Herren | Perry Rhodan 2746: Start der REGINALD BULL | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2746, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Herren Perry Rhodan 2746: Start der REGINALD BULL

Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal"
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-2745-7
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal"

E-Book, Deutsch, Band 2746, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2745-7
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Jagd auf das ZbV-Schiff - der Terranische Resident hegt einen gewagten Plan Seit die Menschheit ins All aufgebrochen ist, hat sie eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Die Terraner - wie sich die Angehörigen der geeinten Menschheit nennen - sind längst in ferne Sterneninseln vorgestoßen. Immer wieder treffen Perry Rhodan und seine Gefährten auf raumfahrende Zivilisationen und auf die Spur kosmischer Mächte, die das Geschehen im Universum beeinflussen. Im Jahr 1516 Neuer Galaktischer Zeitrechnung steht die Milchstraße seit nunmehr zwei Jahren unter dem Einfluss des Atopischen Tribunals, das behauptet, im Rahmen der 'Atopischen Ordo' für Frieden und Sicherheit zu sorgen. Welche Auswirkungen die Atopische Ordo haben kann, erfährt Perry Rhodan in der Galaxis Larhatoon, der Heimat der Laren, die vor über eineinhalb Jahrtausenden als Mitglieder des Konzils der Sieben Galaxien eine beträchtliche Zeitspanne in der Milchstraße herrschten. In der Milchstraße regieren faktisch längst die Atopischen Richter und treiben die Regierungen der galaktischen Völker vor sich her. Einer der ersten Befehle lautete, das Arkonsystem komplett an die Naats zurückzugeben. Jüngst wurde Aurora, die Zentralwelt des Galaktikums, von ihnen mit einer Ordischen Stele versehen, und nun wenden die sich Atopen der Zentralwelt der Liga Freier Terraner zu: Maharani. Als Gegenreaktion kommt es zum START DER REGINALD BULL ...

Als Mekka der Science Fiction ist die Schweiz nicht unbedingt bekannt. Das könnte sich bald ändern: Mit seinem Roman 'Das Fanal' stieg der in Bern geborene Schriftsteller Marc A. Herren zu Beginn des Jahres 2010 ins Autorenteam der PERRY RHODAN-Serie ein. Als Sohn eines Bäckerehepaars lernte Marc A. Herren nach eigenen Worten 'schon früh die Symbiose von Handwerk und Kreativität kennen'. Der am 21. März 1976 geborene Schweizer half seinen Eltern in der Bäckerei, entwickelte aber unterschiedliche Interessen, die sich alle um das Geschichtenerzählen drehen: Lesen, Schreiben, Filme und Theater. Bereits als Jugendlicher las er mit großer Begeisterung die Science-Fiction-Serie PERRY RHODAN. An den Weltraum-Abenteuern interessieren ihn bis heute vor allem 'die kosmische Dimension und die faszinierenden Charaktere'. Herren besuchte die Wirtschaftsmittelschule, später die Höhere Fachschule für Wirtschaft; seitdem ist er diplomierter 'Betriebswirtschafter HF'. Zwischendurch leistete er seinen Militärdienst ab. Jahrelang arbeitete Herren für eine große Schweizer Bank, bei der er in der Funktion eines Teamleiters im Bereich E-Banking tätig war. Seine 'kreativen Gelüste' entführten ihn im Sommer 2000 nach Hollywood an die New York Film Academy. Die gewonnene Greencard schlug er allerdings aus und kehrte zurück in 'die gute alte Schweiz', wo er an seiner 'bürgerlichen Karriere' arbeitete. Parallel dazu verfasste der junge Autor eigene Kurzgeschichten und nahm an Schreibwerkstätten teil, bei denen er Kontakte knüpfte. In der Folge schrieb er Romane für die Amateur-Serie 'Thydery', die moderne Science-Fiction-Ideen mit einer groß angelegten Hintergrund-Geschichte verbindet. Dadurch wurde die PERRY RHODAN-Redaktion auf ihn aufmerksam. Da man für die neue Reihe PERRY RHODAN-Action, die im Frühjahr 2008 startete, auch auf 'neue Köpfe' setzen wollte, wurde Marc A. Herren angesprochen. 'Ich war völlig überrascht', erinnert sich der Autor, 'dass ich an der Serie mitwirken durfte, die mich ein Leben lang geprägt hat.' Auf sein Engagement bei PERRY RHODAN-Action, für das er von Fans wie Kritikern sehr gelobt wurde, folgten ein ATLAN-Taschenbuch sowie ein Roman für die Reihe PERRY RHODAN-Extra. Danach war für die Redaktion der größten Science-Fiction-Serie der Welt klar: Marc A. Herren muss ins Team - im Januar 2010 wurde er offiziell in die Riege der Teamautoren aufgenommen. Der Autor, der fließend Englisch, Französisch und Schwedisch und 'leidlich' Spanisch und Italienisch spricht, ist darüber hinaus in vielen anderen Bereichen tätig. So wirkte er als Pressechef eines erfolgreichen Damenvolleyball-Teams und arbeitete in den Ferien immer wieder für eine schwedische Tauchbasis auf Gran Canaria. Im Sommer 2009 entschied er sich endgültig dazu, seinem Traum zu folgen: Für ein Jahr siedelte er von der Schweiz nach Gran Canaria über, um dort tagsüber als Tauchlehrer tätig zu sein und abends schreiben zu können. Im Herbst 2010 folgt der nächste Schritt in Herrens schriftstellerischem Werdegang: Bei der Taschenbuchserie ATLAN-X ist er erstmals für die Ausarbeitung der Exposés verantwortlich. Damit geht für Marc A. Herren, der einst über ein ATLAN-Zeitabenteuer zu PERRY RHODAN gestoßen war, ein weiterer Kindheitstraum in Erfüllung.
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Prolog


