Hill | Wiedersehen in Dublin - oder: Denk an mich | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 415 Seiten

Hill Wiedersehen in Dublin - oder: Denk an mich

Ein Irland-Roman: Zwei Menschen, zwei Schicksale - eine große Chance
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98690-962-8
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Ein Irland-Roman: Zwei Menschen, zwei Schicksale - eine große Chance

E-Book, Deutsch, 415 Seiten

ISBN: 978-3-98690-962-8
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Sie trifft ihre große Liebe - doch sie kann sich nicht erinnern: Der bewegende Roman »Wiedersehen in Dublin« von Melissa Hill jetzt als eBook bei dotbooks. Im Angesicht des Unglücks hilft nur die Hoffnung: Abby kann sich nach einem Unfall plötzlich an vieles aus ihrem Leben nicht mehr erinnern. Auch nicht an den Mann, mit dem sie einen zauberhaften Tag in New York verbracht haben muss. Als ihre Familie sich immer merkwürdiger verhält und Abby zunehmend verzweifelter wird, steht er plötzlich in Dublin vor ihr: Ein Mann, der für sie ein Unbekannter ist, und sie doch mit einem einzigen Lächeln verzaubert ... und der manchmal mehr über sie zu wissen scheint als sie selbst. Aber welches Geheimnis verbirgt sich wirklich hinter dem Verlust ihrer Erinnerung - und darf sie Finns Liebe zulassen, solange sie es nicht kennt? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der gefühlvolle Liebesroman »Wiedersehen in Dublin« von Melissa Hill wird Fans von Nicholas Sparks und Jojo Moyes begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Melissa Hill ist eine USA-Today-Bestsellerautorin aus dem irischen County Wicklow. Ihre Romane über Familie, Freundschaft und Liebe erschienen bislang in über 26 Sprachen. Ihr Roman »Ich schenk dir was von Tiffany's« wurde von Reese Witherspoons Produktionsfirma »hello sunshine« für Amazon Prime mit dem Titel »Weihnachtsgeschenke von Tiffany« verfilmt. Die Website der Autorin: www.melissahill.info Auf Facebook: www.facebook.com/melissahillbooks Auf Instagram: @melissahillbooks Bei dotbooks veröffentlichte die Autorin ihre gefühlvollen Romane »Ich schenk dir was von Tiffany's«, »Wiedersehen in Irland«, »Der Himmel über Castlegate«, »Die Schwestern von Killiney«, »Wiedersehen in Dublin«, »Das Glücksarmband«, »Briefe für ein ganzes Leben«, »Die Freundinnen von Glengarrah«, »Der Himmel über Dublin«, und »Das kleine Café von Lakeview«.
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KAPITEL 3


Gleich nach der Arbeit kam Abby in dem Restaurant an und entdeckte, dass der Rest der Familie – Caroline und Tom, ihre Mum und ihr Bruder Dermot – schon saß und auf sie wartete.

»Alles Gute zum Geburtstag, Mum.« Abby umarmte Teresa und küsste sie auf die Wange. Sie hatte nach Carolines Anruf solche Schuldgefühle bekommen, dass sie auf dem Weg noch einen Strauß Blumen gekauft hatte, doch nun fühlte sie sich noch schlechter, als ihr klarwurde, wie armselig ihr im Laden gekaufter Strauß aussah im Vergleich zu dem übergroßen exotischen Arrangement, das schon neben dem Stuhl ihrer Mutter stand.

»Hallo, Liebes.« Teresa stand auf und erwiderte die Umarmung ihrer jüngsten Tochter. »Danke, dass du gekommen bist.«

Danke, dass du gekommen bist? Jetzt fühlte sich Abby noch mal schlechter. War sie zurzeit so ungesellig, dass ihre Mutter ihr tatsächlich dafür danken musste, dass sie an ihrem Geburtstag auftauchte? Sie wusste, dass sie in letzter Zeit ihre Familie nicht oft gesehen hatte, doch sie hatte in der Kanzlei so viel zu tun gehabt, und ...

»Ehrlich gesagt, war ich mir nicht sicher, ob die Speisekarte hier dir zusagen würde ...«, fuhr ihre Mutter fort.

Abby erkannte schnell, dass Teresa ihr nicht dafür dankte, dass sie zur Feier gekommen war, sondern in dieses besondere Restaurant. Aber warum? Was war das denn für ein Lokal? Sie setzte sich und griff nach der Speisekarte. Caroline hatte es ausgesucht, so viel war offensichtlich, wenn man der hübschen plüschigen Umgebung, den ledergebundenen Speisekarten und ... O nein!

»Mum, es wird ihr schon gutgehen«, sagte ihre Schwester locker, während Abby entsetzt die Speisekarte anstarrte.

O Gott, es war Thai!

