung.- Ausbruch aus der Überraschungsroutine– Wann ist eine Kommunikation mit Kunst innovativ?.- Kommunikation und Recht.- Kommunikation und Privatrecht – Eine Annäherung.- Kommunikationsmaßnahmen von Kultur- und Non-Profit-Organisationen:.- Interkulturelle Kommunikation.- Grundlagen und Probleme Interkultureller Kommunikation.- Interkulturelle Kommunikation – Ein Lernprozess.- Perspektiven interkultureller Kommunikation.- Kompetenz durch Selbstreflexion.- Innovation durch Selbstmanagement.- Persönliche Strategien zur Konfliktbewältigung.- Balance – Ästhetische Konstituenten kommunikativen Handelns.


Einleitung – Innovation als Organisationsstrategie (S. 9)

Thomas Heinze, Verena Lewinski-Reuter, Kerstin Steimle

1 Innovation als Organisationsstrategie

Innovationen, vor allem technologischer Art, prägen und beeinflussen einen durchschnittlichen Lebensalltag in der heutigen Zeit wesentlich. Erfindungen, neue Patente, neueste Technik, Begriffe eines gesellschaftlichen Verständnisses von zunehmender Beschleunigung, aber auch von Wohlstand und neuen Zukunftsperspektiven.

Im Kontext der Ökonomie kann Innovation das Erschließen von neuen Märkten, die Entwicklung neuer Produkte oder neuer Verfahren, das Entdecken neuer Vertriebswege oder die Optimierung von Verfahrensprozessen bedeuten. Innovationen können eine Unternehmensstrategie prägen und dem Unternehmen durch ihre verschiedensten Ausformungen vor allem Wettbewerbsvorteile sichern.

Eingebunden in das strategische Management eines Unternehmens sollen Innovationen Erfolgspotentiale schaffen, mit Blick auf die Rahmenbedingungen des Marktes den Absatz und schließlich die Umsätze generieren. All dies gilt in erster Linie für privatwirtschaftliche Unternehmen, die auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sind und sich mit Hilfe von Produktneuheiten, neuen Technologien u.ä. eine herausragende Position am Markt sichern wollen.

Betrachten wir Organisationen deren Gründungszwecke und Ziele außerhalb des Marktgeschehens liegen und die in erster Linie kulturelle und soziale Ziele verfolgen, so muss der Begriff der Innovation weit mehr meinen als ökonomisches Kalkül.

Zwar sehen sich auch Organisationen im Kultur- und Non- Profitbereich mit Rahmenbedingungen konfrontiert, die, was den organisationalen Fortbestand angeht, ökonomisches Denken unabdingbar machen, aber die durch Kommunikation erreichten und erreichbaren Innovationen weisen eine andere, grundlegende Ausrichtung auf: Anders als ein privatwirtschaftliches Unternehmen definiert eine kulturelle oder soziale Organisation ihren Erfolg nicht nach der größtmöglichen Gewinnspanne und Erreichung hoher Absatzzahlen, sondern sieht diesen in der Erfüllung ihres gemeinwohldienlichen Gründungszweckes und der daraus abgeleiteten Unterziele.

Und somit weisen entsprechende Kommunikationsmaßnahmen weniger eine Produktbezogenheit auf, sondern stellen die Organisation selbst, ihre organisationalen Ziele in den Mittelpunkt eines langfristig angelegten Dialoges mit ihren Anspruchsgruppen. Dieser Dialog beeinflusst den organisationalen Entwick-lungsprozess und birgt somit erhebliches Innovationspotential, das sich aus diesen strategischen Kommunikationsmaßnahmen formt und letztlich zur Ausformung der gesamten Organisation beiträgt. Innovationen haben evolutionären Charakter und sind selbst „geplante Evolution“.

Im Mittelpunkt von Innovationen als Organisationsstrategie steht der Entwicklungsprozess einer gesamten Organisation, was allerdings nicht bedeutet, dass nicht auch nur einzelne Angebote innovativen Charakter aufweisen können. Vorliegend verstehen sich Innovationen als einen stetig fortschreitenden, die gesamte Organisation erfassenden Prozess, bei dem es darum geht, die eigenen Ziele und Ressourcen aufeinander abzustimmen, auszutarieren und an neue äußere Gegebenheiten anzupassen.

Die diesem Prozess inhärente Dynamik entsteht durch die verschiedenen Wechselwirkungen, die sich aus dem Ziele-Ressourcen-Balanceakt einerseits und den Bedürfnissen und Interessen der Anspruchsgruppen andererseits ergeben. Grundvoraussetzung und Beschleuniger dieses Entwicklungsprozesses ist die Kommunikation einer Organisation mit ihren Teilöffentlichen, also den externen, aber auch internen Stakeholdern.

Dialogorientierter Austausch bildet einen essentiellen Baustein, wenn nicht sogar das Fundament dafür, die Interessen und Bedürfnisse der Teilöffentlichkeiten als Zielgruppen, die ja gerade den Zweck einer Kultur- bzw. Non-Profit-Organisation überhaupt erst zum Tragen kommen lassen, wahrzunehmen und fokussieren zu können. Umgekehrt gelangen mit Hilfe strategischer Kommunikationsmaßnahmen die organisationalen Angebote und sonstigen Botschaften an ihre Stakeholder.


Professor Dr. Thomas Heinze war geschäftsführender Direktor des Instituts für Kulturmanagement an der FernUniversität Hagen und ist jetzt Professore Ordinario an der Freien Universität Bozen.
Verena Lewinski-Reuter ist Juristin und Kulturmanagerin. Sie ist zurzeit als Fach- und Wissenschaftslektorin, Autorin und Dozentin tätig.
Kerstin Steimle ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fernstudiengang "Management von Kultur- und Non-Profit-Organisationen" am Distance and International Studies Center (DISC) der Technischen Universität Kaiserslautern.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.