Hinze | Leben ist das, was du daraus machst | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 512 Seiten

Reihe: Taffe Frauen & heiße Männer

Hinze Leben ist das, was du daraus machst

Cosy Romance mit bekehrtem Egoisten. Band 2 der mitreißenden Romance-Reihe
3. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7597-8881-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Cosy Romance mit bekehrtem Egoisten. Band 2 der mitreißenden Romance-Reihe

E-Book, Deutsch, Band 2, 512 Seiten

Reihe: Taffe Frauen & heiße Männer

ISBN: 978-3-7597-8881-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Entdecke das Herz hinter dem Egoisten - Ein Roman über Schicksal und Entscheidungen. Wie man es von einem Egoisten erwartet, stehen für Daniel stets seine persönlichen Bedürfnisse an erster Stelle. Romantiker mit ihrem Gerede vom Schicksal können ihm gestohlen bleiben. Bis eben dieses Schicksal ihn ins Visiur nimmt und es den attraktiven Briten auf eine Mission in ein beschauliches Dörfchen nach Deutschland verschlägt. Plötzlich ist Dan gezwungen, sein bisheriges Leben infrage zu stellen und, wie aus heiterem Himmel, trifft ihn die Erkenntnis, dass da, tief in ihm drin, doch etwas fehlt. Der fehlende Baustein zu seinem ganz persönlichen Glück. Zwar zeigt das Schicksal ihm auch direkt die Lösung auf, nur ist diese "schicksalhafte Begegnung" dummerweise bereits an seinen besten Freund vergeben! Daniel muss sich entscheiden. Entweder zerstört er das Glück seines Freundes oder er selbst ist es, der zerstört wird. Der zweite Band der Romance-Reihe "Taffe Frauen & heiße Männer": romantisch, spannend und mit dem gewissen Extra.

Schon immer fasziniert vom gedruckten Wort war mindestens ein Buch stets in ihrer Nähe. Im sagenumwobenen Thüringen aufgewachsen und später, über Umwege, in das geschichtsträchtige Berlin übergesiedelt, waren potenzielle Geschichten, die erzählt werden wollten, immer um sie herum. Zunächst als Erzieherin, später Journalistin, lebt sie heute ihre Kreativität in ihren eigen verfassten Geschichten aus und veröffentlicht sie auf Portalen wie Wattpad oder FanFiktion.de, wo sie sich einer regen Leserschaft erfreut.
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Autoren/Hrsg.


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1.


Das Schicksal kann mich mal – oder doch nicht?

Darf ich Sie mal etwas fragen?
Was halten Sie vom Schicksal?

Vollkommener Schwachsinn, oder? Als wären wir Marionetten, die an unsichtbaren Fäden von kosmischen Kräften geleitet, nur das tun, was uns vorherbestimmt ist. Angeblich ist es vorherbestimmt, wer, wen, wann und wo trifft. Wer glücklich und wer zerstört wird.

Von wegen.

Genau das dachte ich auch bis zu jenem Frühlingstag 2024, als ich auf dem Airport Glasgow das Schicksal in Person traf. Aber beginnen wir am Anfang.

Gequält lächelnd breitete ich die Arme aus und rief, »Überraschung.«
Der Blick des alten Manns mir gegenüber wanderte von meinen Füßen bis hinauf zu meinem Gesicht, wo er ungläubig kleben blieb. »Was… was willst du denn hier?«

»Na hör mal«, lachte ich. »Ein Sohn wird doch wohl seinen alten Herrn besuchen dürfen?«

»Sohn?«

Ein nervöses Lachen kam mir über die Lippen. Sollte mein alter Herr auf seine alten Tage senil geworden sein und mich nicht mehr wiedererkennen? Doch er überraschte mich, indem er fortfuhr, »Daniel.

Was willst du hier?« Er seufzte. »Nach so vielen Jahren.«

»Ähm…« Ich sah mich um. »Ist ziemlich frisch hier draußen. Wäre es eventuell möglich, mich hereinzubitten?«

Schweigend machte der Alte auf dem Absatz kehrt, und schlurfte zurück ins Innere des Hauses.

