E-Book, Deutsch, 430 Seiten
Reihe: Hell Mode: Unterforderter Hardcore-Gamer findet die ultimative Challenge in einer anderen Welt
Hell Mode: Unterforderter Hardcore-Gamer findet die ultimative Challenge in einer anderen Welt (Light Novel): Band 8
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-98961-047-7
Verlag: JNC Nina
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 430 Seiten
Reihe: Hell Mode: Unterforderter Hardcore-Gamer findet die ultimative Challenge in einer anderen Welt
ISBN: 978-3-98961-047-7
Verlag: JNC Nina
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Die Armee des Dämonenfürsten hat sich die Macht des Feuergottes Freyar einverleibt. Gushara, Anführer des 'Kults des Bösen Gottes', entfesselt in mehreren Regionen gleichzeitig den Krieg, indem er seine Anhänger in Monster verwandelt. Um alle Orte gleichzeitig retten zu können, teilen sich Allen und seine Gefährten in drei Teams auf. Nach der Vernichtung der Monster vereinen sie sich wieder, um mit Tierprinzessin Shia gegen Bascq, den König des Blutvergießens, zu kämpfen.
Im Verlauf des erbitterten Kampfs zerstören Allen und seine Kameraden einen Altar nach dem anderen - bis sie das Heiligtum auf der 'schwebenden Insel', dem Hauptquartier der Feinde, erreichen. Dort erwarten sie Gushara, inzwischen selbst ein Dämonengott, und ein weiterer mächtiger Dämon.
Mitten im brutalen Angriff droht der Tod: Werden es alle von Allens Gefährten überleben ...?
Der finale Showdown mit dem Kult beginnt - und die bisher größte Krise für die 'Hardcore-Gamer'!
Weitere Infos & Material
Kapitel 1: Team Allen – Die Wiedervereinigung mit Shias Truppen
Im Südosten des Zentralkontinents lag der Kontinent Galiat, ein Zusammenschluss zahlloser kleiner und mittlerer Staaten. Einer davon war das heilige Königreich Elmar, das Elmea dem Herrn der Schöpfung huldigte und zugleich die heiligste Stätte der Elmea-Kirche beherbergte: die Hauptstadt Theomenia.
Dort hätte die öffentliche Hinrichtung von Gushara stattfinden sollen, dem Anführer der auf dem ganzen Kontinent gefürchteten Gushara-Heilskirche – im Volksmund auch als „Ketzerkult“ bekannt. Doch das Ganze entpuppte sich als Teil eines groß angelegten Invasionsplans der Dämonenarmee.
Gushara hatte sich das heilige Artefakt der Feuergottheit Freyar unter den Nagel gerissen, das die Dämonenarmee einst aus dem Götterreich geraubt hatte. Mit diesem Artefakt setzte er Theomenia in Brand und verwandelte die Bewohner in „Inkarnationen des bösen Gottes“ – in furchterregende Monster.
Es hieß, wer von diesen Monstern verwundet oder getötet wurde, würde selbst zu einem von ihnen.
Um die Invasion zu stoppen, reisten Allen und seine Gefährten nach Galiat und besiegten dort in Theomenia den Dämonengott Lykaolon.
Am Altar im Tempel von Theomenia, den Lykaolon bewacht hatte, entdeckten sie einen mächtigen Lichtstrahl, der in Richtung einer schwebenden Insel in der Mitte des Kontinents emporragte.
Sie stellten fest, dass ähnliche Lichtstrahlen auch aus anderen Regionen in Richtung dieser Insel aufstiegen.
Allen und seine Gefährten teilten sich daraufhin in drei Teams auf, um die Ursprungsorte der Lichtstrahlen aufzusuchen und dort gegen die Dämonenarmee zu kämpfen.
Das Ost-Team mit Sofie, Meruru und Folmar erreichte ein Netz aus Oasenstädten in der Wüste. Dort arbeiteten sie mit einem Dorf der Dunkelelfen zusammen, um die Gegend von Monstern zu befreien.
