Henke | Wenn mein Herz dich findet | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 229 Seiten

Reihe: Herzkonfetti

Henke Wenn mein Herz dich findet

Liebesroman | Herzkonfetti - Band 3: Eine Geschichte voller Schicksal und Romantik in Cornwall
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-96148-774-5
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Liebesroman | Herzkonfetti - Band 3: Eine Geschichte voller Schicksal und Romantik in Cornwall

E-Book, Deutsch, Band 3, 229 Seiten

Reihe: Herzkonfetti

ISBN: 978-3-96148-774-5
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Einfühlsam, bewegend und sehr gefühlvoll: Der Liebesroman »Wenn mein Herz dich findet« von Romance-Queen Sandra Henke jetzt als eBook bei dotbooks. Sie hat immer davon geträumt, die große Liebe zu finden - doch inzwischen glaubt Stella nicht mehr, dass irgendwo dort draußen das Glück auf sie wartet. Erst als sie in Cornwall dem Maler Simon begegnet, fühlt sie neue Hoffnung: Wird sein unwiderstehliches Lächeln ihr gebrochenes Herz heilen können? Langsam, ganz langsam beginnt Stella, den Schutzpanzer zu lockern, den sie um sich aufgebaut hat. Aber dann findet sie heraus, dass Simon ein dunkles Geheimnis hütet. Sie weiß, sie sollte ihn vergessen ... oder kann sie doch einen Weg finden, die Schatten genau so zu lieben wie das Licht? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das mitreißende Romantik-Highlight »Wenn mein Herz dich findet« von Sandra Henke, ursprünglich veröffentlicht unter dem Titel »Mein Herz ist ein Chamäleon«. Wer liest, hat mehr vom Leben! dotbooks - der eBook-Verlag.

Sandra Henke, geboren 1973, gehört zu den Autorinnen, die sich nicht auf ein Genre beschränken, sondern ihre Leserinnen auf die unterschiedlichste Art begeistern - mit großen Liebesgeschichten, mit »Paranormal Romance« und erotischer Literatur. Unter dem Namen Laura Wulff veröffentlicht Sandra Henke außerdem erfolgreich Thriller. Sie lebt, glücklich verheiratet, in der Nähe von Köln. Mehr Informationen finden sich auf den Websites der Autorin (www.sandrahenke.de), auf Facebook (https://www.facebook.com/sandra.henke.autorin) und auf Instagram (www.instagram.com/sandra.henke.liebesromane). Bei dotbooks veröffentlichte Sandra Henke die Hot-Romance-Trilogie »London Lovers - Geheime Verführung«, »London Lovers - Gefährliche Küsse« und »London Lovers - Verbotene Gefühle«, die Romane »Jenseits aller Tabus«, »Flammenzungen«, »Die Maske des Meisters«, »Opfer der Lust«, »Loge der Lust«, »Lotosblüte« und »Vampire's Kiss - Gebieter der Dunkelheit«, der auch im Sammelband »Shadow Kiss« erhältlich ist, und die Contemporary-Romance-Highlights »Wo mein Herz dich sucht«, »Wer mein Herz gefangen nimmt«, »Wenn mein Herz dich findet« und »Was mein Herz sich wirklich wünscht«, sowie den Sammelband »Fürstenkuss«, der die romantischen Romane »Verbotene Küsse«, »Prinzessin unter falschem Namen« und »Obwohl ich dich nicht lieben wollte« vereint. Unter dem Namen Laura Wulff veröffentlichte Sandra Henke bei dotbooks die Thriller »Leiden sollst du«, »Nr.13« und »Opfere dich«. Gemeinsam mit Kerstin Dirks verfasste Sandra Henke außerdem die erotische Trilogie über die Vampirloge Condannato, die ebenfalls bei dotbooks erschienen ist: »Die Condannato-Trilogie - Erster Band: Begierde des Blutes«, »Die Condannato-Trilogie - Zweiter Band: Zähmung des Blutes« und »Die Condannato-Trilogie - Dritter Band: Rebellion des Blutes«
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Kapitel 2


Ein Ruck geht durch mich hindurch. Er presst mir die Luft aus den Lungen. Durch den kräftigen Zug werde ich nach vorne gerissen. Ich stolpere über ein Grasbüschel auf der Klippe, schwanke vorwärts und lande in den Armen des Fremden. Seine Faust umklammert noch immer meinen dünnen Baumwollhoodie.

