Higgins | Pack Up the Moon | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 576 Seiten

Higgins Pack Up the Moon

Roman. Eine herzzerreißende und hoffnungsvolle Romance der US-Bestsellerautorin, gefeiert auf TikTok
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-7522-9
Verlag: Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman. Eine herzzerreißende und hoffnungsvolle Romance der US-Bestsellerautorin, gefeiert auf TikTok

E-Book, Deutsch, 576 Seiten

ISBN: 978-3-7517-7522-9
Verlag: Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein wunderbares Buch über Trauer, den Weg zurück ins Leben und über die Liebe

Joshua und Lauren sind das perfekte Paar, frisch verheiratet und bis über beide Ohren verliebt. Doch dann wird bei Lauren eine unheilbare Krankheit diagnostiziert. Während Laurens Zustand sich verschlechtert, ringt Joshua damit, eine Zukunft ohne sie zu akzeptieren. Wie soll er nur ohne seinen wichtigsten Menschen weiterleben? Jemals wieder Freude empfinden, lachen, lieben?

Aber Lauren hat einen Plan. Sie hinterlässt ihm Briefe für jeden Monat nach ihrem Tod, die ihn durch Schmerz, Wut und Trauer führen. Zwölf Briefe, die ihn auf eine herzzerreißende, schöne und oft witzige Reise führen, um wieder Mut zum Leben zu finden. Und während die Trauer langsam Platz für Lachen und neue Menschen in seinem Leben macht, lernt Joshua Laurens wertvollste Lektion: Der Weg zum Glück folgt keiner geraden Linie.

Herzzerreißend und humorvoll zugleich - der unvergessliche Liebesroman der US-Bestsellerautorin Kristan Higgins über Trauer, Familie und die Kraft der Liebe

»Dieses Buch wird viele Herzen brechen (und wieder zusammensetzen)« PUBLISHERS WEEKLY



Kristan Higgins ist eine NEW YORK TIMES-, USA TODAY- und PUBLISHERS WEEKLY-Bestsellerautorin und hat mehr als zwanzig Romanen geschrieben, die in über zwei Dutzend Sprachen übersetzt wurden und sich weltweit millionenfach verkauft haben. Die glückliche Mutter zweier erwachsener Kinder lebt mit ihrem heldenhaften Feuerwehrmann-Ehemann, ihrem knuddeligen Hund und ihrer gleichgültigen Katze in Connecticut.

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3


JOSHUA


Zwölf Tage später


26. Februar


War es eigenartig, bei der Beerdigung seiner Frau Ausschau nach ihr zu halten?

Aber genau das tat er. Er blickte sich nach Lauren um und wartete darauf, dass sie hereinkommen und ihm sagen würde, was er all diesen Leuten erzählen und wie er sich während dieses Trauergottesdienstes verhalten sollte. Wo er seine Hände lassen, auf welche Weise er die Umarmungen erwidern sollte.

Sie hätte gewusst, was zu tun war. Das war das Problem. Sie wusste alles über diese Dinge – Menschen zum Beispiel. Wie man sich in der Welt zu benehmen hatte. Gestern Abend, bei ihrer Totenwache, hätte sie ihm erklärt, was er zu sagen hatte, als ihre Freundinnen weinten, seine Hand festhielten und ihn umarmten, was ihm so unangenehm war, dass er erstarrt und ins Schwitzen geraten war. Klassisches Problem für jemandem aus dem Autismus-Spektrum. Er mochte keine Menschenmengen. Hatte keinerlei Wunsch, jemanden zu umarmen außer seiner Frau. Die tot war.

Sie hätte ihm auch gesagt, was er heute anziehen sollte. So trug er den einzigen Anzug, den er besaß. Denselben, den er bei seinem Heiratsantrag angehabt hatte, und bei ihrer Hochzeit vor drei Jahren. War es unpassend, zur Beerdigung seiner Frau seinen Hochzeitsanzug zu tragen? Hätte er sich eine andere Krawatte umbinden sollen? Rührte dieser Anzug bei ihrer Mutter und Schwester alle möglichen Erinnerungen auf?

Diese Kirchenbank war hart wie Granit. Er hasste Holzstühle. Kirchenbänke. Egal.

Donna, Laurens Mutter, schluchzte. Es hallte durch die Kirche. Dieselbe Kirche, in der Josh und Lauren geheiratet hatten. Wenn sie Kinder gehabt hätten, wären sie dann hier getauft worden? Josh war so ziemlich Atheist, aber da Lauren gewollt hatte, dass die Kirche einen Platz in ihrem Leben hatte, hätte er das akzeptiert.

Nur, dass sie tot war.

