E-Book, Deutsch
Helinski Rockstar oder Traummann?
2. überarbeitete Neuauflage 2021
ISBN: 978-3-96817-626-0
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch
ISBN: 978-3-96817-626-0
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
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Kopierschutz: 0 - No protection
Bad Boys bleiben nicht zum Frühstück … oder?
Die sommerliche Rockstar Romance für Fans von Angelika Süss
Für die alleinerziehende Eventmanagerin Sarah ist das Wiedersehen mit dem finnischen Musiker Alex Morgan ein Wechselbad der Gefühle. Sie wird einfach nicht schlau aus ihm. Mal ist er abweisend, dann wieder total charmant. Und da wäre auch noch James Hartfield, begehrter Rockstar und offensichtlich interessiert an ihr. Sarahs Tochter Lilly hat sich immer erträumt, er würde einmal ihr Papa werden. Bei Alex’ Anblick hingegen bekommt Sarah immer noch Schmetterlinge – und die beiden verbindet mehr, als er weiß.
Alex traut seinen Augen kaum, als er Sarah nach all den Jahren im Berliner Grand Hotel wieder sieht. Sie war seine Traumfrau und dann sein absoluter Alptraum, weil sie ihn einfach so verlassen hat. Aber er wird sich an ihr rächen. Nur dumm, dass Sarah überhaupt nicht das Biest ist, für das er sie hält. Und wer ist dieses kleine Mädchen, das ihn an irgendwen erinnert …?
Erste Leserstimmen
„Kurzweilige Unterhaltung mit viel Gefühl und sympathischen Charakteren.“
„Romantische Liebesgeschichte gespickt mit witzigen Dialogen und der richtigen Portion Drama.“
„Eine Rockstar Romance zum Mitlachen, Mitweinen und Mitfühlen!“
„Chaotische, aber liebenswerte Dreiecks-Lovestory.“
Sandra Helinski lebt zusammen mit ihrer Familie in der Pfalz. Ihre Bücher entstehen abends, wenn die Kinder im Bett sind. Es ist die Faszination für Rockstars, die Sandra Helinski auch nach langen Arbeitstagen antreibt, zu schreiben. Rockstars leben in Extremen, da sind einerseits grenzenlose Möglichkeiten und die Bewunderung ihrer Fans, andererseits der immense Druck und die fehlende Privatsphäre. Die Konflikte, die daraus entstehen, sind es, die den Stoff für die Bücher von Sandra Helinski liefern.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1. Kapitel
Über dem Grand Hotel schien zum ersten Mal seit einigen Wochen die Sonne und taute die letzten Schneereste weg, als Sarah Förster aus dem Fenster ihres kleinen Büros schaute. Es wurde Zeit, sich darum zu kümmern, dass für den heutigen Tag alles vorbereitet und perfekt war. Ein letzter Blick in den Spiegel. Sie strahlte sich selbst an, um sich Mut zu machen. Dann holte sie noch einmal tief Luft und trat aus dem Büro.
Sie traf auf Bernhard, der seinerseits auf dem Weg in das Büro war. „Hallo, Sarah, viel Spaß heute! Ist ganz schön was los da unten.“ Sarah lächelte ihn an und wünschte ihm einen schönen Tag. Sie mochte Bernhard, der, obwohl er als Hotelmanager zu jeder Tageszeit voll beschäftigt war, eigentlich immer freundlich grüßte und ein paar nette Worte für sie fand.
Auf ihrem Weg nach unten ins Erdgeschoss traf sie noch einige andere Mitarbeiter des Hotels. Alle grüßten freundlich mit beinahe identischen Worten: . Ja, das konnte man so sagen.
Das Grand Hotel hatte für die nächsten fünf Tage eine der größten Musikveranstaltungen des ganzen Landes geplant. Direkt ans Hotel angeschlossen befand sich die Musikhalle, eine der modernsten und größten Konzerthallen der Neuzeit, und hier sollte die , eine Art Musikmesse stattfinden. Einige der größten Musiker und Bands würden hier auftreten. Seit fünf Jahren gab es diese Veranstaltung nun schon und sie wurde jedes Jahr größer. Und Sarah hatte als Eventmanagerin die ehrenvolle Aufgabe, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Das hieß im Vorfeld vor allem viel Planung und Organisation, aber jetzt, so kurz vor Beginn, ging es vor allem darum, die Hauptakteure zufriedenzustellen.
