E-Book, Deutsch, Band 0138, 384 Seiten
Reihe: Baccara Exklusiv
Hingle / Depalo / Johnston Baccara Exklusiv Band 138
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-2337-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0138, 384 Seiten
Reihe: Baccara Exklusiv
ISBN: 978-3-7337-2337-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
UNVERGESSENE NÄCHTE von HINGLE, METSY
Liza weiß nicht, was sie tun soll: Ihr Körper verlangt, dass sie der Lust nachgibt und wie vor drei Jahren die Liebe in den Armen des Bildhauers Jacques genießt. Aber ihr Verstand rät zur Vorsicht! Denn Jacques hat mit Liza einen kleinen Sohn, von dem er nichts ahnt ...
EIN ERREGENDER VERDACHT von DEPALO, ANNA
Für den attraktiven und reichen Matt Whittaker eine Frau zu finden, sollte für Heiratsvermittlerin Lauren kein Problem sein. Doch er lehnt alle Kandidatinnen ab. Lauren kommt ein Verdacht: Ist Matt vielleicht gar nicht an einer Vermittlung interessiert, sondern an der Vermittlerin?
GLUTVOLLES VERLANGEN von JOHNSTON, JOAN
Seit Harriets erster Begegnung mit dem Farmer Daniel Hazard fühlt sie sich wie in einem erotischen Traum. Nie hat ein Mann sie so fasziniert. Aber Daniel will ihr unbedingt ihre kleine Farm abkaufen. Ist Harriet bereit, ihre Selbstständigkeit der Lust zu opfern?
Die vielfach mit Preisen ausgezeichnete Autorin Metsy Hingle behauptet, dass für sie überhaupt nichts anderes als das Schreiben von Liebesromanen in Fragen kommen konnte, denn schließlich stammt sie aus New Orleans, eine der romantischsten Städte der Welt. 'Ich bin eine überzeugte Romantikerin, die fest daran glaubt, dass die Liebe zwischen einem Mann und einer Frau die größte Kraft auf Erden darstellen kann. Deshalb schreibe ich so gern über Menschen, die sich den Herausforderungen des Lebens stellen und mit der Hilfe der Liebe über alle Widrigkeiten triumphieren", sagt sie von sich selbst. Sie hat zahlreiche Preise erhalten, u.a. den begehrten Golden Hearts Award der Romance Writers of America. Metsy Hingle hat sich besonders als Autorin kraftvoller, leidenschaftlicher Romances einen Namen gemacht, und betrachtet man ihren Lebenslauf, so könnte man meinen, sie sei eine ihrer eigenen Romanheldinnen. Aus einem Waisenhaus kam sie schließlich zu Pflegeeltern und heiratete später ihren Mann Jim, mit dem sie eine ausgesprochen glückliche Ehe führt und vier Kinder hat. Ihre Bücher sind oft die Favoriten der Leserinnen, und das ist kein Wunder, denn wie die bekannte Bestsellerautorin Sandra Brown über sie sagt: 'Metsy Hingles Romances sind supersexy, humorvoll und gehen zu Herzen - was kann man sich als Leserin mehr wünschen?" Obwohl sie über ihre Karriere als Autorin sehr glücklich ist, ist ihr das Wohl ihrer Familie am wichtigsten. Sie hat gern ihre Jobs im PR-Bereich und im Hotelwesen aufgegeben, um zu schreiben, manchmal sogar Zeit für ihren Rosengarten zu haben oder für ihre Familie würzige kreolische Gerichte zu kochen. Metsy Hingle wohnt mit ihrem Mann, zwei Zwergpudeln und zwei Katzen in der Nähe ihrer Heimatstadt New Orleans. Sie freut sich immer, von ihren Leserinnen zu hören. Sie können ihr eine E-Mail schreiben an: METSYH@aol.com oder einen Brief senden an: P.O. Box 3224, Covington, LA 70433.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Das hatten sie absichtlich so arrangiert. Nachdenklich rieb sich Jacques Gaston übers Kinn. Dabei hatte er sie für seine besten Freunde gehalten: Aimee and Peter Gallagher. Doch jetzt hatten sie dafür gesorgt, dass er an diesem Abend mit Liza O’Malley zusammentreffen würde.
Liza.
Jacques hätte sich ohrfeigen können. Er hätte gewarnt sein müssen. Aimee und Peter hatten ganz sicher gewusst, dass Liza hier sein würde. Und dass er für sie, seine besten Freunde, bei ihrer Kampagne „Kunst für Kinder“ einspringen würde, nachdem Aimee ihm erklärt hatte, sie könnten keine längeren Fahrten unternehmen wegen ihrer Schwangerschaft. Aimee hatte noch eifrig hinzugefügt, dass seine Vortragsreihe, wegen der er eigentlich nach Chicago gekommen war, sich ohne Weiteres mit der Kampagne vereinbaren ließe. Als Mitglied des Komitees der Kampagne müsse er nur einige Nachmittage opfern und an zwei oder drei Wohltätigkeitsveranstaltungen teilnehmen. Das hatte Aimee gesagt. Sie hatte jedoch nicht erwähnt, dass er gezwungen wäre, Liza dabei wieder zu sehen.
