E-Book, Deutsch, 208 Seiten
Heun Donald Trump
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7448-7726-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Fluch oder Segen?
E-Book, Deutsch, 208 Seiten
ISBN: 978-3-7448-7726-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Der Autor ist ein internationaler Unternehmer und pendelt seit über 20 Jahren zwischen USA und Deutschland. Er arbeitete in leitender Position für eine renommierte deutsche Bank in USA und auch für einen amerikanischen Assetmanager in Deutschland. Daher kennt er die Mentalitätsunterschiede beider Länder. Er hat den US-Präsidenten privat vor 17 Jahren zum ersten Mal in Florida getroffen und zuletzt mehrmals Anfang März 2017 im Mar-a-Lago Club sowie in Trumps Golf Club. Der Autor ist Dozent an einer renommierten deutschen Hochschule und Kolumnist für ein führendes deutsches Wirtschaftsmagazin
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WERDEGANG VON DONALD TRUMP
Wer ist die Person Donald Trump?3
Wie kaum ein anderer spaltet Donald Trump die US-Amerikaner. Als Republikaner bewirbt sich der milliardenschwere Unternehmer für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten und gewinnt die Wahl am 8. November 2016 vor seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton. Am 20. Januar 2017 wurde er zum 45. Präsidenten der USA vereidigt.
Donald Trump wurde am 14. Juni 1946 in Queens, einem Stadtteil von New York City, als viertes von fünf Kindern geboren. Seine Eltern waren der Immobilienunternehmer Frederick Trump Junior (1905-1999) und die schottische Fischerstochter Mary Anne MacLeod (1912-2000). Sein Großvater Heinrich Trump und seine Großmutter Elisabeth Christ waren Deutsche und lebten bis zu ihrer Auswanderung in die USA im Jahr 1885 in Kallstadt in der Pfalz.4
Von 1956 bis 1959 war Donald Trump als Schüler an der Kew-Forest-School in New York eingeschrieben, musste jedoch dann in 1959 die Schule wechseln, da vermehrt Klagen von Lehrerseite kamen. Trump hatte ständig ausgetestet, wie weit er gehen kann. Er störte den Unterricht und danach lieferte er sich Schlägereien. Zudem hatte sein Vater den Eindruck, dass er die Kontrolle über seinen Sohn verloren hatte. Das war auch der Grund dafür, dass Trump dann an die New York Military Academy (NYMA) in Cornwall-on-Hudson wechselte, einem Privatinternat für Jungen 60 Meilen nördlich von New York. Dort erfuhr er eine vormilitärische Ausbildung mit akademischer Strenge und militärischem Drill. Vorbereitend auf die Uni. Man trug Uniform, wurde an Waffen ausgebildet und schlief in Baracken. Amerikas Besserverdienende schickten ihre Söhne dorthin, um sie auf das anschließende kapitalistische Berufsleben vorzubereiten. Trump gehörte zu jenen, die nur schwer kontrollierbar waren und er entwickelte sich in einem Umfeld, in dem machohafte Vorstellungen von Stärke und Männlichkeit vorherrschten. Trump fand hier das zweite wichtige männliche Vorbild nach seinem Vater. Sein Coach, der Weltkriegsveteran Theodore Dobias, lehrte ihm zu überleben. Trump musste durch ihn lernen, sich nicht unterkriegen zu lassen, wenn er ihn niedermachte. Dobias Spruch war: Gewinnen ist nicht alles. Es ist das Einzige, das zählt. Trump setzte diese Vorgabe bedingungslos um und gewann Auszeichnungen für die glänzendsten Schuhe, das am schnellsten gemachte Bett, für die besten Noten, für die besten Sportergebnisse. 1964 legte er dort den Highschool-Abschluss ab. Im Anschluss daran studierte Trump Wirtschaftswissenschaften an der jesuitischen Fordham University in New York, wo er im Jahre 1966 seinen Abschluss entgegennehmen konnte.
Im selben Jahr noch begann Trump mit dem Studium für Immobilienwirtschaft an der Wharton School in Philadelphia. Sein Bruder hingegen hatte seinerzeit die Aufnahme nicht geschafft. Donald Trump war kein herausragender Student, war jedoch bei Professoren und Kommilitonen anerkannt aufgrund seiner Erfahrung als Immobilienprofi. Schon damals war er mit zwei Millionen Dollar väterlichen Kapitals als Bauentwickler tätig. Außerdem profitierte er von den politischen Beziehungen seines Vaters und setzt alles daran, sich einen Namen zu machen: einen überlebensgroßen. 1968 konnte er sein Studium erfolgreich mit dem Bachelor abschließen. Der sich daran anschließende Wehrdienst blieb ihm aufgrund eines attestierten Fersensporns verweigert.
In jenen Jahren äußerte er seinen Freunden gegenüber, dass er den Erfolg seines Vaters noch übertreffen werde, indem er Manhattan erobere. Seine ersten beruflichen Erfahrungen sammelte Trump im Unternehmen seines Vaters. 1974 übernahm er es. Die Renovierung des Commodore Hotels, dem heutigen Grand Hyatt New York, in 1977 war sein erstes größeres Immobiliengeschäft, das er über eine Anleihe von Fred Trump und der Hyatt-Kette finanzierte. Er kaufte es für einen Dollar und verwandelte es mit dem Hyatt-Konzern in eine Nobelherberge. Sein exzellentes politisches Netzwerk ermöglichte ihm einen Grundsteuernachlass, der ihm 60 Millionen Dollar sparen ließ. Trump war bereit, für seine Deals ein hohes Risiko einzugehen und konnte sich dadurch mit Immobilien in New York ein beachtliches Vermögen aufbauen. Trump lockten die exklusiven Clubs, die schönen Frauen, die hohen Profite. 1976 schrieb die „New York Times“ zum ersten Mal über ihn. Das Porträt begann mit den Worten: „Er ist großgewachsen, schlank und blond, und er sieht ein wenig aus wie Robert Redford.“
Im Jahre 1977 heiratete er Ivana Trump. Aus der Ehe gingen die Söhne Donald Jr. (1977), Eric (1984) sowie die Tochter Ivanka (1981) hervor. In 1992 erfolgte die Scheidung.