Da es sich ausschließlich um Musiker handelte, war das keine so leichte Aufgabe; Künstler hatten oft genug recht ausgefallene Wünsche. Außerdem verstanden viele dieser Musiker unter „zufriedenstellen“, dass sie mit ihnen ins Bett steigen sollte. Sarah war mit ihren siebenundzwanzig Jahren noch ziemlich jung und nicht unbedingt hässlich. Das reichte den meisten schon, um sie als Beute zu betrachten. Und auch, wenn bei dem einen oder anderen die Verlockung groß sein würde, musste sie auf jeden Fall widerstehen. Würde Sarah sich nur mit einem von ihnen einlassen und würde das irgendwie publik werden, könnte sie ihren Job vergessen. Sie würde fortan von allen nur noch als Freiwild betrachtet und jeder müsste sich und dem Rest der Welt beweisen, dass auch er es schaffen würde, sie ins Bett zu bekommen. An vernünftiges Arbeiten wäre nicht mehr zu denken. Außerdem war Sarah in dieser Hinsicht ein gebranntes Kind, auch wenn das zu ihrem Glück fast niemand wusste. Diese Geschichte blieb ihr Geheimnis.
Ihr Job war ihr wichtig. Es war der Ausgleich zu ihrem Privatleben mit ihrer kleinen Tochter Lilly. Sie liebte das Mädchen über alles und genoss jeden Moment mit ihr. Das konnte sie auch deshalb, weil sie neben Lilly noch ein erfülltes Arbeitsleben hatte, jenseits aller Mutterpflichten. Und natürlich spielte auch die finanzielle Seite eine Rolle.
***
Vom Erdgeschoss aus fuhr sie mit dem Fahrstuhl hinunter in den Aufenthaltsraum der VIPs, auch einfach Bar genannt, denn beherrscht wurde der Raum von einer riesigen Theke, um die sternförmig mehrere gemütliche Sitzgruppen arrangiert waren. Zu dieser Zeit war hier noch nichts los. Zwei junge Männer saßen an einem Tisch in der Ecke und hatten jeweils ein Bier vor sich stehen. Toni, der Barmann, polierte Gläser. Sarah besprach kurz mit ihm, wie viele Gäste sie heute erwarteten, ob alle Getränke vorhanden waren und diverse andere Kleinigkeiten. Danach wollte sie ein letztes Mal durch die Suiten gehen, um sicher zu sein, dass alles zu ihrer Zufriedenheit vorbereitet war. Das Grand Hotel hatte schließlich einen Ruf zu verlieren. Deshalb störte sich normalerweise auch niemand daran, wenn sie die Arbeit der Zimmermädchen noch einmal überprüfte. Also nahm sie wieder den Fahrstuhl nach oben zur Rezeption, um sich dort die entsprechenden Zimmerschlüssel aushändigen zu lassen.
Ein Blick zum Empfangstresen zeigte ihr, was Bernhard und die anderen gemeint hatten. Normalerweise hielten sich um diese Uhrzeit nur wenige Gäste im Bereich der Rezeption und der Lobby auf. Doch heute lungerten diverse Grüppchen von Männern und Frauen, oft mit Musikinstrumenten, auf den Sofas im Eingangsbereich oder standen vor dem Empfangstresen. Dabei war heute noch nicht mal der Hauptanreisetag. Sarah sollte sich also beeilen, wenn sie die Zimmer noch kontrollieren wollte.
Sie musste sich regelrecht bis zur Rezeption durchkämpfen, um die Schlüssel zu bekommen.
Gerade versuchte sie, möglichst unbemerkt durch eine Gruppe von Männern hindurchzuschlüpfen, als es sie plötzlich wie ein Blitz traf. Der Mann, der da lässig seine Arme auf den Empfangstresen gelegt hatte und scheinbar heftig mit Laura flirtete, kam Sarah mehr als nur bekannt vor. Seine blonden Haare waren etwas kürzer als damals, dennoch war sie sich sicher, dass sie ihn kannte.
Sarahs Herz schlug so heftig, dass sie Angst hatte, jemand könnte es hören. Schon so oft hatte sie sich eingebildet, ihn irgendwo zu sehen. Jedes Mal hatte es sich als Trugbild herausgestellt. So oft hatte sie sich überlegt, wie sie reagieren würde, wenn es dann doch einmal passierte. Doch momentan war ihr Kopf wie leergefegt. Sie konnte es Laura nicht übelnehmen, dass diese sich wie ein verliebtes Schulmädchen aufführte. Ihr war es damals nicht anders ergangen.