Schwer atmend sehe ich zu ihm auf. Ist er es wirklich? Steht wahrhaftig Paul Gold vor mir? Meine Knie werden wieder weich, kaum dass ich von ihm auf die Füße gezogen wurde. Fasziniert starre ich ihn an. Ich lege den Kopf schräg und mustere ihn ausgiebig.

Wenn der Typ lächelt, wie jetzt gerade, geht selbst in dieser Tristesse die Sonne auf. Er nimmt mich wahr, konzentriert sich vollkommen auf mich, ist ganz bei mir – das passiert mir höchst selten. Normalerweise sieht man eher durch mich hindurch, als wäre ich aus Pergament. Meine Wangen brennen.

Nein, das ist nicht Paul Gold. Als Jugendliche habe ich ihn angeschmachtet, weil er umwerfend aussieht und weil ich mich der Illusion hingegeben habe, ein Magier könnte Matthew und Maureen in liebevolle Eltern verwandeln.

Wie ähnlich der junge Mann, in dessen Armen ich noch immer liege, Paul sieht! Aber seine Haare sind nur gefärbt, nicht echt blond, das verrät mir der dunkle Ansatz. Seine Augen leuchten zwar ebenfalls blau, allerdings viel heller, hell wie Eiskristalle. Kleine, aber feine Unterschiede, allerdings ist die hypnotische Wirkung auf mich dieselbe. Ich will mich aus seiner Umarmung befreien, bin jedoch unfähig mich zu bewegen.

Nun begreife ich, dass sein grimmiger Gesichtsausdruck von vorhin kein Zeichen von Wut, sondern von Entschlossenheit war. Durch den Schreck hatte ich das falsch gedeutet. Ich bin es einfach nicht gewohnt, dass Menschen mir helfen, weil sie sich üblicherweise verhalten, als wäre ich nicht da.

Er fasst meine Schultern an und schiebt mich etwas von sich fort. Prüfend mustert er mich. »Ist alles in Ordnung mit dir?«

Der Schock sitzt mir noch in den Gliedern, aber ich nicke.

»Entschuldige! Ich wollte dich nicht erschrecken.«

»Ich hatte dich nicht kommen hören.« Er kann ja nichts dafür, dass er Ähnlichkeit hat mit meinem Teenagerschwarm Paul Gold, bekannt durch seine Las Vegas-Auftritte und Zaubershows im Fernsehen. Ich habe aufgehört, ihn anzuschmachten, als ich endlich wahrhaben wollte, dass sein Zauber nur Illusion ist und nicht einmal der Magier meine Welt in ein Märchen verwandeln könnte. Mit der Schwärmerei für ihn erloschen auch die Hoffnungen auf eine Verbesserung meiner Situation. Noch immer hängt ein Poster von ihm an der Innenseite meiner Kleiderschranktür. Ich habe mich nie lange genug zuhause aufgehalten, um es abzuhängen.

Eindringlich blickt der Mann mich an. »Du solltest dich von der Kante fernhalten. Sie könnte abbrechen oder du könntest abrutschen.«

»Ich bin das erste Mal in Cornwall.«

»Besuchst du Verwandte?«

Ich schüttele den Kopf.

»Wohnst du im Seaside Hotel?«

»Nein, dort unten.« Mit einem Kopfnicken deute ich auf das Herrenhaus in der Senke.

