Hightower | Detective Blair - Wettlauf mit der Zeit | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 396 Seiten

Reihe: Sonora Blair ermittelt

Hightower Detective Blair - Wettlauf mit der Zeit

Thriller | Sonora Blair ermittelt - Band 3 | Toughe Polizistin vs. Kindesentführer
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-98690-281-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Thriller | Sonora Blair ermittelt - Band 3 | Toughe Polizistin vs. Kindesentführer

E-Book, Deutsch, Band 3, 396 Seiten

Reihe: Sonora Blair ermittelt

ISBN: 978-3-98690-281-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Kann sie das entführte Mädchen retten? Der fesselnde Thriller »Detective Blair - Wettlauf mit der Zeit« von Lynn S. Hightower als eBook bei dotbooks. Die 15-jährige Joelle ist zu einem Reitausflug aufgebrochen - und nie zurückgekehrt. Alles, was das Suchteam findet, sind Reifenspuren, ein Reitstiefel ... und Blut, viel zu viel Blut. Sonora Blair, Detective bei der Polizei von Cincinnati, weiß: Jede Minute, die ergebnislos verstreicht, kann den Unterschied zwischen Leben und Tod des Mädchens bedeuten. Doch keiner der Nachbarn und Bekannten von Joelles Familie will kooperieren: Warum verschanzen sie sich hinter einer Mauer aus Schweigen? Erst als das Pferd des Mädchens bei einer Auktion auftaucht, gelingt es Sonora, eine Spur zu finden. Aber die Wahrheit hinter der Entführung ist verstörender als alles, was Sonora in ihrer Laufbahn als Polizistin erlebt hat ... »Scharfsinnig, schockierend und schamlos zufriedenstellend!« Bestsellerautorin Val McDermid Jetzt als eBook kaufen und genießen: der packende Thriller »Detective Blair - Wettlauf mit der Zeit« von Lynn S. Hightower ist der dritte Band ihrer Reihe um Cincinnatis tougheste Polizistin, Sonora Blair! Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Lynn S. Hightower wurde in Tennessee geboren und lebt heute in Kentucky. Sie studierte Journalismus sowie Kreatives Schreiben. Um ihren Romanen authentischen Charakter zu geben, recherchierte sie hautnah: sie begleitete Streifenbeamte, die lokale Mordkommission und war Zeugin von Autopsien. 1994 gewann sie den renommierten Shamus Award. Die Website der Autorin: lynnhightower.com Von Lynn S. Hightower erscheinen bei dotbooks: »Detective Blair - Spiel mit dem Feuer« »Detective Blair - Kampf mit dem Gesetz« »Detective Blair - Wettlauf mit der Zeit« »Detective Blair - Jagd nach der Schuld«
Hightower Detective Blair - Wettlauf mit der Zeit jetzt bestellen!

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Kapitel 2


Ein Streifenpolizist stand vor der Bürotür, der gelangweilt, aber wachsam aussah. Sonora ließ ihren Ausweis sehen, und der Mann verließ seinen Posten und trat zu ihr. »Officer Renquist, Ma’am. Detective Delarosa bat mich, Ihnen zu sagen, daß er sich draußen am Tatort aufhält ?«

»Haben wir eine Leiche?« fragte Sonora.

»Nein, Ma’am. Nur Blut.«

Renquist war ein älterer Mann mit roten Wangen, die auf zu hohen Blutdruck schließen ließen. Er hatte eine Menge Fältchen um die Augen, ob Lach- oder Sorgenfalten, konnte Sonora nicht sagen. Er war eher korpulent, würde aber in einem Pullover knuffig wirken. Er erinnerte Sonora an ihren Lieblingsonkel, der immer ihre Milch für sie getrunken hatte, wenn ihre Mutter nicht hinsah. Renquist sah müde, aber konzentriert aus. Es passierte nicht jeden Tag, daß er in einen Mordfall hineingeriet.

Sonora rieb sich den Nacken. »Viel Blut?«

»Eine Menge.«

Sonora blickte über ihre Schulter auf die Ansammlung von Kombis und Geländewagen, die rund um die Streifenwagen geparkt waren. »So viele Leute hier. Wer sind sie?«

»Der Vater des Mädchens ?«

»Wie war gleich noch ihr Name?«

Der Officer schlug sein Notizbuch auf, sah aber nicht hinein. »Joelle Chauncey. Ihr Vater, ein gewisser Dixon Chauncey, kam gegen halb sechs von der Arbeit ? er lebt auf dem Anwesen, in einem Wohnwagen mit zwei weiteren Kindern ? jedenfalls, er kommt nach Hause und stellt fest, daß seine älteste Tochter Joelle ausgeritten und nicht zurückgekehrt ist. Sie haben zu suchen angefangen, aber Mädchen und Pferd waren weg.«

