E-Book, Deutsch, 455 Seiten
Reihe: Hell Mode: Unterforderter Hardcore-Gamer findet die ultimative Challenge in einer anderen Welt
Hell Mode: Unterforderter Hardcore-Gamer findet die ultimative Challenge in einer anderen Welt (Light Novel): Band 7
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-98961-046-0
Verlag: JNC Nina
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 455 Seiten
Reihe: Hell Mode: Unterforderter Hardcore-Gamer findet die ultimative Challenge in einer anderen Welt
ISBN: 978-3-98961-046-0
Verlag: JNC Nina
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Gemeinsam mit den größten Helden der Welt hat Allen den legendären S-Rang-Dungeon 'Turm der Prüfungen' bezwungen. Doch die Freude währt nur kurz: Ein dringender Notruf aus dem Heiligen Königreich Elmar reißt ihn und seine Gefährten zurück in den Kampf, und in der Stadt Nil erwartet sie ein Albtraum: Menschen, die sich in wilde Monster verwandelt haben, greifen Unschuldige an, verbreiten Chaos und Angst. Und Nil ist nur der Anfang. Überall schießen mysteriöse Lichtsäulen in den Himmel. Um gleichzeitig an mehreren Schauplätzen eingreifen zu können, teilt sich die Gruppe in drei Teams: Allen, Keel und Sofi stellen sich mit ihren Gefährten der neuen Bedrohung. Drei Wege, ein Ziel: die Welt vor dem Untergang zu bewahren.
Das nächste Abenteuer des Beschwörers des Anfangs beginnt - härter, düsterer und spannungsgeladener als je zuvor!
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Kapitel 1: Das Notsignal aus dem Heiligen Königreich Elmar
Ein Offizier eilte herbei und seine Stimme hallte durch den goldenen Thronsaal des Kaiserpalasts von Baukis, der vor lauter Prunk nur so strotzte.
„Ein Notsignal aus dem Heiligen Königreich Elmar?! Die heilige Stadt Theomenia steht in Flammen ...?!“
Und schon brach in der bis eben stillen Audienzhalle das Chaos aus. Vier Abenteurergruppen waren in diesem Saal zur Audienz bei Kaiser Pupun III. geladen, nachdem sie als Erste den S-Rang-Dungeon bezwungen hatten. Er war voll von Adligen und Ministern, die diesem Ereignis beiwohnen wollten. Als sie den Bericht des Offiziers vernahmen, machten sich überall entsetzte Stimmen breit.
„Theomenia brennt ...?“, murmelte einer.
„War da nicht die Hinrichtung des Anführers dieser komischen Sekte angesetzt ...?“
Dann durchbrach eine donnernde Stimme das Stimmengewirr: „In Flammen? Was soll das heißen – in Flammen?!“, fuhr der Tierprinz Zeu den Offizier mit einem grollenden Brüllen an, dem eines Raubtiers glich.
Er trat vor den knienden Zwergenoffizier, der dem Kaiser Bericht erstatten wollte, beugte sich zu ihm herunter und packte ihn am Kragen.
„Hä? H... He?! Moment mal?!“ Der Zwerg war völlig überrumpelt. Doch der Bestienprinz hob ihn ohne Zögern einfach hoch. Der Größenunterschied war so gewaltig, dass die Füße des Zwergs in der Luft baumelten.
„Was ist mit meiner Schwester?! Was ist mit Shia?!“, fragte der Tiermenschenprinz mit gefletschten Zähnen und von Zorn verzerrtem Gesicht. Nicht nur die versammelten Adligen und Minister, sondern auch Kaiser Pupun III. auf dem Thron starrten fassungslos auf die Szene.
„Hoheit, das ist die kaiserliche Audienzhalle. Ich bitte dich, beruhig dich“, mahnte der Großkanzler in Eile. Zeu zuckte zusammen, als erinnere er sich erst jetzt an den Rahmen, in dem er sich befand.
„Hm? V... Verzeihung.“ Er setzte den Offizier langsam wieder auf den Boden zurück.
