Hilbig / Bong / Hosemann | Werke, Band 4: Eine Übertragung | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 4, 432 Seiten

Reihe: Werke

Hilbig / Bong / Hosemann Werke, Band 4: Eine Übertragung

Roman
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-10-400992-6
Verlag: S. Fischer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 4, 432 Seiten

Reihe: Werke

ISBN: 978-3-10-400992-6
Verlag: S. Fischer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wolfgang Hilbigs erster Roman, erschienen im Herbst 1989, erzählt die Geschichte des Heizers C., der in der DDR die Existenz eines einfachen Arbeiters führt. Heimlich aber geht er der »Schwarzarbeit des Schreibens« nach, was die Stasi auf ihn aufmerksam macht. Entlassen aus der Untersuchungshaft, in die er wegen angeblicher Brandstiftung gerrät, flieht C. nach Berlin, wo er seine Erinnerungen ordnen und niederschreiben will. Bei dieser Arbeit verliert er endgültig den Boden unter seinen Füßen. Ist er einem Mordfall auf der Spur? Ist er selbst an einem Mord beteiligt gewesen? Erstmals veröffentlicht wird in diesem Band der Werkausgabe eine bisher nur handschriftlich vorliegende Erzählung, die den Anfang und Kern des späteren Romans bildet. Ein umfangreiches Nachwort von Jan Faktor ergänzt den Band. »Ein großartiger Roman ... ein artistisches wie intellektuelles Vergnügen allerersten Ranges« Fritz J. Raddatz, Die Zeit

Wolfgang Hilbig, geboren 1941 in Meuselwitz bei Leipzig, gestorben 2007 in Berlin, übersiedelte 1985 aus der DDR in die Bundesrepublik. Er erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Berliner Literaturpreis, den Literaturpreis des Landes Brandenburg, den Lessing-Preis, den Fontane-Preis, den Stadtschreiberpreis von Frankfurt-Bergen-Enkheim, den Peter-Huchel-Preis und den Erwin-Strittmatter-Preis. Im S. Fischer Verlag erscheint die siebenbändige Ausgabe seiner Werke, »eine der wichtigsten Werkausgaben der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur« (Uwe Schütte, Wiener Zeitung). Wolfgang Hilbig WERKE Band I GEDICHTE Band II ERZÄHLUNGEN UND KURZPROSA Band III DIE WEIBER - ALTE ABDECKEREI - DIE KUNDE VON DEN BÄUMEN (Erzählungen) Band IV EINE ÜBERTRAGUNG (Roman) Band V »ICH« (Roman) Band VI DAS PROVISORIUM (Roman) Band VII ESSAYS, REDEN, INTERVIEWS Literaturpreise: 1983 Brüder-Grimm-Preis 1985 Förderpreis der Akademie der Künste, Berlin 1987 Kranichsteiner Literaturpreis 1989 Ingeborg-Bachmann-Preis 1992 Berliner Literaturpreis 1993 Brandenburgischer Literaturpreis 1994 Bremer Literaturpreis 1996 Literaturpreis der Deutschen Schillerstiftung, Dresden 1997 Lessingpreis des Freistaates Sachsen 1997 Fontane-Preis der Berliner Akademie der Künste 1997 Hans-Erich-Nossack-Preis (Kulturkreis d. dt. Wirtschaft) 2001 Stadtschreiberpreis von Frankfurt-Bergen-Enkheim 2002 Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik 2002 Georg-Büchner-Preis 2002 Walter-Bauer-Literaturpreis der Stadt Merseburg 2007 Erwin-Strittmatter-Preis des Landes Brandenburg
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2


Ohne einen wirklichen Entschluß gefaßt zu haben, traf ich endlich in Berlin ein … ich ging nach Berlin – so beiläufig, in einer Art Memoirensprache, drückte ich mich tatsächlich aus – völlig unvorbereitet, ich setzte keinen Menschen davon in Kenntnis.

