Herren | Perry Rhodan 2679: Der Herr der Gesichter | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2679, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Herren Perry Rhodan 2679: Der Herr der Gesichter

Perry Rhodan-Zyklus "Neuroversum"
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-8453-2678-8
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Neuroversum"

E-Book, Deutsch, Band 2679, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2678-8
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Perry Rhodan - Die größte Science Ficiton Serie der Welt Wir schreiben das Jahr 1469 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ) - das entspricht dem Jahr 5056 christlicher Zeitrechnung. Auf eine bislang ungeklärte Art und Weise verschwand das Solsystem mit seinen Planeten sowie allen Bewohnern aus dem bekannten Universum. Die Heimat der Menschheit wurde in ein eigenes kleines Universum transferiert, wo die Terraner auf seltsame Nachbarn treffen. Die Lage spitzt sich zu, als die Planeten von fremden Raumfahrern besetzt und die Sonne Sol 'verhüllt' wird. Seither kämpft die solare Menschheit um ihr Überleben. Von all diesen Entwicklungen weiß Perry Rhodan nichts. Auch ihn hat es in einen fremden Kosmos verschlagen: Mit dem gewaltigen Raumschiff BASIS gelangt er in die Doppelgalaxis Chanda. Dort regiert die negative Superintelligenz QIN SHI, die für ihre Pläne das geheimnisvolle Multiversum-Okular benötigt. Nicht zuletzt durch die Aktivitäten des unsterblichen Terraners wird Chanda schließlich von dem unheilvollen Einfluss der Superintelligenz befreit. Damit ist die Gefahr jedoch keineswegs gebannt, im Gegenteil: Die Invasion von Escalian beginnt nun - und um der dortigen Superintelligenz TANEDRAR zu helfen, geht es erneut gegen QIN SHI, auch bekannt als DER HERR DER GESICHTER ...

Als Mekka der Science Fiction ist die Schweiz nicht unbedingt bekannt. Das könnte sich bald ändern: Mit seinem Roman 'Das Fanal' stieg der in Bern geborene Schriftsteller Marc A. Herren zu Beginn des Jahres 2010 ins Autorenteam der PERRY RHODAN-Serie ein. Als Sohn eines Bäckerehepaars lernte Marc A. Herren nach eigenen Worten 'schon früh die Symbiose von Handwerk und Kreativität kennen'. Der am 21. März 1976 geborene Schweizer half seinen Eltern in der Bäckerei, entwickelte aber unterschiedliche Interessen, die sich alle um das Geschichtenerzählen drehen: Lesen, Schreiben, Filme und Theater. Bereits als Jugendlicher las er mit großer Begeisterung die Science-Fiction-Serie PERRY RHODAN. An den Weltraum-Abenteuern interessieren ihn bis heute vor allem 'die kosmische Dimension und die faszinierenden Charaktere'. Herren besuchte die Wirtschaftsmittelschule, später die Höhere Fachschule für Wirtschaft; seitdem ist er diplomierter 'Betriebswirtschafter HF'. Zwischendurch leistete er seinen Militärdienst ab. Jahrelang arbeitete Herren für eine große Schweizer Bank, bei der er in der Funktion eines Teamleiters im Bereich E-Banking tätig war. Seine 'kreativen Gelüste' entführten ihn im Sommer 2000 nach Hollywood an die New York Film Academy. Die gewonnene Greencard schlug er allerdings aus und kehrte zurück in 'die gute alte Schweiz', wo er an seiner 'bürgerlichen Karriere' arbeitete. Parallel dazu verfasste der junge Autor eigene Kurzgeschichten und nahm an Schreibwerkstätten teil, bei denen er Kontakte knüpfte. In der Folge schrieb er Romane für die Amateur-Serie 'Thydery', die moderne Science-Fiction-Ideen mit einer groß angelegten Hintergrund-Geschichte verbindet. Dadurch wurde die PERRY RHODAN-Redaktion auf ihn aufmerksam. Da man für die neue Reihe PERRY RHODAN-Action, die im Frühjahr 2008 startete, auch auf 'neue Köpfe' setzen wollte, wurde Marc A. Herren angesprochen. 'Ich war völlig überrascht', erinnert sich der Autor, 'dass ich an der Serie mitwirken durfte, die mich ein Leben lang geprägt hat.' Auf sein Engagement bei PERRY RHODAN-Action, für das er von Fans wie Kritikern sehr gelobt wurde, folgten ein ATLAN-Taschenbuch sowie ein Roman für die Reihe PERRY RHODAN-Extra. Danach war für die Redaktion der größten Science-Fiction-Serie der Welt klar: Marc A. Herren muss ins Team - im Januar 2010 wurde er offiziell in die Riege der Teamautoren aufgenommen. Der Autor, der fließend Englisch, Französisch und Schwedisch und 'leidlich' Spanisch und Italienisch spricht, ist darüber hinaus in vielen anderen Bereichen tätig. So wirkte er als Pressechef eines erfolgreichen Damenvolleyball-Teams und arbeitete in den Ferien immer wieder für eine schwedische Tauchbasis auf Gran Canaria. Im Sommer 2009 entschied er sich endgültig dazu, seinem Traum zu folgen: Für ein Jahr siedelte er von der Schweiz nach Gran Canaria über, um dort tagsüber als Tauchlehrer tätig zu sein und abends schreiben zu können. Im Herbst 2010 folgt der nächste Schritt in Herrens schriftstellerischem Werdegang: Bei der Taschenbuchserie ATLAN-X ist er erstmals für die Ausarbeitung der Exposés verantwortlich. Damit geht für Marc A. Herren, der einst über ein ATLAN-Zeitabenteuer zu PERRY RHODAN gestoßen war, ein weiterer Kindheitstraum in Erfüllung.
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2.


