E-Book, Deutsch, Band 2239, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Hill Überstunden mit dem sexy Boss
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7515-0904-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2239, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7515-0904-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Ihre Karriere, ihre Zukunft, das Vermögen ihrer Familie - alles hängt von ihm ab! Als Immobilieninvestor Montgomery Grant Ja zu ihren Entwürfen sagt, glaubt Innenarchitektin Lexi Randall, dass sie gerettet ist! Doch sie täuscht sich. Denn die Überstunden mit dem sexy Tycoon bringen sie vor Lust fast um den Verstand. Immer näher kommt sie diesem Mann mit dem frechen Lächeln. Dabei lügt Lexi ihn jeden Tag von Neuem an. Denn wenn Montgomery ihr dunkles Geheimnis erführe, würde das alles zerstören ...
Weitere Infos & Material
2. KAPITEL
Montgomery setzte sich hinter das Steuer seines mitternachtsblauen Lexus und fuhr die zehnminütige Strecke zu seinem Büro. Von dort konnte er die majestätischen Umrisse des US Kapitols sehen, das zwei Blocks entfernt war. Der Anblick war eine stetige Erinnerung an die allgegenwärtige Macht.
Die elektrisierende Atmosphäre von D. C. war nicht zu leugnen. Doch für ihn persönlich war Washington mehr als nur Hauptstadt und Regierungssitz. Mit der Wahl des ersten schwarzen Präsidenten und all den jungen Menschen, die nun endlich aktiv ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen wollten, rückte die reiche Geschichte der Afroamerikaner immer mehr in den Mittelpunkt. Montgomery war fest davon überzeugt, dass er ebenfalls einen Beitrag zu dieser Entwicklung leisten sollte. Also sanierte er heruntergekommene Viertel und schuf Wohnraum, den sich auch ärmere Menschen leisten konnten. Angefangen bei den Bauarbeitern und Lieferanten bis hin zu seinen Büroangestellten beschäftigte er nur Afroamerikaner. Zwar war er nicht in der Lage, die Abläufe innerhalb des politischen Machtapparates zu verändern, doch konnte er durchaus auf andere Weise Einfluss nehmen.
Er fuhr in die Tiefgarage und parkte auf seinem reservierten Parkplatz. Als er vor den blitzenden Chromtüren des Fahrstuhls wartete, musste er daran denken, dass er zehn Jahre zuvor seine Deals noch von seinem Homeoffice aus abgeschlossen hatte. Nun beschäftigte er allein in dem Büro im siebten Stock sechs Angestellte und besaß ein schickes Boutique-Hotel, mehrere Frühstückspensionen und zwei Appartementgebäude. Und jetzt plante er sein bis dahin größtes Projekt – das Essex House.
Er fuhr hinauf in den siebten Stock. Als sich die Türen des Fahrstuhls lautlos öffneten und er ausstieg, kam ihm Sterling Grant, sein Cousin, bester Freund und Geschäftspartner, entgegen.
„Hey, Mann, ich wollte gerade los und was essen“, begrüßte ihn Sterling. „Ich dachte, du kommst heute später rein.“
„Ja, das hatte ich eigentlich auch vor.“
Fragend zog Sterling die Augenbrauen in die Höhe. „Alles okay mit dir? Du siehst ein bisschen fertig aus.“
Montgomery zwang sich zu einem halbherzigen Grinsen. „Ja, alles okay. Ähm, kann ich mich dir anschließen? Ich wollte etwas mit dir besprechen.“
„Klar. Ist Jo-Jo’s okay für dich?“ Das Jo Jo’s war ein ausgezeichnetes Deli mit legendären Sandwiches, die dem berühmten Katz’s Delicatessen in New York locker das Wasser reichen konnten.