Vier Tage war das jetzt her. Einhundertzwölf Stunden und dreiundzwanzig Minuten, seit Lauren gestorben war, plus/minus ein paar Sekunden. Die längste Zeit seines Lebens, und zugleich kam es ihm vor, als wäre es erst fünf Sekunden her.

Laurens Schwester Jen hielt die Trauerrede. Wahrscheinlich war sie gut, weil hier jemand lachte und da jemand weinte. Josh selbst verstand die Worte nicht ganz. Er starrte auf seine Hände hinunter. Als Lauren ihm an ihrem Hochzeitstag den Ring an den Finger gesteckt hatte, hatte er nicht aufhören können, ihn anzusehen. Mit diesem Ring sah seine Hand vollständig aus. Nur ein schlichter Goldreif, doch er sagte etwas über ihn aus. Etwas Gutes und Wichtiges. Er war nicht nur ein Mann … er war Ehemann.

Jedenfalls war er einer gewesen. Jetzt war er Witwer. Und vollkommen nutzlos.

So viel dazu, dass er biomedizinischer Ingenieur mit zahlreichen Hochschulabschlüssen und einem guten Ruf innerhalb der Medizintechnologie war. Er hatte zwei Jahre und einen Monat Zeit gehabt, eine Behandlung gegen ihre idiopathische Lungenfibrose zu finden, eine Krankheit, bei der sich die Lungen langsam mit Narbengewebe füllten, das den gesunden Teilen, die zum Atmen nötig waren, die Luft abschnürte. Er hatte versagt. Nicht, dass es einfach gewesen wäre, eine Heilmethode zu finden, das war bisher noch niemandem gelungen. Die einzigen Geräte auf dem Markt waren dazu da, Luft in die Lungen zu pressen, mit den Brustmuskeln zu arbeiten oder Schleim zu entfernen, und das waren nicht Laurens Probleme gewesen.

Er hatte das Rätsel nicht gelöst. Er hatte weder etwas erfunden noch eine Pilotstudie aufgetan, die diese verdammten Fasern und Narben beseitigt hätte. Seit dem Tag von Laurens Diagnose hatte er sein Leben dem Ziel gewidmet, etwas zu finden, das seine Frau retten würde. Nicht nur, um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen – diese Medikamente existierten und sie hatte sie genommen, dazu noch zwei im Versuchsstadium sowie chinesische Kräuter und traditionelle Arzneimittel, zuzüglich einer Ernährung, die aus biologischen Lebensmitteln bestand und rotes Fleisch vermied.

Nein. Joshs Aufgabe war es gewesen, etwas zu finden – oder herzustellen –, das sie geheilt hätte. Wiederhergestellt. Um sie zu behalten.

Und das hatte er nicht geschafft.

Auf dem Altar stand ein großes Bild von ihr. Es war auf ihrer Paris-Reise aufgenommen, kurz vor Weihnachten in ihrem ersten Ehejahr. Bevor sie davon gewusst hatten. Ihr rotes Haar aus dem Gesicht geweht, und ihr Lächeln so voller Spaß, Liebe und Freude. Jetzt starrte er dieses Foto an, immer noch fassungslos darüber, dass er sie hatte heiraten dürfen. Sie hatte in einer ganz anderen Liga gespielt als er.

Bei ihrer ersten Begegnung hatte er sie beleidigt.

Gott sei Dank hatte sie ihm noch eine Chance gegeben. Obwohl Gott nicht existierte. Sonst wäre sie noch am Leben. Wer zum Teufel holte jemanden wie sie mit achtundzwanzig Jahren? Ein barmherziger Gott? Zur Hölle damit.

Es schien nicht möglich zu sein, dass sie für immer fort war. Nein. Ihm war, als würde Lauren, die Spaß an kindlichen Streichen gehabt hatte – wie sich in der Dusche zu verstecken und herauszuspringen, wenn er sich die Zähne putzte –, ihm den größten Streich von allen spielen. Hinter dem Altar hervorspringen und »buh, reingelegt, Babe« rufen, ihn dann lachend umarmen und ihm sagen, sie hätte ihn in den letzten paar Jahren bloß auf die Probe gestellt und wäre nie wirklich krank gewesen.

Andererseits war sie schon eingeäschert.

Anscheinend war Jen fertig, denn sie trat vom Altar in den Kirchenraum herunter und blieb vor ihm stehen.

»Danke, Jen«, sagte er hölzern. Seine Mutter, die neben ihm saß, stieß ihn an, und er stand auf und umarmte seine Schwägerin. Ehemalige Schwägerin? Das kam ihm unfair vor. Er war wirklich gern mit Jen und ihrem Mann Darius verwandt, ganz zu schweigen von ihren beiden Kindern. Er mochte sogar Donna beinahe gut leiden, seine Schwiegermutter, die nach einem äußerst miesen Start am Ende für sie da gewesen war. Als Lauren im Sterben lag.