1981 äußerte sich Trump der Zeitschrift People gegenüber mit den Worten: „...und das Leben ist eine Serie von Kämpfen, die in Sieg oder Niederlage enden.“ In Trumps Welt muss man bereit sein zu kämpfen. Er teilt sie in Gewinner und Verlierer ein, dazwischen gibt es nichts. Hierbei jedoch ist der eigene Sieg nicht ausreichend. Roy Cohn, der juristische Vertreter der Trumps, lehrte Donald Trump die Lektion, dass der Verlierer gut sichtbar gedemütigt werden müsse. Er lebte nach dem Grundsatz: Wenn einer dich angreift, schlag zurück – aber zehn Mal so hart. Verhandle nicht – eskaliere. Sein acht Jahre älterer Bruder Fred Jr., genannt Freddy, konnte mit dem Kämpfen und Siegen offenbar wenig anfangen. Die beiden wetteiferten als Kind um die Zuneigung zu Trump Senior. Ursprünglich sollte Freddy das Familienunternehmen übernehmen, hatte aber große Mühe, die hohen Anforderungen des Vaters zu erfüllen. Freddy entschied sich dazu, Pilot zu werden und eine Familie zu gründen. Alkoholkrank, geschieden, starb er mit 43 Jahren an einem Herzinfarkt. Donald nannte den Tod seines Bruders die traurigste Sache, die er durchgemacht hatte. Er fühlte sich dadurch in seiner Lebensphilosophie bestätigt: „Man darf einfach nicht zulassen, dass andere Leute einen Schwächling aus dir machen.“
1983 setzte sich Donald Trump mit dem Bau des Trump-Tower sein persönliches Wahrzeichen und erlangte damit internationale Popularität. Der Turm liegt an der Fifth Avenue, der prominentesten Straße New Yorks. Ein extrovertierter Ausdruck des Wohlstands. Das Gebäude hat eine Höhe von 202 Metern mit 58 Stockwerken. Sein Geschäftsmodell: ein Wohnturm für die neureiche Upper Class. Dort, wo man einkaufen ging, sollte man auch leben können.
Trump teilte seine Geschäftstätigkeit in vier Bereiche auf: Hotels, Liegenschaften, Glücksspiel und Wohn- und Geschäftsbauten. Zusammengefasst hat er diese Sparten unter dem Dach einer Holding. Im Jahre 1989 wagte Donald Trump den Einstieg in die Fluggesellschaften und kaufte die Eastern Airlines, eine amerikanische Gesellschaft. Er benannte sie kurzerhand um in Trump-Shuttle. Die Geschäfte liefen jedoch nicht zu seiner Zufriedenheit und er beschloss, sich wieder davon zu trennen. Dies bereits nach drei Jahren.
Von 1993 bis 1999 war Donald Trump mit Marla Maples verheiratet, einer amerikanischen Schauspielerin. Mit ihr hat er Tiffany, die zweite seiner Töchter, die 1993 geboren wurde.
Seit 2005 ist Donald Trump mit dem slowenischen Model Melania Knauss verheiratet. Trumps dritter Sohn Barron William wurde 2006 geboren. Er ist der jüngste Präsidentensohn seit John F. Kennedy, Jr.
Drei seiner Kinder (Donald, Eric, Ivanka) sind in führenden Positionen im Familienunternehmen The Trump Organization aktiv. Ivanka ist zudem noch als Model tätig. Ihr Ehemann Jared Corey Kushner war laut Beobachtern in 2016 eine der wichtigsten Personen in Trumps Präsidentschaftswahlkampf.
Trumps drei Ehen lassen sich als die erfolgreiche Annäherung an ein traditionelles Vorbild lesen, nämlich an die Verbindung seiner Eltern. In seinem Buch „Trump: The Art of Comeback“, schrieb er: „Damit ein Mann erfolgreich ist, braucht er zu Hause Unterstützung, wie mein Vater sie von meiner Mutter bekam, nicht jemanden, der ständig meckert und nörgelt.“ Trump lebt die Verteilung der Aufgaben traditionell: Er stellt die Geldmittel bereit, die Frau kümmert sich um die Kinder. Bei der Auswahl seiner Partnerinnen bleibt er einem optischen Beuteschema treu: Modelmaße, feminin, blonde lange Haare. Mittlerweile ist er achtfacher Großvater.
Trump war schließlich Besitzer zahlreicher Hotels, Geschäftshäuser, Casinos und Freizeitzentren und genoss eine nicht unbeachtliche Summe an Mieteinkünften. Sämtliche Immobilien trugen seinen Namen im Logo. Seine Anwesen waren verstreut in New York, New Jersey und Florida und stellten lukrative Einnahmequellen dar. Anstatt sich mit seinem sehr hoch geschätzten Vermögen zufrieden zu geben, investierte Trump weiterhin in gigantische Bauprojekte. Immer in bester Lage mit einem sehr hohen Gegenwert. Nach nur zwei Jahren Bauzeit konnte er 2001 den Trump World Tower fertigstellen. Dieser steht am United Nations Plaza in New York City mit einer Höhe von 262 m und 72 Stockwerken. Es ist das höchste und teuerste Wohnhaus der Welt. Donald Trump selbst wohnt nicht in diesem Gebäude, er wohnt in den obersten Stockwerken des Trump Towers....