Schwarze Brandung.

Ich weiß, dass es ein Traum ist. Es kann nur ein Traum sein. Zu unwirklich erscheint mir der exotische Strand mit den riesigen Blumenbäumen, den dreibeinigen Tieren mit den langen Flatterohren; den appetitlich duftenden Früchten, die direkt aus dem weißen Korallensand wachsen.

Aber duften sie wirklich? Und höre ich tatsächlich das Tosen der Brandung dieses schwarzen Wassers? Spüre ich das warme Wasser, das Kribbeln des Sandes unter meinen nackten Fußsohlen?

Es kann nur ein Traum sein. Mein ewiger Albtraum vom schwarzen Wasser, das mich hinausziehen will, in mein Verderben.

Aber weshalb wache ich dann nicht auf? Wacht man nicht automatisch auf, wenn man den Traum als solchen entlarvt? Zerschlägt man da nicht einfach die falschen Bilder des ruhenden Verstandes?

Ich drehe mich, sehe den anderen zu, wie sie ausgelassen durch die schwarze Brandung toben, sich gegenseitig nass spritzen. Einige von ihnen sind nackt, sie konnten es nicht erwarten, sich dem Meer hinzugeben.

Keine falsche Scham, keine ängstliche Zurückhaltung, einzig pure Freude.

Und ich. Bin ich der Einzige, der sich vor dem schwarzen Wasser fürchtet, die Bedrohung körperlich spürt?

Ein tiefes, dunkles Grollen lässt mich erneut umdrehen. Und dann sehe ich es. Ein Monstrum. Ein riesiges Ding mit einem blauschwarzen, von der Gischt glänzenden Körper. Es kommt auf mich zu.

Auf uns.

Ich will schreien, aber es geht nicht. Es muss ein Albtraum sein! Das ist doch der letzte Beweis, oder etwa nicht?

Das Ding erhebt sich, greift mit einem Dutzend Tentakeln nach uns, um uns, seine Beute, in sein Reich zu ziehen und dort zu verschlingen.

Ich will mich abwenden, aber das funktioniert ebenfalls nicht. Meine Beine sind bis zu den Waden im Korallensand versunken. Selbst wenn ich meine Starre überwinden kann, wird mir die Flucht nicht gelingen.

Und so werde ich enden. Zusammen mit den anderen, für die ich persönlich verantwortlich bin.

Eine letzte Hoffnung bleibt mir: Falls dies tatsächlich nur ein Traum ist, werde ich spätestens in dem Augenblick aufwachen, wenn ich sterbe.