Oh, Aimee, mon amie, du hast es die ganze Zeit gewusst, nicht wahr? Auch wenn ich niemals ein Wort darüber verloren habe. Du hast gewusst, dass es zwischen mir und Liza gefunkt hatte. Und jetzt meinst du, du kannst dieses Feuer wieder neu entfachen? Um mich aus dem, wie du glaubst, traurigen Zustand der Einsamkeit zu befreien? Aber es ist zu spät dafür. Es war schon immer zu spät.
Selbst mit Liza.
Besonders mit Liza.
Jaques Gaston ignorierte das Gefühl der Enge in seiner Brust und starrte weiterhin zu der Frau hinüber, die zu vergessen er sich so sehr bemüht hatte. Sie trug ihr volles, seidiges Haar immer noch lang, es fiel ihr um die Schultern wie ein Tuch aus goldener Seide. Das Grün ihrer wunderschönen Augen erinnerte ihn selbst heute noch an die Farbe frischer Weinblätter, so wie er sie auf dem Weingut seines Vaters immer im Frühling gesehen hatte. Sie schien sogar noch schöner geworden zu sein, als er sie in Erinnerung hatte.
Und er hatte drei lange Jahre Zeit gehabt, sich zu erinnern, an ihre zarten Gesichtszüge, an ihren wundervollen Körper. Plötzlich kam es ihm so vor, als sei es gestern gewesen, dass sie die Nacht mit ihm verbracht und ihm ihre Liebe gestanden hatte. Und er war sogar ins Schwanken gekommen und hatte sich für einen Augenblick gestattet, darüber nachzudenken, ob er sich tatsächlich auf dieses Abenteuer einlassen sollte: es wagen sollte, sein Leben mit einem anderen Menschen zu teilen. Mit ihr.
Mon Dieu! Sie nur zu sehen, brachte ihn ja erneut ganz aus der Fassung. Jacques ging zum Fenster und versuchte das Stimmengewirr und die vielen Menschen um ihn herum zu ignorieren. Er musste sich beruhigen. Draußen schneite es. Er beobachtete, wie die dicken Flocken vor den riesigen Fensterscheiben des Wolkenkratzers herumwirbelten. Die Erinnerungen quälten ihn. Die Erinnerung an jenen Herbst in New Orleans, vor drei Jahren. An jene Nacht, als sie schweigend aus seinem Bett – und aus seinem Leben – verschwunden war. Wie ein Dieb in der Nacht, ohne ein Wort der Erklärung, ja nicht einmal des Abschieds, und sie hatte dabei ein Stück von seinem Herzen mitgenommen.
Unsinn! Jacques drehte sich vom Fenster weg. Das alles war zu lange her. Er war doch längst darüber hinweg. Wieder sah er zu ihr hinüber. Sie bewegte sich mit natürlicher Grazie und strahlte dabei eine Sinnlichkeit aus, die ihn auch jetzt wieder faszinierte – und Begierde in ihm wachrief.
Was für er doch für ein Narr! Selbst nach so langer Zeit war er keineswegs darüber hinweg. Er hatte sie kein bisschen vergessen. Sein Körper belehrte ihn eines Besseren.
Als ob sie seinen Blick spürte, wandte Liza plötzlich den Kopf. Das Lächeln auf ihren Lippen erlosch. Selbst ihre Gesichtsfarbe schien noch einen Ton blasser zu werden. Und wenn er ihren Ausdruck richtig deutete, hatte Liza O’Malley ihn ebenso wenig vergessen wie er sie.
Sei schlau, Gaston, sagte er sich. Tu dir selbst einen Gefallen und verschwinde von hier. Jetzt sofort.
Aber im selben Moment wusste er, dass er es nicht schaffen würde. Der Blick dieser grünen Augen! Dieser verführerische Mund! Ihm wurde noch heißer, als er daran dachte, wie er sie auf die Innenseite ihrer Schenkel geküsst hatte, wie ihre Lippen sich auf seiner Haut angefühlt hatten.
Bei ihrer ersten Begegnung hatte Liza ihn einen Gigolo genannt. Also gut. Warum sollte er sie nicht in dieser Meinung bestätigen?
Er lächelte in sich hinein, als er auf sie zuging. „Hallo, Liza.“
„Jacques.“ Es war fast nur ein Flüstern, und unwillkürlich dachte er daran, wie verzweifelt er gewesen war in den ersten Wochen, als er sie verloren hatte, bis er sich schließlich eingestanden hatte, was nur zu offensichtlich war: sie wollte ihn nicht.
Trotzdem hatte es Monate gedauert, bis er nicht mehr ständig ihr Gesicht vor sich sah, ihre Stimme im Ohr hatte; glaubte, ihren Körper zu fühlen.
Aber er über sie hinweggekommen, genau wie über die düstere Zeit in Frankreich. Er hatte sich angewöhnt, auf diese Episode zurückzublicken wie auf eine köstliche Erfahrung, von der er in seinen alten Tagen zehren würde.
Bis jetzt.