Jetzt befand sich die Asche seiner Frau in einer Plastiktüte in einem Metallbehälter. Er wartete noch auf die spezielle Urne aus Kalifornien, und wenn sie kam, würde er sie mit biologischer Gartenerde vermischen. In die Bambusurne würde er einen Baum pflanzen, und aus Lauren würde ein Dogwood-Baum werden. Friedhöfe waren schön, aber nicht nachhaltig, hatte sie gesagt. »Außerdem, wer würde nicht gern ein Baum sein? Besser, als zu Kompost zu werden.«

Er konnte ihre Stimme förmlich hören.

Alle begannen, der Reihe nach die Kirche zu verlassen. Josh, der vorn gesessen hatte, wartete. Seine Mom hakte ihn unter. »Durchhalten, Schatz«, flüsterte sie. Er nickte. Beide sahen sie zu, wie Ben und Sumi Kim, die besten Freunde und Nachbarn seiner Mutter, an den Altar traten und vor Laurens Bild verharrten. Ben verbeugte sich aus der Hüfte, kniete dann auf dem Boden nieder und drückte die Stirn darauf. Dann stand er auf, während Sumi leise schluchzte.

Angesichts der andächtigen Geste musste Josh kurz seine Hand auf die Augen legen. Lauren hatte die Kims geliebt, die praktisch Joshs zweite Eltern waren. Ben war beinahe der Vater, den er nie gehabt hatte. Natürlich liebte Lauren sie. Sie hatte fast alle Menschen geliebt, und alle erwiderten diese Liebe.

Die Kims kamen zu ihm herüber und umarmten ihn. Josh stand mit den drei Erwachsenen da, die ihn großgezogen hatten und die jetzt alle ohnmächtig angesichts seines Verlusts waren.

Niemand konnte ihm helfen.

»Du wirst das überstehen, mein Sohn«, sagte Ben und sah ihm in die Augen. »Ich weiß, dass es nicht so aussieht, aber du schaffst das.«

Josh nickte. Ben war kein Mann, der log. Ben umfasste seine Schultern und nickte zurück. »Du bist nicht allein damit, Josh.«

Hmm. Netter Gedanke, aber natürlich war er allein. Seine Frau war tot.

»Sollen wir hinausgehen?«, fragte der Ältere. Genau wie Joshs Mutter verstand sich Ben gut darauf, Josh die Stichwörter zu geben, die er oft in sozialen Situationen brauchte. Wenn auch nicht so gut wie Lauren.

Die Panik schoss schmerzhaft durch seinen Körper. Was sollte er ohne sie anfangen?

»Lass uns gehen, Schatz«, sagte seine Mom.

Richtig. Er hatte ja keine Antwort gegeben. »Okay«, sagte er. Irgendwie fühlte es sich falsch an, die Kirche zu verlassen. Die Beerdigung zu beenden.

Nach dem Gottesdienst fand ein Mittagessen statt. So viele Blumen, trotz Laurens Wunsch, stattdessen für das Hope Center zu spenden, ihren Lieblingsort in ihrer Heimatstadt Providence. All ihre Kollegen von Pearl, Churchwell & Harris, dem Architekturbüro, in dem sie als Designerin im öffentlichen Raum gearbeitet hatte, waren gekommen – Bruce, der Lauren ein so großartiger Chef gewesen war, hatte geweint, als hätte er ein eigenes Kind verloren. Santino und Louise, die Spaziergänge mit Lauren unternommen hatten, um ihr Lungenvolumen aufrechtzuerhalten. Diese bescheuerte Lori Cantore, diese miese Kuh, die vor zwei Jahren gefragt hatte, ob sie Laurens Büro haben könne. Was für ein Geier, und sie war zur Beerdigung gekommen, obwohl sie ihr gegenüber solch eine schreckliche Person gewesen war. Er stellte sich vor, sie an ihrem dürren Arm zu packen und hinauszuzerren, aber er wollte sie nicht zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit machen. Das hier war schließlich Laurens Beerdigung.

Und so viele ihrer Freundinnen waren gekommen – Asmaa vom Bürgerzentrum; Sarah, ihre beste Freundin seit Kindertagen; Mara von der Rhode-Island-Designhochschule;...


Higgins, Kristan
Kristan Higgins ist eine NEW YORK TIMES-, USA TODAY- und PUBLISHERS WEEKLY-Bestsellerautorin und hat mehr als zwanzig Romanen geschrieben, die in über zwei Dutzend Sprachen übersetzt wurden und sich weltweit millionenfach verkauft haben. Die glückliche Mutter zweier erwachsener Kinder lebt mit ihrem heldenhaften Feuerwehrmann-Ehemann, ihrem knuddeligen Hund und ihrer gleichgültigen Katze in Connecticut.



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