»Na endlich«, murmelte ich und folgte ihm. Beinahe lautlos schloss sich die Tür hinter mir und sperrte die kalte Winterluft aus.

Im warmen Wohnzimmer deutete der Ältere mit dem Kinn auf das durchgesessene Sofa. Ich nahm platz und sah mich interessiert im Raum um. Viel hatte sich seit meinem letzten Besuch nicht verändert.

Ebendies stellte ich nun fest.

»Veränderungen kosten Geld«, brummte mein Gegenüber, der in dem einzeln stehenden Sessel vor dem Kamin platz genommen hatte.

»Und das hast du nicht, stimmts?«

»So sieht's aus.«

Ich verdrehte die Augen. »Lass mich raten, Mom ist schuld.«

Wie zu erwarten war, sprang mein Vater sofort an. »Diese Frau hat mir alles genommen.«

Seufzend entgegnete ich, »Ach bitte, Dad, nicht schon wieder die alte Leier. Ich hatte angenommen, dreizehn Jahre würden genügen, um dich über die Geschichte hinweg kommen zu lassen.«

»Wie könnte ich vergessen, dass meine Frau mich ausgenommen hat wie einen Weihnachtstruthahn? Dass sie, nachdem sie mir alles genommen hat, sich verdünnisierte und mir auch noch meine Söhne nahm.«

»Ich war doch schon vorher weg, Dad.«

»Ja, warst du. Du, mit deiner Abenteuerlust und deinem unbändigen Drang dich zu beweisen.«

»So bin ich eben«, erwiderte ich und zuckte mit den Schultern.

»Und, hat es dir etwas gebracht? Hast du deine Neugier auf die Welt befriedigt?«

»Ich wurde befriedigt, oh ja, aber dennoch zieht es mich jetzt zurück in die Heimat.«

»Du willst zurückkommen?«

»Wäre ich sonst hier?«, fragte ich und machte grinsend eine ausholende Geste.

Vater tat unbeteiligt. »Wer weiß schon, was in deinem Kopf vor sich geht?«

Schmunzelnd entgegnete ich, »Ich habe viel gesehen und gelernt. Das hat Spaß gemacht und mich, wie ich finde, im Leben weitergebracht, doch nun ist es an der Zeit, sesshaft zu werden.«

»Sesshaft?«, wiederholte mein Vater ungläubig. »Du?«

»Ja, ich. Was, traust du mir das nicht zu?«

»Nicht wirklich, nein.« Mein alter Herr lachte heiser. »Daniel Hopper ist nicht der Typ, sich zu entscheiden und eine feste Arbeit zu suchen.«

»Hey, du kennst mich doch gar nicht mehr«, widersprach ich halbherzig.

Dad fuhr ungerührt fort, »Redest vom sesshaft werden und kannst nicht einmal eine feste Partnerschaft vorweisen?«

Mit gesenktem Blick brummte ich, »Wie gesagt, du kennst mich nicht.«

»Stimmt genau«, stimmte Arthur mir zu. »Ich kenn dich nicht. Nicht mehr. Seitdem du damals abgehauen bist, um in dieser Universität Französisch zu studieren…« So abfällig, wie er das Wort Universität aussprach, merkte ich, dass er noch immer nicht viel von höherer Bildung hielt. »…Pha …Schwachsinn.«

»Ich gebe zu, das war Schwachsinn. Weshalb ich dann ja auch auf Archäologie umgesattelt habe.«

Vater sah mich an. »Und, hat dir das was gebracht?«

»Erfahrung, Selbstbewusstsein, Abenteuer…«

»Ein Abenteurer, das bist du«, unterbrach mich der Alte. »Warst du schon immer.«

»Und, was ist so schlecht daran, frag’ ich dich?«

Arthur blieb mir eine Antwort schuldig und starrte stattdessen schweigend in die Flammen im Kamin.

»Ich will mich nicht streiten«, lenkte ich ein. »Im Gegenteil. Ich meine es ernst. Ich habe vor, sesshaft zu werden. Vielleicht in Schottland, vielleicht anderswo. Ich weiß es nicht. Aber zuvor, das weiß ich genau, will ich meine Familie sehen. Will endlich wieder Kontakt haben.«

»Na, zumindest kann dir niemand absprechen, dass du Träume hast«, brummte Dad.