Soweit Allen wusste, hatte Prinzessin Shia, Zeus Schwester, vor etwa einem halben Jahr den Anführer der sogenannten Gushara-Heilslehre, auch bekannt als Ketzerglaube, gefangen genommen.
„Also, was genau ist da mit Theomenia passiert?“, fragte nun der Kaiser. Der Offizier begann mit seinem Bericht:
„Nun denn. Vor Kurzem wurde aus der Stadt Nil im Heiligen Königreich Elmar ein Notsignal gesendet. Die Meldung lautete, ‚Die heilige Stadt Theomenia steht in Flammen.‘“
Das Inferno hatte sich etwa zwei Tage zuvor ereignet. Zur Mittagsstunde, als die Hinrichtung von Gushara Selbirol – dem Anführer der Gushara-Heilslehre – vollstreckt werden sollte, schoss plötzlich eine gewaltige Feuersäule vom zentralen Platz in Theomenia in den Himmel. Pechschwarze Flammen stiegen senkrecht auf, breiteten sich dann seitlich aus, verschlangen den benachbarten Tempel und griffen schließlich auf die gesamte Stadt über. Die Nachricht und das Notsignal stammten von einem der Priester, dem die Flucht aus Theomenia gelungen war.
Offenbar hatte Großpapst Istahl Kumes während der Exekution versucht, die Flammen mit aller Macht zurückzuhalten. Zwar hatte er es letztlich nicht verhindern können, dass die Stadt im Feuer unterging, doch sein Einsatz verschaffte wertvolle Zeit, in der mehreren Priestern die Flucht gelang.
Sie schlugen sich zwei Tage lang durch – stets darum bemüht, andere Überlebende zu beschützen – und erreichten schließlich die nächstgelegene Stadt Nil. Von dort wurde dann das Notsignal an die gesamte Welt gesendet. Was aus Großpapst Istahl geworden war, wusste niemand.
„Ein Notsignal an die ganze Welt? Was soll das heißen?“, fragte Admiral Galara.
Das Heilige Königreich Elmar lag auf dem Südostzipfel des Zentralen Kontinents, genauer gesagt auf dem Kontinent Galliat. Es war Mitglied eines Staatenbunds, der sich aus mehreren Ländern zusammensetzte. So groß das Feuer auch war – letztlich war es ein Brand. Was gebraucht wurde, waren Löscharbeiten und Rettungseinsätze. Hilfe aus den Nachbarländern wäre da doch logischer gewesen. Doch die Antwort des Offiziers auf Admiral Galaras Frage übertraf selbst Allens Erwartungen.
„Jawohl, offenbar haben sich einige der Überlebenden aus Theomenia in Monster verwandelt.“
„Was hast du gesagt?! In Monster?! Was soll das heißen – meinst du Magische Bestien?!“ Der erschrockene Aufschrei hallte durch die große Halle, laut genug, um die Wände erzittern zu lassen.
„Dem Bericht des Priesters zufolge, der das Notsignal abgesetzt hat, gab es weitere Flüchtlinge – sowohl Kleriker als auch einfache Stadtbewohner – die etwas später entkommen konnten. Doch ihr Verhalten war seltsam. Als sich ein heilkundiger Priester näherte, um sie zu untersuchen, wurden sie plötzlich von ihnen angegriffen.“
„Haben sich also Menschen, die dem Feuer entkommen sind, in Monster verwandelt? Oder haben sich Monster unter die Überlebenden gemischt und dann zugeschlagen?“
„Das ließ sich nicht mehr genau feststellen. Der Angriff kam so plötzlich, dass keine Zeit blieb, um Genaueres herauszufinden.“
Was auch immer geschehen war – eines stand fest: Die Angreifer waren keine Menschen.
„Hm ... Es könnte sich um eine Bestie handeln, die Menschen in Monster verwandelt.“ Admiral Galara wirkte nachdenklich. Offenbar vermutete er, dass eine Art Zauber oder Skill eingesetzt worden war, der die Menschen in magische Bestien verwandelte. Auch Allen musste an den Unterricht an der Akademie denken: In dieser Welt existierten Monster, die Menschen angriffen und sie zu ihresgleichen machen konnten – insbesondere bei Untoten oder Vampiren war das angeblich oft der Fall.