Ich halte den Atem an und warte auf das Unvermeidliche: auf meinen Tod oder auf das schweißgebadete Aufwachen in meiner Kabine.

Das Monstrum blickt mich an. Dann spricht es.

*

Penanser-Viriu stellte sich vor das Spiegelfeld und überprüfte den Sitz seiner Uniform.

Alles passte. Alles saß.

Wenn da nur sein Gesichtsausdruck nicht gewesen wäre. Und die eingefallenen Wangen, die dunklen Ringe unter den Augen.

Penanser wusste, dass er früher oder später etwas gegen seine Albträume unternehmen musste. Sie raubten ihm wertvolle Erholung in seiner ohnehin nur allzu knapp bemessenen Freizeit.

Aber was sollte er unternehmen?

Ein paar Sitzungen in der psychologischen Kammer, bei der sein Geist von Holoprogrammen durchleuchtet wurde, um anschließend durch induzierte Hypnose repariert zu werden?

Das hätte er vielleicht tun können, als er nur Kommandant der REGNAL-ORTON gewesen war. Aber nun befehligte er bereits einen ganzen Verband von Raumschiffen.

»Penanser-Virius Angriffsflotte.«

Das waren die exakten Worte des Maghan gewesen, als er den Befehl zum Zusammenzug der 2920 Schiffe gegeben hatte.

Penanser atmete tief durch.

Ja, nun war es definitiv zu spät, um einen Eintrag in die Krankenakte seines Dienstdossiers zu verursachen. Er zweifelte nicht daran, dass ein solcher Eintrag schneller weitergeleitet würde, als ihm Zeit bliebe, in der PsyKammer Platz zu nehmen.

Dabei waren es die gleichen Albträume, wie er sie schon als kleiner Junge gehabt hatte, als er in der von seinem Vater kommandierten Weltraumstation aufgewachsen war. Oder zumindest eine Variation von ihnen.

Jedes denkende Lebewesen, das sich durch Schlafphasen regeneriert, kennt Albträume, dachte er. Das ist ganz normal. Selbst dem Maghan können sie nicht fremd sein.

Penanser strich das Haar an den Schläfen glatt, nickte seinem Spiegelbild entschlossen zu und verließ seine Kabine. Er durfte nicht zu spät kommen.

*

»Ah, Penanser-Viriu!«

Der Angesprochene blieb vier Schritte vor dem Maghan stehen und salutierte.

»Ich begrüße dich, Maghan, an Bord der REGNAL-ORTON!«

Die Trivid-Bilder hatten nicht gelogen. Tamaron Vetris-Molaud war die stattliche und charismatische Erscheinung, wie sie mittlerweile in der gesamten Galaxis bekannt war. Dazu hatte das Sorgfaltsministerium nicht viel beitragen müssen.

Die intensiv blauen Augen durchbohrten Penanser, als wolle er ihn bis in den hintersten Winkel seiner Persönlichkeit ausloten.

Der Kommandant des 2000-Meter-Schiffes der NEBERU-Klasse gestattete sich ein weiches Lächeln. Er hatte während seiner Karriere als Raumschiffskommandant immer wieder mit Würdenträgern zu tun gehabt. Freilich hatte sich von ihnen keiner zum Maghan ausgerufen. Aber wenn Penanser etwas wusste über Vorgesetzte und andere hohen Tiere, dann das, dass sie in ihren wichtigsten Spielfiguren in erster Linie Tatkraft und Zuversicht sehen wollten.

Und Tatkraft und Zuversicht würde er dem Tamaron bieten.

Tatsächlich gab Vetris das Lächeln zurück.

»Ich freue mich, dass der Zusammenzug deiner Flotte in der kurz bemessenen Frist ohne Probleme geklappt hat.«

»Es ist nur ein Beispiel für die Potenz des Neuen Tamaniums, Maghan.«

»So ist es. Dann lass mich dir zwei der potentesten Waffen vorstellen.« Vetris-Molaud hob den linken Arm und zwei Tefroder, die zuvor im Hintergrund gestanden hatten, näherten sich ihm. »Das sind Lan Meota und Satafar, Mitglieder unseres Mutantenkorps. Du wirst von ihnen gehört haben.«

Penanser-Viriu deutete eine kurze Verbeugung an. »Und ob ich von euch gehört habe. Es ist mir eine Ehre!«

Lan Meota, ein unscheinbar wirkender, etwas dicklicher Tefroder nickte ihm lächelnd zu, während Satafar ihn mit zusammengepressten Lippen und gerunzelter Stirn musterte. Penanser hatte sich auf die beiden Agenten vorbereitet, seit er die Auftragsakte mit der höchsten Klassifizierung erhalten hatte.