Folgerichtig schien mir, ich sei noch immer nicht richtig angekommen, nachdem ich schon zwei Jahre dort war; es war mir unmöglich, mich einzuleben, obwohl die Bedingungen für mich, im wahrsten Sinn des Wortes, wie geschaffen waren; vielleicht lag es daran, daß ich mit meinen Gedanken nicht in Berlin war, daß meine Gedanken andauernd dorthin zurückkehrten, wo ich herkam; Berlin war eine Episode für mich, vielleicht mit der fatalen Folge, daß es von da an nur noch Episoden für mich gegeben hat, eine Reihe von Episoden, jedenfalls für das, was ich meinem inneren Auge vorlebte. Es hatte schon auf der Bahnfahrt begonnen: auf den wenigen Bahnhöfen unterlag ich immer wieder dem Eindruck, meinem Ziel ein Stück näher zu sein … dem Ziel meiner Gedanken. Und dies war ein ins Monströse erwachsener, aus aller Realität gestürzter, absurder Ort, der mein Heimatort war. Ich war mit einem Nachtzug gefahren, und in der düsteren Beleuchtung schien mir jeder der Bahnhöfe derjenigen Station zu gleichen, wo ich normalerweise in aller Eile umsteigen mußte, wenn ich heimfuhr … jedesmal sprang ich entsetzt in die Höhe, als der Zug wieder ins Rollen kam, in der Einbildung, soeben in den Schlaf gefallen zu sein, wie es mir öfters geschehen war, wenn ich, auf den bewußten Umsteigebahnhof wartend, mich zwingen mußte, die Augen offenzuhalten … der Zug war merkwürdigerweise fast leer, und die Strecke nach Berlin war mir noch kaum bekannt; irgendwann – ich sah in der Ferne schon den roten Nachthimmel einer offenbar riesigen Stadt – hielt der Zug lange auf freier Strecke, ich sah einige junge Männer mit Bierflaschen in den Fäusten draußen neben den in Schweigen verharrenden Waggons umherstolpern, suchte ihren fluchenden Stimmen ein Wort über den Grund des langen Aufenthalts zu entnehmen, doch es war vergeblich … plötzlich riß mich ein ungeheurer Knall, unmittelbar neben mir, aus dem Schlaf; jemand hatte in einem Wutanfall eine Bierflasche an der Außenwand des Waggons zerschmettert, Splitter und Schaumreste flogen bis über das Fenster, an dem ich saß, dennoch glaubte ich, mit einem angsterstarrten Blick durch die verunreinigte Scheibe, dort draußen zwei mir bekannte Figuren zu erkennen: ich wußte nicht, wer sie gewesen sein konnten, sie waren sofort wieder verschwunden, es waren Wasja und Ronni … nein, es war unmöglich, daß sie schon aus der Haft entlassen waren.

Endlich setzte sich der Zug wieder in Bewegung, und der Schrecken versank mir in dem gleichmäßigen Rollen, das mich bald darauf umgab. Düster dachte ich an meinen Abschied von zu Hause, der so verlaufen war, daß ich ihn eigentlich selbst nicht ernst nehmen konnte. Ich hatte mir vorgenommen, meiner Mutter, sobald ich in Berlin Fuß gefaßt hätte, einen Brief mit den nötigen Erklärungen zu schreiben, aber im Grunde glaubte ich nicht, daß ich es jemals tun würde. Ein solcher Brief würde mich zwingen, aus meinem Versuch, nach Berlin zu gehen, einen wirklichen Entschluß zu machen, er wäre die Dokumentation meines Umzugs nach Berlin … ein solcher Brief wäre der schwarz auf weiß fixierte Vertrag mit meinem Leben, das Dasein endlich selbst zu verantworten. – Als meine Mutter, gegen zwölf Uhr, zu ihrer dreißigminütigen Mittagspause aus dem Betrieb nach Hause gekommen war, hatte ich ihr eröffnet, ich werde am Nachmittag, nach ihrem Dienstschluß, wahrscheinlich nicht mehr da sein. Ich hätte die Absicht, nach Berlin zu gehen … Ein bestimmter Tonfall in meinen Worten hatte sie aufhorchen lassen, doch offenbar glaubte sie sofort, sie müsse sich verhört haben: Hast du gesagt, nach Berlin? Was willst du denn in Berlin? Das Wörtchen in ihrer zweiten Frage eingeflochten, klang so ergeben … als ahne ein Gefühl in ihr die ganze Bedeutung meiner vorsichtigen Ankündigung und als habe sie sich schon in diesem wehrlosen Moment ihres Erstaunens mit meinem Vorhaben abgefunden … daß ich keine genauere Erklärung wagte. Doch ich wagte auch nicht, an das bevorstehende Wochenende zu erinnern, was auf meine Rückkehr zum Montag hätte hoffen lassen. – Ja, sagte ich, nach Berlin! Du mußt also nur für dich einkaufen. Ich werde in Berlin in einer Gaststätte essen. – Vorsorglich hatte ich die Zeit abgewartet, in der sich ihre Pause dem Ende näherte … sie mußte dringend zur Toilette, wie so oft, wenn eine plötzlich aufspringende, gegenstandslose Angst ihr in den Leib schlug … dann war es höchste Zeit für sie zu gehen. – Diese brutale Szene hatte mich derart erschüttert, daß ich kaum fähig war, die mir nötig erscheinenden Dinge in meine Tasche zu werfen; viel zu früh ging ich und wartete auf dem Bahnhof über eine Stunde auf einen für mich günstigen Zug, während der ich, mit fliegenden Händen, Bier und Schnaps in mich hineingoß, um wieder Herr über meine Nerven zu werden.

