E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Hingle Wie erobert man seinen Chef?
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-6895-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-6895-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wieso hat ihn seine Assistentin Kim auf der Wohltätigkeitsveranstaltung ersteigert? Sie sieht ihn doch täglich im Büro! Aber als Justin in Kims leuchtende Augen schaut, ahnt der reiche Manager, dass es in dieser Nacht in seinem Appartement nicht um Geschäfte gehen wird ......
Die vielfach mit Preisen ausgezeichnete Autorin Metsy Hingle behauptet, dass für sie überhaupt nichts anderes als das Schreiben von Liebesromanen in Fragen kommen konnte, denn schließlich stammt sie aus New Orleans, eine der romantischsten Städte der Welt. 'Ich bin eine überzeugte Romantikerin, die fest daran glaubt, dass die Liebe zwischen einem Mann und einer Frau die größte Kraft auf Erden darstellen kann. Deshalb schreibe ich so gern über Menschen, die sich den Herausforderungen des Lebens stellen und mit der Hilfe der Liebe über alle Widrigkeiten triumphieren", sagt sie von sich selbst. Sie hat zahlreiche Preise erhalten, u.a. den begehrten Golden Hearts Award der Romance Writers of America. Metsy Hingle hat sich besonders als Autorin kraftvoller, leidenschaftlicher Romances einen Namen gemacht, und betrachtet man ihren Lebenslauf, so könnte man meinen, sie sei eine ihrer eigenen Romanheldinnen. Aus einem Waisenhaus kam sie schließlich zu Pflegeeltern und heiratete später ihren Mann Jim, mit dem sie eine ausgesprochen glückliche Ehe führt und vier Kinder hat. Ihre Bücher sind oft die Favoriten der Leserinnen, und das ist kein Wunder, denn wie die bekannte Bestsellerautorin Sandra Brown über sie sagt: 'Metsy Hingles Romances sind supersexy, humorvoll und gehen zu Herzen - was kann man sich als Leserin mehr wünschen?" Obwohl sie über ihre Karriere als Autorin sehr glücklich ist, ist ihr das Wohl ihrer Familie am wichtigsten. Sie hat gern ihre Jobs im PR-Bereich und im Hotelwesen aufgegeben, um zu schreiben, manchmal sogar Zeit für ihren Rosengarten zu haben oder für ihre Familie würzige kreolische Gerichte zu kochen. Metsy Hingle wohnt mit ihrem Mann, zwei Zwergpudeln und zwei Katzen in der Nähe ihrer Heimatstadt New Orleans. Sie freut sich immer, von ihren Leserinnen zu hören. Sie können ihr eine E-Mail schreiben an: METSYH@aol.com oder einen Brief senden an: P.O. Box 3224, Covington, LA 70433.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
„Wo ist er?“
Kimberly Lindgren nahm den Blick vom Monitor, als Tara Connelly Paige in das Büro stürmte. „Mrs. Paige“, sagte sie und sprang schnell auf, um die Besucherin aufzuhalten, die sichtlich wütend war. „Ich glaube nicht, dass Ihr Bruder Sie erwartet.“
„Oh nein, ganz sicher nicht. Er wird trotzdem mit mir sprechen müssen.“
Nach mehr als zwei Jahren als Assistentin in der Geschäftsleitung von Connelly Corporation war Kim Expertin darin, die erregten Gemüter der Connellys zu besänftigen. Etwas in den Funken sprühenden dunkelblauen Augen dieser Connelly sagte ihr allerdings, dass es dieses Mal nicht so einfach werden würde. Doch sie musste es zumindest versuchen. „Justin telefoniert gerade.“ Kim stellte sich vor die Bürotür ihres Chefs. „Nehmen sie doch bitte einen Moment Platz. Ich sage ihm, dass Sie hier sind.“
„Danke, aber das sage ich ihm selbst.“
Kim rührte sich nicht vom Fleck. „Das halte ich für keine gute Idee, Mrs. Paige. Ihr Bruder hatte einen ziemlich harten Vormittag.“ Was eine absolute Untertreibung ist, dachte Kim. Der Tag hatte sich zu einer Katastrophe entwickelt – und sie fühlte sich teilweise verantwortlich dafür. Zumindest war sie der Auslöser dafür gewesen. Sie hatte die explodierenden Kosten bei der neuesten Werbekampagne der Firma entdeckt, und das nur einen Monat, bevor sie lanciert werden sollte.