»Dem Sanatorium?«

»Es ist eine psychiatrische Einrichtung.«

Seine Brauen heben sich. »Ich dachte, es würde sich um eine Kurklinik handeln.«

»Das ist nur Fassade. Reiche tauchen hier unter, um sich behandeln zu lassen. Oder sie werden von ihren Familien in diese Einöde abgeschoben, damit niemand merkt, dass sie gaga sind.«

»Du bist nicht gaga.«

»Woher willst du das wissen?«

»Du machst einen netten Eindruck.« Erneut schenkt er mir ein gewinnendes Lächeln.

Paul ist nicht halb so attraktiv wie dieser Typ vor mir, denke ich. Während Gold eher kühl wirkt, ganz der mysteriöse Showmagier, bringt der Unbekannte mit seinem Schmunzeln Stein zum Schmelzen. Verwirrt mache ich mich von ihm los. Ich habe nicht gewusst, dass ich noch zu solchen Gedanken fähig bin. Ist das nun gut oder schlecht?

In den vergangenen Jahren hat sich mein Standpunkt dem Leben gegenüber gefestigt: Ich mag es nicht! Es meint es nicht gut mit mir. Darum gibt es keinen Grund, an ihm festzuhalten. Gerade schmilzt das Ausrufezeichen hinter dieser Meinung zu einem Fragezeichen, als würden wegen dem Fremden sogar Satzzeichen zerfließen.

»Simon.« Der Name zerreißt die Stille des Schweigens wie ein Paukenschlag.

Seine warme Bariton-Stimme holt mich aus meinen Grübeleien. Scheu sehe ich unter langen Wimpern zu ihm auf. »Wie bitte?«

»So heiße ich.« Er zwinkert.

»Mein Name ist Stella.«

»Du hast ja Gänsehaut.« Erneut tritt er dicht an mich heran. Er streichelt über meinen Hals.

Ich nehme die Berührung kaum wahr, denn meine Empfindungen drohen genauso abzusterben wie mein Innerstes. Aber das erste Mal seit einer Ewigkeit bedauere ich das.

Simon zieht seine Jacke aus und hängt sie über meine Schultern. Regentropfen fangen sich in den Wollfäden seines schwarzen Norwegerpullovers. Erst jetzt bemerke ich, dass es regnet.

»Du bist ja ganz durchnässt!« Behutsam fährt er mit den Fingern durch meine feuchten Haare. »Du musst aus den Klamotten raus, sonst wirst du noch krank.«

»Ich will noch nicht zurück.« Das Sanatorium ist zwar keine geschlossene Einrichtung, dennoch befürchte ich, dass man mich in Zukunft bewachen könnte, weil ich nach dem Aufnahmegespräch und der Rundführung am Nachmittag gegangen bin, ohne Bescheid zu geben.

»Wenn du möchtest, kannst du dich bei mir aufwärmen. Siehst du das Haus dort hinten auf der Klippe? Es ist nicht weit.«

Mein Blick folgt seinem Zeigefinger in die entgegengesetzte Richtung des Sanatoriums zu einem zweistöckigen Steingebäude. Die Rundbauweise erinnert entfernt an eine Burg, als hätte der ständige Küstenwind die Ecken rund geschliffen. Die Solarzellen auf dem Dach lassen jedoch erahnen, dass es modern ausgestattet ist.

»Es hat sogar einen Kamin. Genug Feuerholz ist auch da.« Er reibt über seinen Dreitagebart und wirkt ungeduldig. »Also?«

Ich zögere, denn ich bin nicht hier, um Freundschaften zu schließen. Genau genommen vermeide ich inzwischen sogar jegliche Art von Beziehungen. Bindungen tun weh. Man freundet sich an, wird auseinander gerissen und hört nie wieder von einander. An einem neuen Ort fängt man von vorne an, bis sich der nächste Abschied ankündigt. Aber ich habe den schmerzhaften Kreislauf durchbrochen, indem ich alleine bleibe.