Obwohl er unterrichtet war, ließ Satafars Anblick seinen Magen ließ kurz zusammenziehen.

Satafar hatte den Körperbau eines etwa zehnjährigen Kindes – und das Gesicht eines verrunzelten Greises.

Penanser hatte es in seiner Flottenkarriere schon mit manchen Nichttefrodern zu tun gehabt. Einige von ihnen waren für das tefrodische Auge und Geschmacksempfinden von erlesener Hässlichkeit gewesen. Aber das war ganz normal für Fremdlebewesen.

Der Tefroder Satafar allerdings, dieser Widerspruch aus Jüngling und Greis, löste in Penanser eine instinktive Abscheu aus.

»Die beiden Agenten haben für das Neue Tamanium große Siege errungen«, sagte der Tamaron feierlich. »Was unseren Schiffen – unserer Flotte – nicht gelang, nämlich die Eroberung des Polyport-Hofes WOCAUD, bedeutete für sie nur einen Spaziergang. Dazu kommen weitere Erfolge, wie das Niederringen des Galaktischen Spielers Ronald Tekener oder das Vereiteln eines schändlichen Attentatsversuchs auf den Maghan des Neuen Tamaniums persönlich.«

»Wofür euch unser aller Dank gewiss ist«, sagte Penanser steif.

Noch konnte er die beiden Mutanten nicht richtig einschätzen. Lan Meota schien ihm der umgänglichere zu sein, aber Penanser wusste nur allzu gut, dass er die beiden Agenten nicht nach ihrem Aussehen beurteilen durfte.

Alle beide waren Mörder. Nicht wie er einer war, der in seiner Laufbahn dreimal den Befehl zum Abschuss von Raumschiffen samt Besatzungen hatte geben müssen.

Nein, Lan Meota und Satafar waren dazu ausgebildet worden, Auge in Auge zu töten. Er glaubte von sich, zu einer solchen Tat nur im Verteidigungsfall fähig zu sein.

Lan Meota hatte schon Leute getötet, indem er Organe von Lebewesen aus ihrem Körper teleportiert hatte. Meist handelte es sich dabei um das Herz oder das Gehirn des Trägers.

Im zarten Körper von Satafar steckte die Kraft eines Ertrusers, der seinen Feinden mit einem Fingerschnippen das Genick brechen konnte.

»Lan Meota ist dazu autorisiert, eine Einsatzgruppe zusammenzustellen, die das sogenannte ZbV-Schiff der Terraner entern und wenn möglich kapern wird.«

»Verstanden«, antwortete Penanser. »Allerdings habe ich in meinem Auftragsdossier keine nähere Beschreibung zu diesem ›Schiff zur besonderen Verwendung‹ gefunden.«

»Die werde nicht einmal ich dir liefern können. Das sehe ich allerdings nicht als großen Nachteil an. Die Spur dieses ominösen Geheimprojekts der Terraner führt nach Hol Annasuntha, zur Insel der Geborgenheit

Penanser ließ eine Augenbraue steigen. »Etwa zum Kharag-Sonnendodekaeder?«

»Genau dorthin. Wir haben den Hinweis erhalten, dass dieses Schiff durch den Ein-, respektive Ausflugspunkt des Situationstransmitters fliegen wird.«

»Verstanden«, sagte Penanser.

»Das will ich hoffen«, antwortete der Tamaron. »Wie lautet der Auftrag deiner Flotte?«

Unwillkürlich versteifte sich Penanser. »Der Auftrag lautet, das ZbV-Schiff zu entern und wenn möglich zu kapern, Maghan!«

»Korrekt.«

Vetris-Molaud machte drei Schritte auf Penanser zu und fügte leiser als zuvor hinzu: »Falls die Eroberung des Schiffes scheitert, hast du den...



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