„Klar. Ich kriege schon Hunger, wenn ich nur an ihre Pastrami denke.“
Gemeinsam fuhren sie ins Erdgeschoss hinunter und durchquerten die mit Marmor geflieste Eingangshalle. Sie gaben ein imposantes Bild ab, und mehr als eine Frau drehte sich bewundernd nach den groß gewachsenen Männern um, die einen Platz auf dem Cover des GQ Magazins verdient hätten. Doch die beiden schienen die begehrlichen Blicke ihrer Bewunderinnen nicht zu bemerken. So war es den Cousins schon seit dem frühen Teenageralter ergangen. Die Mädchen an ihrer Highschool hatten sich nicht geniert, Monty und Sterling mit allen Mitteln auf sich aufmerksam zu machen. Der Umstand, dass sie ausgezeichnete Athleten waren – Monty als Star der Basketball-Mannschaft und Sterling des Football-Teams –, erhöhte nur ihre Anziehungskraft. Doch die beiden jungen Männer waren gut erzogen worden und nutzten ihren jugendlichen Starstatus nicht aus.
„Wie laufen die Dinge drüben im Essex House?“, fragte Sterling, während sie auf einen Tisch warteten.
Montgomery seufzte und schob die Hände in die Hosentaschen. „Es wird seine Zeit dauern. Allein den Bauschutt abzutransportieren wird Wochen in Anspruch nehmen. Aber die Crew ist voll motiviert. Trotzdem werde ich vielleicht weitere Arbeiter brauchen.“
„Hm. Nun ja, wir wussten, auf welchen Deal wir uns da einlassen. Ich seh mal nach, was es uns kosten würde, noch ein paar Jungs anzuheuern. Was meinst du? Reichen zehn Männer?“
„Ja, das würde das Ganze erheblich beschleunigen.“
„Ich kümmere mich darum, wenn ich wieder im Büro bin.“
Während Montgomery die Ideen hatte und die Deals aushandelte, kümmerte sich Sterling um die finanziellen Angelegenheiten. Sein MBA in Wirtschaft an der Howard University war für MG Holdings sehr nützlich. Außerdem war Sterling die Stimme der Vernunft, die Montgomery oft bremste, wenn er sich kopfüber in ein vielversprechendes neues Projekt stürzen wollte. Grundstücke zu kaufen und in etwas ganz Neues zu verwandeln war wie eine Droge für ihn. Sterling wiederum stand auf Zahlen und darauf, diesen Zahlen noch mehr Nullen anzuhängen.
Sie folgten der Hostess zu einem Tisch im hinteren Teil des Restaurants, das zur Mittagszeit sehr gut besucht war. Nachdem sie ihnen die Speisekarten gereicht und eine Karaffe mit Wasser auf den Tisch gestellt hatte, versprach sie, dass der Kellner bald bei ihnen sein würde.
Sie hatten gerade Platz genommen, als der Kellner erschien und sie zwei Roggensandwiches mit Pastrami und zwei Flaschen Coors-Bier bestellten.
Sterling schenkte sich ein Glas Wasser ein. „Also, was ist los?“
Montgomery tat es ihm nach und nahm einen großen Schluck Wasser. „Ich habe heute morgen auf der Baustelle diese Frau kennengelernt.“
„Erzähl“, forderte Sterling ihn grinsend auf.
Montgomery musste lachen. „Sie ist Architektin und hat ein Angebot für den Auftrag abgegeben.“
„Aha. Also darin sehe ich noch kein Problem.“
Montgomery holte tief Luft. „Sie … sie ist wirklich etwas Besonderes …“ Er starrte in die Ferne.