Von einem, der fraß

Doppelgalaxis Chalkada

Nachdem er mit letzter Kraft den Planeten Belagua erreicht und sich an seinen Bewohnern satt gefressen hatte, war er in einen Schlaf gefallen, aus dem er beinahe nicht mehr erwacht wäre. Ein todesartiger Schlaf.

Als es ihm schließlich gelang, hörte QIN SHI die Schreie der Gesichter in sich. Ihnen fehlte Energie. Sie hungerten, wie auch er gewaltigen Hunger verspürte.

Er musste lange suchen, bis er einen besiedelten Planeten fand. QIN SHI tauchte in die Atmosphäre ein, ließ sich darin treiben.

Leben. So viel Leben.

Eine Wasserwelt. Die intelligenten Bewohner hatten sich aus Schlingpflanzen entwickelt, die auf dem Meeresboden zusammen einen riesigen Organismus bildeten.

Eine Weile beobachtete QIN SHI das Treiben der Morr'ani, hörte ihnen zu, wie sie über den Sinn ihres Seins philosophierten. Dann wurde der Drang übermächtig.

Der Herr der Gesichter kostete das Leben in einem der mächtigen Wurzelriffe. Es schmeckte ausgezeichnet. QIN SHI fraß sich von Riff zu Riff.

Die Kunde seiner Anwesenheit breitete sich gedankenschnell über den gesamten Planeten aus. Aber die Morr'ani, die Spitze der Nahrungspyramide dieser Wasserwelt, hatten nie Vorkehrungen getroffen, sich zu schützen. Sie hatten keine Chance gegen ihn.

Der Hunger wuchs, während er fraß, während das Leben der intelligenten Pflanzen in ihn strömte.

Als das letzte Riff ausgekostet und der letzte Lebensimpuls aus den Wurzeln gesaugt war, beendet QIN SHI sein Werk.

Neue Energie brandete in ihm.

Er tauchte aus dem Planeten auf, trieb durch die Galaxis. Aber das Gefühl der Sättigung verlor sich rasch. Bald wurde QIN SHI bewusst, dass er weiterfressen musste, wenn er bei Kräften bleiben wollte.

Die Erkenntnis weckte Angst in ihm. Er hatte das Leben eines ganzen Planeten in sich aufgenommen, aber der Effekt verflüchtigte sich schneller, als er einen neuen Planeten finden und sich an ihm laben konnte.

Als einzige Alternative blieb ihm der Schlaf. Eine schlechte Alternative, zögerte sie doch das Problem nur hinaus, anstatt dass sie es löste.

Er musste einen Weg finden, wie er größere Mengen fressen konnte. Oder ...

QIN SHI kam eine Idee.