Das Süd-Team, bestehend aus Keel, Krenna und Mels, kämpfte im Flussdelta, das die Grenze zwischen dem Königreich Kalbarna und der Republik Karlonea bildete. Zusammen mit einer Truppe aus dem Königreich Kalbarna hielten sie die Monster auf, die aus Richtung Karlonea vordrangen.
Allen, Cecile und Dogora bildeten das West-Team. Sie eilten nach Krevule, in das Königreich der Fischmenschen, das wie die anderen Regionen auch sehr unter den Angriffen der Monster zu leiden hatte.
Begleitet vom Surren der Flügel von Allens beschworenen Riesenhornnissen, hörte Allen Ceciles besorgte Stimme: „Allen, wir kommen schon noch rechtzeitig, oder?“
„Ja, Cecile. Aber es ist verdammt knapp.“
Noch als Allen antwortete entdeckte er schon auf der aus Erde errichteten Schutzmauer eine Gestalt, die die Tierprinzessin Shia sein musste – umzingelt von Monstern. Ohne zu zögern setzte Allen auf seinem Greifen zum Sturzflug auf sie an.
Extraskills hatten meist eine Abklingzeit von einem ganzen Tag. Selbst wenn man keine konkreten Daten dazu kannte, spürte man es intuitiv. Niemand setzte sie leichtfertig ein. Dass sie nun dermaßen ungehindert eingesetzt wurden, bedeutete, dass die Lage äußerst kritisch geworden war. Es war ein Kampf auf Leben und Tod.
Wenn gleich mehrere Personen ihre Extraskills auf einmal aktivierten, dann war das – vor allem im Krieg gegen die Dämonenarmee – oft ein Zeichen dafür, dass ein Stützpunkt kurz vor dem Fall stand oder die Front nicht mehr zu halten war.
In solch einer Situation blieben nur zwei Möglichkeiten: Durchbruch oder Rückzug.
Und diesmal hatten sie es offenbar gerade noch rechtzeitig geschafft, bevor es zum Äußersten kam.
„Allen, Kopf runter!“, schrie Dogora. Allen gehorchte instinktiv und im selben Moment klirrte ein Pfeil am Metallschild, den Dogora über ihnen schützend hochgerissen hatte.
Anscheinend hatten einige der Tiermenschenkrieger ihnen aus Unsicherheit, ob Freund oder Feind, für alle Fälle einen Warnschuss verpasst.
„Danke. Aber so können wir nicht zusammen kämpfen. Ich muss erst mit ihnen reden. Dogora, halt den Schild höher und schütz uns weiterhin.“
Allen drückte mit Cecile hinter Dogoras Schild oder eher hinter Dogora selbst.
„Was soll das denn?!“, blaffte Dogora, doch Allen schenkte dem keine Beachtung.
Stattdessen winkte er der Tierprinzessin Shia, die vor der Schutzmauer stand. Ein Nashorn-Tiermensch an ihrer Seite winkte zurück und gab den Befehl, das Feuer der Bogenschützen einzustellen.
Allen, Dogora und Cecile landeten vor der Tierprinzessin. Shia hielt einen bewusstlosen Hirsch-Tiermenschen im Arm, der offenbar schwer verletzt war.
Entgegen seiner Erwartungen griff sie nicht sofort an – obwohl Allen vom Tierprinzen Zeu gehört hatte, sie sei eine stolze, wilde Kriegerin, die den Beinamen „Kriegerprinzessin“ trug.
Stattdessen strahlte sie eine ungeahnte Ruhe und mitfühlende Wärme aus, als sie den verletzten Gefährten sanft im Schoß hielt.
„Und wer seid jetzt ihr?“, fragte der Nashorn-Tiermensch misstrauisch und trat beschützend vor Shia, wobei er bedrohlich seinen gewaltigen Kriegshammer hielt.
„Mein Name ist Allen, S-Rang-Abenteurer. Wir wollen euch helfen.“
Allen nannte laut und deutlich seinen Rang und seine Absicht, sodass es auch Shia hören konnte. Normalerweise hätte er sich nicht einfach so als S-Rang vorgestellt, aber Zeu hatte ihm gesagt, dass er regelmäßig mit Shia im Austausch stehe.
