Herries | DER ZAUBER DER DONA MAGDALENA | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 256 Seiten

Reihe: Historical

Herries DER ZAUBER DER DONA MAGDALENA


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95446-768-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 256 Seiten

Reihe: Historical

ISBN: 978-3-95446-768-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Als Nicolas Treggaron, Freibeuter und Günstling der englischen Königin, anno 1588 an der spanischen Küste landet, glaubt Don Sebastian de Valermo, dass der Unterhändler Ihrer Majestät kommt, um den drohenden Krieg abzuwenden. Niemand ahnt, dass es Treggaron in Wahrheit nur darum geht, die Feinde auszuspionieren. Und so wäre diese Mission eine leichte, begegnete der verwegene Korsar nicht der verführerischen Donna Magdalena d'Ortega, deren Schicksal durch die Bluttat eines gottlosen Priesters das seine wird: Denn von der erregenden Weiblichkeit der schönen Magdalena zum Wahnsinn getrieben, begeht der gestrauchelte Pater Ludovic einen Mord, um ihn der Unerreichbaren anzuhängen - und sie als Hexe auf dem Scheiterhaufen brennen zu sehen. In letzter Sekunde kann Nicolas Treggaron das Entsetzliche verhindern und mit Magdalena auf sein Schiff und nach England fliehen. Während der langen Reise reagiert der heißblütige Nicolas immer heftiger auf die betörende Sinnlichkeit Magdalenas, und auch sie quält ruheloses Sehnen. Doch ein dunkles Geheimnis verbietet Treggaron, der Stimme seines Herzens zu folgen...



Anne Herries ist die Tochter einer Lehrerin und eines Damen Friseurs. Nachdem sie mit 15 von der High School abging, arbeitete sie bis zu ihrer Hochzeit bei ihrem Vater im Laden. Dann führte sie ihren eigenen Friseur Salon, welchen sie jedoch aufgab, um sich dem Schreiben zu widmen und ihrem Mann in seinem Antiquitätengeschäft unter die Arme zu greifen. Anne Herries erster Erfolg ereignete sich 1979, als sie unter dem Namen Lynn Granville schrieb und ihre Arbeit von Robert Hale akzeptiert wurde. Weitere Erfolge ließen nicht lange auf sich warten und so veröffentlichte sie 12 Bücher bei Mills & Boon. Bis heute hat Anne Herries verschiedene Bücher unter ihrem Namen und anderen Pseudonymen wie Linda Sole geschrieben. Ihr Lieblingsverlag bleibt Mills & Boon - wegen der freundlichen und familiären Atmosphäre. Schreiben bereitete ihr schon immer Vergnügen und mit dem ersten Roman wurde ein Traum wahr. Neben dem Schreiben liebt Anne Herries gute Filme, sonnige Spaziergänge und Schwimmen. Ihre größte Liebe abgesehen von ihrem Mann und dem Schreiben gilt Tieren und speziell Vögeln. Sie liebt es, die putzigen Eichhörnchen zu füttern, welche regelmäßig in ihren Garten kommen, genauso wie verschiedene Vogelarten und sogar scheue Füchse die während dem letzten Unwetter bei ihr Schutz suchten.

Herries DER ZAUBER DER DONA MAGDALENA jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL


„Ihr seid ein Lügner, Sir, und ich fordere Euch auf, die Anschuldigungen zurückzunehmen, die Ihr soeben gegen mich erhoben habt!“ Ein bestürztes Schweigen legte sich nach diesen Worten von Lord Chevron über die kleine Schar der um ihn versammelten Höflinge.

Aller Augen richteten sich auf den Mann, der Lord Chevrons Zornesausbruch verursacht hatte. Er war höher gewachsen als die meisten der prächtig gekleideten Herren des königlichen Hofes, die gerade dabei waren, in dem sonnenbeschienen Garten des Palastes zu Whitehall einen Spaziergang zu machen, und sein Haar war ebenso schwarz wie seine augenblickliche Gemütsverfassung. Seine blauen Augen schienen an Härte einem Diamanten zu gleichen. Mit unbewegtem, wie aus Stein gemeißelten Gesicht betrachtete er seinen Gegner, den zu töten er sich offensichtlich vorgenommen hatte.

„Ich wiederhole meine Anklage“, entgegnete Nicholas Tregarron kalt und schneidend. „Ihr seid ein Schänder unschuldiger Mädchen und ein Mörder.“

Ein erregtes Murmeln machte sich unter den Zuschauern breit, die sich inzwischen zu einem Kreis um die beiden Widersacher geschlossen hatten. Die sich anbahnende Tragödie hatte sie in ihren Bann gezogen. Für jeden von ihnen war erkennbar, dass Tregarron die Absicht hatte, einen Zweikampf mit Chevron herbeizuführen. Das war ein äußerst kühnes Unterfangen, hier, im Palast Ihrer Majestät, und es brachte den heißblütigen Mann aus Cornwall in die Gefahr, vom Hofe verbannt zu werden, wenn die Sache Königin Elizabeth zu Ohren käme.

