Hill | Happy End in Las Vegas | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Bianca

Hill Happy End in Las Vegas


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86494-616-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Bianca

ISBN: 978-3-86494-616-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Männer! Jane hat für sie nur ein verächtliches Schnauben übrig. Wahre Liebe kennen sie nicht, sind sowieso nur auf das Eine aus. Janes Regel Nummer eins ist: von Männern unabhängig bleiben. Finanziell und emotional! Und daran wird auch der erfolgreiche Rechtsanwalt Wyatt nichts ändern. Egal, wie charmant, witzig und überaus sexy er sich auch gibt: Jane wird diesem Playboy nicht ihr Herz schenken. Davon ist sie überzeugt - bis sie ihn nach Las Vegas begleiten muss. Da träumt sie plötzlich von einer aufregenden Hochzeit in der Stadt, in der alles möglich ist ...



Teresa Hill wurde mitten im romantischen Kentucky geboren und wuchs mit dem Gedanken auf, es gäbe nichts Schöneres auf der Welt als Bücher zu schreiben. Kein Wunder, denn die Stadtbibliothek war in einer wunderschönen alten Kirche eingerichtet, und hier verbrachte Teresa richtig viel Zeit. Bücher erschienen ihr fast als heilig oder zumindest spirituell, sie ermöglichten stille Reisen und Abenteuer. Teresa liebte die "Insel der Blauen Delfine" von Scott O'Dell, denn sie war richtig vernarrt in die Idee, sehr jung schon ganz selbstständig zu sein und alleine zu leben. Ans Herz ging ihr auch die zauberhafte Familiengeschichte "Little Women" von Louisa May Alcott, obwohl Jo und Laurie am Ende nicht zusammenkamen ... "The Outsiders" von Susan E. Hinton faszinierte Teresa und schockierte sie gleichermaßen: Diese unglaubliche Story hatte eine Teenagerin verfasst! Abgesehen von diesem einen Beispiel war sie als Kind aber völlig sicher, dass Autoren grundsätzlich alte, grauhaarige und unglaublich weise Menschen waren, die isoliert von jeder Zivilisation in einsamen Burgen wohnten. Einige Jahre später entdeckte Teresa die wunderbare Welt der Liebesromane für sich. Am liebsten mochte sie historische Romane mit einer Prise Romantik, von denen sie einige in der Erwachsenenecke der Bibliothek in der alten Kirche fand ... Victoria Holts Romane über englische Könige und deren Frauen waren ganz nach Teresas Geschmack. Wenn sie nicht gerade in Bücher vergraben war, blieb Teresa aber auf dem Boden der Tatsachen: Seit sie denken kann ist sie treuer Fan des Kentucky Basketballteams. Von ihrem Studium an der Eastern Kentucky Universität profitierte sie gleich doppelt: Sie nahm nicht nur ein Abschlusszeugnis mit nach Hause, sondern auch einen Ehemann ... Die ersten sieben langen Arbeitsjahre verbrachte Teresa Hill bei einer kleinen Regionalzeitung. Zu ihren spannendsten Aufgaben gehörte ein Interview mit Charlie Sheen. Meistens musste sie aber zum Beispiel über langweilige Regierungssitzungen schreiben. Doch auch die hatten ein Gutes: hier entstanden ganz nebenbei einige Romanszenen, die Teresa später wieder zur Hand nahm. Als sie nämlich wegen einer Recherche den ersten aktiv erlebten Halloweenabend ihres Babys verpasste, entschied sie sich für eine andere berufliche Laufbahn - sie wollte keine Meilensteine in der Entwicklung ihres geliebten kleinen Sohnes mehr versäumen! Und so tat sie, was sie schon immer tun wollte: Romane schreiben. Ihr erstes Buch veröffentlichte sie 1991....

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1. KAPITEL

„Schatz, ich habe mich verliebt.“

Fast hätte Jane Carlton sich an ihrem heißen Tee verschluckt. Rasch legte sie die Hand über die Sprechmuschel und wisperte ihrer Sekretärin zu: „Haben Sie nicht gesagt, es sei meine Großmutter?“

Lainie nickte stirnrunzelnd. „Ist was nicht in Ordnung? Sie klang doch ganz fröhlich.“

Jane machte eine ratlose Handbewegung, bevor sie den Hörer zwischen Schulter und Hals klemmte. „Gram?“

„Ja, mein Liebes. Hast du mich verstanden?“

„Ich … denke schon“, meinte Jane. „Kannst du es noch mal sagen?“

„Ich habe mich verliebt!“ Es klang wie ein Song aus einem Musical – theatralisch, begeistert, pathetisch.

Es gab nur ein Problem.

Die Frauen in Janes Familie verliebten sich normalerweise nicht. Und schworen niemals ewige Treue.

Natürlich gab es Männer in ihrem Leben. Aber sie machten sich keinerlei Illusionen, was die Liebe anging – dass sie ewig währte, bis zum Tode andauerte und all das romantische Zeug.