»Es gibt eine Riesenauswahl. Und es ist schließlich dein Geburtstag. Abby wird schon klarkommen, oder?«, wiederholte sie und warf ihrer Schwester einen warnenden Blick zu.

»Toll«, murmelte Abby verängstigt. Sie hatte tatsächlich keine Ahnung gehabt, dass das Geburtstagsessen für ihre Mutter in einem Lokal stattfand, in dem sie keinen Bissen würde anrühren können. Sie wusste, sie war, was Essen anging, heikler als die meisten anderen Menschen. In dieser Hinsicht war sie genau wie Kieran, was einer der Gründe war, weshalb sie selten zum Essen ausgegangen waren. Ihr Magen begann sich umzudrehen, als sie sich die verschiedenen angebotenen Gerichte durchlas. Es war alles wirklich komisches Zeug in wirklich komischen Saucen.

Sie begriff einfach nicht, warum offenbar niemand mehr normale Nahrung wie Kartoffeln und Gemüse zu sich nehmen mochte, solche Dinge, mit denen sie aufgewachsen waren, anstatt dieses ganze glitschige Zeug.

Doch selbst ihre beste Freundin Erin kam nicht mit Abbys »Umstandskrämerei«, wie sie es nannte, zurecht.

»Ihr wisst ja gar nicht, was euch entgeht«, hatte ihre Freundin einmal gesagt, als sie Abby und Kieran zum Essen eingeladen hatte.

Als er sich an den Tisch gesetzt hatte, hatte Kieran sofort auf den Geruch einer Schüssel mit Parmesan reagiert und sich danach geweigert, auch nur einen einzigen Bissen von etwas »Anormalem« über seine Lippen kommen zu lassen. Abby hatte zugeben müssen, dass der Parmesan schrecklich roch, und war von da an äußerst zurückhaltend in Bezug auf das gewesen, was noch kommen sollte. Am Ende hatten sie und Kieran jeder nur eine Folienkartoffel und eine gegrillte Tomate gegessen anstatt Erins hausgemachte Pastakreation – sehr zur Enttäuschung ihrer Freundin. Wie Kieran so oft angeführt hatte: Warum sollte irgendjemand Riesensummen Geld für dieses sogenannte Essen ausgeben, wenn keiner eine Ahnung hatte, was unter all diesen stark riechenden Saucen verborgen war? Er hatte Abby einmal eine Geschichte erzählt, die er irgendwo gehört hatte und in der es darum ging, dass Chinesen oft herumstreunende Hunde zu Fleisch verarbeiteten. Zwar war sie kein großer Fan von Hunden – hatte tatsächlich schreckliche Angst vor ihnen –, doch wenn das stimmte, würde sie ihnen das denn doch nicht wünschen.

Als sie nun den Blick über die Thai-Karte wandern ließ, schluckte sie und bereute es, sich daran erinnert zu haben. Thai und chinesisches Essen waren doch dasselbe, oder etwa nicht?

»Was meinst du, Liebes?« Die Stimme ihrer Mutter unterbrach ihre Gedanken. »Gibt es irgendetwas, was dir zusagen könnte?« Teresa klang besorgt, als sie ihre jüngste Tochter zweifelnd ansah.

»O ja, ist schon in Ordnung, ehrlich«, erwiderte Abby und zwang sich schnell zu einem Lächeln. Sie war sich nicht ganz sicher, was sie essen würde, doch es würde ihr nicht im Traum einfallen, ihrer Mutter den Abend zu verderben.

»Ich sag euch was, vielleicht sollten wir anderswo hingehen ...«, setzte Teresa an und biss sich auf die Lippe.

»Nein!«, riefen Caroline und Dermot wie aus einem Mund.

»Mum will schon seit einer Ewigkeit dieses Lokal ausprobieren«, erklärte Caroline Abby mit zusammengebissenen Zähnen, »und wir mussten sehr früh bestellen.«

Abby hatte vergessen, dass ihre Mutter in den letzten Jahren (und vor allem nach dem Tod ihres Dads) wahnsinnig abenteuerlustig geworden war, was das Ausprobieren neuer Dinge, besonders Essen, anging.

»Abby, hier gibt es doch sicher etwas, was du essen kannst«, sagte ihr Bruder mit einem Hauch von Ungeduld in der Stimme. »Dieses Hühner-Pilze-Dingsbums sollte doch mild genug für dich sein, oder?« Mild verstörend!, dachte Abby bei sich.