Eins meiner liebsten Besitztümer hatte ich in M. vergessen. Es war dies ein Ölbild eines mir bekannten Malers, das ich einmal, in einer guten Stunde, für wenig Geld hatte kaufen können. Das Bild zeigte, über schwerem brachliegenden Farbauftrag, der, aus dunklem Grün und Erden, wild unter der Atmosphäre lag, das von einem Horizont kaum scharf begrenzte, leuchtende Violett eines Himmels, in dessen Zentrum, konturlos, nur ein von einer Farbe in die andere hinüberschmelzender Kreis, eine weiße Sonne, stand, die in ihrer Blendung zunahm, je länger man hinsah, und immer greller zu werden schien. Das Violett, das diese Sonne umgab, war für mich ein so wahrheitsgetreues, wie ich es, in Malerfarben ausgedrückt, kaum für möglich gehalten hätte. Es traf mit einer Sicherheit ohnegleichen … oder durch einen Zufall wunderlichster Art … die Farbe jenes Himmels, den ich, an manchen Tagen und zu gewisser Zeit, vor oder nach dem Sonnenuntergang, vom Küchenfenster unserer Wohnung in M. aus sah, wo ich an der daneben liegenden Wand das Bild aufgehängt hatte und wo ich es hängen ließ, obwohl meine Mutter das kleine, halbmeterlange Sperrholz als ein fürchterliches Geschmier bezeichnete. In bestimmten Augenblicken nach dem Verschwinden der Sonne war es mir, als kehre ein dunstiges Spiegelbild einer weißen Sonne dorthin, wo es nichts zu suchen hatte, in das farbige Brennen des nordwestlichen Himmels, auf den sich das Fenster öffnete, der in dem gleichen Violett, wie auf dem Bild daneben, entzündet war … doch ich wußte, daß die Sonne des Gemäldes sich nur so heftig in meine Iris geprägt hatte, daß ich sie in den Schein des wirklichen Himmels nur projizierte, wo sie weiter zu kreisen schien, eine Spirale, in sich selbst auf eine glühende Mitte zu kreisend, wie in der Ewigkeit jenes wahren Himmels aus Farben, den ich zuvor lange, bis zur Selbstversenkung, betrachtet hatte … so lange, bis er mir nicht mehr aus dem Gesicht wich, da allein das Feuer dieses Violetts mich umkreiste, durch welches, draußen vor dem Fenster, die schwarze Wirrnis eines von allem Blattwerk skelettierten Baumstücks ragte, in dessen Geäst sich die Krähen zu sammeln pflegten, um auszuruhen, unter vereinzelten schrillen Botschaften, die die Ankunft einer langen Zeit verkündeten, wenn ich es richtig verstand:  … es wurde