Furcht zeichnete sich auf Lord Chevrons hübschem, aber ausdruckslosen Gesicht ab, und er verfluchte insgeheim sein Pech, das ihn direkt in Tregarrons Arme geführt hatte. Er selbst wusste nur zu gut, was den Zuschauern allerdings unbekannt war, dass der Mann aus Cornwall schon seit Tagen versucht hatte, einen öffentlichen Zusammenstoß mit ihm zu provozieren. Nun hatte er endlich sein Ziel erreicht, und es gab kein Entkommen mehr. Er, Chevron, musste die Herausforderung annehmen, wenn er nicht als Feigling gelten wollte – gar nicht zu reden von den gemeinen Verbrechen der Vergewaltigung und des Mordes, deren Tregarron ihn beschuldigte.

Der bestickte Lederhandschuh in seiner Rechten zitterte leicht, während Lord Chevron langsam auf seinen Gegner zuging. Unmittelbar vor ihm blieb er einen Augenblick stehen und bemühte sich dabei, ein möglichst verächtliches Hohnlächeln zustande zu bringen, denn er wusste, dass jeder hier in der Runde sein Auftreten genau beobachtete. Er war bei Hofe nicht besonders beliebt, obwohl er einer alten und angesehenen Familie entstammte – nicht wie dieser Emporkömmling Tregarron, der nur deshalb in der Gunst der Königin stand, weil dieser seine tolldreisten Manieren gefielen! Ein Aufwallen von Empörung gab Chevron schließlich den Mut, seinen Herausforderer mit dem Handschuh ins Gesicht zu schlagen.

„Ihr werdet wohl so liebenswürdig sein und mir Eure Sekundanten benennen, Sir?“

„Aber gewiss, Sir.“ Ein eisiges Lächeln lag auf Tregarrons Lippen, ein Lächeln, das zugleich eine unbändige Befriedigung zum Ausdruck brachte und damit das Herz des Opfers vor Entsetzen erstarren ließ. „Sir Ralph Goodchild und Anton Barchester haben mir bereits ihre Unterstützung zugesagt.“

Bei der Nennung dieser Namen schwand Chevrons letzte Hoffnung auf eine friedliche Beilegung des Streites mithilfe der gegnerischen Sekundanten, denn diese Männer waren aus demselben Holz geschnitzt wie der Mann aus Cornwall. Wie Tregarron hatten sie ihre Stellung bei Hofe einzig und allein der Tatsache zu verdanken, dass sie junge, kühn blickende und wagemutige Strolche waren. Es ging das Gerücht um, dass alle drei mit einem Kaperbrief von Königin Elizabeth ausgestattet worden waren und jedes spanische Schiff angriffen, das so unglücklich war, ihre Route zu kreuzen. Gleich einer Meute blutgieriger Hunde jagten sie ihre Beute – und diesmal hatten sie ihn selbst als Opfer ausersehen! Chevron erbleichte, als er in die nicht weniger entschlossenen Gesichter der beiden Männer blickte, die in geringer Entfernung Aufstellung genommen hatten. Soeben war sein Todesurteil gesprochen worden – und er wusste das auch.

Mit letzter Kraft blieb Chevron Herr über sich, benannte ebenfalls seine Sekundanten, verneigte sich und ging davon. Krampfhaft versuchte er, das Kichern der Zuschauer hinter sich zu überhören, die sein gespielter Heldenmut offensichtlich nicht recht überzeugt hatte.

„Bei allen guten Geistern, Nick, du hast es geschafft!“ Anton Barchester schlug seinem Freund begeistert auf die Schulter. „Ich hätte nie gedacht, dass du diesen feigen Hund schließlich doch noch dazu bringen würdest!“

Als Nick sich den beiden Männern zuwandte, blitzte in seinen eiskalten blauen Augen Genugtuung auf. „Er hatte keine andere Wahl, wenn er jemals wieder sein Gesicht bei Hofe zeigen wollte. Zwar ist er ein Lump, aber etwas Stolz hat er doch auch. Im übrigen hätte ich die Hundepeitsche genommen, wenn er mich nicht zum Duell gefordert hätte, denn er verdient den Tod für das, was er Catherine und Jack angetan hat.“

Die beiden Männer nickten mit unerbittlichen Mienen. Als sie vor zehn Tagen von einer sehr erfolgreichen Kaperfahrt nach England zurückgekehrt waren, wartete eine schreckliche Nachricht auf sie. Erst im Frühjahr hatte Catherine, Tregarrons liebreizende junge Base, ihren Jugendgespielen Jack Harston geheiratet, einen Mann von edlem und bescheidenem Charakter. Das junge Paar hatte ein Haus bezogen, das Nick ihnen unweit von Tregarron Manor zur Verfügung stellte. Da Catherine die meiste Zeit ihres Lebens auf Tregarron Manor verbracht und die Pflichten einer Schlossherrin übernommen hatte, behielt sie auch nach ihrer Heirat weiterhin die Aufsicht über Nicks Anwesen, wenn dieser auf See war.