Dass damit nicht zu rechnen war, hatte Jane schmerzhaft am eigenen Leib erfahren.

„Gram, ich dachte …“

„Ich weiß, ich weiß! Deshalb ist es ja so erstaunlich. Mit sechsundsiebzig Jahren verliebe ich mich endlich. Ausgerechnet ich! Wer hätte das gedacht?“

„Moment mal.“ Jane runzelte die Stirn. „Du bist doch einundachtzig …“

„Vorige Woche ist er in einen der Bungalows gezogen. Der erstaunlichste Mann, dem ich jemals begegnet bin, Jane … ach, hier kommt er gerade. Leo! Hallo! Hier bin ich! Hier!“

Janes Großmutter zwitscherte wie ein Teenager.

Es war absurd.

Lag es vielleicht an einem plötzlichen Anfall von Demenz, dass sie sich für sechsundsiebzig hielt? Als Jane sie vor vier Tagen besucht hatte, war doch noch alles in Ordnung gewesen.

Sie klang wirklich wie ein verliebter Backfisch. Lächerlich!

„Komm doch zu uns zum Abendessen. Dann kannst du ihn kennenlernen“, schlug ihre Großmutter vor. „Wie wäre es mit heute? Es ist Lasagneabend. Ich freu mich, dich zu sehen, mein Schatz.“

Donnerstag.

Lasagneabend. Einer der Fixpunkte in Janes Wochenplanung.

Donnerstag war Lasagneabend mit „Gram“, wie sie ihre Großmutter liebevoll nannte, ihrer Großtante Gladdy und einigen ihrer Freundinnen in Remington Park, dem Seniorenheim für ein aktives Leben im Alter, wie die Institution für sich warb. Und aktiv waren die beiden alten Damen ohne Frage. Sonntags nachmittags ging Jane mit Gram und Gladdy shoppen, manchmal auch essen oder ins Kino.

Das war alles, was Jane an Verabredungen hatte. Eine traurige Wahrheit.

Natürlich kannte sie ein paar Männer, mit denen sie hätte ausgehen können. Männer gab es schließlich wie Sand am Meer. Aber ein Mann, mit dem sie wirklich gerne Zeit verbracht hätte? Ein Mann, auf den sie sich verlassen und der ihr etwas bieten konnte, das besser war als ein heißes Bad, ein Glas Wein oder ein gutes Buch?

Dass es von dieser Sorte Männer nicht allzu viele gab, hatte sie im Laufe ihrer achtundzwanzig Jahre längst herausgefunden.

Seufzend legte sie den Hörer auf. Offenbar hatte ihre Großmutter, die in diesem Moment wohl mit ihrer großen Liebe Leo beschäftigt war, ein aufregenderes Leben hatte als sie selbst. Jane verscheuchte den Gedanken.

„Geht es ihr gut?“, erkundigte Lainie sich, während sie wie gewohnt die Papiere auf Janes Schreibtisch ordnete.

„Entweder hat sie vergessen, wie alt sie ist, oder sie macht sich fünf Jahre jünger, um einen Mann zu beeindrucken. Ich hoffe nur, dass wir mit einundachtzig Jahren keinen Mann mehr beeindrucken müssen. Ich meine, wer will in dem Alter noch wirklich einen haben? Wenn sie erst mal in ihren Achtzigern sind, machen sie doch mehr Probleme als sonst was.“

Lainie legte die Stirn in Falten. „Jane, Sie glauben doch, dass alle Männer vor allem Probleme bringen.“

Dem hatte Jane nicht wirklich etwas entgegenzusetzen. „Ja, und?“

Lainie sah aus, als täte Jane ihr ein wenig leid. „Ich meine nur … fühlen Sie sich niemals einsam?“

Geistesabwesend tippte Jane auf dem Keyboard ihres ausgeschalteten Computers herum. „Nicht wirklich. Ich habe meine Arbeit, meine Familie … Nun ja, seitdem Bella nicht mehr bei mir ist, fühle ich mich hin und wieder schon ein bisschen allein …“

„Bella war ein Hund, Jane!“

„Ich weiß. Leider habe ich nie einen Mann kennengelernt, der netter zu mir war als mein Hund.“

Jetzt war Lainies Mitgefühl nicht mehr zu übersehen. Ist es wirklich so deprimierend, überlegte Jane, dass mir mein geliebter und kürzlich verstorbener Hund mehr bedeutet, als irgendein Mann es jemals getan hat? Denn glücklicherweise machte sie sich keine Illusionen. Sie war ehrlich sich selbst gegenüber und zufrieden mit der Art, wie sie ihr Leben lebte. Es war ein gutes Leben … jedenfalls meistens.

Nun gut, hin und wieder fühlte sie sich einsam – aber ging das nicht jedem so?

„Männer sind so unberechenbar“, klagte sie.

„Das Leben ist unberechenbar“, korrigierte Lainie sie.