Ich beschloss, es zu überhören. »Zu Mom will ich morgen.«

»Tu das. Grüß die alte Hexe von mir.«

»Sprich nicht so von ihr!«

»Warum nicht? Die Alte hat mich betrogen, hintergangen und mir zu alledem alles genommen.«

Sie ließ meinen Blick schweifen. »Zumindest hast du das Haus behalten.«

Arthur lachte abfällig. »Ja, weil ihr neuer Kerl bereits ein eigenes hatte.

Ein größeres. Eines, das den gehobenen Vorstellungen der Dame eher entsprach.«

»Mom und Stuart sind sehr glücklich. Noch immer«, warf ich ein.

»Ist mir vollkommen egal.«

»Schön.«

»Ja.«

Die nächsten Minuten verstrichen, ohne dass einer von uns etwas sagte.

Schweigend hingen wir unseren Gedanken nach, bis ich aus dem Stegreif heraus fragte, »Und, wie geht es dir so, Dad?«

Er zuckte die Schultern. »Es geht. Ich arbeite noch immer in der Baubude.«

»Als Schlosser?«

Er nickte.

»Cool.«

»Ich war noch nie arbeitslos. Dennoch war ich der feinen Dame irgendwann nicht mehr gut genug.« Letzteres fügte er kaum hörbar hinzu.

»Wer weiß schon, was in Mom's Kopf damals vorging?«, suchte ich die Situation zu entschärfen.

»Das kann ich dir sagen, ich war der Lady einfach nicht mehr fein genug.

Und im Bett lief es auch nicht mehr rund. Sie wollte es plötzlich immer här…«

»Stopp!«, unterbrach ich ihn und hielt mir demonstrativ die Ohren zu.

»Das will ich gar nicht hören, bitte.«

Mein Gegenüber schmunzelte. »Schon gut. Deine Mom und ich waren einfach…nicht mehr glücklich miteinander. Was jedoch kein Grund ist, mich dermaßen…«

»Zu hintergehen und dich auszunehmen, ich weiß schon.«

»Ja, genau.«

»Ich kann sie ja darauf ansprechen?«

»Lass es bleiben! Es ist so lange her. Da kräht kein Hahn mehr nach.«

»Und dennoch ärgerst du dich noch immer darüber?«, stellte ich nüchtern fest.

»Nur, wenn das Thema darauf kommt«, lenkte mein Vater schmunzelnd ein. Mit einem Mal wurde sein Wettergegerbtes Gesicht milder.

»Gabriela mag es ebenfalls nicht, wenn ich über vergangenes rede und mich aufrege.«

»Gabriela? Wer ist das?«

»Meine Freundin.«

Vor Erstaunen weiteten sich meine Augen. »Woah, Moment mal! Du hast eine Freundin?«

»Klar, warum nicht? Hast du geglaubt Eltern blieben ihr Leben lang allein nach einer Trennung? Junge, du musst scheinbar noch viel lernen.«

»Bullshit«, widersprach ich resolut. »Ich…ich bin nur überrascht.

Damit hatte ich nicht gerechnet.«

»Warum nicht? Ich bin siebenundfünfzig Jahre alt. Im besten Alter.«

Ich nickte lächelnd. »Ich weiß. Sorry. Ehrlich, ich freu’ mich für dich.«

Beteuerte ich und legte ihm freundschaftlich eine Hand auf das rechte Knie. »Wie lange seid ihr denn schon zusammen?«

»Beinahe sechs Jahre.«

»Krass.«

»Ja, krass. Und du?«

»Was ist mit mir?«

»Du hast auf all deinen Reisen keine kennengelernt, mit der du das Abenteuer Ehe oder zumindest feste Partnerschaft wagen wolltest?«

Stolz schüttelte ich den Kopf. »Nop. Kein Bock. Ich binde mich nicht so an eine Frau.«

In seinen nicht vorhandenen Vollbart...



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