Als sie an einem Sommerabend auf dem Weg von Tregarron Manor zu ihrem Heim war, wurde sie von betrunkenen jungen Stutzern, die sich offensichtlich auf einer Zechtour befanden, bedrängt. Catherine setzte sich mutig zur Wehr, doch sie erhielt einen Schlag, der ihr nahezu das Bewusstsein raubte, und in diesem Zustand wurde sie mehrfach vergewaltigt. Als ihr Gatte sie nach Stunden im Wald entdeckte, war sie noch in der Lage, ihm den Namen eines der Unholde zu nennen, bevor sie in seinen Armen zusammenbrach. Noch in derselben Nacht verstarb sie an ihren Verletzungen, und am folgenden Morgen machte sich ihr sonst so sanftmütiger Gemahl auf, Catherines Tod zu rächen. Doch gegen Chevron war Jack Harston chancenlos, denn vor diesem Unglückstag hatte der junge Mann kaum einmal einen Degen in der Hand gehabt. Der Lord erledigte ihn ohne Gnade, und Jack fand seine letzte Ruhestätte neben seiner geliebten Frau auf dem Friedhof der kleinen Kirche, in der sie erst wenige Wochen zuvor ihr Ehegelübde abgelegt hatten.

Seitdem war nahezu ein Jahr vergangen, und Chevron hatte ohne Zweifel angenommen, dass er nunmehr vor Vergeltung sicher sein konnte. Doch jetzt wusste er wohl, dass das ein Irrtum gewesen war! Spöttisch verzog Nick den Mund, als er sich der angstvollen Miene des Schurken erinnerte. Wenigstens einen von Catherines Mördern würde die gerechte Strafe ereilen. Aber noch lebten zwei weitere …

„Ralph, ich möchte, dass du Chevron aufsuchst. Sage ihm, du könntest mich vielleicht überreden, ihn zu schonen, wenn er dir die Namen seiner Spießgesellen von damals mitteilt …“

„Du willst diesen Hund verschonen?“, rief Anton außer sich. „Wenn du nicht die Stirn dafür hast, dann werde ich es an deiner Stelle übernehmen.“

„Nur Geduld, mein hitzköpfiger junger Freund.“ In Nicks Augen blitzte für einen Augenblick Belustigung auf. „Möchtest du nicht auch, dass alle drei die gerechte Strafe trifft? Ralph soll doch nur versprechen, dass er versuchen wird, mich zu überreden … aber er wird natürlich keinen Erfolg damit haben.“ Er warf Sir Ralph einen kurzen Blick zu. „Ich bitte dich nicht gern um diesen Gefallen, Ralph, doch ich fürchte, dass Chevron dieses Geheimnis mit in sein Grab nehmen wird, wenn wir es ihm nicht vorher entreißen.“

Ralph nickte nachdenklich. Er pflegte langsam und bedächtig zu sprechen und war weniger als seine Freunde zu überstürzten Handlungen geneigt. Doch auch er hatte geschworen, dass Catherines Mörder ihre Bluttat mit dem Leben bezahlen sollten.

„Ich muss das wohl übernehmen“, sagte er schließlich, „denn du, Nick, kannst es nicht tun, und Anton würde mit seiner finsteren Miene von vorherein alles verderben. Kein Mann von Verstand würde ihm den Friendensstifter glauben.“

„Dir aber auch nicht, wenn sie dich genauer kennen würden!“, versetzte Anton mit einem wissenden Lächeln.

„Glücklicherweise kennt Chevron ihn aber nicht näher“, sagte Nick ungerührt. „Im übrigen glaube ich nicht, dass Seine Lordschaft der Anführer dieser Schurken war … er hat nicht den Mut dazu, sofern er nicht von anderen dazu aufgestachelt wird. Die beiden Spießgesellen müssen Fremde gewesen sein, sonst hätte Cathy sie erkannt … Mein Gott, ich wünschte, ich wäre bei ihr gewesen, als sie mich brauchte!“ Sein Gesicht verzog sich schmerzlich. „Sie war doch fast noch ein Kind.“

Ralph legte ihm seine große sonnengebräunte Hand auf die Schulter. „Niemand konnte ahnen, was geschehen würde, Nick. Mache dir keine Vorwürfe. Catherine würde das auch nicht wollen.“

„Sicherlich – aber was sie will, ist Vergeltung. Ich höre ihre Stimme bis in meine Träume. Sie ruft mir immer wieder zu, dass ich sie rächen soll.“

„Und das wirst du doch auch“, erwiderte Sir Ralph. „Chevron ist schon jetzt so gut wie...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.