»Tee ist im Service inbegriffen.« Sein Lächeln wird geradezu sexy. »Oder Wein, ganz wie du magst.«

Bevor ich ablehnen kann, legt er den Arm um mich und führt mich vom Abgrund weg. Ich will protestieren, doch meine Lippen zittern zu sehr, um Worte zu formen. Zumindest schiebe ich mein Schweigen darauf.

Seite an Seite spazieren wir den Küstenwanderweg entlang – weg vom Sanatorium, das für mich trotz der Plüschsessel, der geräuschdämpfenden Teppiche und des vordergründig stets gutgelaunten Personals ein kalter Ort ist, und hin zu dem außergewöhnlichen Gebäude, das mich immer neugieriger macht, je näher ich ihm komme. Genau genommen bezieht sich meine Neugier eher auf Simon. Was verschlägt einen jungen Mann an diesen öden Ort?

»Wie alt bist du?« Ich tue mich schwer darin, sein Alter zu schätzen. Sein jungenhaftes Lächeln steht im Gegensatz zu seiner männlichen Ausstrahlung.

»Fünfundzwanzig.«

Der Wind peitscht mir die Haare ins Gesicht. Simon schiebt sie fürsorglich hinter meine Ohren und hält sie als Zopf in meinem Nacken zusammen. Geduldig zähle ich bis zehn, dann platze ich heraus: »Willst du nicht wissen, wie alt ich bin?«

»Ich bin davon ausgegangen, dass du es mir von selbst sagst.«

»Und wenn nicht?«

»Hätte ich gefragt.«

»Ich bin mir da nicht sicher.« Vielleicht reicht sein Interesse an mir nicht so weit.

»Jetzt wirst du es nie erfahren.« Mit seinem Körper schirmt er mich vom Sturm ab. »Verrätst du mir dein Alter trotzdem?«

»Rate!«

»Hm«, macht er, bleibt stehen und mustert mein Gesicht. Während er nachdenkt, wuschelt er durch seinen zotteligen Haarschnitt, der irgendwo zwischen Rocker- und Surfer-Style liegt. »Siebzehn.«

»Was?«

Sachte zieht er mit dem Finger einige Linien in meinem Gesicht nach. »Achtzehn höchstens.«

»Das kann nicht dein Ernst sein.« Eingeschnappt versuche ich, mich von ihm loszureißen, doch er hält mich fest.

»Es tut mir leid, wenn ich dich beleidigt habe.«

»Ob du’s glaubst oder nicht, ich bin einundzwanzig!«

»Selbstverständlich glaube ich dir.« Mit dem Arm um meine Schultern schiebt er mich voran und bricht meinen Widerstand binnen Sekunden. »Du bist sehr dünn, vielleicht lässt dich das mädchenhafter aussehen. Freu dich doch. Andere Frauen wären froh, wenn man sie jünger schätzen würde.«

»Wenn ich vierzig bin und man mich für dreißig hält, werde ich so denken, aber doch nicht ...« Abrupt verstumme ich. Habe ich gerade gesagt, ich werde vierzig Jahre alt werden? Noch am Morgen hätte ich nicht darauf gewettet, dass ich diesen Tag überleben werde. Verunsichert schaue ich zu Simon auf. Er bringt mich von meinem Kurs ab. Das macht mir Angst, weil ich mich hinter meiner Abneigung gegen alles und jeden verbarrikadiert habe, um nicht wieder verletzt zu werden. Aber dass er solche Auswirkungen auf mich hat, fasziniert mich auch. Vielleicht ist er doch ein Zauberer.

»Warte!« An der Haustür bleibt er stehen. Während er den Schlüssel aus der Tasche holt, sagt er mehr zu sich selbst als zu mir: »Ich werde für dich kochen. Genau, das werde ich tun. Damit du etwas auf die Rippen bekommst und so alt aussiehst, wie du bist. Diese Rundumbetreuung biete ich nicht jedem Gast an.«

Etwas erwacht in...



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