Hersche | Muße und Verschwendung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 1206 Seiten

Hersche Muße und Verschwendung

Europäische Gesellschaft und Kultur im Barockzeitalter
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-451-80895-1
Verlag: Verlag Herder
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Europäische Gesellschaft und Kultur im Barockzeitalter

E-Book, Deutsch, 1206 Seiten

ISBN: 978-3-451-80895-1
Verlag: Verlag Herder
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Barocke Bauten werden von Millionen Reisenden aufgesucht und bewundert, barocke Musik erfreut sich ständig steigender Beliebtheit. Was aber wissen wir wirklich vom Zeitalter des Barock, dessen Kunst nur ein, wenn auch wichtiger Teil ist? Peter Hersche leuchtet alle Lebensbereiche des Barock aus und verknüpft Sozial-, Wirtschafts-, Kultur-, Frömmigkeits- und Mentalitätsgeschichte miteinander. Er bietet die seit langem fehlende Synthese, in die praktisch alle Länder Europas einbezogen sind, insbesondere auch die des meist vernachlässigten Südens. Der Zeitrahmen der detailreichen Zusammenschau reicht von den Anfängen um 1600 bis zur antibarocken Aufklärung am Ende des 18. Jahrhunderts. Deutlich wird, dass Barock ein spezifischer katholischer Versuch ist, einen anderen, vom Mainstream des protestantischen Fortschrittsdenkens abweichenden Weg in die Moderne zu gehen.