„Das Leben mit Männern ist unberechenbar.“ Jane schmunzelte vergnügt. Der Slogan gefiel ihr.

Rasch notierte sie den Satz auf einem Block, auf den sie alle möglichen Aussprüche schrieb, die sie bei passender Gelegenheit anbringen konnte. Jetzt hatte sie ein weiteres Stück für ihre Sammlung, das ihr nützlich sein konnte, wenn sie vor den armen, unglücklichen Frauen stand, denen sie in ihren Seminaren Finanzierungsmodelle für die Selbstständigkeit und soziale Unabhängigkeit vorstellte. In ihren Kursen predigte sie mit der gleichen Leidenschaft wie ein Priester, der verlorene Seelen zu retten versuchte. Und tatsächlich waren die Frauen in ihren Kursen verlorene Seelen, die sich in ein Dickicht verstrickt hatten und der Ansicht waren, niemand könne ihnen helfen. Dabei waren die einzigen Menschen, auf die sie sich wirklich verlassen konnten, sie selbst – finanziell, beruflich und privat.

Männer richteten nur Unheil an.

Ohne sie würde es den meisten Frauen besser gehen.

Natürlich verkündete Jane es den armen Schäfchen, die zu ihr kamen, nicht so unverblümt. Sie wollte ihnen in ihrer Situation schließlich nicht noch mehr Angst einjagen. Jane wusste, dass es nicht gut ankam, wenn sie ihre Ansichten zu leidenschaftlich und kompromisslos vertrat. Dennoch versuchte sie, ihren Kursteilnehmerinnen einzuschärfen, dass sie Unabhängigkeit und Sicherheit letztlich nur erlangen konnten, wenn sie selbst und kein anderer die Verantwortung für sich übernahmen.

Mit dem Slogan Selbstbewusstsein durch Selbsthilfe warb Jane für ihre Seminare. Ein besseres Leben für Frauen war das erklärte Ziel ihres Unterrichts.

Selbstverständlich hatte Jane ihr eigenes Leben vollkommen unter Kontrolle. Es lag vor ihr wie ein offenes Buch – vorhersehbar, verlässlich und sicher.

Genauso, wie sie es liebte.

Als Wyatt Addison Gray IV. das Büro von Remington Park betrat, wäre er unter dem vernichtenden Blick, der ihn traf, fast zusammengezuckt. Ms Steele, die Leiterin, wartete bereits auf ihn und war genauso stahlhart, wie ihr Name besagte. Ihre Kleidung wirkte wie aus Beton gegossen. Andere wären an dem Kragen ihrer hochgeschlossenen Bluse längst erstickt.

Wie schlimm kann es denn noch werden? fragte Wyatt sich. Leo war gerade einmal eine Woche im Heim. Wie viel Unheil konnte ein sechsundachtzigjähriger Mensch in sieben Tagen anrichten?

Und warum konnte sein Onkel nicht genauso unbeweglich sein wie so viele Männer seines Alters? Warum saß er nicht gemütlich in seinem Rollstuhl – am besten mit blockierten Rädern, zu seiner eigenen Sicherheit? War das zu viel verlangt? Seine Tage in einem friedlichen Dämmerzustand zu verbringen, ohne Schmerzen zu empfinden und Probleme zu bereiten? Konnte es so verkehrt sein, einen Sechsundachtzigjährigen mit Medikamenten ruhig zu stellen?

Wyatt wappnete sich für das, was ihn erwartete, setzte sein verbindlichstes Lächeln auf und streckte die Hand aus. „Ms Steele, was kann ich für Sie tun?“

„Sie haben versprochen, dass es keine Probleme geben würde.“ Unbeweglich stand sie an der Tür zu ihrem Büro, ohne die dargebotene Hand zu ergreifen. Jedes Wort kam wie eine Pistolenkugel.

„Ja“, erwiderte er und versuchte so zu klingen, als ob er selbst an seine Worte glaubte.

Keine Schwierigkeiten.

Keine Probleme.

Nichts, worum er sich kümmern musste.

Sie nickte kurz, was soviel hieß wie: In mein Büro! Auf der Stelle!

Wyatt lächelte beruhigend und versuchte, so gelassen und selbstsicher zu wirken wie möglich, auch wenn er sich nicht im Geringsten so fühlte, und folgte ihrem unausgesprochenen Befehl.

Miss Steele nahm hinter einem penibel aufgeräumten Schreibtisch Platz, auf dem Bleistifte, Uhr, Telefon und Unterlagen ihren angestammten Platz hatten. Es sah aus, als habe sie ihre Arbeitsutensilien mithilfe eines Lineals ausgerichtet.

Bitte nicht, schoss es Wyatt durch den Kopf. Er kam sich vor wie ein Schuljunge, der zum Direktor zitiert worden war. Dennoch lehnte er sich zurück und versuchte, entspannt zu wirken. Lächelnd wiederholte er seine Frage. „Ms Steele, was kann ich für Sie tun?“

...



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