»Wörgut Gooswart«, sagte er zum Sprecher der Oraccameo-Gesichter, »du hast von den Lebenskraft-Kollektoren gesprochen, den Weltengeißeln.«

»Das habe ich, Herr.«

»Was ist mit ihnen geschehen?«

»Nichts ist mit ihnen geschehen. Sie haben ihren Dienst getan.«

»Sie existieren noch?«

»Ja, sie existieren noch.«

QIN SHI machte sich auf den Weg zurück zu der Stelle, an der er geboren worden war. Die Kollektoren trieben verlassen im Weltraum. Die Besatzungen hatten sie aufgegeben.

QIN SHI überlegte.

Mit den Weltengeißeln besäße er das perfekte Instrument. Während er sich dem Schlaf hingab, würden sie von Planet zu Planet ziehen und Leben sammeln, sodass er fressen konnte, sobald er erwachte.

Zeit spielte dabei keine Rolle. Je länger er schlief, desto reichhaltiger würde das Leben sein, das auf ihn wartete.

»Du benötigst ein Volk, das für dich tätig ist, während du schläfst«, sagte Wörgut Gooswart.

»Die Oraccameo?«, fragte QIN SHI lauernd. »Ist es das, was du mir vorschlägst? Dass ich die versprengten Reste meines Ursprungsvolkes suche und es mir untertan mache?«

Der Herr der Gesichter las in den Gedanken des Sprechers, dass er dies nicht wollte.

»Weshalb sollte ich nicht mit den restlichen Oraccameo zusammenarbeiten?«, fragte er. »Dann hätten sie ebenso die Chance wie du, am Ende ihres körperlichen Lebens in mir aufzugehen. Bereust du es, Teil von mir geworden zu sein?«

Wörgut Gooswart gab sich alle Mühe, seine Gefühle vor QIN SHI zu verstecken. Ein bemitleidenswerter und vergeblicher Versuch.

»Du benötigst ein anderes Volk«, beeilte sich Gooswart zu sagen, »eines, das die Geißeln und die andere Infrastruktur, die du dir wirst aufbauen müssen, verteidigen kann.«

»Und wer soll das sein? Kannst du mir das sagen?«

Wörgut Gooswart konnte es nicht.

QIN SHI forschte in den Gedanken der Gesichter, bis er Informationen über ein junges, aufstrebendes Volk fand, das sich Xylthen nannte.

Der Herr der Gesichter machte sich auf den Weg. Eine Raumstation gab ihm genügend Nahrung, um das Volk in der Teilgalaxis Dosanta aufzuspüren.

QIN SHI sah sofort, dass die Xylthen außerordentlich gute Diener abgeben würden. Sie waren intelligent und hatten den Willen, ihr kleines Dreisystemreich zu erweitern. Ihr kräftiger Körperbau würde ihnen zudem die Voraussetzungen geben, über schwächere Wesen wie die Oraccameo zu herrschen.

Er griff nach dem Planeten Xylth, versank in den Gedanken des obersten Heerführers Hirawat.

»Ich bin dein Herr«, sagte er. »Knie nieder und unterwirf dich mir!«

Zu QIN SHIS Verwunderung reagierte der Mann nicht auf die Art, wie er es erwartet hatte. Hirawat gab einen scharfen Laut von sich, worauf im ganzen Führungsquartier Sirenen erklangen. Bevor QIN SHI verstand, was der Xylthe im Begriff war zu tun, hatte dieser die Befestigungsnadel eines Ordens ausgezogen und sie sich in den Hals gerammt.

Zuckend fiel der Körper des Xylthen in sich zusammen.

QIN SHI zog sich aus den Gedanken des Heerführers zurück.

Er sah, wie Mediziner herbeieilten und den Xylthen behandelten. Hirawat hatte sich mit dem Gift Zeit gekauft. Im handlungsunfähigen Zustand und dank des Nervengifts an der Schwelle zum Tod, war er für jeden potenziellen Entführer wertlos.

QIN SHI verließ das Führungsquartier.

Was hatte er falsch gemacht? Weshalb hatte sich der Heerführer seiner Macht nicht untergeordnet?