„Ist das gut oder schlecht?“
Montgomery richtete den Blick wieder auf Sterling. „Ich weiß es nicht.“ Er schüttelte den Kopf. „Ich kann’s nicht erklären, Mann.“
Sterling lehnte sich zurück und musterte seinen Cousin abschätzend. „Na, da brat mir doch einer einen Storch. Montgomery Grant hat es erwischt.“
„Ja, den Verdacht habe ich auch. Es fühlt sich jedenfalls so an.“
„Hat diese Frau auch einen Namen?“
„Lexington Randall. Sie ist Architektin bei Randall Architect and Design LLC.“
„Wenn ich mir deinen Gesichtsausdruck so ansehe, scheint es keine Rolle zu spielen, was sie beruflich macht.“
„Sie ist wirklich unglaublich talentiert. Ich habe ihr das Innere des Gebäudes gezeigt, und ihre Ideen … Es war, als könnte sie meine Gedanken lesen.“
Der Kellner kam mit ihrer Bestellung.
Sterling zögerte keine Sekunde, sondern biss sofort in sein dick belegtes Sandwich und stöhnte genießerisch.
„Jedenfalls habe ich mir später im Auto sofort ihr Angebot angeschaut, und es ist besser als alle, die ich bis jetzt gesehen habe“, erklärte Montgomery.
Sterling wischte sich mit der Serviette den Mund ab. „Du hast also eine tolle Frau getroffen, die obendrein klug, sexy und talentiert ist und die an diesem Projekt mitarbeiten könnte. Und das Problem ist, dass du scharf auf sie bist?“
„Das Problem ist, dass sie früher mal mit unserem Projektmanager zusammen war.“
„Hm“, murmelte Sterling. „Und wie findest du das?“
„Ehrlich gesagt weiß ich das nicht. Es fühlt sich auf jeden Fall unangenehm an, und die ganze Sache mit Gabe könnte zum No-Go werden. Sie ist mit Sicherheit sehr talentiert, aber vielleicht sollte ich diesem Problem aus dem Weg gehen.“
„Ja, verstehe. Wahrscheinlich ist es den Ärger nicht wert.“ Sterling biss noch einmal in sein Sandwich und kaute nachdenklich. „Aber letztlich …“ Er schluckte den Bissen hinunter und trank einen großen Schluck Bier. „Sie ist Profi, und jeder hat eine Vergangenheit. Wir ja auch.“ Er zuckte die Achseln. „Es ist ganz allein deine Entscheidung.“
„Ja.“ Montgomery seufzte. „Aber genug davon. Gib mir lieber ein Update über unsere Finanzen.“
Montgomery musste Lexington Randall ganz schnell aus dem Kopf bekommen und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Doch leider ließ sie sich nicht so leicht aus seinen Gedanken vertreiben.
Als Montgomery ins Büro zurückkehrte, holte er Lexingtons Angebot hervor und schlug die Mappe auf.
Er hatte schon unzählige solcher Bewerbungen gesehen und konnte auf den ersten Blick einen Gewinner erkennen. Und genau das war Lexingtons Angebot. Er verzog das Gesicht und suchte verzweifelt nach einem guten Grund, es abzulehnen. Nach irgendeinem Schwachpunkt, nach einer unrealistischen Idee oder einem überzogenen Budget. Er ging jede einzelne Zeile durch, und das sogar zwei Mal.
Dann klappte er die Mappe entnervt zu. Nichts. Das Angebot war wasserdicht und schloss obendrein die Innenausstattung mit ein. Das bot keins der anderen Architekturbüros an. Daher müsste er bei den anderen Bewerbern zusätzlich einen Innenarchitekten engagieren. Und nun?
Montgomery drehte seinen Stuhl zum Fenster und starrte hinaus. Warum konnte Lexington Randall kein untersetzter Mann mit Bierbauch und Nasenhaaren sein? Stattdessen hatte sie diese verführerischen Augen und süßen Lippen, lange, wohlgeformte Beine und einen Körper, der mit den Models auf dem Cover der Sports Illustrated konkurrieren konnte. Und ihr Duft weckte den Wunsch in ihm, sich an sie zu schmiegen und ihren …
Wieder bekam er eine Erektion und rutschte unruhig auf seinem Stuhl hin und her. Lexington Randall. Tja, wie hieß noch das Sprichwort? „Es gibt für alles einen...