Professor Dr. Peter Hersche, geb. 1941, lehrte Geschichte an der Universität Bern und befasste sich vor allem mit der Sozial- und Kulturgeschichte des frühneuzeitlichen Katholizismus.
Hersche Muße und Verschwendung jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Inhalt;6
2;Vorbemerkungen zu Zielsetzung, Gestaltung und Anlage des Buches;26
3;Verwendete Abkürzungen;34
4;1. Grundlagen;36
4.1;1.1 Holz- und Königswege zu einer Sozial- und Kulturgeschichte der Religion;37
4.1.1;1.11 Geschichte als Fortschrittsgeschichte;37
4.1.2;1.12 Allgemeingeschichte und Katholizismusforschung;45
4.1.3;1.13 Der Beitrag der Kirchengeschichte;52
4.1.4;1.14 Die Sozialdisziplinierungs- und Konfessionalisierungsthese;56
4.1.5;1.15 Die Tradition der Kulturgeschichte;65
4.1.6;1.16 Ausländische Anregungen;69
4.1.7;1.17 Das Erbe der Volkskunde;73
4.1.8;1.18 Die Herausforderung der Geschlechtergeschichte;83
4.1.9;1.19 Bemerkungen zu den Quellen;89
4.2;1.2 Konfessionelle Kulturen bei Max Weber;95
4.2.1;1.21 Die Protestantismus-Kapitalismus-These;95
4.2.2;1.22 Der „andere“ Weber – Bemerkungen zur Biographie;98
4.2.3;1.23 Max Weber und der Katholizismus;103
4.2.4;1.24 Vorläufer und neuere empirische Forschungen;107
4.3;1.3 Verschiedene Katholizismen;113
4.3.1;1.31 Der mediterrane Katholizismus;113
4.3.2;1.32 Der deutschsprachige Raum;120
4.3.3;1.33 „Klassizistischer“ Katholizismus: Der Sonderfall Frankreich;125
4.3.4;1.34 Minderheitskatholizismen und Grenzgebiete in West und Ost;147
4.4;1.4 Das Konzil von Trient: Anspruch undWirklichkeit;153
4.4.1;1.41 Katholische Reform als Erfolgsgeschichte;153
4.4.2;1.42 Hektik und Ermattung: Der zeitliche Ablauf der Reform;160
4.4.3;1.43 Die katholische Reform und die europäischen Staaten;167
4.4.4;1.44 Widerstand gegen die Durchführung derKonzilsbeschlüsse;173
4.4.5;1.45 Das Scheitern der Priesterseminare;178
4.4.6;1.46 Das Versagen der Kontrollinstitutionen;186
4.4.7;1.47 Die Mängel in der Pfarreiorganisation;195
4.4.8;1.48 Die ambivalente Rolle der Jesuiten;204
5;2. Sozialgeschichte;214
5.1;2.1 Eigenheiten der katholischen Gesellschaft;215
5.1.1;2.11 Der demographische Befund;215
5.1.2;2.12 Der Dritte Stand und die Religion;222
5.1.3;2.13 Der Adel im katholischen Europa;230
5.1.4;2.14 Fürsten, Höfe, Absolutismus;238
5.1.5;2.15 Der geistliche Staat in Deutschland;243
5.2;2.2 Der geistliche Stand;248
5.2.1;2.21 Die zahlenmäßige Entwicklung der Geistlichkeit;248
5.2.2;2.22 Die hierarchische Schichtung des Klerus;259
5.2.3;2.23 Die soziale Rekrutierung;268
5.2.4;2.24 Eintritt in den geistlichen Stand, Ausbildung und Karriere;275
5.2.5;2.25 Die Stellung des Geistlichen in der Gesellschaft;282
5.2.6;2.26 Der Alltag des Geistlichen;290
5.2.7;2.27 Ungeistliche Lebensführung und Delikte;297
5.2.8;2.28 Einkommensverhältnisse und kirchlicher Besitz;310
5.3;2.3 Das Kloster als spezifisch katholische Lebensform;319
5.3.1;2.31 Umfang, zeitliche Entwicklung und strukturelle Probleme;319
5.3.2;2.32 Die Klöster als Versorgungsinstitute;335
5.3.3;2.33 Die geistlichen und materiellen Leistungen der Orden;343
5.3.4;2.34 Der Alltag im Kloster;350
5.3.5;2.35 Ökonomie und Besitzverwaltung;359
5.3.6;2.36 Die baulichen Unternehmungen der Klöster;367
5.3.7;2.37 Damenstifte, Frauenhäuser, Konservatorien;377
5.3.8;2.38 Eremiten und „bizzoche“;381
5.4;2.4 Die Rolle der Laien in der Kirche;384
5.4.1;2.41 Das Patronatsrecht als Machtfaktor;384
5.4.2;2.42 Laien und Klerus in der Pfarrei;390
5.4.3;2.43 Die Bruderschaften I: Entwicklung, Typen und Verbreitung;397
5.4.4;2.44 Die Bruderschaften II: Zusammensetzung und Organisation;407
5.4.5;2.45 Die Bruderschaften III: Geistliche und soziale Funktionen;412
5.4.6;2.46 Prozessionen und Andachten als Manifestationen der Laien;420
5.4.7;2.47 Formen der katholischen Alltagsreligiosität;433
6;3. Wirtschaftsgeschichte;442
6.1;3.1 Katholischer Wirtschaftsstil;443
6.1.1;3.11 Theoretische Vorgaben;443
6.1.2;3.12 Praktische Beispiele;447
6.1.3;3.13 Das agrarische Denken;457
6.1.4;3.14 Reagrarisierungsprozesse;467
6.1.5;3.15 Die Verbreitung des protoindustriellen Gewerbes;473
6.1.6;3.16 Der Handel;484
6.2;3.2 Kreditwesen und Investitionsverhalten;491
6.2.1;3.21 Kredit und Zins aus konfessioneller Sicht;491
6.2.2;3.22 Kirchliche Institutionen des Kreditwesens;495