„Wenn Sie mir damit sagen wollen, dass Justin schlechter Stimmung ist“, sagte Tara, „dann weiß ich die Warnung zu schätzen. Wirklich. Zufällig aber bin ich auch sehr schlecht gelaunt, und Justin ist der Grund dafür. Ich werde mit ihm sprechen, Kim. Die Frage ist nur, ob sie freiwillig zur Seite gehen und mich vorbeilassen oder ob ich mir mit Gewalt Zutritt zu seinem Büro verschaffen muss.“
Kim war sprachlos, doch sie zweifelte keinen Moment daran, dass Tara es ernst meinte.
„Sie haben die Wahl, Kim. Also …“
„Lassen Sie uns gemeinsam hineingehen“, schlug Kim vor, da sie keine Alternative sah. Da Justin tatsächlich telefonierte, klopfte sie an die Tür und trat ein, ohne die Antwort abzuwarten. Und wie jedes Mal, wenn sie Justin an seinem Schreibtisch vor der atemberaubenden Skyline von Chicago sitzen sah, schlug ihr Herz höher. Nur sein finsterer Blick machte sie nervös. Sie sah an ihm vorbei durch das Panoramafenster und bemerkte die Sturmwolken, die sich draußen zusammenbrauten. Hoffentlich war das kein schlechtes Omen.
„Hör zu, Marsh, es ist mir egal, wie sehr dich die Hochzeitsvorbereitungen in Anspruch nehmen. Ich will noch heute Abend das überarbeitete Budget und Kopien deiner Korrespondenz mit Schaeffer auf meinem Schreibtisch haben. Haben wir uns verstanden?“
Justins scharfer Ton ließ Kim zusammenzucken. Besorgt beobachtete sie, wie er sich den Nacken rieb. Ein sicheres Zeichen für seine Anspannung. Er hat schon wieder viel zu hart gearbeitet, dachte sie. Vor sechs Monaten hatte sein Bruder Daniel die Leitung der Marketingabteilung an ihn übergeben und war als Thronfolger nach Altaria gegangen. Seither arbeite Justin für zwei.
Dazu kamen Probleme, die über das Alltagsgeschäft hinausgingen – angefangen von einem Mordanschlag auf seinen Bruder, gefolgt von einem Computercrash vor ein paar Wochen und jetzt dem Fiasko mit der Marketingkampagne. Dass Robert Marsh, Justins Schwager in spe, Urheber des Desasters war, kam sicherlich erschwerend hinzu.
„Ich meine es ernst, Marsh. Wenn ich heute Abend nicht alle Unterlagen auf meinem Schreibtisch habe, dann kannst du deine Sachen packen.“ Justin knallte den Hörer auf die Gabel. Erst dann blickte er auf. „Kim, ich …“ Er sah an ihr vorbei, und als er seine Schwester entdeckte, machte er ein noch finsteres Gesicht. „Ich habe doch gesagt, dass ich nicht gestört werden möchte.“
„Ich weiß, und es tut mir leid“, begann Kim. Sie wusste nur zu gut, dass Tara zu keinem schlechteren Zeitpunkt hätte erscheinen können. „Aber Ihre Schwester möchte Sie sprechen, und ich dachte, Sie hätten vor dem nächsten Meeting vielleicht einen Moment Zeit.“
„Mutter hat recht, Kim. Sie sind wirklich eine Diplomatin“, schaltete Tara sich ein, bevor sie an Kim vorbeipreschte und sich direkt vor Justins Schreibtisch aufbaute. „Kim hat alles getan, um mich abzuwimmeln, aber …“
„… du hast ihr Nein natürlich nicht akzeptiert“, stellte Justin fest.
„Natürlich nicht. Das habe ich von dir gelernt, Bruderherz. Und ich kann dir versichern, dass ich auch jetzt kein Nein akzeptieren werde.“
Kim hielt den Atem an. Sie fühlte sich plötzlich wie ein Eindringling. „Ich lasse Sie beide jetzt allein.“
„Sie können ruhig bleiben“, sagte Justin, noch bevor sie den ersten Schritt tun konnte. „Es wird nicht lange dauern, und wir beide müssen noch ein paar Dinge besprechen, bevor ich gehe.“ Er blickte auf seine Uhr. „Okay, Tara. Ich habe fünf Minuten Zeit. Also sag mir endlich, warum du so wütend bist.“
„Ich bin wütend, mein lieber Bruder, weil du glaubst, du hättest es mit deinen faulen Ausreden geschafft, nicht an der Junggesellenversteigerung diese Woche teilnehmen zu müssen, obwohl du es versprochen hast.“
Justin seufzte. „Es ist keine faule Ausrede. Ich schaffe es zeitlich einfach nicht.“
„Warum nicht? Und jetzt komm nicht mit der lahmen Entschuldigung, die du Jennifer aufgetischt hast. Unerwartete geschäftliche Probleme. Dass ich nicht lache!“
Kim stockte der Atem, als sie den Zorn in Justins braunen Augen aufblitzen sah.