»Weg? Verschwunden, einfach so?«

»Wie weiß ich nicht, Ma’am. Aber das Mädchen und das Pferd sind weg, und es gibt eine Menge Blut.«

»Wo ist der Vater jetzt?«

Renquist wies mit dem Kopf in Richtung Bürotür. »Da drin, zusammen mit einigen Leuten, die hier reiten. Die Lady, die den Laden schmeißt, gibt Reitstunden und nimmt Pferde in Pflege.«

»Ist sie hier irgendwo?«

»Sie war draußen am Tatort, um mit Detective Delarosa zu sprechen, aber ich glaube, ich habe sie vor ein oder zwei Minuten im Stall gesehen. Ihr Name ist Donna Delaney.« Er hatte die Frage beantwortetet, bevor sie sie stellen konnte. Erfahrung war eine wunderbare Sache. »Lassen Sie mich eine Minute mit dem Vater sprechen.«

Die Bürotür war angelehnt, und Renquist beugte sich vor und riß sie auf. Ein Windzug strich über Sonoras Haar und ließ ein Windspiel, einen Kreis von Zinnpferdchen, das außerhalb der Tür hing, erklingen.

Der Vater war leicht zu erkennen.

Chauncey saß zurückgelehnt auf der Couch, die Knie zusammengepreßt, und sein Kinn zitterte von der Anstrengung, nicht zu weinen. Vermutlich hatte er sich am Morgen rasiert, aber er gehörte zu jenen Männern, die zweimal täglich eine Rasur benötigen, um präsentabel zu bleiben.

Er wurde von zwei Frauen flankiert, Mütter von Reitschülern, schätzte Sonora. Neben ihm sitzend, boten sie ihm den Trost ihrer Gegenwart, als Gegenleistung, daß sie, wenn auch nur am Rande, an einer zwar tragischen, aber faszinierenden Sache teilhaben durften.

Wenn sie eher Bescheid gewußt hätten, hätten sie sicherlich Backwaren und Schinken mitgebracht.

Chauncey rutschte auf der Couch nach vorn und erhob sich schnell, um Sonora die Hand zu schütteln. Er mochte vielleicht außer sich sein vor Sorge, aber seine Manieren vergaß er nicht.

»Police Specialist Blair. Sie sind Dixon Chauncey?« Sonora zeigte ihm ihre Marke, weil sie wußte, daß es ihn beruhigen würde. Sie fragte sich, warum er nicht draußen bei den Polizisten war, um seine Tochter zu suchen.

»Ja, Ma’am. Ich bin Joelles Vater.«

Seine Knie zitterten, und er stolperte vorwärts. Das beantwortete die Frage, warum er nicht draußen war.

Sonora nahm seine Hand und führte ihn zur Couch zurück. »Setzen Sie sich, Mr. Chauncey.«

Er gehorchte sofort.

Er hatte sicherlich nicht mehr als fünfzehn oder zwanzig Pfund Übergewicht, die gar nicht aufgefallen wären, wenn er sich ein bißchen vernünftiger angezogen hätte. Das hatte er aber nicht. Er trug enge Hosen, die an seinen Hüften spannten und einige Zentimeter zu kurz waren. Wahrscheinlich hatten sie vor dem ersten Waschen perfekt gesessen.

Er hätte attraktiv sein können, war es aber nicht. Das am wenigsten Gewinnende an ihm war seine Haltung, der Rücken gekrümmt, die Schultern gebeugt und abfallend, die Arme angewinkelt wie Popeye. Er trug ein kurzärmeliges, kariertes Hemd und hatte eine Packung Marlboro in der Brusttasche. Sein Haar war so schwarz wie Schuhcreme, aber matt, als hätte er es gefärbt. Es wirkte auf seinem Kopf wie eine Plastikhaube. Sonora vermutete, daß er es täglich mit Wasser glattkämmte.

»Haben Sie schon meinen Kollegen, Detective Delarosa, getroffen? Er war vor mir da. Er fährt schneller als ich.« Sonora lächelte freundlich, während sie mit ihm sprach, und fühlte, wie die Spannung im Zimmer nachließ. Die Reitermuttis schauten sie zustimmend und erleichtert an, und Chauncey brachte ein schüchternes Halblächeln zustande.

Laß ihn wissen, daß ein Mann den Fall bearbeitet, dachte Sonora, möglicherweise gehört er zu den Leuten, die Wert auf das Geschlecht der Polizisten legen. Mach den Eindruck von kompetenter Professionalität und lockere ihn mit »ich bin ein ganz normaler Typ« auf.

Vertrauen und ein bißchen Trost für ihn, etwas, woran er sich festhalten konnte, während sie die Leiche seiner Tochter fanden und entschieden, ob er etwas damit zu tun hatte. Auf jeden Fall sahen seine Tränen echt aus.

Die Tür, die in den Stall führte, wurde heftig aufgestoßen und streifte Sonora am Ellbogen. Sie hörte ein Pferd wiehern und schnauben, dann ein hämmerndes Geräusch, als ob das Pferd scharren würde.