»Körperliche Lebewesen sind verunsichert, wenn jemand in ihre Gedanken eindringt«, erläuterte Wörgut Gooswart. »Wenn du deine Macht beweisen willst, musst du zuerst als einer von ihnen auftreten.«

Der Oraccameo hatte recht.

QIN SHI suchte sich ein geeignetes Subjekt aus und nahm den Xylthen in sich auf. Damit hatte er nicht nur alle Informationen, die in dem Xylthen abgespeichert waren, sondern er besaß auch seine Zellinformationen.

Auf Belagua hatte er Maran Dana Foggas Körper benutzt, um dessen Familie aufzusuchen. Nun würde er in Gestalt dieses Xylthen dem Heerführer eine zweite Aufwartung machen.

Er benötigte mehrere Versuche, bis er den Körper nicht nur korrekt projizieren, sondern ihn auch perfekt beherrschen konnte. Dann suchte er Hirawat in seinem Führungsquartier auf.

Der oberste Heerführer der Xylthen lag auf einer Pritsche. An seiner Seite standen zwei Mediker und zwei schwer bewaffnete Xylthen, die entweder dem Militär oder Hirawats persönlicher Garde angehörten.

Als er eintrat, richteten die beiden sofort ihre Waffen auf ihn, während sich die beiden Mediker schützend vor Hirawats Krankenlager stellten.

Es kostete QIN SHI einen einzigen Gedankenimpuls, und die vier Xylthen sanken leblos zu Boden.

Hirawat keuchte: »Wer ... wer bist du?«

Das Nervengift hatte seine Adern und Venen dunkelgrün gefärbt. An der Stirn traten zwei Stränge hervor, glichen grünen Würmern, die über die kalkweiße Haut krochen.

»Ich bin ...« QIN SHI lächelte, als ihm die Doppeldeutigkeit auffiel. »Ich bin der Herr der Gesichter. Ich bin QIN SHI, euer neuer Herr.«

»Du ... du warst in meinen Gedanken.«

»Das war ich.«

»Und du hast meine beiden Ärzte und meine Sicherheitsoffiziere umgebracht.«

»Ich habe ihr Leben genommen, ja.«

»Was willst du von mir?«

»Ich bin hier, um dich und dein Volk davon zu unterrichten, dass ihr ab jetzt mein Hilfsvolk seid. Ich werde euch eine Technologie geben, die euch über alle anderen Völker in dieser Galaxis erhebt. Ich werde dafür sorgen, dass niemand sich euch entgegenstellen kann. Im Gegenzug werdet ihr tun, was ich von euch verlange.«

Der Xylthe öffnete den Mund. Seine Lippen zitterten.

»Du bist sehr mächtig«, sagte Hirawat. »Aber mein Volk ist sehr stolz. Wir ordnen uns keiner fremden Macht unter. Selbst wenn sie uns vor unseren Feinden beschützt und uns mit überlegenen Waffen versorgt.«

QIN SHI betrachtete den matten Körper des Heerführers. Hatte er nicht gesehen, mit welcher Leichtigkeit er über Leben und Tod gebieten konnte? Was gab Hirawat die Sicherheit, so mit ihm zu sprechen?

»Ich erkenne deine Worte an«, sagte QIN SHI. »Sie sagen mir, dass ihr mir ein gutes Hilfsvolk sein werdet. Stolz und konfrontationsbereit. Das sind wichtige Eigenschaften.«

»Du scheinst mich nicht verstanden zu haben. Alles, was ich gesagt habe – es galt nicht deinen Feinden, es galt dir. Wir werden uns dir nicht unterordnen. Wir werden deine Schwäche herausfinden und dich dann töten.«

Der Herr der Gesichter lächelte. »Xylth wird von einem Mond umkreist. Ist er bewohnt?«

Hirawat schüttelte irritiert den Kopf. Unter sichtbar großen Anstrengungen richtete er seinen Oberkörper auf. »Er ist bewohnt«, sagte der Xylthe gefährlich leise. »In erster Linie von den Mannschaften der Wachforts. Keine Streitmacht, und wenn sie mit noch so waffenstarrenden Raumschiffen angreift, wird ihn ...«

»Jetzt ist er nicht mehr bewohnt«, schnitt ihm QIN SHI das Wort ab. »Überprüf es!«

»Das kann ... das kann nicht ...« Hirawat hob sein linkes...



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