„Es ist keine Entschuldigung, sondern die Wahrheit. Ob du es glaubst oder nicht, überlasse ich dir.“
„Nun, ich glaube dir nicht“, erwiderte Tara.
„Wie du meinst.“ Justin nahm einen Bericht von seinem Schreibtisch. „Wenn du mich jetzt bitte entschuldigen würdest. Ich muss arbeiten.“
„Ich entschuldige dich nicht, Justin Connelly“, fauchte Tara. „Und zieh bei mir nicht die Nummer vom ach-so-beschäftigten Geschäftsmann ab. Hast du vergessen, wie wichtig diese Wohltätigkeitsveranstaltung ist? Dass die Spenden den Familien von Polizisten helfen sollen, die im Einsatz ums Leben gekommen sind?“
Familien wie Jennifers, dachte Kim, doch das musste Tara nicht hinzufügen. Sie alle wussten, dass Jennifer und ihre kleine Tochter bis zu ihrer Heirat mit Chance Connelly zu diesen Familien gehört hatten. Dass auch Justin sich daran erinnerte, war seinem düsteren Gesichtsausdruck anzusehen.
„Nein, dass habe ich nicht vergessen. Ich habe mich auch bei Jennifer für meine kurzfristige Absage entschuldigt. Aber ich habe an dem Nachmittag ein wichtiges Meeting in New York, und es ist mir unmöglich, rechtzeitig zurück zu sein.“
„Dann sorg dafür, dass das Meeting vormittags stattfindet. Oder einen Tag früher, oder nächste Woche.“
„Glaubst du nicht, dass ich das täte, wenn ich es könnte?“ Er fuhr sich durchs Haar. „Es war schon schwer genug, diesen Termin zu bekommen, und es geht um etwas, das nicht warten kann. Wenn du dir Sorgen wegen der fehlenden Einnahme machst, so kann ich dich beruhigen. Ich habe Jennifer bereits eine großzügige Spende zugesagt.“
„Und wie willst du den Verlust wettmachen, den wir beim Kartenverkauf haben werden, wenn bekannt wird, dass Justin Connelly, Chicagos begehrtester Junggeselle und der Besuchermagnet für dieses verdammte Event, nicht kommt? Ganz zu schweigen von der Summe, die wir erzielen könnten, wenn dein Hintern auf dem Versteigerungspodest zu sehen ist.“
Justin blickte seine Schwester finster an. „Das klingt, als wäre ich ein Stück Vieh.“
Tara setzte sich auf die Ecke von Justins Schreibtisch. „Ja, in gewisser Weise trifft es das ganz gut.“
„Vielen Dank.“
Tara zuckte mit den Schultern. „Kann ich etwas dafür, dass manche Frauen bereit sind, viel Geld für einen Abend mit dir zu zahlen? Machen wir uns doch nichts vor, du bist eine heiß begehrte Ware. Du bist nicht nur der Bruder eines Fürsten, sondern auch einer der Erben des Connelly-Vermögens. Außerdem finden dich die Frauen attraktiv und sexy. Nach dem, was ich so gehört habe, möchten sie alle nur zu gern mit dir in die Kiste springen.“
„Um Himmels willen, Tara. Hör endlich auf.“ Justin erhob sich mit hochrotem Kopf, ging ans Fenster und starrte hinaus in den Regen.
„Das gibt es doch nicht … Ich habe meinen Bruder in Verlegenheit gebracht!“
Justin wirbelte herum und warf ihr einen bösen Blick zu. „Ja, das hast du. Und Kim auch“, fügte er hinzu. „Seit wann sprichst du mit deinen Freundinnen über Männer, als seien sie … als seien sie …“
„Sexobjekte?“, schlug Tara vor.
Justin starrte sie an.
Tara lachte. „Hör doch auf, Justin. Glaubst du wirklich, dieses Privileg stände nur Männern zu?“
„Du bist meine kleine Schwester!“
„Ich bin fünfundzwanzig Jahre alt, Mutter und Witwe“, erinnerte ihn Tara. Ihre Stimme klang plötzlich ernst. „Ob du es glaubst oder nicht, ich weiß, was Sex ist.“
Justin stöhnte. „Es reicht.“ Er kehrte an seinen Schreibtisch zurück und griff nach dem Bericht, der vor ihm lag. „Ich muss arbeiten. Es tut mir wirklich leid, dass ich nicht kommen kann, aber ich verspreche, einen ansehnlichen Scheck zu schicken.“
„Und die Versteigerung?“
Er seufzte wieder. „Tara, ich habe dir bereits erklärt, dass ich es auf keinen Fall schaffe. Ich gebe ja zu, dass ich von Anfang an nicht wild darauf war, bei der Auktion mitzumachen....