»Schluß damit, oder du mußt raus.« Eine Frauenstimme. Schroff. Der Tonfall klang nach Chicago ? nach Mittlerem Westen auf jeden Fall.

Das Pferd war sofort still, ebenso wie jeder andere im Raum.

Die Frau stand im Türrahmen und starrte sie alle an. Sie erzeugte eine Atmosphäre der Wachsamkeit, so etwa wie »Paß auf, was du tust«. Ihr Kinn war spitz, ihr Gesicht fast mager und ihr Haar strohblond, weil sie es sich wert war. Sie trug nur wenig Make-up auf ihren ausgeprägten Gesichtszügen. Sie war fast hübsch, wenn man den herben Typ mochte. Ihre Augen, dunkel, flach und abschätzend, wanderten zurück zu Sonora, und sie streckte ihre Hand aus.

»Ich bin Donna Delaney. Mir gehören diese Farm und das Büro.«

Winzige Falten, halbkreisförmige Furchen wie Hufabdrücke, umgaben ihre Mundwinkel. Sie hatte dünne scharfe Lippen und trug Jeans und ein locker sitzendes Flanellhemd. Sie war schlank, und die Jeans standen ihr gut. Sie kratzte ihre Füße an der Türschwelle ab. Sie steckten, lang und schmal, in mit Schlamm, Dung und Spänen verkrusteten Gummistiefeln. Ihr Hals und ihre Schultern waren dunkelbraun, die ständige Bräune einer Frau, die, ungeachtet der Hitze, viel Zeit im Freien verbringt.

»Detective Blair«, erwiderte Sonora.

»Also sind Sie zu zweit hier. Ich habe bereits mit dem anderen, Delarosa, gesprochen.«

»Ich habe nur ein paar Fragen ?«

»Ich habe bereits mit Ihrem Partner gesprochen.«

Sonora war sich der atemlosen Spannung der beiden Frauen auf der Couch bewußt. »Tatsächlich?« Sie lächelte träge. »Ms. Delaney, haben Sie Joelle Chauncey heute nachmittag gesehen?«

Delaneys Augen wurden schmal, dann drehte sie sich um und ging zur Tür, während sie Sonora einen Blick über die Schulter zuwarf. »Die Fütterungszeit ist bereits vorüber, und meine Pferde sind hungrig. Wollen Sie mich begleiten, während ich arbeite?«

»Ich würde Sie nicht lange aufhalten.«

Delaney zögerte.

»Ich kann sie füttern, Donna.« Chauncey erhob sich erneut, dann stützte er sich an der Wand ab. Seine Stimme war leise, traurig und tapfer.

»Du kannst ja nicht einmal stehen«, erwiderte Delaney. »Wir machen das.« Die beiden Frauen rutschten von der Couch, sahen sich an und nickten mit den Köpfen. Dies war etwas, womit sie fertig wurden. Sie waren froh, sich nützlich machen zu können.

Delaney schenkte ihnen nur einen Moment Aufmerksamkeit. »Kümmert euch nicht um die Pferde in den hinteren Boxen. Und gebt dem Pony nur ganz wenig. Es ist ohnehin so dick wie ein Schwein.« Sie wandte sich wieder Sonora zu. »Nein. Ich habe Joelle heute nicht gesehen.«

»Waren Sie hier? Wie sieht Ihr üblicher Tagesablauf aus?«

»Ich komme morgens kurz vor acht und bleibe bis ungefähr zwölf Uhr dreißig. Zurück bin ich gegen sechs. Heute ist Dienstag. Dienstagabend gebe ich gewöhnlich Privatstunden. An den anderen Tagen bin ich um vier wieder hier.«

»Ist zwischen Mittag und vier Uhr beziehungsweise sechs Uhr an den Dienstagen irgend jemand hier?«

»Nein. Wenn ich nicht gerade ein Pferd zum Verkauf vorführe oder so was, ist es hier an den Nachmittagen normalerweise völlig ruhig. Es geht erst abends mit den Reitstunden von fünf bis acht Uhr weiter, außer, wie schon gesagt, dienstags. Da sind die Privatstunden. Dann füttere ich die Pferde, versorge sie für die Nacht und gehe nach Hause. Joelle hilft mir gewöhnlich dabei.«

»War es auch eine Gewohnheit von Joelle, nachmittags allein auszureiten?«

»Ja, nach der Schule ritt sie häufig ein bißchen, bevor die Stunden anfingen. Obwohl sie nicht an den Dienstagen reiten sollte, weil dann niemand hier ist. Es ist besser, wenn jemand da ist, der alles im Auge behält. Aber eine meiner Abmachungen mit Dixon ist, daß seine Kinder reiten dürfen. Es ist seine Aufgabe, auf sie aufzupassen, ich bin nicht ihr...



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