Wie war mir die Zeit bis in diese Nacht denn vergangen, wie kam ich in den Nachtzug nach Berlin? Ich merkte sofort, daß ich auch bei diesem Fragen nicht das Ausmaß der Zeit berücksichtigte, die ich verloren hatte. In der Einbildung, ich habe noch den Sonnenuntergang in M. erlebt, mich danach noch einmal – ein letztes Mal, wie mir schien – vom Brennen eines violetten Himmels hinter dem Küchenfenster in Bann schlagen lassen, habe ihn noch einmal mit der Himmelsfarbe auf jenem Bild vergleichen müssen … und es war mir plötzlich deutlich gewesen, daß ich den Ort nicht verlassen durfte, an dem es möglich war, eine Wahrheit der Kunst in solcher Vollkommenheit in der Wirklichkeit wiederzufinden, daß ich nicht gehen durfte, wenn ich selbst einen Tupfer Wahrheit in die Schrift meiner Blätter zeichnen wollte … in dieser Einbildung erinnerte ich mich schon nicht mehr daran, wie ich aus dem Haus gekommen war, ohne meine Mutter noch wiederzusehen … wahrscheinlich war mir während meines unmäßigen Trinkens auf dem Bahnhof jeder Zeitbegriff verlorengegangen. Viele Stunden also waren es, ein halber Tag fast, der mir fehlte: in meinem Bewußtsein war eine Lücke, in der mir alles mögliche geschehen sein konnte. Immer wieder, so stellte ich fest, hatte ich mich in schwere Trunkenheiten gestürzt, die mir das Leben derart zerrissen, bis es mir völlig episodisch erschien, wie eine Folge völlig zusammenhangloser Episoden, die nur ein gemeinsames Prinzip hatten: eine jede von ihnen war inszeniert, um eine ihr vorausgegangene Episode zu verdecken … jede von ihnen endete in einem so schmerzlichen Zustand, der nur in einem neuen Rausch ertränkt werden konnte. Dies war, so meinte ich, nicht als ein Leben zu bezeichnen … und vielleicht war dieser Zustand auch wirklich kein Leben mehr. Ebenso, wie mir ein halber Tag ohne Bewußtsein vergangen war, konnte es auch ein ganzer Tag gewesen sein, mehrere Tage, eine Woche … vielleicht fuhr ich schon seit Tagen auf dieser mir unbekannten Strecke von Bahnhof zu Bahnhof, und dieses dunkle Wiedererkennen der öden und schlecht beleuchteten Stationsgebäude, deren Namen mir seit langem geläufig...


Hosemann, Jürgen
Jürgen Hosemann, geboren 1967, arbeitet nach einer Ausbildung zum Verlagskaufmann und einem Studium der Germanistik als Lektor für den S. Fischer Verlag in Frankfurt am Main. Er ist Herausgeber zahlreicher Anthologien, Mitherausgeber der Werke Wolfgang Hilbigs und Autor von 'Das Meer am 31. August'.

Hilbig, Wolfgang
Wolfgang Hilbig, geboren 1941 in Meuselwitz bei Leipzig, gestorben 2007 in Berlin, übersiedelte 1985 aus der DDR in die Bundesrepublik. Er erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Berliner Literaturpreis, den Literaturpreis des Landes Brandenburg, den Lessing-Preis, den Fontane-Preis, den Stadtschreiberpreis von Frankfurt-Bergen-Enkheim, den Peter-Huchel-Preis und den Erwin-Strittmatter-Preis.
Im S. Fischer Verlag erscheint die siebenbändige Ausgabe seiner Werke, 'eine der wichtigsten Werkausgaben der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur' (Uwe Schütte, Wiener Zeitung).

Wolfgang Hilbig
WERKE
Band I GEDICHTE
Band II ERZÄHLUNGEN UND KURZPROSA
Band III DIE WEIBER – ALTE ABDECKEREI –
DIE KUNDE VON DEN BÄUMEN (Erzählungen)
Band IV EINE ÜBERTRAGUNG (Roman)
Band V 'ICH' (Roman)
Band VI DAS PROVISORIUM (Roman)
Band VII ESSAYS, REDEN, INTERVIEWS

Literaturpreise:

1983 Brüder-Grimm-Preis
1985 Förderpreis der Akademie der Künste, Berlin
1987 Kranichsteiner Literaturpreis
1989 Ingeborg-Bachmann-Preis
1992 Berliner Literaturpreis
1993 Brandenburgischer Literaturpreis
1994 Bremer Literaturpreis
1996 Literaturpreis der Deutschen Schillerstiftung, Dresden
1997 Lessingpreis des Freistaates Sachsen
1997 Fontane-Preis der Berliner Akademie der Künste
1997 Hans-Erich-Nossack-Preis (Kulturkreis d. dt. Wirtschaft)
2001 Stadtschreiberpreis von Frankfurt-Bergen-Enkheim
2002 Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik
2002 Georg-Büchner-Preis
2002 Walter-Bauer-Literaturpreis der Stadt Merseburg
2007 Erwin-Strittmatter-Preis des Landes Brandenburg

Wolfgang HilbigWolfgang Hilbig, geboren 1941 in Meuselwitz bei Leipzig, gestorben 2007 in Berlin, übersiedelte 1985 aus der DDR in die Bundesrepublik. Er erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Berliner Literaturpreis, den Literaturpreis des Landes Brandenburg, den Lessing-Preis, den Fontane-Preis, den Stadtschreiberpreis von Frankfurt-Bergen-Enkheim, den Peter-Huchel-Preis und den Erwin-Strittmatter-Preis.

Im S. Fischer Verlag erscheint die siebenbändige Ausgabe seiner Werke, 'eine der wichtigsten Werkausgaben der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur' (Uwe Schütte, Wiener Zeitung).

Wolfgang Hilbig
WERKE
Band I GEDICHTE
Band II ERZÄHLUNGEN UND KURZPROSA
Band III DIE WEIBER – ALTE ABDECKEREI –

DIE KUNDE VON DEN BÄUMEN (Erzählungen)
Band IV EINE ÜBERTRAGUNG (Roman)
Band V 'ICH' (Roman)
Band VI DAS PROVISORIUM (Roman)
Band VII ESSAYS, REDEN, INTERVIEWS

Literaturpreise:

1983 Brüder-Grimm-Preis
1985 Förderpreis der Akademie der Künste, Berlin
1987 Kranichsteiner Literaturpreis
1989 Ingeborg-Bachmann-Preis
1992 Berliner Literaturpreis
1993 Brandenburgischer Literaturpreis
1994 Bremer Literaturpreis
1996 Literaturpreis der Deutschen Schillerstiftung, Dresden

1997 Lessingpreis des Freistaates Sachsen
1997 Fontane-Preis der Berliner Akademie der Künste
1997 Hans-Erich-Nossack-Preis (Kulturkreis d. dt. Wirtschaft)
2001 Stadtschreiberpreis von Frankfurt-Bergen-Enkheim
2002 Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik
2002 Georg-Büchner-Preis
2002 Walter-Bauer-Literaturpreis der Stadt Merseburg
2007 Erwin-Strittmatter-Preis des Landes Brandenburg
Jürgen HosemannJürgen Hosemann, geboren 1967, arbeitet nach einer Ausbildung zum Verlagskaufmann und einem Studium der Germanistik als Lektor für den S. Fischer Verlag in Frankfurt am Main. Er ist Herausgeber zahlreicher Anthologien, Mitherausgeber der Werke Wolfgang Hilbigs und Autor von 'Das Meer am 31. August'.
Jan FaktorJan Faktor, 1951 in Prag geboren. In Prag als Programmierer tätig. 1978 Übersiedlung zu seiner Frau nach Ostberlin. Arbeit als Kindergärtner, Schlosser, Übersetzer. Bis 1989 fast ausschließlich in der alternativen Literaturszene engagiert.
Jan Faktors experimentelle Texte aus dieser Zeit erschienen 1989 in einem Band beim Aufbau Verlag. 1989 wurde Faktor Mitglied des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie. In den 90er Jahren brachte der Verlag Gerhard Wolf Januspress seine Arbeiten heraus, 2006 erschien sein Romandebüt 'Schornstein', ausgezeichnet mit dem Alfred-Döblin-Preis 2005. Zuletzt erschien der Roman 'Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag' (2010), der nominiert war für den Preis der Leipziger Buchmesse.



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