Herbstritt | Bundesbürger im Dienst der DDR-Spionage | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band Band 029, 459 Seiten

Reihe: Analysen und Dokumente der BStU

Herbstritt Bundesbürger im Dienst der DDR-Spionage

Eine analytische Studie
1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-647-35021-9
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

Eine analytische Studie

E-Book, Deutsch, Band Band 029, 459 Seiten

Reihe: Analysen und Dokumente der BStU

ISBN: 978-3-647-35021-9
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Format: PDF
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In den Jahren der deutschen Teilung entfaltete die DDR eine intensive Spionagetätigkeit gegen die Bundesrepublik Deutschland. Dabei verstand sie es geschickt, die Besonderheiten eines geteilten Landes für ihre Zwecke auszunutzen. Nach der Wiedervereinigung musste sich die bundesdeutsche Justiz mit diesem Kapitel deutscher Geschichte intensiv auseinandersetzen. Ausgehend von den hierbei gewonnenen Erkenntnissen untersucht die vorliegende Studie zunächst systematisch eine wesentliche Gruppe der damaligen Akteure: Bundesbürger, die sich als Inoffizielle Mitarbeiter in den Dienst der DDR-Spionage stellten. Dabei tritt einerseits die Trivialität der Spionage immer wieder überraschend zutage. Andererseits zeigt sich, dass die »Westarbeit« des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit über die klassische Spionagetätigkeit weit hinausging, weshalb auch auf die Opfer der DDR-Spionage hingewiesen wird. Anhand erstmals ausgewerteter Quellen aus dem Archiv des Ministeriums für Staatssicherheit kann schließlich gezeigt werden, dass der spürbare politische und wirtschaftliche Niedergang der DDR in den achtziger Jahren auch die geheimdienstliche Westarbeit vor zunehmende Probleme stellte. Auch einige bekannte Spionagefälle erscheinen so in einem neuen Licht. Das mit so vielen Mythen behaftete Thema wird somit auf angenehme und kompetente Weise demystifiziert.

Dr. Georg Herbstritt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Stasi-Unterlagen-Archiv und beschäftigt sich vor allem mit der »Westarbeit« des früheren Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Inhalt;6
2;Einleitung;10
2.1;1. In den Niederungen der Spionage;10
2.2;2. Spionageprozesse: Kontroversen und historischer Erkenntnisgewinn ;15
2.2.1;2.1 Umstrittene Spionageprozesse;15
2.2.2;2.2 Der juristische Orientierungsrahmen für die Aufarbeitung;31
2.2.3;2.3 Strafverfahren als Quellengrundlage;45
2.2.3.1;2.3.1 Die Quellenbasis der Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden;45
2.2.3.2;2.3.2 Die SIRA-Datenbank der HV A;55
2.2.4;2.4 Zum Begriff »West-IM«;65
2.3;3. Umstrittene Statistik: Wie viele West-IM hat es gegeben?;71
2.4;4. Forschungsstand und Literatur;86
3;Teil 1: Ein Kollektivporträt: Zur Sozialstruktur des West-IM-Netzes;100
3.1;1. Vorbemerkung: Die Ziele der MfS-Westarbeit.Ein kurzer Überblick;100
3.2;2. Klassische Rollenverteilung und Familienverhältnisse;104
3.3;3. Berufliche Qualifikation: Akademiker bevorzugt;116
3.4;4. Altersstruktur;123
3.5;5. Politisch engagiert: West-IM in Parteien und Volksvertretungen;128
3.5.1;5.1 West-IM als Mitglieder politischer Parteien;128
3.5.2;5.2 West-IM als Volksvertreter;134
3.6;6. »Gastarbeiter« beim MfS: West-IM nichtdeutscher Herkunft;149
4;Teil 2: Aspekte der Agentenrekrutierung;170
4.1;1. Methoden der Agentenrekrutierung: Kategorien der HV A;170
4.2;2. Ein besonderes IM-Potenzial: Bundesbürger, die in die DDR übersiedeln wollen;175
4.3;3. Übersiedlungs-IM: Einschleusung von DDR-Bürgernals IM in die Bundesrepublik;182
4.4;4. West-IM werben West-IM;195
4.4.1;4.1 Überblick;195
4.4.2;4.2 West-Jugendliche im Visier (I): Eltern als Agentenwerber;199
4.5;5. IM-Rekrutierungen mithilfe der »operativen Basis« in der DDR;212
4.5.1;5.1 Überblick;212
4.5.2;5.2 Anwerbungen bei Verwandtenbesuchen:»Verwandtschaftliche Skrupel überwinden«;216
4.5.3;5.3 West-Jugendliche im Visier (II): Die Ausnutzung der DDR-Verwandtschaft;221
4.5.4;5.4 Eine Familie, zwei Geheimdienste;228
4.5.5;5.5 Weitere Möglichkeiten der »operativen Basis«;231
4.5.6;5.6 Erfolge und Defizite bei der Nutzung der »operativen Basis«;236
4.5.7;5.7 Tabu: Deutsch-deutsche Städtepartnerschaften;239
4.6;6. Selbstanbieter;242
4.7;7. Professioneller Agentenfang: Werber der HV A;248
4.8;8. Motive und Motivationen;251
4.8.1;8.1 Verschiedene Motive;251
4.8.2;8.2 Druck und Erpressung;258
4.8.3;8.3 Geld und materielle Vorteile;264
4.8.4;8.4 Überzeugung und Suggestion;269
4.8.5;8.5 Motivationsschwund;274
4.8.6;8.6 Motivationssteigerung;291
4.8.7;8.7 Motivation über das Jahr 1989 hinaus: West-IM beim KGB;296
5;Teil 3: Über Ziele, Erfolge und Schwächen der DDR-Spionage;302
5.1;1. Schadensbilanzen;302
5.2;2. Fallstudie: SIRA und die HVA-Agentin im Kanzleramt;310
5.3;3. Opfer der Spionage;322
5.3.1;3.1 Die Perspektive der Opfer in den Strafverfahren;322
5.3.2;3.2 DDR-Bürger als Opfer bundesdeutscher West-IM;327
5.4;4. Erfolge, Mängel und Mythen;339
5.4.1;4.1 Spuren der DDR-Spionage vor 1989;339
5.4.2;4.2 Spionagefall Kanter: Erfolg und Niederlage für die HV A;344
5.4.3;4.3 Enttarnung der Brüder Spuhler: Sicherheitsdefizite bei der HV A;356
5.4.4;4.4 Agenten-Stau am Bahnhof Friedrichstraße;361
5.4.5;4.5 Verlagerung der »operativen Arbeit« in den Westen;367
5.4.6;4.6 Nachwuchssorgen bei der Auslandsspionage?;374
5.4.7;4.7 Mythenbildung;402
6;Schlussbetrachtung;408
7;Dank;414
8;Anhang;416
9;Tabellenübersicht;416
10;Abkürzungsverzeichnis;417
11;Quellen- und Literaturverzeichnis;422
12;Personenregister;446
13;Decknamenregister;452
14;Angaben zum Autor;456
15;Organigramm: Das Ministerium für Staatssicherheit 1989;457
16;Organigramm: Die Hauptverwaltung Aufklärung des MfS, April 1989;459



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