6.2.3;3.23 Die Getreidebanken;502
6.2.4;3.24 Die Dimensionen des Stiftungswesens;506
6.2.5;3.25 Der Transfer von monetärem in geistliches Kapital: Die Seelenmessen;515
6.2.6;3.26 Kapitalien im Himmel: Der Ablass;524
6.3;3.3 Ostentative Verschwendung;529
6.3.1;3.31 Sparen und Ausgeben;529
6.3.2;3.32 Der barocke Bauboom;535
6.3.3;3.33 Das Beispiel des Pfarrkirchenbaus;544
6.3.4;3.34 Die katholische Sakrallandschaft;557
6.3.5;3.35 Der ephemere Barock;570
6.3.6;3.36 Funeralpomp;574
6.3.7;3.37 Sakralprunk;581
6.3.8;3.38 Außerordentliche kirchliche Feste;588
6.3.9;3.39 Ostentative Verschwendung im profanen Bereich;593
6.4;3.4 Mußepräferenz;602
6.4.1;3.41 Arbeit und Muße;602
6.4.2;3.42 Der Heiligenkult als Grundlage der Muße;610
6.4.3;3.43 Der Umfang der Feiertage;619
6.4.4;3.44 Die Bedeutung der Feiertage und die Kritik daran;625
6.4.5;3.45 Der agro-liturgische Kalender oder die Muße des Bauern;634
6.4.6;3.46 Das Fest;645
6.4.7;3.47 Zur Bedeutung der Musik im Katholizismus;656
7;4. Kultur- und Mentalitätsgeschichte;668
7.1;4.1 Erfolglose Disziplinierung;669
7.1.1;4.11 Normative Regelungen und ihr Vollzug;669
7.1.2;4.12 Die Bedeutung des Militärs;675
7.1.3;4.13 Die Beichte;683
7.1.4;4.14 Die Inquisition;695
7.1.5;4.15 Das Verhalten in der Kirche;703
7.1.6;4.16 Disziplinierung des Körpers?;712
7.1.7;4.17 Sexualität und Ehe;726
7.1.8;4.18 Sexualität vor und außerhalb der Ehe;737
7.2;4.2 Leben ohne Plan;749
7.2.1;4.21 „… Sorget euch nicht um euer Leben“;749
7.2.2;4.22 Zeitbewusstsein und Zeitnutzung;754
7.2.3;4.23 Das Verhalten bei Katastrophen und die Versicherung;760
7.2.4;4.24 Das Armen- und Bettlerproblem in Theorie und Praxis;771
7.2.5;4.25 Religiös begründete Hemmnisse einer neuen Armenpolitik;781
7.3;4.3 Religiöses Freizeitvergnügen: Die Wallfahrt;795
7.3.1;4.31 Bedeutung, Entwicklung und Umfang;795
7.3.2;4.32 Initianten, Gegner und Teilnehmer;807
7.3.3;4.33 Auf dem Weg: Der geistliche Ausflug;818
7.3.4;4.34 Am Ziel: Die seelisch-leibliche Ökonomie der Wallfahrt;828
7.3.5;4.35 Die Mirakel: Wallfahrt als Therapie;834
7.3.6;4.36 Die umgekehrte Wallfahrt: Die Volksmission;839
7.4;4.4 Verzauberte Welt? – Bildung, Wissenschaft, Magie;846
7.4.1;4.41 Das Bildungswesen;846
7.4.2;4.42 Der Stellenwert der Literatur;857
7.4.3;4.43 Die Einstellung zur modernen Wissenschaft;865
7.4.4;4.44 Die Haltung gegenüber der Magie;874
7.4.5;4.45 Die kirchliche Halbmagie;880
7.4.6;4.46 Ein Beispiel: Das Kinderzeichnen;887
8;5. Schlussfolgerungen, Übergang und Ausblick;892
8.1;5.1 Konfessionell verschieden geprägte Kulturen;893
8.1.1;5.11 Protestantisches und katholisches Europa im Vergleich;893
8.1.2;5.12 Konfrontation und Solidarität: Gemischtkonfessionelle Räume;901
8.1.3;5.13 Gegenseitige Annäherungen und Angleichungen;911
8.1.4;5.14 Offene Fragen;919
8.2;5.2 Barock als Epoche;925
8.2.1;5.21 Die Diskussion um den Barockbegriff;925
8.2.2;5.22 Der allgemeingeschichtliche Hintergrund des Barock;932
8.2.3;5.23 Der Barock als spezifisch katholische Kultur;938
8.2.4;5.24 Thesen zum Barock;944
8.2.5;5.25 Der zeitliche Ablauf;948
8.3;5.3 Die religiösen Reformen der Aufklärung als Antibarock;953
8.3.1;5.31 Innozenzianische Wende und tridentinische Reprise;953
8.3.2;5.32 Aufklärerischer „Fortschritt“ gegen barocke „Rückständigkeit“;961
8.3.3;5.33 Die katholischen Staaten unter dem Zwang zu Reformen;969
8.3.4;5.34 Die Grundlagen der österreichischen Kirchenreform („Josephinismus“);980
8.3.5;5.35 Die Praxis der theresianisch-josephinischen Reform;990
8.3.6;5.36 Der Widerstand gegen die Reformen;1014
8.4;5.4 Neobarock? Das 19. und 20. Jahrhundert;1030
8.4.1;5.41 Der Fortgang der Modernisierung;1030
8.4.2;5.42 Die konservativen Gegenkräfte;1038
8.4.3;5.43 Zum Fortleben barocker Formen nach 1800;1046
8.4.4;5.44 Die Liquidation des Barock nach dem Zweiten Weltkrieg;1062
8.4.5;5.45 Katholizismus und Fortschrittskritik;1074
9;Tabelle Anzahl und Verteilung des katholischen Klerus (16.–18. Jahrhundert);1080
10;Literaturverzeichnis;1092
11;Register;1201


Professor Dr. Peter Hersche, geb. 1941, lehrte Geschichte an der Universität Bern und befasste sich vor allem mit der Sozial- und Kulturgeschichte des frühneuzeitlichen Katholizismus.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.