„Diese Monster – oder was auch immer aus den Menschen geworden ist – haben sich in den letzten zwei Tagen immer weiter vermehrt und sind den überlebenden Priestern gefolgt. Als sie Nil erreichten, hatten sich so viele angesammelt, dass sie die Stadt bereits umzingelten. Wenn nichts unternommen wird, fällt auch Nil in Kürze.“
Angesichts dieser drohenden Ausweitung der Katastrophe – nicht nur auf Theomenia und Nil, sondern womöglich auf den gesamten Staatenbund – hatten sich die überlebenden Priester dazu entschlossen, ein weltweites Notsignal abzusetzen.
„Das könnte bedeuten ...“ Helmios der Held sprach mit leiser, gespannter Stimme.
„Ja. Es besteht der Verdacht, dass das Artefakt des Feuergotts Freyar eingesetzt wurde.“ Allen griff Helmios’ Gedankengang auf.
Dass die Dämonenarmee das Artefakt des Feuergottes Freyar gestohlen hatte, wussten nicht nur seine eigenen Gefährten, sondern auch Helmios, Prinz Zeu, Admiral Galara sowie deren jeweilige Gruppen. Wenn es sich wirklich um ein Artefakt handelte – eine Quelle göttlicher Macht –, dann wäre es ohne Weiteres in der Lage, eine ganze Stadt mit einem einzigen Ausbruch in Flammen aufgehen zu lassen.
„Dann war das also wieder ein Angriff der Dämonenarmee ...?! Keel bebte vor Zorn, die Schultern gestrafft, die Fäuste geballt. Helmios legte ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter.
„Dann haben wir keine Wahl – wir müssen eingreifen.“ Seine feste, klare Stimme ließ Jubelrufe unter den Adligen aus Baukis laut werden.
„Typisch Helmios der Held.“
„Er hat uns schon einmal vor der Dämonenarmee gerettet – und tut es wieder?!“
„Jetzt ist das Heilige Königreich Elmar gerettet?!“
In Baukis war der Glaube an Dungeonmeister Di Gragni weitverbreitet. Sein „Turm der Prüfungen“ zog nicht nur viele Abenteurer an, sondern war auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für das ganze Land. Früher jedoch war der Glaube an Freyar, den Feuergott, landläufig. Zwar hatte Di Gragnis Einfluss zugenommen, doch unter Schmieden wie Meister Habarak oder in bestimmten Regionen wurde Freyar weiterhin verehrt.
Neben Freyar wurden auch andere Gottheiten wie der Kriegsgott und die Göttin des Überflusses angebetet – doch allen Glaubensrichtungen gemeinsam ist der übergeordnete Glaube an den Herrn der Schöpfung Elmea. Darum jubelten die Adligen auch über Helmios’ Worte: Seine Taten galten im Grunde allen Göttern, denen sie dienten.
„Helmios, würdest du aufbrechen? Ich setze große Erwartungen in deinen Einsatz. Admiral Galara – wirst du ihn begleiten und das Heilige Königreich Elmar unterstützen?“
„Jawohl.“
Galara trat vor den Kaiser und verbeugte sich tief.
...
Natürlich sah man ihm an, dass er in Luxus aufgewachsen war. Aber dass er sofort entschied, Hilfe zu schicken, hinterließ einen besseren Eindruck, als Allen erwartet hatte. Allerdings mischte sich nun der Großkanzler ein: „Majestät, mit Verlaub: Gerade in solch unruhiger Lage sollten wir Admiral Galara in der Heimat behalten, um die Verteidigung unseres Landes zu stärken.“
Allen warf einen Blick durch den Saal. Unter den versammelten Adligen und Ministern bemerkte er mehrere, die dem Kanzler mit einem leichten Nicken zustimmten.