Plötzlich wurde Sarah bewusst, dass es besser wäre, wenn sie ihm nicht hier vor allen Leuten begegnen würde und so wich sie schnell zurück. Sie rempelte dabei ein paar Leute an, aber das war ihr egal. Wie von Furien gehetzt, rannte sie zur Treppe. Toni kam ihr entgegen. Seinen verwunderten Ausruf „Wolltest du nicht hoch zu den Zimmern?“ bekam sie nur am Rande mit. Sie murmelte etwas von „vergessen“ und rannte nach unten. Direkt hinter der Treppe gab es einen Zugang zu den Heizräumen, die nur im Notfall betreten wurden. Ein ideales Versteck, um erst mal wieder einen klaren Gedanken fassen zu können.
***
Er war hier! Alexsi Nicolas Morgan, genannt Alex. Deutsche Mutter, Vater Amerikaner mit finnischen Wurzeln. Aufgewachsen in New Jersey. Schulverweis mit sechzehn, seinen Abschluss hatte er später an der Abendschule nachgeholt. Seine Karriere begann er mit fünfzehn, sie war der Grund für seinen Schulverweis, aber auch für seine Entscheidung, den Abschluss später nachzuholen. Er hätte das nicht nötig gehabt. Nach ein paar fruchtlosen Jahren war plötzlich der große Erfolg gekommen, der bis heute anhielt. Ein Ende nicht in Sicht. Vierunddreißig Jahre alt und Schwarm aller Frauen.
Sarah wusste nicht viel über ihn, nicht mehr als alle anderen, die über sein Leben in der Zeitung gelesen hatten. Sie hätte wissen müssen, dass er hier sein würde. Doch sie hatte den Namen der Band, die als Hauptact auftreten sollte, nicht mit ihm in Verbindung gebracht. Irgendwie hatte sie in den letzten Jahren erfolgreich jeden Gedanken an Alex aus ihrem Leben verdrängt. Dabei verband sie viel mit ihm.
Mehr als er selbst ahnen konnte.
***
Es war jetzt ein bisschen über sechs Jahre her. Damals studierte Sarah noch und verdiente sich nebenher ein bisschen Geld, indem sie für eine an ein Hotel angegliederte Eventagentur kellnerte. Eddi, ihr damaliger Chef, merkte jedoch schnell, wie gut sie bei den Gästen ankam, vor allem bei den Prominenten. Sie erstarrte weder vor Ehrfurcht noch brach sie in wildes Kichern aus, wenn sie sie ansprachen, so wie das bei den meisten ihrer Kolleginnen der Fall war. Im Gegenteil, schlagfertig konnte sie jeder Anzüglichkeit mit einem gezielten Konter die Schärfe nehmen. Außerdem sah sie mit ihren langen braunen Locken und den grünen Augen nicht allzu schlecht aus.
Also setzte Eddi Sarah ziemlich bald als „Mädchen für alles“ bei den großen Stars ein. So bekam sie einen ersten Eindruck von dieser Welt und vor allem von den Aufgaben einer Eventagentur, die sich wirklich um alles kümmern musste. Von den besonderen Wünschen, über die Behandlung von Wehwehchen, bis hin zu beinahe magischen Fähigkeiten, wenn es darum ging, Skandale zu vermeiden, indem so wenig Informationen wie möglich über alles was im Hotel passierte, an die Öffentlichkeit gerieten. Gerade letzteres erwies sich oft als die größte Schwierigkeit, denn die Stars selbst taten alles, um ihrem guten Ruf Schaden zuzufügen.
Beinahe täglich mahnte Eddi Sarah, den privaten Kontakt zu ihnen um jeden Preis zu vermeiden. Sie sollte also die geheimsten und komischsten Wünsche erfüllen, ohne je das Gefühl aufkommen zu lassen, sie würde diese Leute kennen. Sie sollte nett sein und zuvorkommend, aber ihnen niemals zu nahe kommen. Er schärfte es ihr dermaßen ein, dass sie im Leben nie gedacht hätte, ihr könnte einmal ein solcher Fehler unterlaufen. Eigentlich hatte sie auch keine Bedenken deswegen, denn sie bekam ja Tag für Tag vor Augen geführt, was mit den Mädchen geschah, die nicht so vorsichtig waren.
Sie blieben mit gebrochenem Herzen auf der Strecke.
Manchmal hatte Sarah tagelang nur damit zu kämpfen, die sexuellen Eskapaden ihrer Gäste um jeden Preis geheim zu halten. Und das, während diese selbst mit ihren Erlebnissen prahlten und sich in aller Öffentlichkeit mit ihrem jeweiligen Betthäschen zeigten. Zum Glück beschränkten sie sich dabei meistens auf das Hotel und die nähere Umgebung.
Wenn man also die Hotelangestellten einigermaßen im Griff hatte, ließen sich Skandale weitgehend vermeiden. Ein paar Mal hatte sie...