»Ja, das Hühnchen wird okay für mich sein«, behauptete sie rasch, verlegen, weil sie Unruhe verursacht hatte. »Ehrlich.«

Danach brauchte es eine Weile, bis die Spannung sich auflöste, und Abby wusste, dass Dermot und Caroline sich über sie ärgerten. Wieder einmal hatte sie das deprimierende Gefühl, dass sie zurzeit nicht dieselbe Wellenlänge wie der Rest ihrer Familie zu haben schien, ein Fisch, der nicht in seinem Element war. Sie waren alle so glücklich und zufrieden mit ihrem Leben, während sie es nur schaffte, immer alle herunterzuziehen. Sie hatte seit der Trennung versucht, locker zu sein, wirklich, doch das war sehr schwer, wenn sie sich innerlich fühlte wie eine Art wandelnder Zombie.

»Mum, hast du von Claire gehört?«, fragte Caroline in dem offensichtlichen Versuch, das Thema zu wechseln. Claire war ihre ältere Schwester und lebte in New York.

Teresa lächelte. »Ja, sie hat angerufen, kurz bevor ich rauskam, und sie und Zach haben mir eine hinreißende Karte geschickt.«

»Wie geht es ihr?«

»Gut«, antwortete Teresa. »Sie hoffen bald auf einen Besuch herzukommen, doch es ist für Zach so schwer, sich von seiner Arbeit freizumachen.«

Claires Mann Zach arbeitete für die New Yorker Polizei, etwas, über das sich Teresa mehr als nur ein wenig Sorgen gemacht hatte, als Claire ihn kennengelernt hatte. »Sei vorsichtig, sie sind alle Alkoholiker«, hatte ihre Mum (die ein großer Fan von amerikanischen Krimis war) gewarnt. Doch es stellte sich heraus, dass Zach bei der Verkehrspolizei arbeitete und dass sie sich begegnet waren, als Claire versuchte, ihn von einem Strafzettel wegen Falschparkens abzubringen, den er ihr gerade verpassen wollte.

»Nun, vielleicht sollten wir alle hinfliegen und sie besuchen«, schlug Caroline vor und zwinkerte Abby zu.

»Jede Ausrede ist gut, um ein bisschen in New York shoppen zu gehen. Was meinst du?«

Wieder fühlte sich Abby angespannt und unbehaglich. Erstens hatte sie Angst vorm Fliegen, und zweitens hatte sie seit ihrem Erlebnis mit jenem Kleid auch Angst vorm Shoppen.

»Sicher, lass uns erst mal abwarten«, griff Teresa schnell ein, und an ihrem Ton erkannte Abby, dass ihre Mutter gespürt hatte, dass sie von dieser Idee nicht besonders angetan war. Sie schenkte ihr ein dankbares Lächeln.

Doch abgesehen vom Fliegen und Shoppen wäre es schön, ihre älteste Schwester wiederzusehen, von der Abby in den letzten Jahren nicht viel mitbekommen hatte. Anders als der Rest der Familie war sie nie in New York gewesen, um Claire zu besuchen, und sie und Zach waren nicht mehr oft zu Hause gewesen, seit sie geheiratet hatten. Sie waren ein wunderbares Paar, und Abby fand, dass sie wunderbare Eltern abgeben würden. Sie wusste, dass alles, was ihre Schwester jemals gewollt hatte, war, sich niederzulassen und eine Familie zu gründen.

Claire hatte nach Abbys Trennung von Kieran oft angerufen, und Abby hatte in der letzten Zeit oft vorgehabt, selbst mit ihr zu telefonieren, doch sie hatte es nie geschafft. Sie biss sich auf die Lippe und hoffte, dass Claire nicht sauer war wegen des mangelnden Kontakts von ihrer Seite, vor allem, da sie sich stets so nahe gewesen waren.

»Ich muss sie bald mal anrufen«, meinte sie.

»Tu das, sie würde so gerne von dir hören.« Teresa lächelte. »Wie ist es dir denn selbst ergangen, Liebes?«, fragte sie. »Wie läuft es in der Arbeit?«

»Oh, viel zu tun.« Abby rutschte vor Unbehagen auf ihrem Stuhl herum, weil sich das Gespräch um sie drehte.

»Ja, Caroline erzählt mir immer, dass du oft bis spätabends im Büro bist«, wagte sich ihre Mutter sanft vor. »Du solltest nicht zu viel arbeiten, Liebes. Arbeit ist nämlich nicht alles.«

Aber es ist alles, was ich nun habe, wollte Abby sagen, hielt sich jedoch zurück. Keiner von ihnen würde verstehen, dass sie schon vor langer Zeit zerbrochen wäre, wenn sie nicht die Arbeit gehabt hätte, auf die sie sich konzentrieren konnte. »Das weiß ich, Mum«, sagte sie mit einem gezwungenen Lächeln.

»Nun, ich habe vielleicht genau das, was dich von der Arbeit ablenken könnte, Abs«, trillerte Caroline. »Da ist doch diese tolle neue Sache in der Stadt namens Rapture. Es ist ein Day Spa, und es gibt dort alle möglichen Entspannungs- und...



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