„Was für eine Überraschung.“ Ihre Stimme klang kühl. Offenbar hatte sie ihre Fassung wiedergewonnen.
„Eine angenehme, hoffe ich.“
„Natürlich.“ Jetzt klang ihre Stimme eisig, und ihr Blick war voller Skepsis, als sie die Hand ausstreckte.
Ihre abweisende Haltung erinnerte ihn daran, wie sie bei ihrer ersten Begegnung versucht hatte, ihn zu entmutigen, indem sie genau das gleiche hoheitsvoll abweisende Verhalten an den Tag gelegt hatte. Es war damals so wirkungslos wie heute. Lächelnd hob er ihre Hand an seine Lippen und berührte flüchtig ihre Fingerknöchel. Befriedigt spürte er, dass ihre Finger ein klein wenig zitterten.
Als sie ihre Hand zurückziehen wollte, hielt er sie fest und zog Liza zu sich heran, um ihr erst einen Kuss auf die linke, dann auf die rechte Wange zu drücken. Und er nahm sich viel Zeit dabei.
Er hatte beabsichtigt, sie damit aus der Fassung zu bringen, ihre kühle Fassade zu durchbrechen. Statt dessen verwünschte er sich selbst, als er nun um seine Fassung ringen musste, so heiß war ihm geworden bei dem Duft ihrer Haut.
Doch er würde jetzt nicht einfach zurückweichen, als hätte er sich verbrannt. Er schob eine Strähne ihres Haars zurück und ließ den Finger an ihrem Hals herabgleiten. Ihr Pulsschlag beschleunigte sich bei der Berührung, und er lächelte erfreut.
„Es ist lange her, ma chérie.“
„Ja, das ist es.“ Ihre Stimme klang jetzt etwas weniger kühl und gelassen, und sie trat einen Schritt zurück. „Was führt dich her?“
„Ich bin hier, um an der Sitzung des Komitees der Kampagne ‚Kunst für Kinder‘ teilzunehmen.“
„Aber das geht nicht. Ich meine, dieses Treffen ist nur für Mitglieder des Vorstandes.“
„Dann bin ich hier ja genau richtig.“
„Aber du gehörst doch gar nicht zum Vorstand.“
„Oh, doch, das tue ich“, gab er zurück. „Seit gestern Abend.“
„Das ist unmöglich. Der Vorstand wurde vor knapp einem Jahr gewählt, und wir sind mit unserer Kampagne fast fertig“, erklärte Liza. „Ich weiß dein Angebot, uns zu unterstützen, natürlich zu schätzen, die anderen Mitglieder sicher ebenso, aber es ist wirklich zu spät, um noch jemanden in den Vorstand aufzunehmen, Jacques. Offensichtlich ist das Ganze ein Missverständnis.“
„Ganz und gar nicht, ma chérie.“ Er lächelte breit.
„Ganz sicher doch“, beharrte sie. „Aber falls du dich an einer der Aktivitäten beteiligen willst, kann ich dich gern mit der richtigen Person in Kontakt bringen. Ja, ich werde dich Jane Burke vorstellen, jetzt gleich. Sie ist zuständig für …“
Er hielt sie am Arm fest. „Liza, es ist kein Missverständnis. Ich gehöre zum Vorstand. Ich habe nämlich Peters Platz eingenommen.“
„Aber …“
„Er und Aimee konnten nicht kommen. Und du weißt ja, wie ernst Peter seine Verpflichtungen nimmt. Deshalb bat er mich, ihn zu vertreten, und ich habe zugesagt.“ Er verschwieg seinen Verdacht, dass das Ganze nur arrangiert worden war, um ihn und Liza wieder zusammenzubringen.
Liza wirkte plötzlich sehr besorgt. „Geht es Aimee nicht gut?“
„Aimee ist wohlauf“, beruhigte er sie. „Aber diese Schwangerschaft scheint nicht ganz so problemlos zu sein wie die erste, und ihr Arzt hat ihr wohl davon abgeraten, zu reisen.“
„Aha.“
Am liebsten hätte er laut gelacht angesichts ihres Versuchs, erneut die hoheitsvolle Miene der Unnahbaren aufzusetzen. „Nun ja, es war sicher gut gemeint von Peter, dass er dich bat, ihn zu vertreten“, fuhr sie fort, „aber es ist wirklich nicht nötig. Es sind eigentlich keine Entscheidungen mehr zu treffen. Ich werde es Peter sagen.“
Er warf den Kopf zurück und lachte. „Wie ich sehe, hast du es nicht verlernt. Du bist sogar noch besser geworden.“
Liza sah ihn verwundert an. „Besser worin?“
„Darin, einem Mann wirklich den Rest zu geben, ihn wissen zu lassen, wie wenig Verwendung du für ihn hast.“
„Das tue ich nicht.“
„Natürlich tust du das. Du trägst deine hübsche kleine Nase ein Stück höher und wirfst mit frostigen Blicken um dich.“
„Nein, wirklich Jacques, ich …“
„Da. Das ist der Blick, den ich meine.“ Er lächelte breit. „Es hat mich immer erstaunt, wie du es...