„Allen? Der, der mit meinem Bruder unterwegs war?“
„Genau der. Prinz Zeu hat mich beauftragt, euch zu unterstützen.“
„Hm …“ Shia verzog leicht das Gesicht. Vielleicht war ihr die Vorstellung unangenehm, dass sie auf die Hilfe von Zeu angewiesen war.
Jetzt, wo Allen darüber nachdachte … Zeu war ein Löwen-Tiermensch, Shia hingegen ein Tiger-Tiermensch.
„Er ist schwer verletzt. Ich setze einen Heiltrank ein.“
Ohne auf Zustimmung zu warten, zog Allen einen Segen des Himmels aus seiner Aufbewahrung und aktivierte ihn. Augenblicklich heilten die Verletzungen der Tier- und Fischmenschen im Wirkungsbereich. Einige blickten kurz erstaunt auf, doch sie kehrten gleich wieder ins Kampfgetümmel zurück.
Allen warf einen Blick auf den Hirsch-Tiermenschen in Shias Schoß. Der Oberkörper war bereits von schwarzer, ledriger Haut überwuchert – sein Körper begann sich zu verwandeln.
„Für ihn könnte das hier besser wirken.“
Allen holte eine Aromapflanze hervor und setzte sie ein. Aus dem Körper des Sterbenden stieg schwarzer Dunst auf, der sich im Sonnenlicht auflöste und im nächsten Moment regenerierte sich der Hirsch-Tiermensch mit unglaublicher Geschwindigkeit zurück zu seiner ursprünglichen Gestalt. Verwirrt blinzelte er und richtete sich langsam auf.
„Ganz wie mein Bruder es beschrieben hat. Dann sind diese riesigen Schwärme also tatsächlich die sogenannten Beschwörungen, von denen er gesprochen hat“, murmelte Prinzessin Shia, als sie dem Hirsch-Tiermenschen aufhalf.
„Aber wenn ihr sagt, dass ihr uns helft, ich habe nichts, was ich euch geben könnte. Ich kann dich nicht belohnen.“
„Natürlich nicht. Unser wichtigstes Ziel ist es, die Inkarnationen des bösen Gottes vollständig auszuschalten.“
„Inkarnationen des bösen Gottes? Hat das etwas mit dem zu tun, was vorhin mit Hauptmann Ras geschehen ist?“
„Ganz genau. Ras ist jetzt außer Gefahr. Er wird sich nicht mehr in eines dieser grässlichen Monster verwandeln. Ich erkläre euch später alles im Detail.“
Alles klar.“
Allen wusste, dass es nun vor allem darum ging, die Verteidigung aufrechtzuerhalten. Er löschte seinen beschworenen Greifen und nutzte den frei gewordenen Slot, um einen Falken zu rufen, der sich sofort in die Lüfte schwang.
Dann aktivierte er seinen erweckten Skill Adlerauge und verschaffte sich aus der Vogelperspektive einen Überblick über das Schlachtfeld.
Mit Adlerauge konnte Allen ein Gebiet mit einem Radius von 100 Kilometern vollständig überblicken – bis hin zu einzelnen Blättern an den Bäumen oder kleinen Kieselsteinen.
Wie viele Details tatsächlich verarbeitet werden konnten, hing dabei von der Intelligenz des teilenden Beschwörers ab. Mit seiner nahezu fünfstelligen Intelligenz war Allen in der Lage, die Anzahl der Inkarnationen des bösen Gottes im gesamten Sichtfeld exakt zu bestimmen. Darüber hinaus konnte er erkennen, dass die Feinde von Westen her ununterbrochen nachrückten, auch aus Bereichen jenseits seiner Sichtweite.
An vielen Stellen entlang ihrer Marschroute zeigten sich Spuren heftiger Kämpfe – ein klarer Hinweis darauf, dass Prinzessin Shia und ihre Truppen unter hohen Verlusten verbissen gekämpft hatten, die Bevölkerung von Krevule zu beschützen.




